Tränensäcke: Was kann die Schönheitschirurgie bei Tränensäcken tun?

Aufgequollene Unterlider lassen das Gesicht müde und älter aussehen. Kurzfristig können sogenannte Tränensäcke schon bei jungen Leuten nach Übernächtigung, Alkoholexzessen oder bei Stress auftreten.

Bei dauerhaftem Befund handelt es sich aber meist um einen Alterungsprozess bei genetisch entsprechend veranlagten Menschen. Bindegewebe und Muskelspannung lassen auch in der Augenregion nach und durch Störungen im Lymphabfluss können sich Fettablagerungen bilden, die das Unterlid anschwellen lassen.

Da auch Erkrankungen der Schilddrüse, der Nieren, des Herzens oder auch Eisenmangel Ursachen für Unterlidschwellungen sein können, sollte man im Zweifel auch den Allgemeinarzt aufsuchen.

Erstmal sanft ausprobieren, was hilft

Betroffene versuchen oft eine Reihe von kühlenden Maßnahmen oder abschwellenden Salben (z.B. mit Harnstoff), was durchaus sinnvoll sein kann. Manche schwören auf die Anwendung von Hyaluronsäure. Bei Bedarf kann man auch mithilfe kosmetischer Maßnahmen wie Concealer, Abdeckstiften oder speziellem Make-up positive Effekte erzielen.

Wenn die Tränensäcke allerdings stark ausgeprägt sind und der Leidensdruck entsprechend groß ist, kann meist nur ein schönheitschirurgischer Eingriff nachhaltig helfen. Hier stehen grundsätzlich zwei Verfahren zur Auswahl:

Mit Laser:

Die diversen Lasermethoden, z.B. der sogenannte fraktionierte CO2-Laser, kommen meist nur bei leichteren Befunden zum Einsatz. Mithilfe des Laserlichts kommt es durch Anregung der Kollagenbildung zu einer Hautglättung. Dabei entstehen keine Narben und man kann die Praxis meist nach kurzer Zeit wieder verlassen. Oft sind mehrere Behandlungen nötig, die insgesamt meist über 2.000 Euro kosten. Das größte Risiko ist das einer Verbrennung, weshalb jegliche Laserbehandlung – vor allem am Auge – immer in Ärztehand gehört!

Offene OP:

In den meisten Fällen wird die operative Entfernung von Fett- und Muskelgewebe nötig sein, um unschöne Tränensäcke verlässlich zu entfernen. Da Überkorrekturen schnell zu Lidschluss-Störungen und somit fehlerhafter Befeuchtung des Auges führen, bekommt man zur Ruhigstellung meist eine Vollnarkose. Außerdem arbeitet der Chirurg mit einer Mikroskopbrille.

Der Hautschnitt wird versteckt an der Untergrenze der Wimpern gesetzt, sodass die feine Narbe später in der Regel nahezu unsichtbar ist. Wichtig sind die Kühlung und die Schonung der Augenpartie im Anschluss an den Eingriff, was die allgemeinen Risiken von Nachblutungen, Schwellungen und Wundheilungsstörungen minimiert.

Zur optimalen Befeuchtung werden Sie spezielle Augentropfen erhalten. Auch sollte einige Wochen nach dem Eingriff draußen eine Sonnenbrille getragen werden. Die Kosten sind etwa vergleichbar mit der Laserbehandlung – auch wenn beide Verfahren sich grundsätzlich unterscheiden. Allerdings kombinieren einige Chirurgen die Methoden gern, um optimale Resultate zu erlangen.

Kein Alkohol, nicht rauchen

Um bestmögliche Ergebnisse zur erzielen, sollte man im Vorfeld und nach jeglicher Tränensack-Behandlung mehrere Wochen auf Alkohol, Zigaretten und blutverdünnende Medikamente (inkl. ASS) verzichten.

Autorin: Dr. med. Monika Steiner

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