Brustvergrößerung: Welche Implantatgröße ist die richtige für mich?

Damit die Brust nach der operativen Vergrößerung natürlich aussieht und dauerhaft in Form bleibt, ist die Wahl der passenden Implantatgrößen entscheidend. Die am häufigsten verwendeten Volumina liegen hier laut Hersteller bei 300 - 350 ml – wobei 200 ml etwa einer Körbchengröße entsprechen und das gesamte Spektrum von 80 - 800 ml reicht.

Welches Maß aber das richtige im individuellen Fall ist, wird in einem ausführlichen Beratungsgespräch geklärt und hängt von mehreren Faktoren ab:

  • Körpergröße und Körpersymmetrie
  • Form und Breite des Brustkorbs
  • vorhandenes Brustvolumen/ Brustgewebe
  • Hautbeschaffenheit und Dehnbarkeit der Brusthaut und schließlich: persönliche Vorliebe und Vorstellung der Frau

Big breasts big problems

Ein seriös arbeitender Schönheitschirurg wägt die Wünsche der Patientin immer mit der Machbarkeit im jeweiligen Fall ab. Im Zweifel wird er auch von einem Eingriff abraten oder zumindest deutlich kleinere Implantate empfehlen, wenn er kurz- oder längerfristige Komplikationen absehen kann. Der unter amerikanischen Chirurgen geläufige Begriff „big breasts big problems“ umreißt die Schwierigkeiten, die es bei zu üppigen Vergrößerungen geben kann. Folgen können nicht nur Hautrisse, Spannungen und Dehnungsstreifen sein – auch können zu schwere Implantate die Brust nach einiger Zeit unnatürlich und damit unschön durchhängen lassen.

Maximal zwei Cup-Größen!

Außerdem können sich die Kanten von zu groß gewählten Brustprothesen an der Haut durchzeichnen – manchmal nur in bestimmten Körperhaltungen und Blickwinkeln, in deutlicheren Fällen aber auch bereits unmittelbar sichtbar. Um solch einen ästhetischen Fauxpas zu vermeiden, werden die meisten behandelnden Ärzte auch nur zu einer Brustvergrößerung um maximal zwei Körbchennummern raten.

Expander für noch mehr Volumen

Sollte der Wunsch nach einer im Verhältnis zu Brusthaut und Brustvolumen deutlich überdurchschnittlichen Vergrößerung bestehen, gibt es aber noch die Möglichkeit einer zweistufigen OP: Hierbei wird in einem ersten Schritt ein sogenannter Expander in die Brust eingesetzt, welcher die Hauttasche sanft dehnt, sodass das Implantat in einem späteren zweiten Schritt spannungsfrei eingesetzt werden kann. Denkbar ist dasselbe Vorgehen auch mit vorläufig passenden Brustimplantaten, die nach einiger Zeit und entsprechender Vordehnung durch größere ersetzt werden.

Der Trick mit dem Top

Das primäre Ziel einer solchen Brust-OP ist aber in der Regel ein harmonisches Gesamtbild mit einer individuell passenden Brustform. Eine besonders gute optische Einschätzung bekommt man übrigens, wenn man vor der OP mehrere Implantat-Attrappen probiert und diese in einem enganliegenden Shirt oder Top betrachtet. Wenn sich die dabei gefundene Idealform mit den erwähnten körperlichen Voraussetzungen deckt, stehen die Chancen gut, dass man lange Freude an dem OP-Resultat hat.

Autorin: Dr. med. Monika Steiner

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