Welche Risiken hat eine Bauchdeckenstraffung?

Wie bei jeder Operation sind auch mit einer sogenannten Abdominoplastik potentielle Gefahren und Nebenwirkungen verbunden – insbesondere bei der großen, klassischen Bauchdeckenstraffung, seltener bei der Mini-Abdominoplastik. Zu nennen sind hier mögliche Infektionen, Entzündungen des Unterhautgewebes, Schwellungen sowie Blutungen, die unmittelbar nach der OP, aber auch noch einige Zeit danach auftreten können. Diese Symptome sind meist gut behandelbar bzw. klingen nach einigen Wochen von selbst wieder ab.

Häufig sind unmittelbar nach dem Eingriff Schmerzen und Spannungsgefühle im Bauch- und Unterleibsbereich, die aber durch geeignete Medikamente und eine entsprechende Schonhaltung gut kontrollierbar sind. Damit es aufgrund der OP und der Liegezeit nicht zu einem gefährlichen Blutgerinnsel kommt, kriegt man nach der Operation täglich eine sogenannte Antithrombose-Spritze in die Haut. Hier ist es zur Vorbeugung auch wichtig, möglichst frühzeitig wieder mit sanften Bewegungen und dem Aufstehen aus dem Krankenbett zu beginnen.

Rund um die Bauchstraffung bitte nicht rauchen!

Wer Diabetes hat, übergewichtig ist und/ oder raucht, kann aufgrund schlechterer Durchblutung Wundheilungsstörungen entwickeln. Diese können unter anderem eine auffällige, breite Narbe zur Folge haben, die eventuell noch mal korrigiert werden müsste. Auch aus diesem Grund sollte zwei Wochen vor und mindestens drei Wochen nach der Bauchdeckenplastik generell aufs Rauchen verzichtet werden. Aus demselben Grund wird in dieser Zeit von erfahrenen Chirurgen auch von Alkohol abgeraten.

Unmittelbar nach der Abdominoplastik gibt es im Bauchbereich meist noch Gefühlsstörungen, welche in den meisten Fällen spätestens nach einigen Monaten vollständig abklingen. Selten kann es – insbesondere im Gebiet der Narben – aber auch zu einem permanenten Taubheitsgefühl kommen.

Leichte Asymmetrien sind bei der Abdominoplastik nicht auszuschließen

Da bei der konventionellen Bauchdeckenstraffung meist großflächig beachtliche Mengen von Haut und Unterhautgewebe entfernt werden, ist nicht ganz auszuschließen, dass es vereinzelt zu Dellen, Unregelmäßigkeiten oder Asymmetrien kommt. In gravierenden Fällen wäre ggf. eine zweite Operation zur Behebung der Unebenheiten nötig. Zuguterletzt liegt ein Restrisiko auch immer darin, dass die Erwartung an eine OP – trotz optimalem Verlauf und unkomplizierter Heilungsphase – einfach nicht erfüllt werden.

Wessen Bauch durch starke Gewichtsschwankungen oder mehrere Schwangerschaften stark in Mitleidenschaft gezogen war, wird auch vom besten Operateur meist keine perfekt jugendlich-straffe Silhouette oder einen knackigen „Six-Pack“ erwarten dürfen. Allein die feine, aber lange Narbe muss bei den klassischen Bauchdeckenstraffungen zudem immer in Kauf genommen werden. Wer seine Problemzone und seine diesbezüglichen Wünsche aber realistisch einschätzt und diese mit einem erfahrenen Schönheits-Chirurgen angeht, hat gute Chancen auf ein sehr befriedigendes OP-Ergebnis.

Autorin: Dr. med. Monika Steiner

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