Hilft Rhabarber gegen schlechte Stimmung in den Wechseljahren?

Ja, depressive Verstimmung gehört zu den Wechseljahresbeschwerden, gegen die sich ein Trockenextrakt aus der Rhabarberwurzel als wirksam erwiesen hat. Dabei handelt es sich nicht um den Kultur-Rhabarber, aus dem wir Kompott oder Kuchen machen. Sondern um eine spezielle Sorte, die als Sibirischer oder Rhapontik-Rhabarber (Rheum rhaponticum) bezeichnet wird.

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Die Wirksamkeit des Sibirischen Rhabarbers gegen verschiedene Symptome der Wechseljahre ist in Asien und auch in Norwegen schon seit Urzeiten bekannt. Sie ist aber auch im Rahmen der Arzneimittelzulassung überprüft und nachgewiesen worden. Unter anderem mit einer doppelblinden, plazebokontrollierten Studie – ein Studiendesign, das dem gegenwärtig höchsten wissenschaftlichen Standard entspricht.

Wirkung über Östrogen-Rezeptoren im Gehirn

Die sogenannten Phyto-Östrogene aus dem Rhabarber üben ihren Wirkeffekt vermutlich über bestimmte Östrogen-Rezeptoren aus, an die sie binden können und die sich unter anderem auch im Gehirn befinden. Eine depressive Verstimmung, die auf einem relativen Östrogenmangel bzw. den hormonellen Verschiebungen in den Wechseljahren beruht, kann dadurch gelindert werden. Berücksichtigen Sie dabei die erforderliche Vorlaufzeit, die häufig 2-4 Wochen ab Beginn der Einnahme beträgt.

Wenn Ihre Verstimmung sehr stark ausgeprägt ist oder über längere Zeit anhält, sollten Sie aber unabhängig von dieser pflanzlichen Behandlung unbedingt auch einen Arzt oder eine Ärztin aufsuchen.

Autor: Dr. med. Jörg Zorn

 

Weitere Informationen zu Rhabarberwurzel gegen Wechseljahresbeschwerden finden Sie hier.

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