Hilft Rhabarber gegen Wechseljahresbeschwerden?

Rhabarber selbst nicht, aber seine Wurzel. Die enthält nämlich sogenannte Stilbene. Das sind Östrogen-ähnliche Stoffe, die vor allem in den Wurzeln einer bestimmten sibirischen Rhabarber-Art enthalten sind. Im heimischen Rhabarber zwar auch, aber in deutlich geringerer Konzentration.

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Die sibirische Rhabarberwurzel, auch als Rhapontik-Rhabarberwurzel bezeichnet, wird in Apotheken unter dem Präparate-Namen femi-loges® angeboten. Der darin enthaltene Extrakt hat in einer kontrollierten Studie seine Wirkung vor allem gegen Hitzewallungen und Schweißausbrüche nachweisen können (mit 4 mg täglich). Das Mittel wirkte in der gleichen Untersuchung (die allerdings von überschaubarer Größe und Länge war) auch gegen Schlafstörungen und depressive Verstimmungen in den Wechseljahren. Wegen der Östrogen-artigen Wirkung ist das aber auch durchaus denkbar.

Wer nun allerdings glaubt, auch mit Rhabarberkuchen die Hitzewallungen loszuwerden, irrt. Denn für den herkömmlichen Rhabarber-Kuchen oder Rhabarber-Kompott werden die Stiele verwendet, nicht die Wurzeln.

Autor: Dr. med. Jörg Zorn

 

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