Wechseljahre der Männer: Wann ist eine Testosteron-Behandlung angebracht?
Eine Hormonbehandlung ist nur ratsam, wenn nachweislich ein Testosteronmangel vorliegt und sich zudem Beschwerden bemerkbar machen, die höchstwahrscheinlich durch den Hormonmangel verursacht werden. Und das ist eher selten der Fall.
Vor einer Testosteron-Gabe ist eine Prostata-Untersuchung notwendig. Denn die Hormone können eventuell die Entwicklung einer bereits vorhandenen gutartigen Prostatavergrößerung oder eines bevorstehenden Prostatakrebses beschleunigen.
Krankenkassen zahlen oft nicht für eine Testosteron-Behandlung
Testosteron wird heutzutage entweder durch Injektionen (etwa alle zwei bis vier Wochen) oder in Form von Gelen (beispielsweise Testogel®, Testim® oder Androtop®) verabreicht. Die Einnahme des Hormons in Form von Tabletten oder Kapseln ist nicht zu empfehlen. Denn diese lassen den Testosteron-Blutspiegel kurzzeitig extrem ansteigen und rasch wieder abfallen. Ziel der Behandlung ist jedoch, möglichst gleichmäßige, mittelgradig hohe Testosteron-Konzentrationen im Blut zu erreichen.
Wichtig zu wissen: Viele Krankenkassen übernehmen die Kosten für eine Testosteronbehandlung nicht in jedem Fall. Es empfiehlt sich deshalb, die Möglichkeiten der Kostenerstattung vorab zu klären.


