Was versteht man unter Alters-Hypogonadismus?
Für viele Mediziner gilt der Grundsatz: "Sage es nicht verständlich, wenn Du es auch unverständlich ausdrücken kannst." Als Alters-Hypogonadismus bezeichnet man den altersbedingten Abfall des Testosteronspiegels bei Männern.
Als Synonyme gebrauchte Begriffe sind „Andropause“ oder auch „männliche Wechseljahre“ (Climacterium virile). Im englischen Sprachraum verwendet man vorwiegend den Begriff „Late-onset hypogonadism“ (LOH).
Wirklich ein Problem oder nur hochgejazzt?
Mittlerweile entwickelten mehrere internationale Fachgesellschaften eine Leitlinie zur Diagnose, Therapie und Überwachung bei Altershypogonadismus. Die "Wechseljahre des Mannes" sind also in gewisser Weise anerkannt. Oder geht es hier nur darum, mit einem Pseudoproblem Geld zu verdienen (Pillen gegen Testosteronmangel)?
Definitionsgemäß spricht man von einem Testosteronmangel, wenn die Blutspiegel an Testosteron < 200 ng/dl beziehungsweise < 8 nmol/l liegen. Allerdings versichern manche Wissenschaftler, dass sich auch schon bei Werten < 350 ng/dl beziehungsweise < 12 nmol/l Beschwerden bemerkbar machen können, die für ein Mangelsyndrom sprechen. Ob diese Wissenschaftler das neutral sagen oder wirtschaftlich profitieren, bleibt im Bereich der Spekulation.
Zum Begriff „Hypogonadismus“: Die Gonaden sind in der medizinischen Fachsprache die Hoden. Die Silbe „hypo“ verrät stets, dass von irgendetwas zuwenig vorhanden ist, also ein Mangel besteht.

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