Wenn Männer älter werden: Welche Hormone außer Testosteron spielen noch eine Rolle?
Alle reden vom Testosteron. Aber wichtig für das Befinden im Alter (und auch davor) sind neben dem Testosteron auch folgende Hormone:
- Dehydroepiandrosteron (DHEA):
Das Hormon wird in der Nebennierenrinde produziert. Es bremst den Alterungsprozess und fördert den Abbau von Fettgewebe. DHEA stärkt zudem das Immunsystem und reduziert Stressreaktionen, da es die Ausschüttung des Stresshormons Kortisol hemmt. Zudem soll das Hormon vor Herz- und Kreislauferkrankungen schützen, sowie die Merk- und Konzentrationsfähigkeit fördern.
Auch für altersbedingte Beeinträchtigungen könnte DHEA relevant sein, zumal die Produktion des Hormons und damit auch die Konzentration der Blutspiegel etwa ab dem 45. bis 50. Lebensjahr abnimmt. - Östrogene:
Auch im männlichen Hormonhaushalt spielen Östrogene eine wesentliche Rolle. Wenn allerdings der Testosteronspiegel sinkt, reduziert sich auch die Östrogenkonzentration. Man geht davon aus, dass Gelenksschmerzen und Muskelverspannungen, aber auch Fettverteilungsstörungen und sogar Beeinträchtigungen der Merkfähigkeit mitunter eine Folge von Östrogenmangel sein können. Und auch psychische Unausgeglichenheit oder verminderte Belastbarkeit hängen möglicherweise mit einem Mangel an dem weiblichen Geschlechtshormon zusammen. - Gonadotropin-Releasing-Hormon (Gn-RH):
Das Hormon stimuliert im Vorderlappen der Hypophyse die Ausschüttung von zwei verschiedenen Sexualhormonen: die des follikelstimulierenden Hormons (FSH) und des luteinisierenden Hormons (LH). Dadurch steuert Gn-RH die Sexualfunktion, und zwar von Männern und Frauen.


