Ist die Midlife Crisis bei Männern Folge der Wechseljahre?
Nach derzeitigem Kenntnisstand gibt es keinen direkten Zusammenhang zwischen sinkender Produktion von Geschlechtshormonen und der Midlife Crisis. Prinzipiell geht man davon aus, dass die Krise bei Männern eher entwicklungspsychologische als hormonelle Auslöser hat.
Bei Männern, die unter dieser "Lebenskrise" leiden, verfestigt sich oft der Eindruck, von nun an gehe es tendenziell bergab – und zwar körperlich und geistig. Es kommt etwas gehäufter zu gesundheitlichen Wehwehchen, die Leistungsfähigkeit nimmt ab und auch äußerlich machen sich erste Altersspuren bemerkbar.
In aller Regel ist in dieser Zeit der höchste Punkt der Karriere überschritten. Die Kinder werden erwachsen und gehen ihre eigenen Wege. Die Partnerschaft wird mitunter eher als Einschränkung denn als Bereicherung empfunden, in manchen Fällen sind gar Trennung und Scheidung die Folge.
Das alles ist im Prinzip völlig normal. Und kein Grund zur Krise. Aber in dieser Phase des Umbruchs fragen sich Männer mit einer sogenannten Midlife Crisis vielleicht ein bisschen zu intensiv: Soll das nun schon alles gewesen sein? Was sollte jetzt noch Neues kommen? Die Antwort kann nur lauten: Nein, das war noch längst nicht alles. Aber so oder so hat das wenig mit den Hormonen zu tun.


