Wie werden vorzeitige Wechseljahre behandelt? | Das Klimakterium praecox

Bei Frauen, die vorzeitig in die Wechseljahre kommen, ist die Hormonproduktion in den Eierstöcken stark reduziert. Deshalb wird obligatorisch eine Hormonbehandlung notwendig, die einer Hormon(ersatz)therapie im Klimakterium bei Frauen um die 50 Jahre vergleichbar ist.

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Die Behandlung ist bei den verhältnismäßig jungen Frauen ganz besonders wichtig, da der vorzeitige Beginn der Wechseljahre zum Knochenabbau führen kann und damit zu einem hohen Risiko für eine Osteoporose. Außerdem führt der Mangel an Hormonen in diesem Alter häufig zu krankhaften Veränderungen an Herz und Blutgefäßen. Folglich ist kalziumreiche Kost und körperliche Aktivität für Frauen mit Klimakterium praecox besonders wichtig.

Hormonbehandlung zumindest zeitweise empfehlenswert

Die Einnahme eines Östrogen-Präparates, das bei noch vorhandener Gebärmutter mit einem Gestagen kombiniert wird, sollte in aller Regel mindestens bis zum normalen Menopause-Alter (etwa bis zum Alter von 50 Jahren) fortgesetzt werden. Danach gilt es, die Risiken dieser Hormonbehandlung und deren Nutzen gegeneinander abzuwägen.

Die Östrogen-Behandlung kann durch Einnahme von Tabletten (oral), mittels Pflaster (transdermal), Injektionen unter die Haut (subkutan) oder auch über ein Vaginal-Gel erfolgen. Die Hormondosis wird man solange steigern, bis sich die erwünschte Linderung der Beschwerden bemerkbar macht. Prinzipiell benötigen jüngere Frauen mit vorzeitiger Menopause eher höhere Östrogen-Dosierungen als jene, die erst im Alter um die 50 Jahre in die Wechseljahre kommen.

Frauen, die stark an Antriebslosigkeit und sexueller Unlust leiden, hilft manchmal die Einnahme männlicher Geschlechtshormone (Androgene) in niedriger Dosierung. Zur Vorbeugung von Osteoporose kann zusätzlich die Einnahme von Medikamenten (etwa Calcium plus Vitamin D oder einem Bisphosphonat) ratsam sein.

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