Können natürliche Mittel gegen Wechseljahresbeschwerden ohne Bedenken ausprobiert werden?
Nicht-medikamentöse naturheilkundliche Verfahren zur Linderung klimakterischer Beschwerden können interessierte Frauen durchaus unter eigener Regie testen. Die Einnahme von pflanzlichen Arzneimitteln sollte man hingegen mit seinen betreuenden Ärzten besprechen.
Denn auch Phytotherapeutika können durchaus mit anderen Medikamenten interagieren. Sie können die Wirkung weiterer Arzneimittel verstärken bzw. abschwächen oder selbst verstärkt bzw. abgeschwächt werden. Außerdem gibt es – vor allem zu den Effekten nach Langzeiteinnahme vieler pflanzlicher Mittel – für viele pflanzliche Arzneimittel keine umfassenden Untersuchungen zu deren Sicherheit.
Dieses Argument wird freilich nicht ganz zufällig vor allen Dingen von den Herstellern nicht-pflanzlicher Präparate ins Feld geführt. Formal ist das durchaus richtig, allerdings ist es auch ein Charakteristikum naturheilkundlicher Methoden, dass sie sich modern-wissenschaftlichen Nachweismethoden entziehen. Und oftmals stehen auch kleinere Hersteller dahinter, denen es schwerer fällt, solche Langzeit-Studien zu finanzieren.


