Wie wirkt sich Östrogen-Mangel auf den Körper aus?

Östrogen-MangelEin Mangel an Östrogen kann den gesamten Organismus einer Frau betreffen.

Neben den typischen Wechseljahresbeschwerden wie Hitzewallungen und Zyklusschwankungen kann der Hormonabfall bei einigen Frauen zu einer ganzen Reihe weiterer Veränderungen führen.

Zu diesen möglichen Langzeitfolgen des Östrogenmangels zählt z.B.:

  • Falten auf der Haut.
  • Dünnere und trockenere Schleimhäute (das macht sich besonders an der Scheide bemerkbar: Da die Schleimhaut weniger Flüssigkeit absondert, kann es beim Geschlechtsverkehr zu Schmerzen kommen).
  • Trockeneres Haar (manche Frauen haben unter Haarausfall zu leiden).
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  • Rückbildungserscheinungen (Atrophie) an den Harn- und Geschlechtsorganen begünstigen Infektionen an der Scheide, der Vagina und der Blase, die in schweren Fällen trotz adäquater Behandlung immer wieder erneut aufflackern.
  • Die Knochendichte nimmt ab.
  • Die Blutfettwerte steigen mitunter.
  • Die lange Jahre vermutete höhere Gefahr für einen Herzinfarkt durch den Hormonverlust ist mittlerweile widerlegt. In einer aktuellen Studie (2011) zeigte sich, dass die höhere Herzinfarktrate nach der Menopause wohl schlicht und ergreifend ein Alterseffekt ist und nichts mit dem Östrogenabfall zu tun hat. Im übrigen erhöht eine Hormonersatztherapie in den Wechseljahren sogar die Gefahr für Herzinfarkt und Schlaganfall.

Wichtig ist folgendes beim Thema Östrogen-Mangel:

All diese Beschwerden können, müssen aber nicht auftreten. Und der Abfall des Östrogens ist etwas völlig Normales und hat nichts mit "Krankheit" oder "Störung" zu tun.

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Autor: Dr. med. Jörg Zorn

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Kommentare (2)
Oestrogenmangel = hoher Cortisolspiegel
2 Sonntag, den 20. September 2015 um 16:53 Uhr
Caroline Fischer
Seit ich das Hormon Oestrogen genommen habe und es abrupt abgesetzt habe wegen Unverträglichkeit, bekomme ich beim kleinsten Stress einen hohen Cortisolspiegel. Der hohe Cortisolspiegel nimmt den Insulinspiegel mit nach oben und plagt mit Heißhunger auf Süßes.
Zudem verspüre ich starken Stress gegen den Abend im Rücken. Es ist zum davon laufen. Mag gar nicht mehr. Wegen dem starken Stress am Abend im Rücken kann ich nachts nicht schlafen. Am Tag bin ich total müde und erschöpft und schlafe nur noch. Am Tag spüre ich keinen hohen Cortisolspiegel, im Gegenteil. Wahrscheinlich eine Nebennierenrindenerschöpfung?
Wer weiß Rat?
Oestrogenmangel = hoher Cortisolspiegel
1 Samstag, den 27. September 2014 um 11:09 Uhr
Selina Meier
Bin seit zwei Jahren in der Postmenopause. Ich leider unter dem Östrogen-Mangel. Bei Stress steigt der Cortisolspiegel, und er nimmt den Insulinspiegel mit nach oben. Daraus entstehen Heißhungerattacken auf Süßes. Es ist eine richtige Qual. Leide sehr darunter. Außerdem schlafe ich kaum noch.
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