Welche Aufgaben hat Östrogen im weiblichen Körper?

Östrogene sind an einer ganzen Reihe von Funktionen im weiblichen Körper beteiligt. Zu den Wirkungen dieser weiblichen Sexualhormone zählt u.a.:

Unsere 10 wichtigsten Tipps für die Wechseljahre

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  • Wachstum der Brust
  • Aufbau der Gebärmutterschleimhaut nach der Monatsblutung
  • Wachstum der Muskulatur in der Gebärmutter
  • Öffnen des Muttermundes vor dem Eisprung
  • Schleimbildung im Gebärmutterhals
  • Stärkung des Unterhautfettgewebes
  • Geschmeidigkeit der weiblichen Geschlechtsorgane
  • Stärkung des Knochengewebes
  • Entstehung der "weiblichen" Stimme

Östrogene

Frau - Wechseljahre - ÖstrogenDass man von den Östrogenen häufig in der Mehrzahl spricht, liegt daran, dass es im Körper mehrere Varianten davon gibt, je nachdem, in welchem Entwicklungsstadium sich das Hormon gerade befindet.

Die Mehrzahl der Östrogene wird in den Eierstöcken gebildet, ein kleiner Teil aber auch in den Nebennieren (auch Männer produzieren etwas Östrogen).

Wie viel von dem Hormon gerade ausgeschüttet wird, regelt die Hypophyse im Gehirn.

Östrogen dient der Fortpflanzung – hat aber auch Zusatzaufgaben

Die wichtigste biologische Funktion des Östrogens betrifft die Fortpflanzung: Das Hormon ist maßgeblich dafür verantwortlich, dass während der fortpflanzungsfähigen Jahre die Eizelle heranreift. Monat für Monat wird Östrogen vor allem nach der Monatsblutung bis zum Eisprung aktiv, um sicherzustellen, dass in der sensiblen Phase ein Ei unten ankommt. Allerdings hat Östrogen, wie man oben sieht, auch noch zahlreiche weitere Aufgaben. Unter anderem festigt das Hormon die Knochen, stärkt das Immunsystem und – was viele gar nicht wissen – erhöht sogar das Hörvermögen.

Um all diese Wirkungen zu erzielen, wird Östrogen in den Zielorganen (zum Beispiel den Zellen der Eierstöcke) direkt zum Zellkern befördert. Also ins Machtzentrum der Zelle. Dort erklärt das Hormon dann der Zell-DNA und Zell-RNA, was zu tun ist, welche Proteine herzustellen sind, und die tun, wie ihnen befohlen.

Autor: Dr. med. Jörg Zorn

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