Gebärmutter entfernt: Komme ich dann früher in die Wechseljahre?

Wird bei dem Eingriff ausschließlich die Gebärmutter entfernt (Hysterektomie), nicht jedoch die Eierstöcke, bleibt die Hormonproduktion theoretisch unbeeinflusst. Somit kommt es normalerweise auch nicht zu einem früheren Eintreten von Wechseljahressymptomen.

Allerdings stimmen Theorie und Praxis hier nicht immer überein. Denn zahlreiche Untersuchungen lieferten Hinweise darauf, dass die Eierstöcke infolge einer Gebärmutterentfernung rascher ihre Fähigkeit zur Bildung von Sexualhormonen reduzieren. Folglich können Frauen nach einer Hysterektomie durchaus etwas frühzeitiger in die Wechseljahre kommen und dann unter Umständen auch schon relativ frühzeitig an Wechseljahrsbeschwerden leiden. In diesem Fall wäre aber eine befristete Hormontherapie nicht nur vertretbar, sondern auch ein relativ effektives Mittel gegen diese "Beschwerden".

Sonderfall: Gebärmutter und Eierstöcke entfernt

Anders sieht es aus, wenn bei der Operation neben der Gebärmutter auch die Eierstöcke entfernt werden. Dann nämlich fällt deren Östrogenproduktion sofort und komplett aus. Dies führt dazu, dass ab dem Tag der Operation eine Hormontherapie mit Östrogenen notwendig wird.

Würde man keine Hormone geben, wäre das praktisch vergleichbar mit einem Einsetzen der Wechseljahre über Nacht.



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