Kennt die Naturheilkunde ein Mittel gegen Scheidentrockenheit?

Bei Trockenheit der Schleimhäute – also auch bei Scheidentrockenheit – wird als Naturheilmittel vor allem Leinsamen empfohlen. Leinsamen enthält sogenannte Lignane und andere Phytohormone, die ähnlich wirken wie Östrogen und die Schleimproduktion anregen. Hebammen empfehlen Leinsamen z.B. auch vor der Geburt, damit die Scheide feuchter wird.

Wenn Sie es mal probieren wollen, nehmen Sie täglich 1 Esslöffel geschroteten Leinsamen zu sich. Trinken Sie dazu am besten ein Glas Wasser. Oder aber Sie rühren sich den Leinsamen in einen Joghurt oder in ein Müsli. Zusätzlich soll Leinsamen übrigens auch gegen Schweißausbrüche in den Wechseljahren helfen.

 

Leinsamen oder Rotklee

Auch Rotklee (Wiesenklee), das ebenfalls Phytohormone enthält, wird immer wieder zur Linderung der Scheidentrockenheit empfohlen. Auch hier entsteht die Wirkung durch die Östrogen-ähnlichen Inhaltsstoffe. Daneben setzt man die Pflanze gegen Hitzewallungen, Schweißausbrüche, Nervosität und Libidoverlust ein.

Wie fast immer in der Naturheilkunde ist weder das eine noch das andere wissenschaftlich bewiesen. Aber aus unserer Sicht ist das in diesem Fall kein Grund, es nicht auszuprobieren, da die von Frauenärzten mitunter verschriebenen Hormon-Salben auf Dauer keine gute Lösung sind.

Autor: Dr. med. Jörg Zorn

 

 





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