Was kann ich gegen eine trockene Scheide tun?

In den Wechseljahren nimmt die Durchblutung der Schamlippen und der Vagina ab. Dies führt dazu, dass die Haut und Schleimhäute im Intimbereich weniger elastisch und trockener werden, was beim Geschlechtsverkehr Probleme bereiten kann (Brennen, leichte Schmerzen beim Verkehr).

Was kann man nun dagegen tun? Einerseits gibt es eine ganze Reihe an östrogenhaltigen Cremes, Tabletten oder Zäpfchen, die der Trockenheit des Scheidenbereiches entgegenwirken. Östrogen ist das weibliche Geschlechtshormon, das in den Wechseljahren natürlicherweise weniger wird. Alternativ gibt es auch einen Vaginalring, der für drei Monate eingesetzt wird und Östrogen freisetzt. Bei der örtlichen Östrogengabe (Cremes, Zäpchen, Vaginalring) ist nicht mit ernsteren Nebenwirkungen zu rechnen.

Wenn Sie aber lieber auf Hormone verzichten möchten, weil man deren Einsatz ja durchaus kritisch sehen kann, helfen in den meisten Fällen auch normale Gleitmittel (bekommen Sie in der Drogerie).

 

Was Sie selbst tun können

Verzichten Sie lieber auf zu intensive Intimpflege. Ein übertriebener Einsatz von Seifen oder auch Intimtüchern oder Intim-Sprays führt oft eher zu einer noch stärkeren Austrocknung und auch Reizung der Haut. Das gilt auch für Spülungen.

Sprechen Sie darüber am besten auch mit Ihrem Frauenarzt und scheuen Sie sich nicht, hier ganz offen Ihre Probleme anzusprechen.

Autoren: Dr. med. Anne-Kristin Schulze/Dr. med. Jörg Zorn

 

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