Stimmt es, dass man durch Hormon-Tabletten gegen Wechseljahresbeschwerden häufiger Gallensteine bekommt?

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Ja. Frauen, die Östrogen-Tabletten einnehmen, bekommen etwa 2,5mal häufiger Gallensteine als jene ohne Hormontherapie.

Man geht davon aus, dass Östrogene, wenn sie als Tablette eingenommen werden, über den Magen-Darm-Trakt zuerst in die Leber gelangen. Dort beeinflussen sie bestimmte Stoffwechselprozesse, wodurch vermehrt Cholesterin anfällt. Das Cholesterin sammelt sich in der Gallenflüssigkeit und kann dort zur Bildung von Steinen führen.

Werden Östrogene hingegen nicht als Tabletten, sondern über die Haut in Form von Pflastern oder Gelen (transdermal) zugeführt, ist das Risiko geringer. Der Grund dafür ist wahrscheinlich, dass bei einer Zufuhr über die Haut die erste Leberpassage der aufgenommenen Östrogene entfällt.

 

 


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