Hormontherapie mit Tabletten, Pflaster oder Cremes: Beeinflusst die Art der Präparate tatsächlich das Thrombose-Risiko?

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Neben den enthaltenen Wirksubstanzen scheint das Risiko für Thrombosen tatsächlich auch davon abzuhängen, in welcher Form die Hormone verabreicht werden. So fand sich bei der sogenannten transdermale Hormongabe (Aufnahme der Hormone über die Haut) – etwa via Creme, Gel oder Pflaster – in vielen Studien kein vermehrtes Thrombose-Risiko.

Ein Beispiel ist die ESTHER-Studie („Epidemiologische Studie zu Chancen der Verhütung, Früherkennung und optimierten Therapie chronischer Erkrankungen in der älteren Bevölkerung“). Diese Untersuchung zeigte, dass das Risiko für Thrombembolien (verschleppte Blutgerinnsel mit akutem Gefäßverschluss) nach Tabletteneinnahme von Hormonen gegenüber Frauen ohne Hormontherapie um das 4,5fache erhöht war; nach transdermaler Gabe (Pflaster oder Gel) ließ sich hingegen kein statistisch signifikanter Unterschied erkennen.

Bei Frauen mit erhöhtem Risiko für Thrombosen (beispielsweise infolge von Übergewicht), bei denen normalerweise auf eine Hormontherapie aus Sicherheitsgründen lieber verzichtet wird,  kann demnach die transdermale Hormongabe eine Alternative sein.

 

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