Hormontherapie: Auf dem Beipackzettel werden so viele Nebenwirkungen genannt. Ist die Einnahme wirklich so gefährlich?
Der Beipackzettel soll so genau wie möglich über die Wirkungen und über mögliche Nebenwirkungen eines Medikamentes informieren. Dort werden allerdings nicht nur alle tatsächlich beobachteten Nebenwirkungen aufgelistet. Die Hersteller sind gesetzlich dazu verpflichtet, im Beipackzettel auch alle vermuteten Nebenwirkungen zu nennen.
Außerdem sollte man sich bewusst sein, dass die im Beipackzettel aufgeführten Nebenwirkungen selbstverständlich nicht bei allen Frauen auftreten. Manche der genannten Nebenwirkungen sind überdies – wenn sie denn auftreten – meist nur von kurzer Dauer und klingen mitunter nach einigen Wochen von selbst wieder ab.
Allerdings darf auch nicht verschwiegen werden, dass neben der Möglichkeit unmittelbar auftretener Nebenwirkungen auch langfristig Risiken mit der Hormontherapie verbunden sind (u.a. ein etwas erhöhtes Brustkrebsrisiko, konkret bei 1.000 Frauen 2 bis 6 mehr Erkrankungen).
Sprechen Sie mit Ihrem Arzt/Ihrer Ärztin über Nutzen und Risiken, und auch wenn Sie eine der auf dem Beipackzettel angegebenen Wirkungen bei sich beobachten. Mitunter beseitigt dann eine Änderung der Dosis die Beschwerden.

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