Was bedeutet die Einnahme von Hormonpräparaten in den Wechseljahren für das Brustkrebsrisiko?

Es gilt für viele Experten mittlerweile als bewiesen, dass die langjährige Einnahme von Hormonpräparaten zur Linderung von Wechseljahres-Beschwerden das Brustkrebsrisiko erhöht. Dabei sind reine Östrogentabletten weniger gefährlich als die sehr viel häufiger eingesetzten Kombinationspräparate mit Östrogenen und Gestagenen (beides weibliche Geschlechtshormone).

Dies hat dazu geführt, dass diese Hormonpräparate heute sehr viel weniger verschrieben werden als noch vor zehn Jahren.

Allerdings muss auch betont werden, dass sich die absolute Risikoerhöhung in Grenzen hält. Von 1.000 Frauen erkranken ohne Hormontherapie statistisch 32 an Brustkrebs. Wenn sie in den Wechseljahren über fünf bis zehn Jahre ein Östrogenpräparat einnehmen, erkranken 1 bis 2 Frauen mehr. Bei den Kombinationspräparaten aus Östrogen und Gestagen erkranken 6 Frauen mehr. Liegt die Einnahmedauer dieser Kombinationshormone über zehn Jahre, steigt die Zahl der zusätzlich Erkrankten auf 19 an.

 

Weitere Fragen und Antworten zum Thema Brustkrebs finden Sie unter Navigator-Medizin.de/Brustkrebs

 

 





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