Hormonersatztherapie: Erhöhtes Brustkrebsrisiko

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Eine Hormonersatztherapie gegen Wechseljahresbeschwerden kann zu einem höherem Risiko führen, an Brustkrebs zu erkranken.

Hormone gegen Beschwerden in den Wechseljahren – das ist auch die Geschichte einer lange und hitzig geführten Diskussion um die zu erwartenden Vorteile und die zu befürchtenden Nebenwirkungen dieser Therapie. Eine Studie unter Leitung von Prof. Valerie Beral, Cancer Research UK, dem englischen Krebsforschungszentrum in Oxford, hat 1.084.110 Frauen im Alter von 50 bis 64 Jahren im Zeitraum von 1996 bis 2001 untersucht.

 

Um so mehr Jahre Hormone, um so gefährlicher

Das Ergebnis der Studie zeigt, dass das Risiko an Brustkrebs zu erkranken, um so höher wurde, je länger die Hormontherapie dauerte. Nach einer zehnjährigen Behandlung ermittelten die Wissenschaftler auf 1.000 Frauen 5 zusätzliche Brustkrebserkrankungen, wenn Präparate mit nur einem Wirkstoff, nämlich Östrogen, eingenommen wurden. Bekamen die Frauen aber eine Kombination aus Gestagenen und Östrogenen, dann betrug die Zahl der zusätzlichen Krankheitsfälle 19. Das Risiko an Brustkrebs zu sterben, lag für Frauen mit einer Hormontherapie, unabhängig, ob mit einem Wirkstoff oder einem Wirkstoff-Cocktail, um 22% höher als bei den Frauen, die eine solche Therapie nicht erhalten hatten.

Frauen, die eine Hormonersatztherapie durchführen, sollten unbedingt zu ihrem Gynäkologen Kontakt aufnehmen und sich über Möglichkeiten des Abbruchs und alternative Behandlungsmethoden informieren. Die deutsche Krebsgesellschaft empfiehlt inzwischen die "strengste Einschränkung der Behandlung".

WANC 26.08.03

 


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