Hormontherapie in den Wechseljahren: Das empfehlen die Gynäkologen

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Seit die Hormontherapie gegen Wechseljahresbeschwerden in Verruf geraten ist, wird heftig diskutiert und gestritten. Wann ist eine Einnahme von Hormon-Präparaten noch gerechtfertigt und wann nicht? Wie lange darf die Einnahme erfolgen und in welcher Wirkstoff-Zusammensetzung? Nun hat sich dazu die Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe zu Wort gemeldet, also die wissenschaftlich orientierte Vereinigung der Frauenärzte.

 

Eine ganze Reihe an Risiken

Zum Hintergrund: Ungeachtet der positiven Effekte auf die Symptome der Wechseljahre wie Hitzewallungen und Schlafstörungen birgt die Hormontherapie auch erhebliche Risiken. Erheblich nicht unbedingt in der Häufigkeit, aber in der Art der Risiken. Denn folgende Erkrankungen treten unter der langjährigen Einnahme von Hormon-Präparaten nach aktueller Datenlage häufiger auf: Herzinfarkt, Schlaganfall, Thrombosen, Brustkrebs, Eierstockkrebs, Gebärmutterkrebs und Gallenwegserkrankungen. Zwar sind alle diese Risikoerhöhungen nur geringfügig, das heißt, das absolute Risiko ist immer noch niedrig. Trotzdem muss man sich schon sehr genau überlegen, ob es die Hormone braucht.

Und dazu äußert sich die Gynäkologen-Gesellschaft nun wie folgt: 

 

Empfehlungen der Frauenärzte

  • Eine begonnene Hormontherapie muss trotz ihrer guten Wirkung jährlich auf den Prüfstand gestellt werden.
  • Der Östrogen-Anteil in den Präparaten sollte so niedrig wie möglich sein.
  • Der Östrogen-Wirkstoff muss mindestens 10 Tage pro Monat mit einem Gestagen-Wirkstoff ergänzt werden.
  • Nur Frauen, bei denen die Gebärmutter entfernt wurde, erhalten reine Östrogen-Präparate.
  • Welches der Präparate man nimmt, ist, soweit man oben genannte Regeln beachtet, relativ gleich.
  • Ein Schutz vor Osteoporose stellt sich nur bei sehr langer Hormon-Einnahme ein und macht nur Sinn bei ausgeprägtem Osteoporose-Risiko.


Autoren: WANC/Dr. med. Jörg Zorn, 2003

 

 


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