Hormontherapie: Kombinationen anscheinend riskanter

Die Hormontherapie für Frauen mit Wechseljahresbeschwerden ist ins Gerede gekommen. Verschiedene Studien haben gezeigt, dass die Gabe der Hormon-Präparate das Risiko für Brustkrebs erhöhen kann. Jetzt gibt es neue Erkenntnisse, dass Kombinationsmedikamente, die mehr als ein Hormon enthalten, möglicherweise riskanter sind als Mittel mit nur einem Wirkstoff.

 

Vorsicht bei Spannungsgefühl in der Brust

Um das zu erläutern, müssen wir einen Schlenker machen: Ärzte der Universität von Kalifornien haben nachgewiesen, dass ein Spannungsgefühl in der Brust das Risiko für Brustkrebs erhöht. Demnach erkranken Frauen, die ein solches Brustspannen empfinden, häufiger als Frauen, die dieses Problem nicht kennen. Das Gefühl einer "gespannten Brust" entsteht meist durch ein besonders dichtes Brustgewebe. Und tatsächlich lautet ein weiteres Studienergebnis: Frauen mit besonders dichtem Brustgewebe erkranken vier- bis sechsmal häufiger an Brustkrebs.

Nun kommen die Hormone ins Spiel: Frauen nämlich, die ein sogenanntes Hormon-Kombinations-Präparat einnehmen – also mit Östrogen und Progesteron – verspüren viel öfter ein solches Spannungsgefühl. Und auch die Dichte des Brustgewebes ist bei ihnen im Schnitt ausgeprägter. Auswertungen von Mammographie-Befunden zeigten, dass die Dichte unter der Einnahme der Hormonkombinationen um 11% zugenommen hatte. Bei reinen Östrogen-Präparaten gab es nur eine Dichte-Zunahme von knapp 4%.


WANC 20.10.2011
Quelle: Breast Cancer Research and Treatment (doi: 10.1007/s10549-011-1803-9

 

 





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