Hormontherapie gegen Wechseljahresbeschwerden: Immer mehr Frauen verzichten

Es hat sich herumgesprochen: Hormone in den Wechseljahren erhöhen das Risiko, Brustkrebs zu bekommen. Seitdem vermehrt gewarnt wurde, verzichtet eine immer größere Zahl von Frauen auf die Hormonpillen.

 

Höheres Brustkrebsrisiko nachgewiesen

Seit einigen Jahren steht fest, dass eine jahrelange Einnahme von Hormon-Präparaten (v.a. Kombinations-Präparate mit Östrogen- und Gestagen-Anteil) gegen Wechseljahresbeschwerden das Risiko nicht nur für Herzinfarkt und Schlaganfall, sondern auch für Brustkrebs erhöht. Bei mehr als fünfjähriger Hormonbehandlung steigt das Brustkrebsrisiko nach derzeitiger Studienlage um 37%.

Und mittlerweile reagieren offenbar auch Gynäkologen und Frauen darauf: Laut dem Gesundheitsreport der Techniker Krankenkasse (TK) ist die Häufigkeit der Hormoneinnahme vom Jahr 2000 bis 2008 von 37% auf 12% gesunken.

 

Individuelle Entscheidung

Allerdings muss man auch betonen, dass das absolute Risiko für Brustkrebs auch bei Einnahme von Hormonpillen sehr gering ist. In Zahlen: Von 10.000 Frauen, die ein Östrogen-Gestagen-Präparat länger als fünf Jahre einnehmen, erkranken pro Jahr etwa 8 mehr an Brustkrebs als ohne die Hormone erkrankt wären.

Fazit: Sprechen Sie vor einer Hormontherapie ausführlich mit Ihrem Frauenarzt über Nutzen und Risiken und treffen Sie auf dieser Basis eine Entscheidung.

Autoren: WANC/DR. med. Jörg Zorn, 31.07.09
TK, International Journal of Cancer 2008

 





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