Verhütung: Die wichtigsten Fragen und Antworten

Wie sicher ist das Femidom in der Empfängnisverhütung?

Nicht so sicher wie das Kondom. Zuverlässig verhüten kann man mit dem Femidom (Kondom für die Frau) nur dann, wenn man die Anwendung perfekt beherrscht. Und die hat es in sich.

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Wer erfand das Kondom?

Das ist unbekannt. Oft ist zu lesen, der Erfinder sei Charles Goodyear. Aber das ist falsch. Der Kautschuk-Forscher aus dem 19. Jahrhundert, später Namensgeber einer berühmten Reifenfirma, stellte nur das erste Kondom aus Gummi her. Kondome gab es aber schon zuvor.

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Hat man mit der Pille wirklich weniger Lust auf Sex?

Das ist umstritten. Es gibt Studien, die einen solchen Zusammenhang belegen. Insbesondere in den fruchtbaren Tagen vor dem Eisprung scheint demnach die Lust auf Sex ohne eine hormonelle Verhütung stärker zu sein als wenn man die Pille nimmt.

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Welche Verhütungsmethode nennt man "Katholisches Roulette"?

Die Knaus-Ogino-Methode. Das ist eine etwas veraltete Form der natürlichen Empfängnisverhütung, bei der man nach einer recht komplizierten Formel die fruchtbaren Tage ausrechnet. Veraltet deshalb, weil man das heute mit der Temperaturmethode oder noch besser mit der symptothermalen Methode sehr viel sicherer berechnen kann.

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Natürliche Verhütung: Worin waren Herr Knaus und Herr Ogino uneins?

Der Japaner Kyusaku Ogino und der Österreicher Herrmann Knaus haben Anfang des letzten Jahrhunderts (um 1923) auf ganz merkwürdige Weise Medizingeschichte geschrieben. Sie gaben einer natürlichen Methode der Empfängnisverhütung ihren Namen, obwohl sie völlig unterschiedlicher Meinung waren.

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Was sind die Nachteile der natürlichen Verhütung (Temperatur-Methode, Billings-Methode, symptothermale Methode)?

Der größte Nachteil der natürlichen Empfängnisverhütung ist sicherlich der nicht durchgehende Schutz. Das bedeutet, dass man damit in den empfängnisbereiten Tagen rund um den Eisprung entweder auf andere Hilfsmittel wie Kondome zurückgreifen oder auf Geschlechtsverkehr verzichten muss. Und leider ist das genau die Phase, in der die sexuelle Lust vieler Frauen am höchsten ist.

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Welche Nebenwirkungen können unter Cerazette auftreten?

Cerazette® ist eine Minipille. Sie enthält im Gegensatz zur klassischen Pille kein Östrogen, sondern "nur" ein Gestagen. Der Wirkstoff Desogestrel ist ein enger Verwandter des weiblichen Geschlechtshormons Progesteron.

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Welche Nebenwirkungen hat die Pille?

Laut Beipackzettel beängstigend viele. In der Realität zum Glück weniger: Bei der absoluten Mehrheit der Frauen treten nur einige wenige davon (oder gar keine) wirklich auf. Die bekanntesten Nebenwirkungen der Pille sind eine leichte Gewichtszunahme und eine etwas beeinträchtigte sexuelle Lust. Beide Begleiteffekte sind aber, wenn sie denn auftreten, in der Regel nur vorübergehender Natur. Wobei bei der verringerten Libido noch untersucht wird, ob sich eine längere Einnahme der Pille sogar dauerhaft "lustmindernd" auswirken kann.

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Was sind die Vorteile der symptothermalen Methode zur Verhütung?

Der etwas sperrige Begriff "symptothermale Methode" beschreibt eine natürliche Form der Empfängnisverhütung. Im Prinzip handelt es sich dabei um eine Kombination der Temperaturmethode und der Billings-Methode. Durch die regelmäßige, morgendliche Messung der Körpertemperatur (Anstieg = fruchtbare Phase) und das zusätzliche Begutachten des Gebärmutterschleims (flüssiger = fruchtbare Phase) erreicht man eine deutlich höhere Sicherheit als mit einer der beiden Methoden allein.

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Was ist die Basaltemperatur?

Die Basaltemperatur ist die niedrigste Körpertemperatur im normalen täglichen Rhythmus. Die stellt sich typischerweise nachts ein. Wenn man gleich morgens nach dem Aufwachen seine Temperatur misst, ist das also im Normalfall (kein Fieber) die Basaltemperatur.

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Nach wem wurde die Billings-Methode benannt?

Nach John Billings, einem australischen Arzt, der 2007 verstorben ist. Er erforschte in den 60er Jahren gemeinsam mit seiner Frau (Evelyn Billings) verschiedene Formen der natürlichen Familienplanung und stellte dabei fest, dass sich der Gebärmutterschleim während des Zyklus verändert. In der unfruchtbaren Zeit ist er eher dickflüssig und trocken, in der empfängnisbereiten Zeit wird der Zervixschleim dann dünner bzw. flüssiger. Aus dieser Beobachtung entstand die Billings-Methode, bei der die Frau regelmäßig ihren Gebärmutterschleim begutachtet.

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Was ist ein Coitus interruptus?

Mit dem Begriff Coitus interruptus umschreiben Mediziner eine der unsichersten Verhütungsmethoden, die es gibt: nämlich den Penis rauszuziehen, bevor es zum Orgasmus und damit zur Ejakulation kommt. Also ein Samenerguss außerhalb der Vagina, in halbwegs sicherer Entfernung. Das ist nicht nur potentiell frustrierend, zumindest für die meisten Männer, es ist auch gar nicht so einfach und verlangt eine Menge an Selbstdisziplin.

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Was ist der Pearl-Index?

Der Pearl-Index sagt etwas darüber aus, wie sicher eine bestimmte Verhütungsmethode ist. Die Berechnung klingt sehr akademisch, ist aber im Prinzip ganz simpel: Wenn 100 Frauen auf die gleiche Weise verhüten, wie viele von ihnen sind dann ein Jahr später trotzdem schwanger? Je niedriger der Wert, um so sicherer die Verhütungsmethode.

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Macht die Pille nun dick oder nicht?

Das kommt darauf an. Blöde Antwort, zugegeben, aber so ist es nun einmal. Ob man unter der Einnahme der Pille zunimmt oder nicht, hängt ganz wesentlich davon ab, welche Art der Pille man einnimmt. Und ein bisschen auch vom Zufall. Einige Frauen nehmen unter den gleichen Pillen zu, andere nicht.

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Was macht die symptothermale Methode als natürliche Verhütungsmaßnahme so sicher?

Die symptothermale Methode kombiniert mehrere Praktiken aus der natürlichen Familienplanung und dient durch bestmögliche Eingrenzung der fruchtbaren Zeit der Empfängnisverhütung (und bei Kinderwunsch übrigens umgekehrt auch der Empfängnisoptimierung). Durch die Bestimmung gleich mehrerer, im Laufe des weiblichen Zyklus wechselnder Körperzeichen, gilt die Methode bei richtiger Anwendung als nahezu ebenso sicher wie z.B. die Pille.

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Wie genau funktioniert die Temperaturmethode?

Die Körpertemperatur der Frau steigt nach dem Eisprung leicht an und bleibt durch einen thermischen Effekt des Hormons Progesteron bis zum Ende des Zyklus konstant erhöht. Bei der sogenannten Temperaturmethode macht man sich diese Tatsache zunutze, um festzustellen, wann die fruchtbaren Tage sind bzw. wann genau die „sichere Zeit“ beginnt.

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Ist die Temperaturmethode sicher genug?

Entgegen teilweise veralteten Behauptungen, dass unregelmäßige Schlafzeiten, spätabendlicher Alkoholkonsum, Stress oder Reisen die Temperaturentwicklung leicht durcheinanderbringen, zeigen neuere Untersuchungen, dass der störende Einfluss hier meist eher gering ist und die Zykluskurven sogar bei Schichtarbeiterinnen weitgehend robust sind.

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Wann kommt zur Notfallverhütung die Spirale danach in Frage?

Im Falle einer gewünschten notfallmäßigen Empfängnisverhütung nach stattgefundenem Geschlechtsverkehr wird in den meisten Fällen die Pille danach genommen. Mit der sogenannten Kupferspirale steht hier allerdings auch eine alternative Methode zur Verfügung.

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Was muss ich bei der Anwendung des Vaginalrings beachten?

Die Handhabung des Vaginalrings, also das Einlegen und Entfernen, ist mit etwas Übung sehr einfach, etwa vergleichbar mit der Verwendung von Tampons. Wenn Sie sich für den Vaginalring entschieden haben, können Sie in den meisten Fällen direkt damit starten.

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Wie funktioniert die Dreimonatsspritze und für wen ist sie besonders geeignet?

Bei dieser Verhütungsmethode wird alle 3 Monate ein sogenanntes Depot-Gestagen, also ein langwirksames Hormonpräparat gespritzt. Gestagen ist ein Abkömmlinge des körpereigenen weiblichen Hormons Progesteron, das auch Gelbkörperhormon genannt wird.

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Was ist der Vaginalring und wie funktioniert er?

Der Vaginalring ist ein biegsamer, weicher und transparenter Kunststoffring, welcher kontinuierlich eine kleine Dosis Östrogen und Progesteron freigibt und damit – ähnlich wie die reguläre Pille –  den Eisprung verhindert. Im Vergleich zur Pille kommt der Ring aber mit einer weit geringeren Dosis an Hormonen aus, da diese über die Vagina direkt ins Blut absorbiert werden und so der gesamte Speisetrakt umgangen wird.

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Ist der Vaginalring für mich geeignet?

Ein großer Vorteil des Vaginalrings (NuvaRing® bzw. Circlet®) ist es, dass Sie ein über drei Wochen wirksames und äußerst sicheres Verhütungsmittel haben, an welches Sie aber nicht täglich, sondern nur zweimal im Monat denken müssen.

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Wie genau funktioniert die Pille danach?

Im Laufe der Jahrzehnte wurde die sogenannte Notfall-Kontrazeption (also die Möglichkeit eine ungewollte Schwangerschaft auch nach erfolgtem Geschlechtsverkehr noch zu verhüten) stetig weiterentwickelt. Heute ist meist nur noch die Einnahme einer, meist gut verträglichen Tablette nötig.

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In welchem Zeitraum sollte ich die Pille danach nehmen? Wie sicher wirkt sie?

Wenn Sie sich zur Einnahme der Pille danach entschließen, sollten Sie schnell handeln. Je früher Sie die Tablette nach dem ungeschützten Verkehr einnehmen, desto höher die Chancen, dass eine ungewollte Schwangerschaft tatsächlich noch verhütet werden kann.

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Was ist die Pille danach? In welchen Fällen kann die Einnahme sinnvoll sein?

Die Pille danach ist ein Hormonpräparat, welches eine ungewollte Schwangerschaft auch bis zu 5 Tage nach ungeschütztem Geschlechtsverkehr noch verhindern kann. In der Medizin wird sie auch Postkoitalpille genannt (lateinisch für „nach dem Geschlechtsverkehr“).

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Wie komme ich an die Pille danach? Sind irgendwelche Untersuchungen nötig?

Wie in den meisten anderen europäischen Ländern bekommt man die Pille danach seit dem 15. März 2015 nun auch in Deutschland rezeptfrei in der Apotheke. Sie muss also nicht mehr von einem Arzt verschrieben werden. Und auch, wenn Ihnen am Wochenende das Kondom reißt, brauchen Sie nicht mehr in die Notfallambulanz eines Krankenhauses, sondern können sich am Samstag oder auch im Nacht- oder Sonntagsdienst der Apotheken selbst versorgen.

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