Höheres Krebsrisiko bei Übergewicht
Übergewicht und Fettleibigkeit sind Risikofaktoren für Krebserkrankungen. Laut dem Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) ist der Zusammenhang zwischen Übergewicht und dem Entstehen von Nierenkrebs, Darmkrebs, Brustkrebs nach den Wechseljahren sowie Krebs der Speiseröhre und der Gebärmutterschleimhaut gesichert.
Als Risikofaktor für Krebserkrankungen wird Fettleibigkeit (Adipositas) erst seit kurzem betrachtet. Doch inzwischen ist Prof. Otmar D. Wiestler, Vorstandsvorsitzender des DKFZ, davon überzeugt, dass Adipositas als Mitauslöser für eine Krebserkrankung mindestens so ernst zu nehmen ist wie Rauchen. So sei Übergewicht bei etwa der Hälfte aller Fälle von Krebs der Gebärmutterschleimhaut die Ursache. Und bei Brustkrebs nach den Wechseljahren in etwa 20% der Fälle.
Fettgewebe im Bauch erzeugt krebsfördernde Hormone
Die Gefahr geht von dem sogenannten viszeralen Fett aus, das sich zwischen den Bauchorganen ansiedelt. Davon können auch Personen betroffen sein, die äußerlich schlang daher kommen. Dieses Fettgewebe sondert bestimmte Hormone ab, die Adipokine, die die Entstehung von Krebs begünstigen.
Was dagegen helfen kann? Bewegung. Körperliche Aktivität lässt nicht nur die Fettdepots schmelzen, sondern kann anscheinend auch über andere Mechanismen vor Krebs schützen.
WANC 03.02.2012
Quelle: Deutsches Krebsforschungszentrum


