Was hilft besser bei starkem Übergewicht: Magenband oder Magen-Bypass?

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Zur Reduzierung des Gewichts bei stark Übergewichtigen setzen Ärzte mittlerweile häufig ein Magenband oder einen Magen-Bybass (Fachbegriff: Roux-en-Y-Operation) ein. Eine Studie sollte nun klären, welches der beiden Verfahren besser ist. Doch einen eindeutigen Sieger gibt es nicht.

 

Operative Bildung eines "Vormagens"

Die beiden Behandlungsansätze zielen darauf ab, den Magen zu verkleinern und damit seine Aufnahmemenge zu reduzieren. Mit dem Magenband wird der Magen in einen Vormagen (Pouch) und einen Hauptmagen geteilt. Da durch die Verengung der Übergang zwischen den beiden Mägen verlangsamt wird, dehnt sich der Vormagen beim Essen und es entsteht schnell ein Sättigungsgefühl. Das Magenband lässt sich wieder entfernen.

Beim Magen-Bypass wird der Pouch vollständig vom Restmagen getrennt, der allerdings im Körper verbleibt. Der Vormagen wird direkt mit dem Darm verbunden. Die Veränderungen lassen sich nicht rückgängig machen.

 

Unterschiedliche Erfolgsquoten, unterschiedliche Komplikationsraten

Je 221 Männer und Frauen mit ausgeprägtem Übergewicht wurden nach einem der beiden Ansätze behandelt. Beim Magen-Bypass setzte der Gewichtsverlust schneller ein, der maximale Gewichtsverlust war höher und der langfristige Gewichtsverlust war besser. Die Therapie versagte nur bei 12% der Patienten, beim Magenband waren es 48%. Der Anteil der Komplikationen bereits zu einem frühen Zeitpunkt nach der Operation lag beim Magen-Bypass bei 17%, beim Magenband bei 5%. Die Zahl der langfristigen Komplikationen betrug 42% beim Magenband und 19% beim Magen-Bypass. Eine erneute Operation wurde beim Magen-Bypass in 13% und beim Magenband in 27% der Fälle notwendig.

 

Magen-Bypass: Viel hängt vom Chirurgen ab

Obwohl das auf den ersten Blick für den Magen-Bypass spricht, schränken die Wissenschaftler das Ergebnis ein. Ob der Magen-Bypass gut funktioniere, hänge vor allem auch von der Fertigkeit des Chirurgen ab. Und da gebe es doch erhebliche Unterschiede. Außerdem weisen Experten darauf hin, dass der Magen-Bypass den lebenslangen Ersatz von Vitaminen, Eisen und Kalzium verlangt und dass sich Unterzuckerungen oder auch ein Diabetes entwickeln können.

WANC 31.01.2012
Quelle: Arch Surg. doi:10.1001/archsurg.2011.1708

 

 





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