Was sind frühe Anzeichen für ein drohendes Burnout-Syndrom?

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Ein Burnout-Syndrom ist keine in Stein gemeißelte Diagnose, es gibt keine Blutwerte oder ähnliches, die eine Art Beweis liefern, dass man an einem Burnout leidet. Genauso wenig gibt es einen eindeutigen Nachweis, dass man auf ein Burnout zusteuert. Nicht jedes Stressgefühl ist ja gleich ein Burnout. Aber trotz dieser Grauzone gibt es schon ein paar typische Anzeichen dafür, dass man möglicherweise "an der Kante steht".

Frühe Hinweise auf ein Burnout-Syndrom können sein:

  • Sie fühlen sich durch Ihre aktuellen Aufgaben und Anforderungen überlastet. Sie haben immer öfter das Gefühl, dass Ihnen alles über den Kopf wächst. Oder Sie befürchten das.
  • Das, was Ihnen Stress bereitet, kommt vor allem von außen: von Ihrem Chef oder Ihren Geschäftspartnern, oder auch durch familiäre Anforderungen. Zumindest empfinden Sie das so.
  • Sie sind gereizter als früher, reagieren angespannter auf Dinge, die Sie früher nicht aus der Ruhe gebracht hätten.
  • Sie können schlechter zuhören. Über Ihre eigenen beruflichen Aufgaben zu sprechen, fällt Ihnen leicht, aber sich auf das zu konzentrieren, was andere Personen Ihnen ("alles Banalitäten im Vergleich zu meinen Sorgen") erzählen, fällt Ihnen zunehmend schwer.
  • Sie fühlen sich ständig unter Zeitdruck. Selbst in der Freizeit lässt dieses gehetzte Gefühl kaum nach.
  • Grundsätzlich fällt es Ihnen in der Freizeit schwer, sich überhaupt darauf einzulassen. Also die Freizeit zu genießen, wirklich zu entspannen. Am liebsten würden Sie weiterarbeiten, weil es noch so viel zu tun gibt und Sie ein Scheitern fürchten.
  • Sie haben mit Ihrem aktuellen Projekt oder Ihren derzeitigen Aufgaben Angst, jemanden zu enttäuschen.
  • Sie kappen nach und nach Ihre freizeitlichen und sozialen Interessen. Treffen mit Freunden oder der wöchentliche Sport werden vernachlässigt, weil "einfach gerade zu viel zu zun ist".
  • Sie haben überwiegend schlechte Laune, Ihre gesamte Grundstimmung ist schlecht.

Autor: Dr. med. Jörg Zorn

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