Die wichtigsten Fragen auf einen Blick
Auf diesem Portal finden Sie eine Auflistung der wichtigsten Fragen und Antworten zum Thema Sportverletzungen. Wir, ein Team aus Ärzten und Patienten, stellen laufend weitere Fragen und Antworten ein. Wenn Sie bestimmte Themenwünsche haben, schreiben Sie uns!
Ihr Navigator-Team
Kann man einen Meniskus auch künstlich ersetzen?
Ja, durch eine Transplantation. Ähnlich wie bei anderen Transplantationen ist das aber nur möglich, wenn ein geeignetes Transplantat, in diesem Fall ein Spender-Meniskus zur Verfügung steht. Dafür gibt es eigene Gewebebanken, die aber ähnlich wie bei Herzen oder Nieren Wartelisten haben. Ihr behandelnder Arzt kann Sie bei Bedarf mit weiteren Informationen versorgen.
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Kann ein Meniskus wieder nachwachsen?
Nein. Deswegen gilt bei Meniskus-Operationen die Grundregel: "So wenig Meniskus entnehmen wie möglich". Denn oft muss ja bei einem Meniskusriss gar nicht der komplette Meniskus entnommen werden, sondern nur ein Teil. In 10-15% der Fälle kann man einen Meniskusriss sogar so reparieren, dass man ganz ohne Gewebeentfernung auskommt. Allerdings gelingt das, wenn überhaupt, dann eher bei jungen Menschen.
Was ist eine Arthroskopie?
Eine Gelenkspiegelung. Dabei werden über ganz kleine Hautschnitte (meist 2) sowohl Sichtgeräte und Lichtquellen als auch je nach Bedarf chirurgische Geräte in das Gelenk eingeführt. Ohne das Gelenk operativ öffnen zu müssen, können auf diese Weise nicht nur Gelenkschäden begutachtet, sondern in vielen Fällen auch gleich behoben werden. Besonders häufig kommt die Arthroskopie im Kniegelenk zum Einsatz, aber auch im Schultergelenk.
Wann kann man nach einer Meniskus-OP das Bein wieder voll belasten?
Das hängt entscheidend von der Art der Verletzung und der Art der Operation ab. Wurde zum Beispiel nur ein kleiner Teil des Meniskus entfernt, kann man meist schon am Tag des Eingriffs wieder nach Hause und braucht auch keine Schiene, oft nicht einmal Krücken. In dem Fall kann man schon nach rund zwei Wochen wieder Sport treiben.
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Wie kann der Arzt einen Meniskusschaden feststellen?
Allein anhand der berichteten subjektiven Beschwerden und mit der manuellen Untersuchung des Knies lässt sich in der Regel die "Verdachtsdiagnose Meniskusschaden" schon recht sicher stellen. Aus der Entstehungsgeschichte (plötzlich einsetzender Schmerz beim Sport?) kann man außerdem ableiten, ob es sich eher um einen Verschleißschaden oder einen akuten Meniskusriss handelt.
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Welche Sportarten belasten den Meniskus besonders?
Verletzungen des Meniskus entstehen entweder durch akute Überdrehungen des Knies oder aber durch langjährigen, allmählichen Verschleiß. Degenerativ bedingte Meniskusschäden sind dabei oft auch beruflich bedingt. Vor allem, wer viel in die Hocke muss, ist auf Dauer gefährdet. Fliesenleger zum Beispiel.
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Welche Symptome verursacht ein Meniskusriss?
Um es gleich vorweg zu sagen: Nicht jede Verletzung oder Schädigung am Meniskus ist ein Riss. Es gibt auch zahlreiche schmerzhafte Reizungen oder Teilschädigungen, bei denen sich der Meniskus durchaus unangenehm zu Wort meldet, ohne gerissen zu sein. Der wirkliche Meniskusriss aber verursacht in der Regel recht heftige Beschwerden. Zumindest dann, wenn er plötzlich, also als Unfall entsteht.
Was genau macht eigentlich der Meniskus im Knie?
Der Meniskus ist eine flache, halbmondförmige Knorpel-Scheibe im Kniegelenk. Davon gibt es pro Gelenk immer zwei, weswegen man häufig auch in der Pluralform von den Menisken spricht. Es gibt einen Innenmeniskus und einen Außenmeniskus. Insgesamt haben wir also vier Menisken (vorausgesetzt, uns wurde noch keiner entfernt).
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Was tun gegen einen Bluterguss?
Jeder von uns hat schon mal einen blauen Fleck gehabt. Ein Stoß gegen die Tischkante, ein Tritt gegen das Schienbein beim Mannschaftssport, schon ist der Bluterguss da. Ärzte sprechen von einem Hämatom (merke: auch einfache Worte kann man in Latein oder in diesem Fall griechisch übersetzen). Aber wie man wird das Hämatom am besten wieder los?
Freizeitsportler nehmen zu sorglos Schmerzmittel
Leistungssportler nehmen laut Studien vielfach Schmerzmittel ein, um Spitzenleistungen vollbringen zu können. Mittlerweile hat sich diese Unsitte auch bei Freizeitsportlern eingeschlichen. Um Schmerzen nach sportlicher Betätigung zu vermeiden, werden vorbeugend Schmerzmittel eingenommen. Ein gefährliches Verhalten.
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Wie lange dauert es bei einer Bänderdehnung (Bänderzerrung), bis man wieder normal Sport treiben kann?
Eine Bänderdehnung ist im Regelfall relativ schnell überstanden. Wenn Sie das betroffene Gelenk zu Beginn konsequent schonen (und wenn möglich mit einem elastischen Verband ruhigstellen), kann das Ganze schon nach ein paar Tagen halbwegs überstanden sein. Allerdings schwankt das je nach Ausmaß der Bänderdehnung.
Wie wird eine Bänderdehnung (Bänderzerrung) behandelt?
Bei einer Bänderdehnung ist bis auf Kühlung (im akuten Stadium) und Ruhigstellung nicht viel zu tun. Operative oder sonstwie invasive Eingriffe sind nicht notwendig.
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Warum sind manuelle Untersuchungen auf Bänderriss (Schubladentest, Aufklapptests etc.) nicht sehr zuverlässig?
Weil der Verletzte wegen der Schmerzen und möglicherweise auch wegen der Angst vor der Untersuchung die Muskeln anspannt.Und damit die Beweglichkeit von Knie oder Sprunggelenk gewissermaßen künstlich einschränkt.
Was testet man mit dem "Schubladen-Test"?
Der Schubladentest dient Ärzten dazu, einen Kreuzbandriss zu erkennen. Genauer gesagt gibt es zwei verschiedene Schubladentests: einen für das vordere Kreuzband und einen für das hintere Kreuzband.
Kühlung bei Sportverletzungen: eher kontraproduktiv?
Nicht nur Leistungssportler, sondern auch Freizeitsportler behandeln Muskelzerrungen und andere Sportverletzungen gerne mit Kühlung. Doch dass die Kühlpakete auf den lädierten Muskelpartien auch schaden können, macht jetzt eine Untersuchung von Sportwissenschaftlern deutlich.
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Wie kann der Arzt eine Bänderdehnung von einem Bänderriss unterscheiden?
Bänder kann man nicht röntgen. Das heißt, man kann sie schon röntgen, aber sehen wird man in der Regel nichts, denn Gelenkbänder lassen sich in Röntgenaufnahmen nicht darstellen. Der Arzt muss die Diagnose also ohne bildgebende Hilfsmittel stellen.
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Kann man eine Bänderdehnung und einen Bänderriss anhand der Schwellung voneinander unterscheiden?
Ja, mit geschultem Blick schon. Zumindest in vielen Fällen. Sowohl bei der Bänderdehnung als auch beim Bänderriss kommt es zu einer Schwellung, allerdings ist diese beim Bänderriss viel ausgeprägter.
Was sind häufige Ursachen einer Bänderdehnung?
Eine Bänderdehnung ist die Vorstufe eines Bänderrisses. Die Ursachen sind also prinzipiell die gleichen wie beim Bänderriss, nur dass die Krafteinwirkung auf das Band (glücklicherweise) geringer ist.
Woran kann man schon bei der Erstuntersuchung erkennen, dass ein Seitenband am Knie gerissen ist?
Die Seitenbänder am Knie stabilisieren das Kniegelenk im gestreckten Zustand. Man kann gut an sich selbst ausprobieren, dass das Knie bei gestrecktem Bein praktisch unbeweglich wird, also straff gespannt ist.
Was ist die häufigste Ursache von Verletzungen der Seitenbänder am Knie (Innenband, Außenband)?
Die Seitenbänder am Knie (es gibt eines an der Innenseite und eines an der Außenseite) stabilisieren das Kniegelenk im gestreckten Zustand. Und genau in diesem Zustand sind sei auch am empfindlichsten, weil sie dann komplett gestrafft sind.
Wie entsteht typischerweise ein Kreuzbandriss?
Abgesehen von schon zuvor bestehenden Verschleißerscheinungen und auch einer gewissen Anfälligkeit für diese Verletzung gibt es einen typischen Bewegungsablauf, der ein Kreuzband zum Reißen bringt: eine harte Richtungsänderung inmitten der Bewegung.
Warum heißen die Kreuzbänder eigentlich Kreuzbänder?
Weil sich die beiden Bänder in der Kniemitte kreuzen. Nicht ganz exakt und auch nicht im 90°-Winkel, aber den namensgebenden Anatomen hat es offenbar gereicht.
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Welches sind die vier wichtigsten Bänder des Kniegelenks?
Die vier wesentlichen Bänder am Knie sind das Außenband, das Innenband sowie das vordere und hintere Kreuzband. Das bekannteste Kniegelenkteil, nämlich der Meniskus, ist kein Band, sondern eine Art stabilisierender Gelenkknorpel.
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Was ist der Unterschied zwischen einer Bänderdehnung und einer Bänderzerrung?
Es gibt keinen. Bänderdehung und Bänderzerrung sind nur zwei verschiedene Bezeichnungen für ein und dieselbe Verletzung.
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Meniskusriss
Als Meniskusriss oder Meniskusruptur bezeichnet man einen Riss eines oder beider Menisken des Kniegelenks. Innenmeniskusverletzungen (also des Meniscus medialis) sind wesentlich häufiger als die des Außenmeniskus. Die Risse werden nach ihrer Verlaufsrichtung in Querrisse, Lappenrisse (Zungenrisse), Längs- bzw. Korbhenkelrisse und oberflächliche Risse eingeteilt.
Muskelverhärtung
Eine Muskelverhärtung entsteht durch eine anhaltende Verspannung der Muskulatur. Ursache für diese Verspannung ist meist eine Überbelastung beim Sport, daneben können seltener auch Nerveneinklemmungen und Arthrosen auf Dauer eine Muskelverhärtung verursachen.
Achillessehnenriss
Die Achillessehnenruptur (ASR) bezeichnet den gedeckten (ohne Hautverletzung) Riss der Achillessehne. Sie tritt bei plötzlicher Anspannung der Wadenmuskulatur im Rahmen sportlicher oder sonstiger körperlicher Aktivitäten auf. Meist befinden sich die Patienten im 4. und 5. Lebensjahrzehnt.
Meniskusriss: Therapie
Wie man einen Meniskusriss behandelt, hängt von einigen Faktoren ab. Alter, Sportlichkeit und Schmerzen des Patienten spielen eine große Rolle. Bei jungen Menschen und vor allem bei Sportlern ist eine Operation unumgänglich, da bei hoher Belastung des Knies ein gerissener Meniskus weiter einreißt und dadurch weitere Schäden im Kniegelenk anrichtet.
Meniskusrefixation (Meniskusnaht)
Nach Feststellung der arthroskopischen Diagnose wird die Operationstechnik bestimmt. Die medizinisch stets angestrebte Methode ist eine Meniskusrefixation (Meniskusnaht). Hierbei wird der Meniskus mit hochwertigem Nahtmaterial oder Meniskuspfeilen aus resorbierbaren Materialien wieder befestigt.
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