Grundlagenwissen Sodbrennen und Reizmagen

Aufbau des menschlichen Verdauungstrakts

Mit den Begriffen Verdauungstrakt oder Verdauungsapparat (lat.: Apparatus digestorius) werden die Organe zusammengefasst, die der Aufnahme, der Zerkleinerung und dem Weitertransport der Nahrung dienen, um diese letztlich zu verdauen und die darin enthaltenen Nährstoffe für den Körper verwertbar zu machen.

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Verdauungsstörungen

Der Begriff Verdauungsstörung wird als Oberbegriff für alle möglichen Formen von Störungen der Verdauung verwendet, denen völlig unterschiedliche Ursachen zugrunde liegen können. Synonym finden sich die Begriffe Dyspepsie (von griech. δυσπεψία, dispepsía, „die Fehlverdauung“) und im angloamerikanischen Sprachraum dyspepsia im Schriftgut.

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Sodbrennen (Refluxösophagitis)

Refluxösophagitis (engl.: reflux oesophagitis, Gastroesophageal Reflux Disease, GERD), bezeichnet eine entzündliche (-itis) Erkrankung der Speiseröhre (Ösophagus), die durch den anormal (unphysiologisch) langen Rückfluss (Reflux) von Magensäure hervorgerufen wird.

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Reizmagen

Ein Reizmagen – auch „funktionelle Dyspepsie“ oder „nichtulzeröse Dyspepsie“ (NUD) genannt – definiert sich über wiederkehrende oder chronische Schmerzen oder ein Unwohlsein im oberen Bauchbereich, ohne dass organische Ursachen gefunden werden können.

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Gastritis

Eine Gastritis (älteres Griechisch γαστρίτις, heute meist γαστρίτιδα, „Magenentzündung“), deutsch Magenschleimhautentzündung, ist eine entzündliche Erkrankung der Schleimhaut des Magens.

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Helicobacter pylori

Helicobacter pylori ist ein gramnegatives, mikroaerophiles Stäbchenbakterium, das den menschlichen Magen besiedeln kann. Der spiralig gekrümmte Keim bewegt sich mittels seiner Geißeln fort. Es handelt sich um einen sequenzierten Organismus.

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Gastroskopie

Die Gastroskopie ( gr. γαστήρ = Magen und σκοπεῖν = beobachten ) (umgangssprachlich Magenspiegelung), medizinisch auch Ösophagogastroduodenoskopie (ÖGD), ist eine medizinische Untersuchungsmethode des oberen Teils des Verdauungstrakts. Sie wurde von dem Chirurgen Johann Freiherr von Mikulicz-Radecki Ende des 19. Jahrhunderts begründet.

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Speiseröhre

Die Speiseröhre (gr. οισοφάγος oisophágos, latinisiert Oesophagus, eingedeutscht auch Ösophagus) ist ein Teil des Verdauungstraktes und dient dem Transport der Nahrung vom Rachenraum in den Magen.

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Magen

Der Magen (griechisch γαστήρ gaster „Bauch“, „Magen“, lateinisch ventriculus) ist ein Verdauungsorgan fast aller Tiere. Die primitivste Form ist der Gastralraum der Nesseltiere, der zugleich Ausscheidungsorgan ist. Der Magen ist ein Hohlorgan aus Muskelgewebe, das innen mit einer Schleimhaut ausgekleidet ist.

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Magenschleimhaut

Die Magenschleimhaut (lat. Tunica mucosa gastrica) ist die innere Auskleidung (Schleimhaut) des Magens. Sie besteht aus einem Epithel, einer Eigenschicht (Lamina propria mucosae) und einer Verbindungsschicht (Tela submucosa, Submukosa) zur weiter außen liegenden glatten Muskulatur der Magenwand.

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Magensaft

Magensaft ist eine wässrige Lösung, die Magensäure (nüchtern etwa 0,5-prozentige Salzsäure), Schleim (schützt vor Selbstverdauung des Magens durch die Salzsäure), das eiweißspaltende Enzym Pepsin und den Intrinsic-Faktor (Mucoprotein, welches für die Resorption von Vitamin B12 im Darm nötig ist) enthält.

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Verdauung

Als Verdauung oder Digestion bezeichnet man den Aufschluss der Nahrung im Verdauungstrakt mit Hilfe von Verdauungsenzymen. Dabei entstehen durch chemische Spaltung (genauer: Hydrolyse) aus hochmolekularen Kohlenhydraten, Fetten und Eiweißen niedermolekulare Verbindungen (z. B. Mono- und Disaccharide, Fettsäuren, Aminosäuren, Di- und Tripeptide), die zum Teil in Energie umgewandelt bzw. ansonsten bei der Produktion von neuer Körpersubstanz eingesetzt werden, indem der lebende Organismus sie nach einem chemischen Umbau in die verschiedensten Zellstrukturen einbaut.

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Lexikon / Glossar

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Diarrhoe

Diarrhoe ist der medizinische Fachausdruck für ...

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Dünndarmbiopsie

Eine Dünndarmbiospie wird zum Beispiel bei unklaren Durchfallerkrankungen oder bei konkretem Verdacht z.B. auf Zöliakie vorgenommen. Als Biopsie bezeichnet man dabei die Entnahme und anschließende Untersuchung einer ...

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Malabsorption

Malabsorption steht für eine gestörte Nährstoffaufnahme (mal = schlecht ; Absorption = hier: Nahrungsaufnahme im ...

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Obstipation

Obstipation ist der medizinische Fachbegriff für Verstopfung. Oder etwas genauer: Entleerungsstörung des Darms mit erschwertem, zu seltenem und manchmal schmerzhaftem bis unmöglichem ...

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Akutes Abdomen

Das akute Abdomen ist keine eigenständige Krankheit, sondern eine vorläufige Alarmdiagnose. Es steht für einen Symptomenkomplex, der durch starke Bauchschmerzen und potenzielle Lebensgefahr gekennzeichnet ist. Auslöser können verschiedene Baucherkrankungen ...

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Abdomen

Abdomen ist der Fachbegriff für Bauch, Unterleib bzw. den Bereich des Rumpfes zwischen Brustkorb und ...

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Ulkus

Ein Ulcus (pl. Ulcera), zu deutsch etwa „Geschwür“, bezeichnet in der Medizin einen „tiefliegenden Substanzdefekt“ der Haut nicht-traumatischer, sondern z. B. infektiöser oder ischämischer Ätiologie (Herkunft) (der ...

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Kardia

Kardia ist der medizinische Fachbegriff für den ...

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Karminativum

Ein Karminativum ist ein Mittel gegen ...

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Refluxösophagitis

Refluxösophagitis ist der medizinische Fachbegriff für eine Entzündung der Speiseröhre, die durch zurückfließenden Mageninhalt entsteht. Reflux bedeutet Rückfluss, Ösophagus heißt die Speiseröhre, daher der ...

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Cardia

Die Cardia - eigentlich Cardia ventriculi oder Pars cardiaca, eingedeutscht auch Kardia, ist jener Bereich des Magens, in dem die zweischichtige Speiseröhrenmuskulatur in die dreischichtige Magenmuskulatur übergeht. Sie wird deshalb ...

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Protonenpumpenhemmer

Protonenpumpenhemmer sind eine Medikamentengruppe, die die Produktion und Ausschüttung von Magensäure vermindern. Mittlerweile gibt es einige von ihnen auch schon rezeptfrei in der ...

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Antazida

Antazida sind Medikamente, die die Magensäure im Magen neutralisieren. Sie sind nicht zu verwechseln mit den Säureblockern, die die Produktion und Ausschüttung der Säure ...

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Reflux, gastroösophagealer

Der gastroösohageale Reflux ist der medizinische Fachausdruck für Sodbrennen. "Gastro" steht für Magen, "Ösophagus" heißt die Speiseröhre unter Medizinern. Und "Reflux" bedeutet ...

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Helicobacter pylori

Helicobacter pylori ist ein Bakterium, das bei vielen Menschen im Magen ansiedelt. Das Vorhandensein von Helicobacter hat für sich genommen noch keinen Krankheitswert. Allerdings kann das Bakterium auch mitverursachend für ...

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Prokinetika

Prookinetika sind Medikamente, die die Beweglichkeit des Magens erhöhen. Sie kommen bei Reizmagen in Betracht, wenn eine verminderte Beweglichkeit des Magens als Ursache der Beschwerden vermutet ...

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Funktionelle Dyspepsie

Funktionelle Dyspepsie ist der medizinische Ausdruck für Reizmagen. Funktionell deshalb, weil dem Reizmagen keine organischen Ursachen zugrunde liegen, sondern in aller Regel gestörte funktionale Abläufe die Beschwerden ...

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