Die wichtigsten Fragen auf einen Blick
Auf diesem Portal finden Sie eine Auflistung der wichtigsten Fragen und Antworten zum Thema Sodbrennen und Reizmagen. Wir, ein Team aus Ärzten und Patienten, stellen laufend weitere Fragen und Antworten ein. Wenn Sie bestimmte Themenwünsche haben, schreiben Sie uns!
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Auf welche Weise wirkt Iberogast?
Das pflanzliche Arzneimittel Iberogast® ist eine Mixtur aus gleich neun Heilkräutern. Damit soll praktisch alles, was einem so an harmloseren Magen-Darm-Beschwerden zu schaffen machen kann, gelindert werden. Nach Hersteller-Angaben wirkt das Präparat gegen so unterschiedliche Dinge wie Völlegefühl, Blähungen, Übelkeit, Sodbrennen und Reizmagen.
Was kann man tun, damit es gar nicht erst zur Verstopfung kommt?
Das beste Mittel gegen Verstopfung ist die Vorbeugung. Wenn Sie also häufig an Verstopfung leiden oder dazu neigen, lohnt es sich unbedingt, grundsätzlich etwas dagegen zu tun. Denn Abführmittel, immer dann wenn es akut wird, sind auf Dauer überhaupt keine gute Lösung, weil sie zahlreiche Nebenwirkungen haben können und vor allem das Problem nicht an der Wurzel packen.
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Warum muss man bei langfristiger Einnahme von Säurehemmern hin und wieder den Magen untersuchen lassen?
Weil diese Medikamente so gut wirken, dass man nicht mehr unbedingt merkt, wenn etwas Unangenehmes passiert. Konkret: Wenn man wegen chronischer Magenbeschwerden oder auch als Magenschutz gegen andere Medikamente dauerhaft Säurehemmer aus der Gruppe der Protonenpumpenhemmer (Omeprazol, Pantoprazol, Esomeprazol etc.) einnimmt, würde man im Fall der Fälle zum Beispiel nicht mehr spüren, dass sich ein Magenkrebs entwickelt.
Blähungen: Wann sollte man zum Arzt?
In der Regel sind die Ursachen von Blähungen zum Glück harmlos und ein Arztbesuch ist – abgesehen von der beratenden Funktion – nicht unbedingt notwendig. Meist entstehen die unangenehmen Gase im Darm ja entweder durch blähende Nahrungsmittel oder durch zu hastiges Essen – oder durch beides zugleich.
Wie bekomme ich heraus, was meine Blähungen auslöst?
Durch ein Tagebuch. Klingt komisch, aber das ist der beste Weg. Ein Tagebuch, in das Sie regelmäßig eintragen, was und wie Sie gegessen haben – und ntaürlich, ob Sie Blähungen hatten.
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Warum bezeichnen Ärzte Blähungen als Flatulenz?
Zum einen natürlich, weil es eleganter klingt. Und dann sicher auch, weil für nicht wenige Ärzte der Grundsatz gilt: "Warum etwas verständlich ausdrücken, wenn es auch unverständlich geht".
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Was für Beschwerden verursacht eine Refluxkrankheit?
Bei der Refluxkrankheit kommt es zu einem ständigen Zurückfließen von saurem Mageninhalt in die Speiseröhre. Daher sind Schmerzen hinter dem Brustbein, also auf Höhe der unteren Speiseröhre, so etwas wie ein Leitsymptom. Meist äußert sich eine Refluxkrankheit im wesentlichen wie sehr häufiges Sodbrennen.
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Was versteht man unter der Refluxkrankheit?
"Reflux" heißt Zurückfließen. Von der Refluxkrankheit sprechen Ärzte, wenn dauerhaft saurer Mageninhalt in die Speiseröhre zurückfließt. Das führt zu Schmerzen hinter dem Brustbein. Es handelt sich also im weitesten Sinne um chronisches Sodbrennen.
Was kann man gegen seinen Mundgeruch tun?
In 70-90% aller Fälle liegt die Ursache von Mundgeruch im Mund- oder Rachenraum. Oft sind die Geruchsquellen ganz einfach Speisereste, die sich irgendwo verfangen haben und von Bakterien bearbeitet werden.
Welche Ursachen kann Mundgeruch haben?
Viele denken bei Mundgeruch zunächst einmal an den Magen. An schlechte Gase, die von dort nach oben strömen. Aber die Wahrheit ist simpler: In rund 70-90% aller Fälle kommt Mundgeruch tatsächlich aus dem Mund. Er trägt seinen Namen also völlig zurecht.
Mit welchen einfachen Maßnahmen kann man sein Sodbrennen lindern?
Wer häufiger unter Sodbrennen leidet, kann – das ist die gute Nachricht – eine Menge dagegen tun. Auch ohne Medikamente. Die schlechte Nachricht lautet: Dafür muss man mitunter auf liebgewonnene Gewohnheiten verzichten.
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Was nennt man bei Gastritis italienische Therapie und französische Therapie?
Die italienische Therapie und die französische Therapie sind zwei Varianten der sogenannten Eradikation. Und Eradikation bedeutet, dass man den Magen mit einem Antibiotika-Gemisch von Bakterien befreit und damit die Gastritis heilt.
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Stimmt es, dass man eine Gastritis oder ein Magengeschwür auch mit Antibiotika behandeln kann?
Ja, zumindest in vielen Fällen. Sowohl die Gastritis, also eine Magenschleimhautentzündung, als auch ein ausgewachsenes Magengeschwür sind nämlich häufig Folge einer Besiedelung des Magens mit Bakterien. Genauer gesagt mit dem Bakterientamm Helicobacter pylori.
Was ist eine Eradikations-Therapie bei Gastritis oder Magengeschwür?
Mit einer Eradikations-Therapie vertreibt man ein bestimmtes Bakterium aus dem Magen. Genauer gesagt, einen ganzen Stamm. Die Rede ist von Helicobacter pylori. Hinter diesem niedlichen Namen steckt ein Dauergast im menschlichen Magen, der manchmal aber die Gastfreundschaft missbraucht und dann richtige Probleme macht.
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Dürfen Vomex oder ratiopharm Reisetabletten während der Schwangerschaft oder Stillzeit eingenommen werden?
Nein. Auch wenn natürlich gerade in der Frühschwangerschaft Übelkeit ein nicht ganz seltenes Ereignis ist, sollten Vomex A® oder Reisetabletten-ratiopharm® nach Möglichkeit nicht eingenommen werden.
Wann sollte man Vomex oder ratiopharm Reisetabletten nicht einnehmen?
Sowohl Vomex A® als auch Reisetabletten-ratiopharm® (und ebenso: Superpep® Reise-Kaugummi) enthalten den Wirkstoff Dimenhydrinat gegen Übelkeit. Der sollte in bestimmten Situationen oder bei bestimmten Erkrankungen nicht oder nur unter größter Vorsicht und nach Rücksprache mit dem Arzt eingenommen werden.
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Wie wirkt Vomex gegen Übelkeit?
Vomex A® enthält den Wirkstoff Dimenhydrinat. Im Gegensatz zu anderen Mitteln gegen Übelkeit wirkt Dimenhydrinat direkt im Innenohr bzw. im Gleichgewichtsorgan. Also dort, wo gerade bei der Reisekrankheit durch die Rüttelbewegungen und das Beschleunigen und Bremsen die Übelkeit entsteht.
Magen-Darm-Erkrankungen: Frauen häufiger betroffen
Statistiken belegen: Frauen haben ein höheres Risiko, sich mit Magen-Darm-Problemen herumzuschlagen, als Männer. Das hat sich sogar bei der EHEC-Epidemie gezeigt: Die Mehrzahl der damals Infizierten war weiblich. Woher dieser Geschlechtsunterschied rührt, ist noch nicht wirklich geklärt.
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Wie und gegen was wirkt Paspertin®?
In Kurzfassung: Paspertin® blockiert die Wirkung des körpereigenen Botenstoffs Dopamin im Magen und führt auf diese Weise zu einer schnelleren Magen-Darm-Passage, vor allem aber zu einer Linderung von Übelkeit.
Was für ein Medikament ist MCP?
MCP ist die Abkürzung von Metoclopramid. Und Metoclopramid ist ein Medikament gegen Übelkeit.
Was für Medikamente sind Gastronerton® und Gastrotranquil®?
Wenn ein Medikament "Gastro" im Vornamen trägt, dann hat es mit hoher Wahrscheinlichkeit mit dem Magen zu tun. So ist das auch bei Gastronerton® und Gastrotranquil®. Es handelt sich um Mittel gegen Übelkeit.
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Magenmittel machen Knochen brüchig
Sie laufen unter dem Gruppennamen Protonenpumpen-Hemmer (oder medizinisch: Protonen-Pumpen-Inhibitoren = PPI) und unterdrücken die Bildung von Magensäure, damit keine Magengeschwüre entstehen können. Doch insbesondere für Frauen erhöht sich mit längerer Nutzung der Mittel das Risiko, im Alter einen Knochenbruch zu erleiden.
Welche Nebenwirkungen können unter Metoclopramid auftreten?
Die Liste der theoretisch möglichen Nebenwirkungen unter Metoclopramid ist wie bei vielen anderen Medikamenten lang. Wir konzentrieren uns hier auf die wichtigsten bzw. häufigsten.
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Probiotika: Mit Bakterien gegen den rumorenden Darm
Bei Darminfektionen mit dem Rotavirus und auch beim sogenannten Reizdarm-Syndrom kann die Behandlung auch in der Gabe von Bakterien bestehen. Die Rede ist von Probiotika. Das sind Medikamente, die aus harmlosen Bakterienstämmen zusammengesetzt sind und die die Darmsymptome häufig sehr effektiv lindern.
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Was ist ein Antiemetikum?
Einer der Hauptlehrsätze vieler Ärzte lautet: Sage es nicht einfach, wenn Du es auch kompliziert sagen kannst. Ein Antiemetikum ist ein Medikament gegen Übelkeit und Erbrechen. Der Begriff ist aus dem Griechischen abgeleitet (anti = gegen ; emesis = Erbrechen).
Wie wirkt Metoclopramid gegen Übelkeit?
Metoclopramid ist fast so etwas wie der Klassiker unter den "Anti-Übelkeits-Medikamenten". Der Wirkstoff ist schon seit Jahrzehnten im Einsatz und wird immer noch von vielen Ärzten verschrieben. Am bekanntesten ist das Präparat Paspertin®, aber es gibt auch noch zahlreiche andere.
Reizdarm: Die Darmflora ins Gleichgewicht bringen
Das Reizdarm-Syndrom ruft Schmerzen, Blähungen, Durchfälle oder Verstopfungen hervor. Ärzte sagen, dass eine gestörte Darmflora eine der Ursachen dafür ist. Zur Behandlung werden nach Auskunft der Deutschen Gesellschaft für Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS) zunehmend sogenannte Probiotika empfohlen.
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Sodbrennen: Risiko für Speiseröhrenkrebs
Wenn vom Magen Flüssigkeit in die Speiseröhre steigt, dann ergibt das brennende Schmerzen. Rund 7% der Deutschen leiden unter diesem Phänomen: Sodbrennen. Wenn sich dieser Prozess ständig wiederholt, dann lauert Gefahr: Es kann Speiseröhrenkrebs entstehen.
Was sind typische Beschwerden bei Magenschleimhaut-Entzündung (Gastritis)?
Eine Gastritis ist oft gar nicht so einfach zu erkennen, weil das Beschwerdebild durchaus variieren kann. Typische Symptome bei Magenschleimhaut-Entzündung sind:
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Stimmt es, dass Ingwer gegen Übelkeit hilft?
Ja, Ingwer gilt als ein anerkanntes pflanzliches Mittel gegen Übelkeit. Diese Eigenschaft verdankt die Ingwerwurzel wahrscheinlich der anregenden Wirkung auf Speichelfluss, Magensaftbildung und die Magen-Darm-Tätigkeit insgesamt.
Wie wirkt Lansoprazol?
Lansoprazol gehört zur Gruppe der Protonen-Pumpen-Hemmer. Diese Medikamente blockieren also die Protonenpumpe. Die sitzt im Magen und ist maßgeblich an der Säureproduktion beteiligt.
Wie wirkt Omeprazol?
Omeprazol ist ein Säurehemmer im Magen. Er gehört zur Familie der sogenannten Protonenpumpenhemmer. Omeprazol war der erste Vertreter dieser Wirkstoff-Gruppe, die mittlerweile aus zahlreichen verschiedenen Präparaten besteht, die sich alle nur in Nuancen unterscheiden (merke: Wo viel Geld zu verdienen ist, bleibt ein Medikament selten allein).
Wie wirkt Esomeprazol?
Esomeprazol ist ein sogenannter Protonenpumpenhemmer. Alle Vertreter dieser Wirkstoffklasse reduzieren die Säuremenge im Magen, in dem sie die Säureproduktion hemmen (also nicht die Säurewirkung im Magen wie die Antazida).
Was sind die häufigsten Ursachen von Sodbrennen?
Es gibt eine ganze Reihe an Faktoren, die Sodbrennen verursachen können:
- Alkohol
- Rauchen
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Warum lösen vor allem Alkohol, Kaffee und Rauchen Sodbrennen aus?
Das Sodbrennen entsteht ja durch einen Rückfluss von Mageninhalt und Magensäure in die Speiseröhre. Sowohl Alkohol als auch Kaffee als auch Nikotin sind Reizstoffe für den Magen, die zu einer erhöhten Säureproduktion führen, so dass die Wahrscheinlichkeit von Sodbrennen zunimmt.
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Sind immer zu viel Essen oder Alkohol schuld am Sodbrennen?
Beide Faktoren fördern zwar das Entstehen von Sodbrennen (und sind ein guter Ansatz zur Vorbeugung), bei vielen Betroffenen arbeitet aber zudem auch der Schließmuskel zwischen Speiseröhre und Magen nicht mehr optimal.
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Warum leiden Übergewichtige und Schwangere häufiger unter Sodbrennen?
Sowohl bei Übergewicht als auch bei Schwangeren ist der äußere Druck auf den Magen erhöht. Damit kann es (v.a. nach Alkohol-, oder Kaffeegenuss, oder nach besonders üppigen und fettreichen Speisen) auch eher zu einem Rückfluss von Magensäure in die Speiseröhre kommen.
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Welche Untersuchungen unternimmt der Arzt bei Verdacht auf Reizmagen?
Im Vordergrund steht das Gespräch. Ein guter Arzt wird Sie zunächst ausführlich befragen, wann und wie oft die Beschwerden auftreten, wie lange sie schon bestehen, ob Sie einen Zusammenhang mit bestimmten Nahrungsmitteln festgestellt haben und vieles mehr.
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Wie und warum entsteht ein Reizmagen?
Das ist noch nicht abschließend geklärt. Von Experten diskutiert werden verschiedene Auslöser:
Verdauungsstörungen
Der Begriff Verdauungsstörung wird als Oberbegriff für alle möglichen Formen von Störungen der Verdauung verwendet, denen völlig unterschiedliche Ursachen zugrunde liegen können. Synonym finden sich die Begriffe Dyspepsie (von griech. δυσπεψία, dispepsía, „die Fehlverdauung“) und im angloamerikanischen Sprachraum dyspepsia im Schriftgut.
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