Warum gilt die Schuppenflechte (Psoriasis) als Autoimmunkrankheit?
Als Autoimmunkrankheit bezeichnet man all jene Erkrankungen, bei denen das körpereigene Immunsystem fälschlicherweise eigene Körperzellen angreift. Bildlich gesprochen verwechseln die Abwehrzellen ihre Brüder und Schwestern mit Fremdstoffen oder Erregern und bekämpfen sie. Eine klassische Autoimmunerkrankung ist zum Beispiel die Multiple Sklerose, bei der sich das Immunsystem gegen die eigenen Nervenfasern und deren Hüllen richtet.
Bei der Psoriasis geht eine moderne Hypothese davon aus, dass sich die Abwehrzellen versehentlich auf die oberflächlichen Hautzellen stürzen, weil sie sie für früher einmal bekämpfte Bakterien oder Viren halten. In der Folge kommt es durch die Entzündungsreize zu einem beschleunigten Wachstum und Absterben der betroffenen Hautzellen. Genau diese abgestorbenen Zellen bilden dann die typischen Schuppen.
