Stimmt es, dass die Psoriasis-Gene auch schützende Auswirkungen haben?
Das wird zumindest von vielen Experten vermutet. Die Frage kam auf, weil nach den Regeln der Evolutionslehre die Schuppenflechte bzw. die beteiligten Gene eigentlich schon längst "ausgestorben" sein müssten, wenn sie denn nur Nachteile hätten. Die Schuppenflechte ist aber schon seit dem Altertum bekannt, hält sich also hartnäckig.
Eine aktuelle These postuliert, dass die genetische Veranlagung zu Psoriasis zugleich einen besseren Schutz vor Hautinfektionen bedeuten könnte. Der Hintergrund: Bei Menschen mit Neigung zur Schuppenflechte ist die Hornschicht der Haut (Stratum corneum) besonders aktiv, und diese Hautschicht wiederum produziert vermehrt antibakteriell wirkende Proteine.
Autor: Dr. med. Jörg Zorn
