Ursachen
Warum gilt die Schuppenflechte (Psoriasis) als Autoimmunkrankheit?
Als Autoimmunkrankheit bezeichnet man all jene Erkrankungen, bei denen das körpereigene Immunsystem fälschlicherweise eigene Körperzellen angreift. Bildlich gesprochen verwechseln die Abwehrzellen ihre Brüder und Schwestern mit Fremdstoffen oder Erregern und bekämpfen sie. Eine klassische Autoimmunerkrankung ist zum Beispiel die Multiple Sklerose, bei der sich das Immunsystem gegen die eigenen Nervenfasern und deren Hüllen richtet.
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Wird die Schuppenflechte vererbt?
Ja, wobei es sich bei der Schuppenflechte nicht um eine klassische Erbkrankheit handelt. Aber fest steht: Genetische Faktoren spielen bei der Entstehung der Psoriasis eine entscheidene Rolle. Allerdings müssen offensichtlich auch immer noch andere auslösende Faktoren hinzukommen, damit sich tatsächlich eine Schuppenflechte entwickelt.
Ist die Schuppenflechte ansteckend?
Nein, die Schuppenflechte ist nicht ansteckend. Da sie aber von den nichtwissenden Mitmenschen dafür gehalten werden kann, stellt die Psoriasis für viele Betroffene eine erhebliche seelische Belastung dar.
Entsteht eine Schuppenflechte durch Stress?
Nein, so vereinfachend lässt sich das nicht sagen. Eher umgekehrt wird ein Schuh daraus: Entspannung und Stressabbau sind wichtige Elemente der Selbstbehandlung einer Psoriasis, deren Krankheitsschübe durch Stress und psychische Probleme zwar nicht ursächlich ausgelöst, aber mit einiger Sicherheit verstärkt werden.
Welche Variante der Psoriasis vulgaris kommt familiär gehäuft vor?
Typ I. Das ist die Variante, die – im Gegensatz zu Typ II – schon bei jungen Menschen auftritt. Es ist zugleich die häufigste Form der Schuppenflechte: In 60 bis 70% aller Fälle der Psoriasis vulgaris handelt es sich um diesen Typ I.
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Bei welchen Völkern tritt Psoriasis deutlich häufiger auf als bei uns?
Zum Beispiel in den USA. Dort ist die Psoriasis fast doppelt so häufig wie in Mitteleuropa. In Kasachstan sogar fünfmal häufiger. Erklärt wird das in erster Linie mit genetischen Ursachen.
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Woran erkennt man, dass die Psoriasis nicht nur genetisch verursacht ist?
An eineiigen Zwillingen. Hat ein eineiiger Zwilling Schuppenflechte, liegt die Wahrscheinlichkeit des anderen Zwillings, ebenfalls eine Schuppenflechte zu bekommen (oder schon zu haben), bei etwa 65 bis 70%.
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Kann man auch Schuppenflechte bekommen, wenn die Eltern und Großeltern keine Schuppenflechte hatten?
Ja. Zwar gibt es bei der Entstehung der Schuppenflechte einen eindeutigen genetischen Zusammenhang, und es gibt auch familiäre Häufungen. Allerdings werden dabei oft mehrere Generationen übersprungen. Auch eine Psoriasis beim Ur-Opa oder der Ur-Ur-Oma bedeutet also noch ein erhöhtes eigenes Risiko. Was freilich irrelevant ist, weil man davon in der Regel eh nichts weiß.
Stimmt es, dass die Psoriasis-Gene auch schützende Auswirkungen haben?
Das wird zumindest von vielen Experten vermutet. Die Frage kam auf, weil nach den Regeln der Evolutionslehre die Schuppenflechte bzw. die beteiligten Gene eigentlich schon längst "ausgestorben" sein müssten, wenn sie denn nur Nachteile hätten. Die Schuppenflechte ist aber schon seit dem Altertum bekannt, hält sich also hartnäckig.
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Auf welchem Chromosom liegen die Psoriasis-Gene?
Beim Typ I der Psoriasis vulgaris, der häufigsten und familiär gehäuft vorkommenden Variante der Schuppenflechte, liegen die nachweisbaren "Psoriasis-Gene" (typische mit der Schuppenflechte assoziierte Gen-Eigenschaften) allesamt auf Chromosom 6.
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Was sind die Ursachen für eine Psoriasis vom Typ Zumbusch?
Die Ursachen der Psoriasis vom Typ Zumbusch liegen noch größtenteils im Dunkeln. Es gibt eine Reihe an Theorien, bewiesen ist nichts.
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Stimmt es, dass Alkoholmissbrauch unter Psoriasis-Patienten häufiger vorkommt?
Ja. Bei Menschen mit Schuppenflechte ist Alkoholismus deutlich häufiger anzutreffen als in der sonstigen Bevölkerung. Das haben epidemiologische Studien ergeben.
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