Psoriasis: Hoffnung auf Anti-Angiogenese
Mit einem neuen Therapieansatz gegen Schuppenflechte haben Wissenschaftler im Labor erste Erfolge erzielt. Die Rede ist von der Anti-Angiogenese. Hinter diesem Zungenbrecher steckt eine Hemmung der Gefäßneubildung in den entzündeten Hautarealen.
Ausgangspunkt der Forschungen war die Beobachtung, dass es in den schuppigen Hautstellen von Psoriasis-Patienten neben den entzündlichen Vorgängen auch zu einem auffällig vermehrten Einwachsen neuer Blutgefäße kommt. Daraus entstand dann die These, dass eine Unterdrückung dieser Gefäßneubildung auch zu einem Unterbinden der entzündlichen Vorgänge führen könnte.
Erste Labortests vielversprechend
Wie Prof. Michael Schön von der Universitätsklinik Göttingen jetzt berichtet, sind die ersten Behandlungsversuche vielversprechend. Im Labormodell kam es durch Einschleusung eines gentherapeutisch produzierten "anti-angiogenen" Wirkstoffs tatsächlich nicht nur zu einer Eindämmung der Blutgefäßwucherung, sondern auch zu einer Reduzierung der entzündlichen Aktivität.
Nun allerdings müssen diese Ergebnisse der Grundlagenforschung noch den langwierigen Prozess bis hin zu einem möglichen Medikament durchlaufen.
Autoren: WANC/Dr. med. Jörg Zorn, 14.03.2011
Quelle: J Clin Invest. 2011, 121(1), 410-421
