Die wichtigsten Fragen auf einen Blick
Auf diesem Portal finden Sie eine Auflistung der wichtigsten Fragen und Antworten zum Thema Schuppenflechte (Psoriasis). Wir, ein Team aus Ärzten und Patienten, stellen laufend weitere Fragen und Antworten ein. Wenn Sie bestimmte Themenwünsche haben, schreiben Sie uns!
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Psoriasis: Die Angst vor der Ablehnung
Für Menschen mit Schuppenflechte ist der Umgang mit ihren Mitmenschen und die Angst vor Ablehnung oft belastender als die Hauterkrankung selbst. Dies ist das Ergebnis einer aktuellen Umfrage unter Betroffenen.
Warum entstehen bei der Schuppenflechte Schuppen?
Die Schuppen bei der Psoriasis sind das Resultat eines stark beschleunigten Hautwachstums. Und eines entsprechend stark beschleunigten Absterbens von Hautzellen. Denn bei den Schuppen handelt es sich um nichts anderes als um abgestorbene Hautzellen.
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Warum gilt die Schuppenflechte (Psoriasis) als Autoimmunkrankheit?
Als Autoimmunkrankheit bezeichnet man all jene Erkrankungen, bei denen das körpereigene Immunsystem fälschlicherweise eigene Körperzellen angreift. Bildlich gesprochen verwechseln die Abwehrzellen ihre Brüder und Schwestern mit Fremdstoffen oder Erregern und bekämpfen sie. Eine klassische Autoimmunerkrankung ist zum Beispiel die Multiple Sklerose, bei der sich das Immunsystem gegen die eigenen Nervenfasern und deren Hüllen richtet.
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Jucken die Hautstellen bei der Schuppenflechte?
Ja, sehr häufig. Der Juckreiz kann von Person zu Person sehr unterschiedlich ausfallen. Auch ist er nicht immer gleichbleibend vorhanden, sondern hängt auch von der Krankheitsaktivität ab.
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Wie häufig kommt es bei Schuppenflechte zu einem Gelenkbefall?
Bei etwa 5-10% aller Menschen mit Schuppenflechte (Psoriasis) kommt es im Laufe ihrer Erkrankung zu einem Befall der Gelenke (Psoriasis-Arthritis). Ob es dazu kommt oder nicht, scheint dabei nicht von der Schwere der Hauterscheinungen abzuhängen.
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Fehler im Immun-Gedächtnis verursacht Schuppenflechte und Neurodermitis
Schuppenflechte und Neurodermitis sind vererbte Krankheiten. Beide Hauterkrankungen beruhen auf einem Fehler des Immunsystems und zählen deshalb auch zu den Autoimmunerkrankungen. Doch bisher war nicht bekannt, warum sich das Abwehrsystem des Menschen gegen den Körper wendet. Jetzt haben Wissenschaftler herausgefunden, dass ein Fehler im Immun-Gedächtnis dafür verantwortlich ist.
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Psoriasis: Kann ein Abwehrprotein der Haut die Entzündung stoppen?
Ein körpereigenes Eiweiß, das normalerweise unliebsame Bakterien auf der Haut bekämpft, könnte auch zur Behandlung der Schuppenflechte taugen. Dies legen Studien Münchner Wisenschaftler und Dermatologen nahe.
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Wirkt Homöopathie bei Schuppenflechte?
Das kommt darauf an, wen Sie fragen. Nach schulmedizinischen und streng-wissenschaftlichen Kriterien lautet die Antwort: Nein! Keine Studien, die einen positiven Effekt der Homöopathie beweisen würden.
Wirkt Akupunktur gegen Schuppenflechte?
Es gibt eine ganze Reihe an Untersuchungen, die einen positiven Effekt der Akupunktur auf die Schuppenflechte-Beschwerden zeigen.
Was versteht man unter dem Köbner-Phänomen?
Das Köbner-Phänomen ist typisch für die Schuppenflechte, aber auch für eine Reihe anderer chronischer Hautkrankheiten. Gemeint ist damit das Auftreten neuer "Herde" an bisher unbefallenen Hautstellen, nachdem diese gereizt wurden.
Welche Kosmetika und Pflegemittel können einen Psoriasis-Schub auslösen?
Für eine ganze Reihe an kosmetischen Produkten ist bekannt, dass sie einen Schuppenflechte-Schub auslösen oder die Beschwerden verschlimmern können.
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Stimmt es, dass ein Psoriasis-Schub auch durch Medikamente ausgelöst werden kann?
Ja. Für mehrere Medikamente ist bekannt, dass sie eine Schuppenflechte auslösen oder verschlimmern können.
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Psoriasis: Hoffnung auf Anti-Angiogenese
Mit einem neuen Therapieansatz gegen Schuppenflechte haben Wissenschaftler im Labor erste Erfolge erzielt. Die Rede ist von der Anti-Angiogenese. Hinter diesem Zungenbrecher steckt eine Hemmung der Gefäßneubildung in den entzündeten Hautarealen.
Stimmt es, dass Alkoholmissbrauch unter Psoriasis-Patienten häufiger vorkommt?
Ja. Bei Menschen mit Schuppenflechte ist Alkoholismus deutlich häufiger anzutreffen als in der sonstigen Bevölkerung. Das haben epidemiologische Studien ergeben.
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Ab wie viel Punkten im PASI-Score handelt es sich nicht mehr um eine leichte Psoriasis?
Der PASI-Score dient zur Einteilung der Schuppenflechte in bestimmte Schweregrade. Bewertet werden vor allem die Ausbreitung und die Beschaffenheit der Hautstellen.
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Wozu dient der PASI-Score?
Der PASI-Score dient zur Einteilung der Schuppenflechte in bestimmte Schweregrade. PASI steht dabei für "Psoriasis Area and Severety Index" (Area: wo befinden sich die Psoriasis-Herde; Severety: Wie ausgeprägt sind die Läsionen).
Was versteht man unter dem "Phänomen des letzten Häutchens"?
Typisch für die schuppenden Psoriasis-Herde ist, dass sich die Schuppen relativ leicht ablösen lassen und sich dabei oft auch die Haut darunter mit ablöst. Dieses Phänomen nennt man "Phänomen des letzten Häutchens". Es gilt als nahezu beweisend für eine Schuppenflechte.
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Warum ist die Haut unter den schuppenden Hautstellen so stark gerötet?
Direkt unter den Schuppenflechte-Herden finden umfangreiche Haut-Erneuerungs-Arbeiten statt. Diese fälschlicherweise überaktiven Umbauvorgänge sind letztlich Auslöser für die schuppenden Hautstellen.
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Warum spricht man bei den Schuppenflechte-Hautstellen manchmal auch vom "Kerzenwachs-Phänomen"?
Weil die von der Schuppenflechte befallenen, schuppenden Hautpartien in ihrer talgartigen Konsistenz oft an Kerzenwachs erinnern. Das Kerzenwachs-Phänomen ist für Dermatologen eines der vielen diagnostischen Zeichen, die für das Vorliegen einer Schuppenflechte sprechen.
Was sind Keratinozyten?
Keratinozyten sind die gealterten (verhornten) Hautzellen in der Oberhaut, die nach einer Weile abgestoßen werden (sich aber auch laufend neu bilden).
Wie häufig erneuert sich die Oberhaut des Menschen?
Die Oberhaut des Menschen (Epidermis genannt) erneuert sich ungefähr alle 26-27 Tage komplett. In dieser Zeit entstehen neue Hautzellen, und ältere, verhornte Hautzellen werden abgestoßen.
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Warum treten die Schuppenflechte-Herde an bestimmten Körperteilen häufiger auf?
Die Schuppenflechte tritt bevorzugt an Hautpartien auf, die stärker beansprucht oder gedehnt werden. Dazu passt das Auftreten vor allem an den Streckseiten der Extremitäten (Ellenbogen, Kniescheiben), aber auch z.B. der Waden.
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Wie sehen die Hautveränderungen bei Schuppenflechte typischerweise aus?
Das Erscheinungsbild kann zwar individuell stark variieren, aber folgende Charakteristika der Hautveränderungen sind typisch für eine Schuppenflechte:
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Stimmt es, dass die Psoriasis-Gene auch schützende Auswirkungen haben?
Das wird zumindest von vielen Experten vermutet. Die Frage kam auf, weil nach den Regeln der Evolutionslehre die Schuppenflechte bzw. die beteiligten Gene eigentlich schon längst "ausgestorben" sein müssten, wenn sie denn nur Nachteile hätten. Die Schuppenflechte ist aber schon seit dem Altertum bekannt, hält sich also hartnäckig.
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Bei welchen Völkern tritt Psoriasis deutlich häufiger auf als bei uns?
Zum Beispiel in den USA. Dort ist die Psoriasis fast doppelt so häufig wie in Mitteleuropa. In Kasachstan sogar fünfmal häufiger. Erklärt wird das in erster Linie mit genetischen Ursachen.
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Woran erkennt man, dass die Psoriasis nicht nur genetisch verursacht ist?
An eineiigen Zwillingen. Hat ein eineiiger Zwilling Schuppenflechte, liegt die Wahrscheinlichkeit des anderen Zwillings, ebenfalls eine Schuppenflechte zu bekommem (oder schon zu haben), bei etwa 65 bis 70%.
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Kann man auch Schuppenflechte bekommen, wenn die Eltern und Großeltern keine Schuppenflechte hatten?
Ja. Zwar gibt es bei der Entstehung der Schuppenflechte einen eindeutigen genetischen Zusammenhang, und es gibt auch familiäre Häufungen. Allerdings werden dabei oft mehrere Generationen übersprungen. Auch eine Psoriasis beim Ur-Opa oder der Ur-Ur-Oma bedeutet also noch ein erhöhtes eigenes Risiko. Was freilich irrelevant ist, weil man davon in der Regel eh nichts weiß.
Wird die Schuppenflechte vererbt?
Ja, wobei es sich bei der Schuppenflechte nicht um eine klassische Erbkrankheit handelt. Aber fest steht: Genetische Faktoren spielen bei der Entstehung der Psoriasis eine entscheidene Rolle. Allerdings müssen offensichtlich auch immer noch andere auslösende Faktoren hinzukommen, damit sich tatsächlich eine Schuppenflechte entwickelt.
An welchen Körperstellen tritt Schuppenflechte am häufigsten auf?
Die schuppenden Hautstellen bei der Schuppenflechte treten am häufigsten an den Knien, den Ellenbogen und am Kopf auf. An den Extremitäten sind generell die Streckseiten (Vorderseite Beine, Hinterseite Arme) häufiger betroffen.
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Schuppenflechte (Psoriasis)
Die Schuppenflechte oder die Psoriasis (altgriechisch ψωρίασις – im Altertum fälschlicherweise mit der ψώρα, psóra Krätze gleichgesetzt) ist eine Krankheit, die in typischen Fällen als Hautkrankheit auftritt, die sich im wesentlichen durch stark schuppende, punktförmige bis handtellergroße Hautstellen (häufig an den Knien, Ellenbogen und der Kopfhaut) sowie Veränderungen an den Nägeln zeigt.
Ursachen
Schuppenflechte ist zu einem erheblichen Anteil erblich bedingt, daher wird familiäre Häufung beobachtet, wobei gelegentlich mehrere Generationen übersprungen werden. Bis heute ist allerdings nicht bekannt, ob die Psoriasis dominant oder rezessiv vererbt wird.
Verlauf und auslösende Faktoren
Bei jedem Patienten verläuft die Krankheit anders. So heilt sie bei einigen Patienten scheinbar aus und tritt nur einmal im Leben auf (bei rund 25 % der Patienten), andere Patienten dagegen wechseln zwischen Phasen mit starker und geringer oder fehlender Aktivität der Erkrankung.
Behandlung
Ausgehend vom Verständnis der Psoriasis als einer genetisch mitbedingten Erkrankung und der Tatsache, dass eine Gentherapie bisher nicht verfügbar ist, ist durch andere Arten von Behandlung keine Heilung, sondern lediglich eine Linderung der Symptome zu erwarten.
Äußere Anwendungen
Bei klinisch weniger schweren Haut-Erscheinungen beschränkt man sich in der Regel auf äußerliche Anwendungen (topische Therapie). Bei den meisten Behandlungsmethoden muss sich der Patient auf eine längere Dauer von Wochen oder gar Monaten einstellen:
Innerliche Anwendungen
Innerliche Anwendungen (systemische Therapie) wird man vorwiegend den mittelschweren bis schweren Fällen der Haut und Beteiligungen anderer Organe vorbehalten.