Schuppenflechte (Psoriasis): Ursachen, Symptome, Behandlung

Was ist eine Schuppenflechte (Psoriasis)?

Die Schuppenflechte wird im medizinischen Sprachgebrauch als Psoriasis bezeichnet und ist eine der häufigsten Hauterkrankungen weltweit. In einigen Ländern der Erde sind bis zu 11% der Bevölkerung von dieser Krankheit betroffen. Eine Schuppenflechte kann in jedem Lebensalter auftreten. Frauen und Männer sind etwa gleich oft betroffen.

Typisch: gerötete, verdickte, schuppende Haut

Die genaue Ursache, warum eine Psoriasis entsteht, konnte bisher nicht geklärt werden. Bekannt ist allerdings, dass bei der Entstehung die Gene und das Immunsystem sowie weitere äußere Einflüsse wie z.B. Infektionen, Sonneneinstrahlung und Stress eine Rolle spielen können. Durch ein überaktives Immunsystem kommt es zu einer Entzündung der Haut, und Hautzellen werden dazu angeregt, sich vermehrt zu teilen. Dadurch entstehen rötliche, verdickte und schuppende Hautveränderungen, sogenannte Plaques. Diese können zwar jucken und schmerzen, sind aber nicht ansteckend.

Bei einer Psoriasis können auch Gelenke, Gefäße und innere Organe wie das Herz oder die Leber betroffen sein. Die Krankheit tritt oft in Schüben auf und kann sich von Mensch zu Mensch stark unterscheiden. Bisher gibt es noch keine Aussicht auf eine Heilung, allerdings sind viele wirksame Therapiemöglichkeiten vorhanden, um die Erkrankung gut unter Kontrolle zu bringen und die Lebensqualität zu verbessern.

Ursachen

Überaktives Immunsystem

Bestimmte Zellen des Immunsystems werden bei einer Psoriasis übermäßig stark aktiviert und rufen eine Entzündung der Haut hervor. Wie und warum dies geschieht, konnte bisher noch nicht aufgeklärt werden.

Die Entzündung der Haut äußert sich in einer Rötung und einem Juckreiz oder sogar Schmerzen. Durch die Freisetzung entzündungsfördernder Botenstoffe fangen außerdem die Zellen der Haut an, sich vermehrt zu teilen. Da dies bis zu achtmal schneller erfolgt als bei gesunden Hautzellen, haben die Zellen nicht genug Zeit, sich vollständig zu entwickeln. Sie lösen sich aus diesem Grund nicht von der obersten Hautschicht ab und sammeln sich stattdessen auf der Hautoberfläche an. Dadurch entstehen die für eine Schuppenflechte typischen Plaques mit silbrig glänzender Schuppung.

Die Rolle der Gene

Wissenschaftler gehen zur Zeit davon aus, dass sowohl genetische Vererbung als auch das Immunsystem sowie bestimmte äußere Einflüsse bei der Entstehung der Schuppenflechte zusammenspielen. So hat eine groß angelegte Studie an eineiigen Zwillingen, die ein identisches Erbgut besitzen, gezeigt, dass in 70% der Fälle beide Geschwister von einer Schuppenflechte betroffen waren. In 30% der Fälle allerdings war trotz des identischen Erbguts nur ein Zwilling betroffen. Aus diesem Grund kann man davon ausgehen, dass für den Ausbruch der Erkrankung nicht nur Gene eine Rolle zu spielen scheinen.

Weitere bekannte Auslöser einer Schuppenflechte

Neben dem Immunsystem und der genetischen Vererbung zählen auch Infektionen, die vor allem durch Streptokokken hervorgerufen werden (z.B. Mandelentzündungen), zu den bekannten Auslösern einer Schuppenflechte. Hinzu kommen auch Infektionserreger wie Viren (z.B. HIV) oder Hefepilze sowie chronische Infektionen der Zähne, der Nasennebenhöhlen oder des Magen-Darm-Trakts.

Außerdem kann eine mechanische Reizung der Haut (z.B. durch eng anliegende Kleidung), Sonnenbrand oder Tätowierungen zu einer Entstehung oder Verschlechterung einer bestehenden Psoriasis führen.

Hormonschwankungen, wie sie z.B. bei einer Schwangerschaft auftreten, sowie bestimmte Medikamente (z.B. Betablocker, Lithiumsalze oder ACE-Hemmer) wurden ebenfalls als Auslöser einer Psoriasis ausfindig gemacht. Schließlich gibt es auch Hinweise darauf, dass Depressionen und psychische Belastungen (z.B. Stress im beruflichen Alltag) zu einem Ausbruch oder der Verschlechterung einer bestehenden Schuppenflechte führen können.

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Symptome

Bei der Schuppenflechte werden verschiedene Erscheinungsformen unterschieden. Die häufigste Form mit einem Anteil von etwa 90% ist die Psoriasis vulgaris. Die Erscheinungsformen der Psoriasis guttata, inversa und intertriginosa treten dagegen viel seltener auf. Weiterhin gibt es auch Sonderformen der Psoriasis: Die Psoriatische Arthritis und die Psoriasis pustulosa.

Bei etwa der Hälfte aller Betroffenen mit einer Schuppenflechte sind neben der Haut auch die Nägel befallen. Diese können dann Vertiefungen und gelblich-braune Verfärbungen aufweisen, die leicht mit einem Pilzbefall verwechselt werden können.

Psoriasis vulgaris: silbrig glänzende Plaques

Charakteristisch für eine Psoriasis vulgaris sind scharf begrenzte, rötliche Hautveränderungen, sogenannte Plaques. Gegenüber der gesunden, umgebenden Haut sind sie leicht erhaben und weisen auf ihrer Oberfläche eine silbrig glänzende Schuppung auf.

Die Plaques bei einer Psoriasis vulgaris sind vor allem an den Ellenbogen, den Knien, am behaarten Kopf, im Bereich der Genitalien, des Bauchnabels und des unteren Rückens zu finden. Recht häufig ist dann auch nur ein bestimmter Hautbereich betroffen, wie zum Beispiel die Kopfhaut. Der Durchmesser der Plaques variiert stark. Bei einigen Betroffenen kann der gesamte Körper betroffen sein.

Selten: Psoriasis guttata, inversa und intertriginosa

Die Psoriasis gutatta ist durch kleine, rötliche und punktförmige Hautveränderungen charakterisiert. Der Durchmesser beträgt meist weniger als 1 cm. Diese sind vor allem am Rumpf zu finden und treten häufig bei Kindern und Jugendlichen einige Wochen nach einer Streptokokkeninfektion auf.

Die Erscheinungsform der Psoriasis inversa ist sehr selten anzutreffen. Bei dieser Form sind vorrangig die Beugen der großen Gelenke betroffen. Auch die Psoriasis intertriginosa ist sehr selten und betrifft vor allem die großen Körperfalten, das heißt die Bauchfalte, die Leisten und die Achselfalte.

Befall der Gelenke: Psoriatische Arthritis

Die Psoriatische Arthritis ist die am besten beschriebene Begleiterkrankung der Schuppenflechte. Bei dieser Erkrankung kommt es zu einer Entzündung der Gelenke (= Arthritis). Dabei unterscheidet man verschiedene Verlaufsformen, je nach dem, ob vorrangig die kleinen Gelenke der Finger und Zehen, die Wirbelsäule oder die großen Knie- und Ellenbogengelenke betroffen sind.

Eine Psoriatische Arthritis tritt in einigen Ländern der Welt bei bis zu 42 % der Betroffenen mit einer Schuppenflechte auf. Studien weisen auf einen Zusammenhang zwischen dem Ausmaß des Hautbefalls und der Entwicklung einer Psoriatischen Arthritis hin: Je ausgeprägter der Hautbefall ist, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit für das Auftreten einer Arthritis. Außerdem steigt das Risiko für das Auftreten einer Psoriatischen Arthritis, wenn eine Psoriasis mit einem Befall der Nägel vorliegt.

In etwa 15% der Fälle tritt zunächst eine Psoriatische Arthritis und danach erst eine Psoriasis auf. Auch muss eine Verbesserung bzw. Verschlechterung der Gelenkentzündung nicht unbedingt auch eine Verbesserung bzw. Verschlechterung der Hautentzündung bedeuten. Aus diesem Grund ist eine Erkrankung der Haut nicht unbedingt Voraussetzung für die spätere Entwicklung einer Psoriatischen Arthritis. Sie erleichtert allerdings die Diagnosestellung.

Problematisch dagegen ist eine Diagnose der Psoriatischen Arthritis, wenn keine Psoriasis der Haut zu erkennen ist. Die Diagnosestellung in diesem Fall sollte nicht zu lange dauern, da ansonsten bereits eine unumkehrbare Zerstörung der Gelenke eingetreten sein kann.

Eiterbläschen bei der Psoriasis pustulosa

In bis zu 12% der Fälle sind Menschen mit einer Schuppenflechte von der pustulösen Form betroffen. Bei dieser Verlaufsform entstehen gelbliche, mit Eiter gefüllte Bläschen auf bereits bestehenden Plaques. Diese enthalten keine Krankheitserreger und trocknen nach einiger Zeit ein oder platzen auf. Auch diese Hautveränderungen sind deshalb nicht infektiös.

Es sind hier meistens kleine Körperregionen betroffen, vor allem die Handflächen und Fußsohlen. Selten kann auch der ganze Körper betroffen sein. In schweren Fällen kann es aufgrund der großflächigen Entzündungen zu Fieber und Schüttelfrost kommen, sodass die Erkrankung im Krankenhaus behandelt werden muss.

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Diagnose

Die Diagnose einer Schuppenflechte stellt der Arzt vorrangig anhand der Veränderungen an Haut und Nägeln. Aus diesem Grund ist eine gründliche Untersuchung des gesamten Körpers notwendig. Zusätzlich werden Fragen zur Krankengeschichte und zu Erkrankungen in der Familie gestellt. Treten Begleiterkrankungen auf, so müssen diese durch weitere Untersuchungen abgeklärt werden.

Gründliche Inspektion der gesamten Haut

Gewöhnlich wird die Diagnose einer Schuppenflechte auf Grundlage einer Hautuntersuchung gestellt. Bei Reibung oder Kratzen nehmen die betroffenen Hautbereiche bei einer Psoriasis ein charakteristisches Aussehen an.

Der Arzt überprüft dies beispielsweise durch Reiben mit einem Holzspatel. Bei einer Psoriasis werden sich dadurch Schuppen ablösen, die die Haut wie weißes Kerzenwachs aussehen lassen. Reibt der Arzt die Schuppen mit einem Holzspatel vollständig ab, erscheint darunter eine dünne und feucht schimmernde Hautschicht. Wird dieses Häutchen weiter geschabt, kommt es zu typischen punktförmigen Blutungen, die als "Auspitz-Phänomen" bezeichnet werden. Dieses Phänomen ist charakteristisch für eine Psoriasis und lässt sich bei keiner anderen Hauterkrankung beobachten.

Wenn sich eine eindeutige Diagnose allerdings nicht stellen lässt, kann es sein, dass eine Hautuntersuchung alleine nicht ausreicht für eine sichere Diagnose. In diesem Fall kann die Entnahme einer Hautprobe weiterhelfen. Unter dem Mikroskop im Labor können so bestimmte Veränderungen der Haut erkannt werden, die mit bloßem Auge nicht sichtbar wären.

Weitere Untersuchungsmethoden

Bei Auftreten zusätzlicher Begleiterkrankungen können neben einer Hautuntersuchung auch weitere Tests zum Einsatz kommen. Sind beispielsweise Gelenke betroffen, können Röntgenaufnahmen, eine Magnet-Resonanz-Tomographie (MRT) oder Blutuntersuchungen nötig sein.

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Behandlung

Keine Heilung, aber deutliche Linderung

Zurzeit ist es noch nicht möglich, ein Schuppenflechte zu heilen. Es gibt allerdings drei verschiedene Formen der Therapie mit dem Ziel, das Fortschreiten der Erkrankung aufzuhalten, Symptome zu lindern und neue Schübe zu vermeiden.

Bei der Mehrzahl der Betroffenen mit einer milden Verlaufsform kommt gewöhnlich zunächst eine topische Therapie, d.h. eine örtliche Therapie des erkrankten Hautbereichs, zum Einsatz. Werden die Symptome nicht besser, kann diese Therapieform durch eine Lichttherapie ergänzt werden. Eine systemische Therapie des gesamten Körpers wird bei einer schweren Verlaufsform oder bei zusätzlichem Auftreten einer Psoriatischen Arthritis erforderlich.

Die bei dieser Therapieform eingesetzten Medikamente unterdrücken das Immunsystem und werden deshalb als "immunsuppressiv" (suppressiv = unterdrückend) bezeichnet. In einigen Ländern spielen zusätzlich auch weitere, alternative Therapieformen eine wichtige Rolle, wie z.B. die traditionelle chinesische Medizin, die Homöopathie oder auch die Klima-Therapie.

1. Milde Verlaufsformen: Die topische Therapie

Bei der topischen (= örtlichen, äußerlichen) Therapie der Haut gibt es eine Vielzahl von Medikamenten, die je nach Hauttyp und betroffener Hautpartie in Form von Salben, Cremes, Lotionen, Gelen oder Shampoos aufgetragen werden können.

Hornlösende Wirkstoffe

Zu den hornlösenden Wirkstoffen gehören die Salizylsäure, Milchsäure oder der Harnstoff. Diese Stoffe lösen Schuppen ab, weichen verhornte Haut auf und bereiten sie so auf weitere Wirkstoffe vor, welche die Haut dadurch besser durchdringen können.

Wirkstoffe zur Hemmung des Zellwachstums

Zu den am längsten bekannten Substanzen der Behandlung einer Schuppenflechte gehören Dithranol oder auch Teer. Sie wirken der übermäßigen Produktion von Hautzellen entgegen. Da diese Wirkstoffe allerdings Reizungen der Haut und Verfärbungen der Kleidung hervorrufen können, werden sie nur noch selten verschrieben.

Von Vitamin D abgeleitete Wirkstoffe

Zu dieser Wirkstoffgruppe zählen das Calcitriol, das Tacalcitol oder das Calcipotriol. Sie greifen in die Regulation des Immunsystems ein, indem sie die Produktion entzündungsfördernder Botenstoffe unterdrücken. Auf diese Weise wird auch eine übermäßige Teilung der Hautzellen vermindert.

Von Vitamin D abgeleitete Wirkstoffe gelten als relativ schonend und sind daher geeignet für eine Langzeit-Behandlung. Eine Überdosierung sollte hingegen vermieden werden, da ansonsten der Calciumspiegel im Blut ansteigen kann. Zu hohe Mengen dieser Wirkstoffe können auch Hautreizungen verursachen, weshalb eine Langzeitbehandlung in Kombination mit Cortison vermieden werden sollte. Außerdem werden diese Präparate gewöhnlich während der Schwangerschaft und Stillzeit nicht verschrieben.

Glucocorticoide

Topisch angewendete Glucocorticoide hemmen die Entzündung der Haut und werden in verschiedenen Wirkstärken angeboten. Eine geringe Dosierung wird für Gesicht und Hautfalten verwendet, während hohe Mengen von Glucocorticoiden eher auf Fußsohlen und Handflächen aufgetragen werden.

Bei einer Langzeitbehandlung mit Glucocorticoiden sollte die Haut regelmäßig von einem Arzt kontrolliert werden, da diese Medikamente die Haut austrocknen und dünner werden lassen.

Calcineurin-Inhibitoren

Obwohl Calcineurin-Inhibitoren wie Tacrolismus oder Pimecrolismus offiziell nur für die Behandlung einer Neurodermitis zugelassen sind, können sie in Einzelfällen auch für die Behandlung der Schuppenflechte verschrieben werden. Sie wirken ebenfalls wie Glucocorticoide entzündungshemmend und haben gleichzeitig den Vorteil, dass sie nicht zu einer Verdünnung der Haut führen. Allerdings können Calcineurin-Inhibitoren als Nebenwirkung zu einem Brennen der Haut führen.

2. Photo- und Lasertherapie

Eine Photo- bzw. Lichttherapie wird bei einer Langzeitanwendung aufgrund der Risiken für eine Hautalterung und für Hautkrebs gewöhnlich erst bei einer mittelschweren bis schweren Psoriasis verschrieben. Hierbei wird die Haut über einige Wochen hinweg in steigender Dosierung mit ultraviolettem (UV) - Licht bestimmter Wellenlängen bestrahlt.

Oft wird die Lichttherapie auch mit einer sogenannten Sole-Behandlung kombiniert, bei der Betroffene mithilfe von stark salzhaltigem Wasser behandelt werden. Der hohe Salzgehalt von 15 - 30% löst die Hautschuppen ab, und das UV-Licht führt zu einer Normalisierung der Zellteilung. Der hohe Anteil an Bromid und Magnesium hemmt außerdem die Hornbildung und Entzündungen.

Ein Nachteil der Photo-Sole-Behandlung ist allerdings, dass die Wirkung dieser Therapie bei vielen Betrofenen nur relativ kurzfristig anhält. Außerdem erhöht sich aufgrund des UV-Lichts das Risiko für Hautkrebs. Vorteile dieser Therapieform sollten daher mithilfe des Arztes sorgfältig gegen die Risiken abgewogen werden.

Als Alternative zur Lichttherapie wird in den letzten Jahren auch eine Laserstrahl-Therapie angeboten, die allerdings von den Krankenkassen nicht bezahlt wird. Der Vorteil gegenüber einer Phototherapie liegt hier darin, dass der Laserstrahl gezielt auf betroffene Hautstellen gerichtet werden kann, sodass die gesunde Haut nicht durch UV-Strahlung belastet wird.

3. Schwere Verlaufsformen: Die innerliche Therapie

Bei schweren Fällen einer Psoriasis und dem Auftreten von Begleiterkrankungen ist eine innerliche Therapie in Form von Tabletten oder Spritzen häufig nicht zu umgehen. Bei dieser Behandlungsform wird Einfluss auf das Immunsystem genommen. Zum Einsatz kommen hier vor allem Cyclosporine, Fumarate, Methotrexat und die neuere Wirkstoffgruppe der sogenannten Biologika.

Cyclosporine

Diese Medikamente unterdrücken das Immunsystem und hemmen so auch die übermäßige Vermehrung der Hautzellen. Zunächst wird die Behandlung normalerweise mit einer täglichen Dosis von 2,5 mg pro Kilogramm Körpergewicht begonnen und bis zu einer Dosis von 4 mg pro Kilogramm Körpergewicht gesteigert. Wichtig ist bei der Einnahme zu beachten, dass Grapefruitsaft die Verwertung des Medikamentes verlangsamt. Dieser Saft sollte daher während der Behandlung nicht konsumiert werden.

Während der Theapie mit Cyclosporinen sollten außerdem vor allem die Nierenfunktion und der Blutdruck regelmäßig überprüft werden, da hier Nebenwirkungen auftreten können. Außerdem sollte beachtet werden, dass das Immunsystem durch die Einnahme von Cyclosporinen in seiner Funktion beeinträchtigt wird. Aus diesem Grund kann es zu vermehrten Infekten kommen.

Fumarate (Fumarsäureester)

Obwohl der genaue Wirkmechanismus von Fumarsäureestern bei der Behandlung der Schuppenflechte noch nicht vollständig verstanden ist, wird dieses Medikament seit den 1990er in Deutschland bei schweren Formen der Psoriasis eingesetzt. Vermutlich handelt es sich bei dem Hauptwirkstoff um Dimethylfumarat. Das einzige zugelassene Medikament ist Fumaderm®.

Die Therapie erfolgt nach einem etablierten Dosierungsschema. Zu Beginn wird das Medikament in einer Dosierung von 30 mg verabreicht. In den darauffolgenden Wochen wird die Dosis langsam gesteigert. Bessern sich die Symptome, so kann die Dosis wieder verringert werden. Eine Verbesserung der Hautsymptome tritt durchschnittlich nach etwa drei Monaten auf.

Die häufigsten Nebenwirkungen sind Störungen des Magen-Darm-Trakts wie z.B. Übelkeit und Durchfall. Diese treten bei etwa 60% der Betroffenen auf. Wird das Medikament hingegen gut vertragen, so ist eine hohe Wirksamkeit zu erwarten.

Methotrexat

Wie auch bei vielen rheumatischen Erkrankungen zeigt Methotrexat in niedriger Dosierung bei der Mehrheit der Patienten mit Schuppenflechte eine gute entzündungshemmende Wirkung. Regelmäßige Kontrollen während der Behandlung sind bei diesem Medikament sehr wichtig, da die Nebenwirkungen zu Funktionsstörungen der Leber und Niere führen können. Auch sollte bei einem Kinderwunsch und während einer Schwangerschaft aufgrund der keimschädigenden Wirkung auf Methotrexat verzichtet werden.

Biologika

Bei den sogenannten Biologika wie z.B. Adalimumab, Infliximab oder Etanercept handelt es sich um gentechnisch hergestellte Wirkstoffe, die in die Regulation des Immunsystems eingreifen und es so unterdrücken. Aufgrund der gezielten Hemmung bestimmter Immunzellen oder bestimmter Botenstoffe wird nicht das gesamte Immunsystem gehemmt. Die Rate an Nebenwirkungen ist bei der Verwendung von Biologika deshalb eher gering.

Probleme bei der Einnahme von Biologika bereiten vielmehr allergische Reaktionen oder Nebenwirkungen, die auf die starke Unterdrückung des Immunsystems zurückzuführen sind, d.h. vor allem eine erhöhte Rate an Infektionen.

4. Alternative Heilmethoden

Alternative Heilmethoden wie z.B. Behandlungen mit Heilpflanzen können in vielen Fällen eine sinnvolle Ergänzung zu einer schulmedizinischen Behandlung sein. So sind beispielsweise Präparate, die Kamille, Ringelblume oder Hamamelis enthalten, bekannt für eine entzündungshemmende Wirkung. Alternativtherapien sollten allerdings immer kritisch betrachtet werden, da die Wirksamkeit und Verträglichkeit vieler Methoden wissenschaftlich bisher nicht belegt oder untersucht wurde.

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Wichtige Fragen zur Behandlung der Psoriasis

Vorsorgemaßnahmen

Rauchen und Alkohol: keine gute Idee

Studien haben gezeigt, dass das Risiko, an einer Schuppenflechte zu erkranken, bei Rauchern um das Zweifache gegenüber Nichtrauchern erhöht ist. Auch übermäßiger Konsum von Alkohol kann bei vielen Betroffenen zu einer Verschlimmerung der Symptome führen.

Besonders kritisch wird es, wenn durch den Alkoholkonsum die Leber beschädigt wird, da über dieses Organ auch Medikamente zur Behandlung der Schuppenflechte abgebaut werden. Funktioniert die Leber also nicht richtig, können diese Medikamente nicht mehr zum Einsatz kommen. Ein Verzicht von Genussmitteln verringert somit das Risiko für den Ausbruch der Erkrankung und für das Auftreten von Schüben.

Risikofaktor Übergewicht

Momentan gibt es noch keine handfesten wissenschaftlichen Belege für den Einfluss einer bestimmten Diät auf den Verlauf einer Schuppenflechte. Aus diesem Grund können Experten keine spezielle Ernährung empfehlen.

Mehrere internationale Studien konnten jedoch zeigen, dass sich Krankheitssymptome bei einer Schuppenflechte durch Übergewicht verschlimmern. Übergewicht wurde außerdem mit einem schlechteren Behandlungserfolg einer Psoriasis in Zusammenhang gebracht. Erklärt werden diese Studienergebnisse damit, dass das Fettgewebe selbst eine entzündliche Aktivität besitzt.

Entzündete Mandeln: im Zweifelsfall raus damit

Infektionen der Mandeln mit Streptokokken konnten mit dem Ausbruch und der Verschlimmerung einer Schuppenflechte in Zusammenhang gebracht werden. Studien konnten zeigen, dass das Entfernen der Mandeln bei Erwachsenen den Verlauf einer Psoriasis verbessern kann. In Einzelfällen sollte deshalb bei Betroffenen mit wiederkehrenden Mandelentzündungen eine Entfernung der Mandeln in Erwägung gezogen werden.

Nicht zu unterschätzen: Stress

Etwa 37 - 71% der Betroffenen mit einer Schuppenflechte berichten über psychischen Stress als Ursache für den Ausbruch oder die Verschlimmerung ihrer Erkrankung. Tatsächlich konnten einige Studien nachweisen, dass intensive seelische Belastungen bei Kindern und Erwachsenen zu einer Verschlimmerung der Symptome im Folgemonat führen.

Wie dies genau geschieht, ist noch nicht verstanden. Es scheint allerdings Menschen zu geben, die empfindlicher auf Stress reagieren als ihre Mitmenschen. Bei diesen Personen wird vermutet, dass es zu einem Ungleichgewicht zwischen entzündungsfördernden und entzündungshemmenden Mechanismen in ihrem Körper kommt. Bestimmte entzündungsfördernde Botenstoffe gewinnen unter dem Einfluss von Stress die Oberhand und führen zu einer Verschlimmerung der Erkrankung.

Erschwerend kommt oft hinzu, dass die Erkrankung selbst als stark belastend empfunden wird. Viele Menschen fühlen sich durch die Hautveränderungen entstellt und leiden unter der empfundenen Stigmatisierung. Als Folge kann es zu sozialer Isolation und Depressionen kommen, und die Krankheitssymtome werden weiterhin verschlimmert. Dies kann in einem Teufelskreis enden, aus dem viele Betroffene aber mit professioneller Hilfe entkommen können.

Als sehr effektiv haben sich verschiedene Entspannungsmethoden oder auch der Erfahrungsaustausch mit anderen Betroffenen, z.B. in Form von Selbsthilfegruppen, erwiesen. Weiterhin können auch Massagen oder Akupunktur zu einem Stressabbau beitragen.

Wenn es nicht bei der Psoriasis allein bleibt

Die Schuppenflechte selbst kann auch ein Risikofaktor für weitere Erkrankungen sein. So haben Studien zeigen können, dass es einen Zusammenhang zwischen einer bestehenden Schuppenflechte und der Entstehung eines sogenannten metabolischen Syndroms gibt (z.B. Diabetes mellitus oder Bluthochdruck). Außerdem ist bei einer Schuppenflechte das Risiko für weitere Begleiterkrankungen wie z.B. Morbus Crohn oder rheumatische Erkrankungen erhöht.

Menschen mit einer Psoriasis sollten dies stets im Hinterkopf behalten und entsprechend regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen wahrnehmen, um eine mögliche Begleiterkrankung rechtzeitig zu erkennen und zu behandeln.

Mehr zu den Risikofaktoren finden Sie hier:
Was eine Schuppenflechte auslösen kann

 

Autorin: Dr. Julia Spengler

Quellen

Global report on psoriasis, World Health Organization, 2016, ISBN 978 92 4 156518 9.

Lela A. Lee and Victoria P. Werth. The Skin and Rheumatic diseases. In: Firestein GS, Budd RC, Herris ED Jr, et al. eds. Kelley's Textbook of Rheumatology. 9th ed. Philadelphia, PA: Elsevier Saunders; 2012: chap 43.

Lonnberg et al., Heritability of psoriasis in a large twin sample. Br J Dermatol. 2013 Aug;169(2):412-6. doi: 10.1111/bjd.12375.

Quality Care: Gut leben mit Psoriasis, Informationsbroschüre der LEO Pharma GmbH, Januar 2017.

Schwartz J, Evers AWM, Bundy C and Kimball AB (2016) Getting under the Skin: Report from the International Psoriasis Council Workshop on the Role of Stress in Psoriasis. Front. Psychol. 7:87. doi: 10.3389/fpsyg.2016.00087.

Kommentar: Die wichtigsten Fragen und Antworten zur Schuppenflechte (Psoriasis)

Frau - Schuppenflechte

Auf diesem Portal von Navigator-Medizin beantworten wir Fragen zur Gesundheit rund ums Thema „Schuppenflechte (Psoriasis)“ – von den Ursachen und Auslösern über typische Verläufe und Beschwerden bis zu den medizinischen Untersuchungs- und Behandlungsmaßnahmen.

Typische Hauterscheinungen

In ihrer häufigsten Form tritt die Schuppenflechte (medizinisch: Psoriasis) als chronisch-entzündliche Hauterkrankung auf (Psoriasis vulgaris). Typisches Kennzeichen sind scharf begrenzte, gerötete und leicht erhabene Haustellen mit starker, silbrig-weißlicher Schuppung. Diese Plaques können punktförmig bis handtellergroß sein und überall am Körper auftreten. Bevorzugt tun sie es an der behaarten Kopfhaut und an den Streckseiten von Knien und Ellbogen. Auch die Nägel können als Hautanhangsgebilde betroffen sein.

Zu erkennen ist die Psoriasis mit ihren typischen Hauterscheinungen relativ leicht. Für den erfahrenen Hautarzt genügt im Normalfall die Blickdiagnose.

Autoimmunerkrankung mit erblicher Veranlagung und Triggerfaktoren

Die genauen Ursachen der Schuppenflechte sind unklar. Nach heutigem Verständnis handelt es sich um eine Autoimmunerkrankung mit erblicher Veranlagung. Vermutlich spielen also bestimmte Gene eine gewisse Rolle dabei, dass sich bei den Betroffenen deren Immunsystem gegen die eigenen Hautzellen richtet. Die Folge sind entzündliche Prozesse und eine vielfach beschleunigte Erneuerung der Hautoberfläche.

Dass es auf Basis der Erbanlagen tatsächlich zu den Krankheitserscheinungen kommt, ist verschiedenen Auslösern zuzuschreiben. Dazu gehören neben mechanischen, chemischen oder anderweitigen Belastungen der Haut verschiedene Triggerfaktoren wie körperlicher und seelischer Stress, Infektionen, Operationen oder bestimmte Medikamente.

Nicht ansteckend, selten gefährlich, aber häufig belastend

Ansteckend ist die Schuppenflechte nicht und gefährlich normalerweise auch nicht. Außer wenn die lädierte Hautfläche und der damit verbundene Entzündungsprozess sehr groß ist. Oder wenn innere Körperstrukturen wie Gelenke (Psoriasis-Arthritis) oder Organsysteme betroffen sind, z.B. Herz, Leber oder der Stoffwechsel. Die Schuppenflechte ist nämlich eine systemische Erkrankung, die sich an verschiedenen Stellen im Körper auswirken kann. Und sie erhöht das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie den Herzinfarkt.

Auch wenn das körperliche Gefährdungspotenzial der Schuppenflechte vergleichsweise niedrig ist: ihr seelisches Belastungspotenzial durch die entstellende Schuppung ist umso größer. Menschen mit sichtbarer Schuppenflechte droht eine gefühlte oder sogar tatsächliche Stigmatisierung. Die damit verbundenen Einschränkungen sozialer Kontakte und der Lebensqualität machen zum großen Teil das Leidenspotenzial dieser Erkrankung aus. Psychosomatische Beschwerden können die Folge sein.

Breites Behandlungsspektrum ohne Heilung

Wie wird man diese Krankheit also wieder los? Heilbar ist sie nicht, jedenfalls nicht auf medizinischem Weg. Etwa ein Viertel der Betroffenen hat aber Glück. Bei ihnen verschwindet die Schuppenflechte nach einmaligem Auftreten wieder und kehrt nicht zurück. Bei den meisten Patienten stellt sich dagegen ein chronischer und/oder schubweiser Prozess ein, bei dem sich Phasen des Abklingens der Hautläsionen mit solchen des Aufblühens abwechseln. Das Behandlungsspektrum ist sehr breit und vielfältig. Ob das wirklich den Patienten oder eher den Ärzten und der Medizinindustrie nutzt, lassen wir mal dahingestellt. Der Markt ist jedenfalls mit geschätzten 2 Millionen Psoriatikern in Deutschland und 125 Millionen weltweit ausreichend groß, um das gesteigerte Interesse der Pharmaindustrie zu erregen. Sie forscht laufend nach neuen pharmazeutischen Lösungen, teilweise auch nach alten im neuen Gewand. Ein Klassiker der äußerlichen Behandlung ist die Kombination von Kortison mit Vitamin D3 bzw. den jeweiligen Abkömmlingen dieser Substanzen. Auch die Bestrahlung mit UV-Licht (UVA oder UVB) fördert die Besserung. Das macht sich auch am positiven Einfluss des Sonnenlichts bemerkbar, das für die üblicherweise verbesserte Hautsituation zur Sommerzeit mitverantwortlich ist.

Gesundheitsaktiv und selbstbestimmt die Schuppenflechte aufhalten

Ein Durchbruch in der medikamentösen Therapie der Schuppenflechte scheint mit der Entwicklung ganz neuer Wirkstoffe gelungen zu sein, den sogenannten Biologika. Sie greifen direkt in das Immunsystem ein und können in relativ kurzer Zeit für ein vollständiges Abklingen der Beschwerden sorgen. Sie sind natürlich nicht nur wirkungs-, sondern auch nebenwirkungsmächtig. Und sehr, sehr teuer. Sie bleiben schweren Erkrankungsfällen vorbehalten und müssen ihre Sicherheit und Wirksamkeit noch in Langzeitbeobachtungen bestätigen.

Ob ein Behandlungsangebot zu Ihnen passt oder eher nicht, sollten Sie, nach Rücksprache mit dem Arzt Ihres Vertrauens, selbst entscheiden. Bei einem geschätzten Viertel aller Patienten sind die ärztlichen Bemühungen so weit fehlgeschlagen, dass die Behandelten sich von weiteren Versorgungsangeboten fernhalten. Je früher und konsequenter Sie aber mit der gebotenen therapeutischen Hilfe einer weiteren Ausbreitung der Schuppenflechte entgegenwirken, desto besser. Ist die Haut erst einmal geschädigt, wird die Wiederherstellung ihrer Unversehrtheit deutlich schwieriger.

Schöpfen Sie auch Ihre eigenen Möglichkeiten aus, um Ihre gesunde Haut zu schützen und die Schuppenflechte abzuwehren oder zumindest im Zaum zu halten. Dazu zählen neben spezifischer Hautpflege auch allgemeine Maßnahmen zur Gesundheitsförderung wie etwa ausgewogene Ernährung, Bewegung, ausreichend Schlaf, Meidung von Alkohol, Nikotin und anderen Drogen sowie Stressabbau und Achtsamkeitsübungen.

Autor: Dr. Hubertus Glaser

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Beim Typ I der Psoriasis vulgaris, der häufigsten und familiär gehäuft vorkommenden Variante der Schuppenflechte, liegen die nachweisbaren "Psoriasis-Gene" (typische mit der Schuppenflechte assoziierte Gen-Eigenschaften) allesamt auf Chromosom 6....
Können psychische Belastungen oder Stress eine Schuppenflechte auslösen?
Es gibt eine ganze Reihe an Hinweisen darauf, dass das erste Auftreten einer Schuppenflechte (Psoriasis) durch psychische oder körperliche Belastungen ausgelöst werden kann. Dies kann ein grippaler Infekt, ein operativer Eingriff oder auch eine...
Welche "Triggerfaktoren" lösen häufig das erste Auftreten der Schuppenflechte aus?
Das erstmalige Auftreten der Schuppenflechte wird oft durch Triggerfaktoren ausgelöst. Das können Medikamente (Lithium gegen Depressionen, Betablocker, Malaria-Schutz-Präparate, u.v.a.) oder auch bakterielle Infekte mit Streptokokken sein.  ...
Stimmt es, dass ein Psoriasis-Schub auch durch Medikamente ausgelöst werden kann?
Ja. Für mehrere Medikamente ist bekannt, dass sie eine Schuppenflechte auslösen oder verschlimmern können.   Zu nennen sind hier u.a.: Herz-Kreislauf: Betablocker, ACE-Hemmer Schmerz- und Rheumamittel: alle Wirkstoffe aus der Gruppe der NSAR...
Welche Kosmetika und Pflegemittel können einen Psoriasis-Schub auslösen?
Für eine ganze Reihe an kosmetischen Produkten ist bekannt, dass sie einen Schuppenflechte-Schub auslösen oder die Beschwerden verschlimmern können.   Zu nennen sind hier u.a.: alkoholhaltige Kosmetika, die die Haut austrocknen Rasierschaum...
Können Betablocker eine Schuppenflechte auslösen?
Neben anderen blutdrucksenkenden Medikamenten gelten auch Betablocker als Triggerfaktoren, also als mögliche Auslöser von Schuppenflechte (Psoriasis). Deshalb findet sich ein entsprechender Hinweis in der Packungsbeilage.     Grundlage...
Was versteht man unter dem Köbner-Phänomen?
Das Köbner-Phänomen ist typisch für die Schuppenflechte, aber auch für eine Reihe anderer chronischer Hautkrankheiten. Gemeint ist damit das Auftreten neuer "Herde" an bisher unbefallenen Hautstellen, nachdem diese gereizt wurden.   Der...
Stimmt es, dass ein grippaler Infekt eine Psoriasis auslösen kann?
Es gibt eine ganze Reihe an Berichten Betroffener, bei denen es zum ersten Auftreten der Schuppenflechte unmittelbar nach einem grippalen Infekt kam. Auch über andere körperliche oder auch psychische Belastungssituationen im Zusammenhang mit dem...
Kann eine Schwangerschaft eine Psoriasis auslösen?
Offenbar ja. Es gibt eine ganze Reihe an Frauen, bei denen die Psoriasis erstmals während der Schwangerschaft auftrat. Allerdings muss man die Schwangerschaft hier wohl eher als "Auslöser" oder "Triggerfaktor" ansehen und nicht als Ursache.  ...
Stimmt es, dass die Schuppenflechte besonders häufig in der Pubertät erstmals auftritt?
Die klassische Psoriasis (Schuppenflechte) beginnt am häufigsten im jungen Erwachsenenalter – also weit nach der Pubertät. Allerdings: Wenn die Schuppenflechte schon früher auftritt, dann tatsächlich besonders häufig in der Pubertät.  ...
Wie sehen die Hautveränderungen bei Schuppenflechte typischerweise aus?
Das Erscheinungsbild kann zwar individuell stark variieren, aber folgende Charakteristika der Hautveränderungen sind typisch für eine Schuppenflechte:   rötliche, runde Herde, mit silbrig-schuppender Oberfläche die Herde sind recht scharf...
An welchen Körperstellen tritt Schuppenflechte am häufigsten auf?
Die schuppenden Hautstellen bei der Schuppenflechte treten am häufigsten an den Knien, den Ellenbogen und am Kopf auf. An den Extremitäten sind generell die Streckseiten (Vorderseite Beine, Hinterseite Arme) häufiger betroffen.   Häufig...
Jucken die Hautstellen bei der Schuppenflechte?
Ja, sehr häufig. Der Juckreiz kann von Person zu Person sehr unterschiedlich ausfallen. Auch ist er nicht immer gleichbleibend vorhanden, sondern hängt auch von der Krankheitsaktivität ab.   Unterm Strich aber jucken die Hautstellen bei der...
Mit welchen Hauterkrankungen kann man die Schuppenflechte verwechseln?
Normalerweise ist eine Verwechslung für einen erfahrenen Arzt so gut wie ausgeschlossen. Das äußere Erscheinungsbild der Schuppenflechte ist meist wegweisend und bedarf nur in Ausnahmefällen der diagnostischen Absicherung durch spezielle...
Warum entstehen bei der Schuppenflechte Schuppen?
Die Schuppen bei der Psoriasis sind das Resultat eines stark beschleunigten Hautwachstums. Und eines entsprechend stark beschleunigten Absterbens von Hautzellen. Denn bei den Schuppen handelt es sich um nichts anderes als um abgestorbene Hautzellen....
Warum treten die Schuppenflechte-Herde an bestimmten Körperteilen häufiger auf?
Die Schuppenflechte tritt bevorzugt an Hautpartien auf, die stärker beansprucht oder gedehnt werden. Dazu passt das Auftreten vor allem an den Streckseiten der Extremitäten (Ellenbogen, Kniescheiben), aber auch z.B. der Waden.   Aber auch...
Warum ist die Schuppenflechte im Winter oft schlimmer als im Sommer?
Nicht bei allen, aber bei vielen Menschen mit Schuppenflechte kommt es vor allem in den Herbst- und Wintermonaten zu stärkeren Schüben. Erklärt wird dies zum einen durch die im Winter ohnehin angegriffene Haut (draußen nasskaltes Klima, drinnen...
Wo am Körper tritt die Psoriasis vulgaris (Typ I) meist auf?
Typische Manifestationsstellen der Psoriasis vulgaris sind die Kopfhaut (wird von Ärzten auch Psoriasis capilitii genannt), die Finger- und Zehenzwischenräume und die sogenannten Beugeflächen (Arm-Innenseite, hinteres Bein, Bauchseite).  ...
Warum ist die Haut unter den schuppenden Hautstellen so stark gerötet?
Direkt unter den Schuppenflechte-Herden finden umfangreiche Haut-Erneuerungs-Arbeiten statt. Diese fälschlicherweise überaktiven Umbauvorgänge sind letztlich Auslöser für die schuppenden Hautstellen.   Weil mit diesen Umbauvorgängen auch...
Warum spricht man bei den Schuppenflechte-Hautstellen manchmal auch vom "Kerzenwachs-Phänomen"?
Weil die von der Schuppenflechte befallenen, schuppenden Hautpartien in ihrer talgartigen Konsistenz oft an Kerzenwachs erinnern. Das Kerzenwachs-Phänomen ist für Dermatologen eines der vielen diagnostischen Zeichen, die für das Vorliegen einer...
Kann es bei Schuppenflechte auch zum Haarausfall kommen?
Ja, allerdings nur, wenn die Kopfhaut über längere Zeit sehr stark betroffen ist. Dann kann es zur sogenannten Alopecia psoriatica kommen.   Hinter dem kryptischen Namen verbirgt sich ein inselförmiger Haarausfall. Er entsteht, wenn die...
Was ist eine Alopecia psoriatica?
Unter Alopecia psoriatica versteht man einen durch die Schuppenflechte verursachten inselförmigen Haarausfall.   Dazu kann es kommen, wenn die Kopfhaut sehr stark von Psoriasis-Herden betroffen ist und die sogenannten Haarfollikel...
Was versteht man unter Psoriasis arthropathica?
Eine Psoriasis arthropathica bezeichnet den Mitbefall der Gelenke bei einer Schuppenflechte. Es kommt zu unterschiedlich stark ausgeprägten Entzündungen in Gelenken sowie benachbarten Bändern und Weichteilen.   Symptomatisch äußert sich...
Wie häufig kommt es bei Schuppenflechte zu einem Gelenkbefall?
Bei etwa 5-10% aller Menschen mit Schuppenflechte (Psoriasis) kommt es im Laufe ihrer Erkrankung zu einem Befall der Gelenke (Psoriasis-Arthritis). Ob es dazu kommt oder nicht, scheint dabei nicht von der Schwere der Hauterscheinungen abzuhängen....
Wie wird die Diagnose Schuppenflechte gesichert?
Die übliche Schuppenflechte (Psoriasis vulgaris) ist eine typische Blickdiagnose, die der geübte Arzt in der Regel allein durch Anschauen der charakteristischen Hautveränderungen und Befragen des Patienten mit hinreichender Sicherheit stellen...
Wegen Schuppenflechte zum Arzt: Mit welchen Fragen muss man rechnen?
Für den Arzt – und damit auch für Sie – sind zur individuellen Beurteilung einer Schuppenflechte abgesehen vom äußeren Erscheinungsbild auch diverse Detailfragen von Interesse.   Vor allem folgende Informationen sind von Bedeutung: Wann...
Wie wird der Schweregrad einer Schuppenflechte beurteilt?
Im Gegensatz zu anderen Krankheiten gibt es keine allgemeingültige Definition des Schweregrades einer Psoriasis. Es gibt nur sogenannte Scores, mit denen die objektivierbaren körperlichen Beschwerden quantifiziert und die Beeinträchtigung der...
Wozu dient der PASI-Score?
Der PASI-Score dient zur Einteilung der Schuppenflechte in bestimmte Schweregrade. PASI steht dabei für "Psoriasis Area and Severety Index" (Area: Wo befinden sich die Psoriasis-Herde?; Severety: Wie ausgeprägt sind die Läsionen?).   Der...
Ab wie viel Punkten im PASI-Score handelt es sich nicht mehr um eine leichte Psoriasis?
Der PASI-Score dient zur Einteilung der Schuppenflechte in bestimmte Schweregrade. Bewertet werden vor allem die Ausbreitung und die Beschaffenheit der Hautstellen.   Bei einem PASI-Score von mehr als 10 Punkten handelt es sich per...
Was für Blutwerte sind charakteristisch für die Psoriasis vom Typ Zumbusch?
Bei der Schuppenflechte vom Typ Zumbusch kommt es kurz nach einem initialen charakteristischen Fieberschub und parallel zur Bildung der Pusteln zu einer Erhöhung der weißen Blutkörperchen (Leukozyten) und zu einem Absinken des Kalziumgehaltes im...
Wie wird die Schuppenflechte behandelt?
Zur Behandlung der Schuppenflechte steht ein Sammelsurium unterschiedlichster Therapieoptionen zur Verfügung, die alle ein gemeinsamer Nachteil eint: Heilbar ist die Psoriasis mit ihnen nicht. Zurückdrängen lassen sich die unschönen...
Was bedeutet "topische Therapie"?
Manche Ärzte tun sich etwas schwer damit, ihren mühsam antrainierten Mediziner-Jargon abzulegen, wenn sie es mit Normalsterblichen zu tun haben. "Wir beginnen bei Ihnen mal mit einer topischen Therapie" ist einer der Klassiker. Topisch heißt hier...
Wann ist eine psychosoziale Therapie bei Schuppenflechte angebracht?
Zwar ist die Schuppenflechte nur in Ausnahmefällen eine bedrohliche Erkrankung. Dennoch können die Hautveränderungen für die Betroffenen aufgrund ihres stigmatisierenden Charakters mitunter zu einer gravierenden Belastung werden, nämlich im...
Wann muss man mit einer Schuppenflechte ins Krankenhaus?
In den meisten Fällen kann die Behandlung einer Schuppenflechte ambulant erfolgen. Bei etwa 1 von 50 Patienten ist allerdings zeitweise eine Versorgung im Krankenhaus erforderlich, wobei diese Rate dank verbesserter Therapiemöglichkeiten insgesamt...
Auf welche Weise wirkt Dithranol gegen Schuppenflechte?
Dithranol ist eines der ältesten Arzneimittel gegen Schuppenflechte. Erste Behandlungserfolge wurden bereits zu Beginn des letzten Jahrhunderts dokumentiert. Es handelt sich ursprünglich um einen Naturstoff, der aus dem Mark des brasilianischen...
Wie wendet man Micanol-Creme gegen Schuppenflechte richtig an?
Micanol®-Creme enthält den Wirkstoff Dithranol. Da dieser Wirkstoff zwar die Psoriasis-Herde gut eindämmen kann, zugleich aber zu Hautreizungen neigt und vor allem zu intensiven Braunverfärbungen, ist ein sorgsamer und disziplinierter Umgang mit...
Hilft Harnstoff gegen Schuppenflechte?
Häufig schon. Harnstoff-haltige Salben gehören zum Standard-Repertoire der Hautpflege bei Schuppenflechte. In erster Linie führt Harnstoff (medizinisch: Urea) zu einer Anfeuchtung der Haut. Und zwar, in dem er Wasser bindet. Das macht die...
Können Harnstoff-Salben Nebenwirkungen haben?
Normalerweise nicht. Wenn es sich um sehr hochkonzentrierte Harnstoff-Emulsionen, Harnstoff-Salben oder -Cremes handelt, kann es zu Irritationen der Haut kommen. Allerdings enthalten die üblichen Produkte aus den Apotheken allesamt nur 3 bis 10%...
Psoriasis: Was ist bei der Einnahme von Neotigason zu beachten?
Bei bestimmten Medikamenten ist es wichtig zu wissen, wie und wann man sie einzunehmen hat. Zwischen Arzneien und manchen Nahrungsmitteln können nämlich problematische Wechselwirkungen entstehen. Nicht selten spielen dabei auch Milchprodukte eine...
Warum dürfen Retinoide nicht während der Schwangerschaft eingenommen werden?
Retinoide sind synthetische Abkömmlinge des Vitamin A (Retinol), die in der Behandlung von Psoriasis (und auch Akne) als Salbe oder Tabletten zum Einsatz kommen. Einige ihrer Vertreter, zum Beispiel die Wirkstoffe Isotretinoin und Acitretin,...
Führt Neotigason bei Schuppenflechte zu Haarausfall?
Acitretin (Neotigason®), ein Wirkstoff aus der Gruppe der Retinoide, wird zur Behandlung der Schuppenflechte und anderer schwerer Verhornungsstörungen der Haut eingesetzt. Im Rahmen der Therapie gehört Haarausfall neben der Hauttrockenheit leider...
Kann ich mit Psoriasis trotz Neotigason in die Sonne?
Seit Jahrhunderten weiß man, dass das Sonnenlicht einen positiven Effekt auf bestimmte Hauterkrankungen hat. So auch bei der Schuppenflechte. Allerdings können Medikamente wie Acitretin (Neotigason®) die Lichtempfindlichkeit eines Menschen so...
Psoriasis: Darf ich unter Neotigason Blut spenden?
Das Retinoid Acitretin (Neotigason®) kann einem Embryo Schaden zufügen und darf weder während der Schwangerschaft noch an gebärfähige Frauen ohne Verhütung verabreicht werden. Um andere Frauen nicht zu gefährden, dürfen daher Menschen mit...
Psoriasis: Rezept für Neotigason nur 1 Woche gültig?
In Deutschland kann der niedergelassene Arzt unterschiedliche Rezepte ausstellen. Am häufigsten kommt das rote Kassenrezept vor, oft auch ein blaues Privatrezept. Wie lange eine Verschreibung gültig ist, hängt dabei vom verordneten Medikament ab....
Psoriasis: Was muss ich beim Zorac-Gel beachten?
Es ist bekannt, dass systemische (innerliche) Retinoide einem Embryo Schaden zufügen können. Aus diesem Grund dürfen diese Medikamente weder während der Schwangerschaft noch an gebärfähige Frauen ohne Verhütung verabreicht werden. Für die...
Psoriasis: Warum brennt die Haut unter Zorac-Gel?
Zorac®-Gel enthält den Wirkstoff Tazaroten aus der Gruppe der Retinoide. Der Vitamin A-Abkömmling wird zur äußerlichen Behandlung der Schuppenflechte vom Plaque-Typ eingesetzt. Nicht selten kommt es unter der Lokaltherapie zu starken...
Wie wirkt Fumaderm bei Psoriasis?
Fumarsäureester werden in der Dermatologie als innerlich anzuwendendes Medikament (Fumaderm®) bei mittelschwerer bis schwerer Psoriasis vulgaris eingesetzt. Ihre Wirkung entfalten sie über eine Beeinflussung des Immunsystems mit...
Wie muss ich Fumaderm bei Psoriasis einnehmen?
Die zur innerlichen Behandlung der Psoriasis eingesetzten Fumarsäureester sind in zwei Dosierungen erhältlich. Das niedriger dosierte Fumaderm® initial dient als Einleitung zur höher dosierten Haupttherapie mit Fumaderm®. Beide Medikamente...
Psoriasis: Was tun bei Nebenwirkungen unter Fumaderm?
Bei der Behandlung mit Fumaderm® kommt es häufig zu lästigen, aber in der Regel harmlosen Nebenwirkungen. Diese sind meist vorübergehend und äußern sich vorwiegend durch Magen-Darm-Beschwerden, Gesichtsrötungen mit Hitzewallungen oder...
Psoriasis: Wie unterscheiden sich Elidel und Protopic?
Die äußerlich anzuwendenden Präparate Elidel® (Pimecrolimus) und Protopic® (Tacrolimus) gehören beide zu den lokalen Immunsuppressiva. Ihre Wirkung beruht auf einer Unterdrückung der Entzündungsreaktion in der Haut. Beide Arzneimittel...
Sind Elidel und Protopic bei Psoriasis besser als Kortison?
Elidel® (Pimecrolimus) und Protopic® (Tacrolimus) gehören zu den äußerlich anzuwendenden (topischen) Calcineurin-Inhibitoren. Sie wirken antientzündlich und unterdrücken das Immunsystem. Trotz einer ähnlichen Wirkung unterscheiden sie sich...
Psoriasis: Kann ich Elidel oder Protopic im Sommer benutzen?
Die Calcineurin-Inhibitoren Elidel® (Pimecrolimus) und Protopic® (Tacrolimus) werden u.a. bei Neurodermitis und bei Schuppenflechte äußerlich eingesetzt. Als sogenannte Immunmodulatoren beeinflussen sie lokal das Immunsystem und wirken...
Wie wirkt Immunosporin bei Schuppenflechte?
Cyclosporin A (Immunosporin®) gehört zur Gruppe der Immunsuppressiva. Es wird vor allem in der Transplantationsmedizin verwendet, um Abstoßungsreaktionen zu vermeiden. Seit über 20 Jahren hat es seinen festen Platz auch in der Behandlung von...
Wie lange nehme ich Immunosporin bei Psoriasis?
Cyclosporin A (Immunosporin®) gehört als sogenannter systemischer (innerlicher) Calcineurin-Inhibitor zu den immunsupprimierenden Medikamenten. Der Wirkstoff unterdrückt über verschiedene Signalwege das überschießende Immunsystem und wirkt...
Psoriasis: Welche Nebenwirkungen hat Immunosporin?
Immunosporin® (Cyclosporin A) ist ein systemisches (innerliches) Immunsuppressivum, das u.a. zur Behandlung der mittelschweren bis schweren Psoriasis vulgaris eingesetzt wird. Neben einer antientzündlichen, das Immunsystem unterdrückenden Wirkung...
Führt Immunosporin bei Psoriasis zu Hautkrebs?
Immunosporin® unterdrückt als Immunsuppressivum das Immunsystem. Dadurch besteht während der Einnahme eine erhöhte Anfälligkeit für bestimmte Erkrankungen, u.a. auch für Hautkrebs. Um das Entstehungsrisiko bösartiger Hautveränderungen zu...
Wie wirkt Methotrexat bei Psoriasis?
Methotrexat (MTX) ist ein Arzneistoff, der sowohl als Chemotherapeutikum in der Krebstherapie als auch in niedriger Dosierung zur Behandlung von Autoimmunerkrankungen wie der Psoriasis eingesetzt wird. Bei Letzteren macht man sich seine...
Wie wende ich Methotrexat bei Psoriasis an?
Methotrexat (MTX) wird nicht nur in der Krebstherapie eingesetzt, sondern auch in der Behandlung von Autoimmunerkrankungen. Bei der Behandlung der Schuppenflechte wird MTX allerdings deutlich niedriger dosiert, als es in der Tumortherapie üblich...
Psoriasis: Kann MTX meine Leber und Nieren schädigen?
Das Chemotherapeutikum Methotrexat (MTX) wird nicht nur in der Krebstherapie, sondern auch in der Behandlung chronisch-entzündlicher Erkrankungen eingesetzt. Bei der Psoriasis unterdrückt MTX das überaktive Immunsystem und wirkt antientzündlich....
Darf ich trotz MTX mit der Psoriasis in die Sonne?
Methotrexat (MTX) wird zur Therapie der mittelschweren bis schweren Form der Psoriasis vulgaris eingesetzt, wenn konventionelle Therapien wie eine Lokal- oder Lichttherapie nicht ausreichend wirksam oder nicht geeignet sind. Auch...
Wie ist es mit Kinderwunsch unter MTX bei Psoriasis?
Methotrexat (MTX) wird nicht nur als Chemotherapeutikum in der Krebstherapie, sondern niedrig dosiert auch zur Behandlung von Autoimmunerkrankungen wie der Psoriasis eingesetzt. In diesem Zusammenhang sollten Männer und Frauen mit Kinderwunsch...
Wie wirken TNF-α-Antagonisten wie Humira bei Psoriasis?
TNF-α-Antagonisten sind Biopharmaka, die den Entzündungsbotenstoff Tumornekrosefaktor alpha (TNF-α) im Körper hemmen. Die biotechnologisch hergestellten Arzneimittel werden in der Behandlung von Autoimmunerkrankungen eingesetzt. Bei der...
Wie wende ich Humira (Adalimumab) bei Psoriasis an?
Der TNF-α-Antagonist Adalimumab gehört zu den Biologika. Diese gentechnisch hergestellten Wirkstoffe ähneln sehr unseren körpereigenen Eiweißen. Durch ihr gezieltes Eingreifen in die überschießenden Abläufe des Immunsystems hemmen sie auch...
Psoriasis: Welche Nebenwirkungen hat Humira?
Das Biologikum Adalimumab (Humira®) gehört zu den TNF-α-Blockern, einer Gruppe von "biologischen Medikamenten", die den Entzündungsbotenstoff TNF-α hemmen. Humira® greift somit gezielt in die überschießenden Abläufe des Immunsystems ein und...
Wann darf ich Humira bei Psoriasis nicht nehmen?
Nicht jeder Psoriatiker kann eine Therapie mit dem Biologikum Humira® (Adalimumab) in Anspruch nehmen. Insbesondere die immununterdrückende Wirkung des Arzneimittels, die entscheidend für den Behandlungserfolg bei den Autoimmunerkrankungen ist,...
Was steckt hinter der Wirkung von Enbrel bei Psoriasis?
Das Biologikum Enbrel® (Etanercept) wird zur Behandlung von Autoimmunerkrankungen eingesetzt und gehört zu den sogenannten TNF-α-Antagonisten. Das Medikament hemmt den Entzündungsbotenstoff TNF-α. Es hat bei der Schuppenflechte eine...
Enbrel bei Psoriasis: Was muss ich zuvor beachten?
Etanercept (Enbrel®) ist ein Biologikum und gehört zur Gruppe der TNF-α-Antagonisten. Durch seine immununterdrückende, entzündungshemmende Wirkung wird es erfolgreich in der Behandlung von Autoimmunerkrankungen eingesetzt. Auch Psoriatiker...
Wie häufig muss ich Enbrel bei Psoriasis spritzen?
Der TNF-α-Blocker Etanercept (Enbrel®) ist ein aus lebenden Zellkulturen gewonnenes, gentechnologisch hergestelltes Eiweiß. Das zur Behandlung der mittelschweren bis schweren Psoriasis eingesetzte Biologikum wirkt immunsupprimierend und...
Was bewirkt Remicade (Infliximab) bei der Psoriasis?
Infliximab ist ein Biologikum und gehört zur Gruppe der TNF-α-Antagonisten. Das biotechnologisch hergestellte Eiweiß ist ein Antikörper, der den Entzündungsbotenstoff Tumornekrosefaktor α (TNF-α) hemmt. Bei der Behandlung der Psoriasis wirkt...
Wie und wann wird Remicade bei Psoriasis gespritzt?
Infliximab (Remicade®) ist ein selektiv immununterdrückender, entzündungshemmender Wirkstoff aus der Gruppe der TNF-α-Antagonisten. Er hemmt den Entzündungsbotenstoff Tumornekrosefaktor α. Das zur Behandlung der Psoriasis und anderer...
Psoriasis: Ist die Therapie mit Remicade gefährlich?
Das Medikament Infliximab (Remicade®) wirkt entzündungshemmend auf die Psoriasis vulgaris. Bei dem Biologikum handelt es sich um einen "chimären" Antikörper, bestehend aus menschlichem und tierischem Eiweiß. Insbesondere diesem Umstand ist es...
Psoriasis: Schränkt mich Remicade im Alltag ein?
Der TNF-α-Blocker Infliximab (Remicade®) ist ein "biologisches Medikament", das zur Behandlung von Autoimmunerkrankungen eingesetzt wird. Es wirkt immununterdrückend und entzündungshemmend auf die Schuppenflechte. Sowohl das Nebenwirkungsprofil...
Wann darf ich Remicade bei Psoriasis nicht nehmen?
Der bei der Psoriasis entscheidende Behandlungserfolg von Infliximab (Remicade®) ist, wie bei anderen TNF-α-Blockern auch, vor allem auf die immununterdrückende Wirkung zurückzuführen. Leider ist das gleichzeitig auch der begrenzende Faktor bei...
Wie wirkt der IL-Blocker Stelara (Ustekinumab) bei Psoriasis?
Das Biologikum Ustekinumab (Stelara®) gehört zur Gruppe der Interleukin-Blocker und wird zur Behandlung der mittelschweren bis schweren Psoriasis vulgaris eingesetzt. Durch Hemmung der Entzündungsbotenstoffe Interleukin-12 und -23 wirkt das...
Wie und wann kann ich Stelara bei Psoriasis einnehmen?
Ustekinumab (Stelara®) hemmt als humaner monoklonaler Antikörper die Entzündungsbotenstoffe Interleukin-12 und Interleukin-23. Das Biologikum wirkt dadurch immununterdrückend und entzündungshemmend auf die Psoriasis. Den gentechnisch...
Psoriasis: Welche Nebenwirkungen hat Stelara?
Der in der Behandlung der Schuppenflechte eingesetzte Interleukin (IL)-Blocker Ustekinumab (Stelara®) wirkt entzündungshemmend und immununterdrückend. Wie bei den anderen Psoriasis-Biologika auch ist insbesondere die immunsupprimierende Wirkung...
Was spricht gegen Stelara (Ustekinumab) bei Psoriasis?
Viele Psoriatiker profitieren inzwischen von "biologischen Medikamenten" wie Stelara® (Ustekinumab). Die mit Hilfe der Biotechnologie und gentechnisch veränderter Organismen hergestellten Arzneimittel haben die Therapie der Autoimmunerkrankungen...
Schuppenflechte: Welchen Vorteil haben Salben und Gele aus Kortison und Vitamin D3?
Bei einer länger andauernden Behandlung mit Kortison-Salben besteht die Gefahr, dass die Haut an den entsprechenden Stellen immer dünner und poröser wird. Denn Kortison kann die Kollagenfasern in der Haut schädigen, die für die Stabilität und...
Wie gefährlich sind Kortison-Salben für die Haut?
Es gibt zu Kortison zwei Grundmeinungen, und beide sind falsch. Die eine lautet, dass Kortison hochgradig wirksam ist und man keine Angst vor Nebenwirkungen haben muss. Das stimmt nicht, denn völlig unbedenklich sind Kortison-Präparate nie.  ...
Stimmt es, dass die Haut bei längerer Anwendung von Kortison dünner wird?
Ja. Der Grund: Kortison kann bei längerer Anwendung auf der Haut die sogenannten Kollagenfasern zerstören. Die Kollagenfasern sind dafür zuständig, dass die Haut elastisch und stabil bleibt.   Werden sie unter dem Dauerkontakt mit Kortison...
Auf welche Weise wirkt Daivobet Gel gegen Schuppenflechte?
Daivobet® Gel ist ein Präparat speziell zur Behandlung von Schuppenflechte-Herden auf der Kopfhaut. Es enthält die Wirkstoffe Betamethason und Calcipotriol. Betamethason ist ein Kortison-Abkömmling. Calcipotriol ist ein Vitamin-D3-Analogon, das...
Auf welche Weise wirkt Xamiol Gel gegen Schuppenflechte?
Xamiol® Gel ist ein Präparat speziell zur Behandlung von Schuppenflechte-Herden auf der Kopfhaut. Es enthält die Wirkstoffe Betamethason und Calcipotriol. Betamethason ist ein Kortison-Abkömmling. Calcipotriol ist ein Vitamin-D3-Analogon, das...
Welchen Effekt hat Salicylsäure bei Schuppenflechte?
Salicylsäure ist ein Bestandteil vieler Salben, Cremes und Lotionen gegen Schuppenflechte. Die Hauptwirkung besteht in einer Ablösung von alten Schuppen. Salicylsäure wirkt also keratolytisch, wie es in der Fachsprache heißt. Das ist nicht nur...
Welche Nebenwirkungen können Salben mit Salicylsäure haben?
Salicylsäure spielt in der äußerlichen Behandlung von Schuppenflechte-Herden eine große Rolle. Die Salben, Cremes oder Lotionen mit Salicylsäure werden vor allem wegen ihrer schuppenlösenden Eigenschaften häufig verschrieben.   Ein...
Auf welche Weise wirken Teer-Präparate gegen Schuppenflechte?
Wenn von Teer bei Schuppenflechte die Rede ist, dann geht es vor allem um Steinkohlenteer. Schon seit mehr als 100 Jahren weiß man um dessen Wirkung bei der Psoriasis. Äußerlich aufgetragene Teer-Präparate verlangsamen das (bei Schuppenflechte...
Auf welche Weise wirkt Berniter Kopfhaut-Gel bei Schuppenflechte?
Berniter® Kopfhaut-Gel enthält den Wirkstoff Steinkohlenteer in einer Konzentration von 0,5%. Teer-Präparate verlangsamen das Zellwachstum in der Haut und wirken zudem entzündungshemmend. Da auch die Fettproduktion der Hautzellen...
Auf welche Weise wirkt Lorinden T Salbe bei Schuppenflechte?
Lorinden® T Salbe enthält den Wirkstoff Steinkohlenteer in einer Konzentration von 1,5%. Teer-Präparate verlangsamen das Zellwachstum in der Haut und wirken zudem entzündungshemmend. Da auch die Fettproduktion der Hautzellen eingeschränkt...
Wie wirkt Iso-Urea MD Baume Psoriasis gegen Schuppenflechte?
Die Salbe "Iso-Urea MD Baume Psoriasis" hat vor allem regenerative Eigenschaften. Die Inhaltsstoffe befeuchten die Haut und machen sie geschmeidiger. Zugleich werden die typischen Plaques der Schuppenflechte dünner und die Schuppen lösen sich...
Was bedeutet bei Schuppenflechte Tote-Meer-Therapie?
Hinter der Idee der "Tote-Meer-Therapie" steckt eine Kombination aus Salz und Sonne. Konkret das Baden in stark salzhaltigem Wasser und dann eine anschließende UV-Bestrahlung. Das kann man in Form einer gezielten Badetherapie oder Badekur machen...
Hilft das "Medizinische Badesalz aus dem Toten Meer" bei Psoriasis?
Das ist denkbar, aber nicht bewiesen. Das Baden in speziellen Meersalz-Lösungen gilt zwar für die meisten Experten als hilfreich bei Schuppenflechte. Ob das Salz aber unbedingt aus dem besonders salzhaltigen Toten Meer kommen muss, ist fraglich....
Wirkt Akupunktur gegen Schuppenflechte?
Es gibt eine ganze Reihe an Untersuchungen, die einen positiven Effekt der Akupunktur auf die Schuppenflechte-Beschwerden zeigen.   Allerdings war keine dieser Studien nach streng-wissenschaftlichen Kriterien beweisend, weil keine...
Wirkt Homöopathie bei Schuppenflechte?
Das kommt darauf an, wen Sie fragen. Nach schulmedizinischen und streng-wissenschaftlichen Kriterien lautet die Antwort: Nein! Keine Studien, die einen positiven Effekt der Homöopathie beweisen würden.   Fragen Sie hingegen Anwender von...
Ist Schuppenflechte heilbar?
Wenn wir "heilen" als nachweisbaren Erfolg der modernen Medizin verstehen: Nein! Wenn wir mit "heilen" die Möglichkeit meinen, dass die Erkrankung wieder komplett verschwindet: Ja!   Und nun noch einmal etwas verständlicher: Bei etwa einem...
Wie häufig kommt es vor, dass eine Schuppenflechte von allein wieder verschwindet?
Bei etwa 25% aller Menschen mit Schuppenflechte verläuft die Erkrankung lediglich als Episode und verschwindet nach einmaligem Auftreten von selbst wieder.   In anderen Fällen kann es nach dem typisch schubweisen Verlauf irgendwann zu...
Ist die Schuppenflechte gefährlich?
Im Normalfall nicht. Die Schuppenflechte (Psoriasis) hat weder etwas mit Krebs noch mit einer Allergie zu tun und ansteckend ist sie auch nicht. Auch auf die Lebensdauer hat die Hauterkrankung keinen Einfluss.   In Einzelfällen kann die...
Was hat die Schuppenflechte mit dem Herz zu tun?
Eine ganze Menge. Was auf den ersten Blick unsinnig erscheint, ist mittlerweile wissenschaftlich untermauert: Menschen mit Psoriasis haben ein erhöhtes Risiko, im Laufe ihres Lebens einen Herzinfarkt zu erleiden.   Am meisten ausgeprägt ist...

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