WHO-Stufentherapie bei Tumorschmerzen

Welche Medikamente fallen unter die Stufe I der WHO-Stufentherapie?

Achtung, öffnet in einem neuen Fenster. Drucken

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat ein Stufenschema zur Behandlung von Tumorschmerzen herausgegeben, das als Standard gilt. Demnach wird die Schmerzbehandlung nach Möglichkeit immer mit "leichteren" Schmerzmitteln begonnen, und erst wenn diese nicht mehr ausreichen, auf die nächst-höhere Stufe geschaltet.

Weiterlesen: Welche Medikamente fallen unter die Stufe I der WHO-Stufentherapie?

   

Welches sind die wichtigsten Schmerzmittel bei Krebserkrankungen, die keine Opioide (Morphin etc.) enthalten?

Achtung, öffnet in einem neuen Fenster. Drucken

ASS (Aspirin etc.), Diclofenac, Ibuprofen, Paracetamol und Metamizol. Schmerzmittel mit diesen Wirkstoffen werden in der Tumorschmerztherapie oft in der Stufe 1 nach dem WHO-Stufenschema eingesetzt.

Weiterlesen: Welches sind die wichtigsten Schmerzmittel bei Krebserkrankungen, die keine Opioide (Morphin etc.) enthalten?

   

Welche Medikamente fallen unter die Stufe II der WHO-Stufentherapie?

Achtung, öffnet in einem neuen Fenster. Drucken

Zur Stufe II der WHO-Stufentherapie von Tumorschmerzen zählen schwach wirksame Opioide. Die Bezeichnung "schwach wirksam" ist ein bisschen irreführend, da es sich bei diesen Medikamenten um sehr starke Schmerzmittel handelt. Das "schwach wirksam" gilt nur im Vergleich zu dem noch sehr viel stärker wirkenden Morphin, bei dem es sich ebenfalls um ein Opioid handelt.

Weiterlesen: Welche Medikamente fallen unter die Stufe II der WHO-Stufentherapie?

   

Welche Medikamente fallen unter die Stufe III der WHO-Stufentherapie?

Achtung, öffnet in einem neuen Fenster. Drucken

Schmerzmittel der WHO-Stufe III sind stark wirksame Opioide. Hierzu gehören Morphin, Fentanyl, Oxycodon, Hydromorphon und Buprenorphin.

Weiterlesen: Welche Medikamente fallen unter die Stufe III der WHO-Stufentherapie?

   

Warum wird in der Tumor-Schmerztherapie eine durchgehende Dauerbehandlung empfohlen?

Achtung, öffnet in einem neuen Fenster. Drucken

Im Gegensatz zur Migräne oder anderen Erkrankungen, bei denen Schmerzmedikamente nur eingenommen werden sollten, wenn tatsächlich Schmerzen auftreten, gilt in der Tumorschmerztherapie eher die Empfehlung, die Schmerzen dauerhaft zu behandeln, also gar nicht erst auftreten zu lassen.

Weiterlesen: Warum wird in der Tumor-Schmerztherapie eine durchgehende Dauerbehandlung empfohlen?

   

Können schwach wirksame Opioide mit stark wirksamen Opioiden kombiniert werden?

Achtung, öffnet in einem neuen Fenster. Drucken

Davon wird abgeraten, weil die Gefahr der Nebenwirkungen bei Kombination dieser beiden Gruppen zu groß wird.

Weiterlesen: Können schwach wirksame Opioide mit stark wirksamen Opioiden kombiniert werden?

   

Warum sollen schwach wirksame Opioide der Stufe II (nach WHO) nicht mit stark wirksamen Opioiden der Stufe III kombiniert werden?

Achtung, öffnet in einem neuen Fenster. Drucken

Weil beide Opioid-Arten über die gleichen Schmerzrezeptoren wirken. Und deren Zahl ist begrenzt. Gibt man schwache und starke Opioide in Kombination, konkurrieren diese um die freien Plätze an den Rezeptoren, ohne dass ein additiver Effekt entsteht, weil auch mit einer der beiden Schmerzmittel schon alle Rezeptoren "im Einsatz" sind.

Weiterlesen: Warum sollen schwach wirksame Opioide der Stufe II (nach WHO) nicht mit stark wirksamen Opioiden der Stufe III kombiniert werden?

   

Warum ist es bei Schmerzmedikamenten der WHO-Stufe II so wichtig, die Tageshöchstdosis nicht zu überschreiten?

Achtung, öffnet in einem neuen Fenster. Drucken

Die schwächeren Opioide wie Tramadol. Tilidin und Codein sind sehr stark wirksame Schmerzmittel, bei denen allerdings eine Dosiserhöhung über die angegebene Tageshöchtsmenge hinaus keinen zusätzlichen Effekt mehr bringt.

Weiterlesen: Warum ist es bei Schmerzmedikamenten der WHO-Stufe II so wichtig, die Tageshöchstdosis nicht zu überschreiten?

   

Haben Schmerzmittel der WHO-Stude III eine Tageshöchstdosis?

Achtung, öffnet in einem neuen Fenster. Drucken

Nein, eine Tageshöchstdosis gibt es nur für Buprenorphin. Morphin, Fentanyl, Oxycodon und Hydromorphon können abhängig von der Schmerzstärke so hoch dosiert werden wie notwendig.

Weiterlesen: Haben Schmerzmittel der WHO-Stude III eine Tageshöchstdosis?

   

Share on Facebook: Das gefällt mir

Diesen Artikel zum eigenen Facebook-Profil posten. Hier einfach klicken

Fremdwörterlexikon

prev
next

ASS

ASS ist die Abkürzung für Acetylsalicylsäure, einen der bekanntesten medikamentösen Wirkstoffe gegen Schmerzen (u.a. Aspirin ...

Schmerz

Weiterlesen

Endorphine

Endorphine sind körpereigene Botenstoffe, die oft auch als "Glückshormone" bezeichnet werden. Das hängt damit zusammen, dass Endorphine nicht nur positive Gefühle auslösen, sondern auch schmerzlindernd ...

Schmerz

Weiterlesen

peripher

Der Begriff "peripher" ist Medizinerjargon und bedeutet oberflächlich, äußerlich oder auch "ganz ...

Schmerz

Weiterlesen

Suppositorium, Suppositorien

Medikamente in Zäpfchenform (zum Einführen in den After) werden im Mediziner-Jargon auch Suppositorien ...

Schmerz

Weiterlesen

Analgetika

Analgetika ist der Fachbegriff für ...

Schmerz

Weiterlesen

Obstipation

Obstipation ist der medizinische Fachbegriff für ...

Schmerz

Weiterlesen

Retard-Schmerzmittel

Die Zusatzbezeichnung "Retard" bedeutet, dass diese Medikamente nach der Einnahme besonders lange ...

Schmerz

Weiterlesen

NSAID / NSAR

NSAID (oder auch NSAR) steht für "non-steroidal anti-inflammatory drugs". Auf deutsch: nicht mit Kortison verwandte antientzündliche ...

Schmerz

Weiterlesen

TENS

TENS ist die Abkürzung für "transkutane elektrische Nervenstimulation". Darunter versteht man eine spezielle Schmerzbehandlung, die auf dem Prinzip eines Gegenreizes ...

Schmerz

Weiterlesen

Visuelle Analogskala

Die Visuelle Analogskala (VAS) ist eine Skala zur Messung vor allem subjektiver Einstellungen. Sie wird häufig in der Schmerzforschung eingesetzt. Meistens handelt es sich um eine Linie, deren Endpunkte extreme Zustände darstellen, wie z. B. kein Schmerz – unerträglicher ...

Schmerz

Weiterlesen

Numerische Rating-Skalen (NRS)

Numerische Rating-Skalen (NRS) sind eindimensionale algesimetrische Skalen, mit deren Hilfe Patienten die Intensität und das Ausmaß des empfundenen Schmerzes anhand einer Zahlenfolge von null (keine Schmerzen) bis zehn (stärkster vorsellbarer Schmerz) graphisch darstellen ...

Schmerz

Weiterlesen

NSAR

Die nichtsteroidalen Antirheumatika (NSAR), auch nichtsteroidale Antiphlogistika(NSAP) bzw. NSAID (non steroidal anti inflammatory drugs) genannt, sind Nichtopioid-Analgetika, die ihrer entzündungshemmenden (antiphlogistischen) Wirkung wegen symptombezogen auch zur Rheumatherapie eingesetzt ...

Schmerz

Weiterlesen

Antipyretikum

Ein Antipyretikum ist ein fiebersenkendes oder vor Fieber schützendes Mittel. Ein solcher Wirkstoff wird als antipyretisch bezeichnet. Meist wird es als Komponente von Analgetika verabreicht. Es hemmt die Prostaglandin-E2-Synthese im ...

Schmerz

Weiterlesen

Antiphlogistikum, Antiphlogistika

Ein Antiphlogistikum (synonym: Antiinflammatorikum, Entzündungshemmer) ist ein gegen eine Entzündung gerichtetes Arzneimittel. Wirkstoffe entsprechender Eigenschaft werden auch als antiphlogistisch, antiinflammatorisch bzw. entzündungshemmend bezeichnet. Antiphlogistika (Plural) greifen auf biochemischem Weg in den Entzündungsprozess ein. Da es im menschlichen Organismus Entzündungen vielfältiger Art ...

Schmerz

Weiterlesen

Neuralgie

Neuralgie ist das medizinische Fachwort für Nervenschmerz (von griechisch neuron „Nerv“ und algos „Schmerz“). Es bezeichnet Schmerzen, die sich im Versorgungsgebiet eines (oder mehrerer) Nerven (Innervationsgebiet) ausbreiten und durch diese verursacht ...

Schmerz

Weiterlesen