Darf man unter Behandlung mit starken Opioiden (Morphin, Fentanyl etc.) noch Autofahren?
Die Reaktionsfähigkeit kann unter Behandlung mit stärkeren Opioiden beeinträchtigt sein. Deshalb galt lange Zeit ein striktes Autofahr-Verbot bei Einnahme von Morphin, Fentanyl und anderen starken Opioiden.
Heute wird das etwas flexibler betrachtet. Nach Ansicht von Schmerztherapeuten ist es durchaus möglich, auch unter Behandlung mit stark wirksamen Opiaten noch Auto zu fahren oder auch beruflich Maschinen zu bedienen. Vor allem dann, wenn die Dosis gut und stabil eingestellt ist und der Betroffene damit gut zurecht kommt, ist Autofahren durchaus möglich und erlaubt.
Die Entscheidung kann allerdings nur der Arzt treffen. Dafür müssen sogenannte Vigilanztests (Aufmerksamkeits- und Reaktionstests) nachweisen, dass tatsächlich trotz der Schmerzmedikamente eine ausreichende Fahrtüchtigkeit besteht.
Zu Beginn einer Opioid-Behandlung, also in der Einstellungsphase gilt allerdings grundsätzlich ein Fahrverbot.
