Wie lassen sich Entzugserscheinungen beim Absetzen einer Behandlung mit Opioiden (Morphin etc.) vermeiden?

Wenn eine Schmerzbehandlung mit Opioiden (Morphium & Co) abgesetzt oder die Dosis reduziert werden soll, muss das kontrolliert und unter ärztlicher Aufsicht passieren. Kontrolliert bedeutet vor allem, dass die Dosisreduktion langsam und schrittweise vollzogen wird, so dass der Körper sich langsam daran gewöhnt. Auf diese Weise gelingt es häufig, Entzugserscheinungen im erträglichen Rahmen zu halten.

Soweit die offizielle Lehrmeinung. Man muss allerdings auch festhalten, dass trotz ärztlicher Kontrolle bei der Dosisreduktion viele Betroffene über erhebliche Entzugssymptome berichten. Das zeigt, dass das Absetzen offenbar selbst bei optimalem Vorgehen und besten Absichten nicht immer so einfach ist wie propagiert. Was freilich nichts daran ändert, dass der Entzug meist sinnvoll ist.

Opioide, Schlafmohn, Papaver somniferum: Entzugserscheinungen Entzugserscheinung: Opioide, Schlafmohn

Keine psychische Abhängigkeit, aber eine körperliche

Verzichtet man auf die ärztliche Kontrolle und einen festgelegten Reduktionsplan, nennt man das "kalten Entzug".

Was man dazu wissen muss: Eine Schmerzbehandlung mit Opioiden führt nur höchst selten zu einer psychischen Abhängigkeit. Deshalb ist die Symptomatik beim Absetzen auch nicht direkt vergleichbar mit der bei einem Drogenentzug. Allerdings kommt es bei lang andauernder Behandlung mit Morphin-ähnlichen Schmerzmitteln sehr wohl zu einer körperlichen Gewöhnung, die man auch als körperliche Abhängigkeit bezeichnen kann. Die ist wie erläutert am besten beherrschbar, wenn man die Dosis bedachtsam und schrittweise reduziert.

Lesen Sie dazu auch:
In welchem Tempo darf man die Dosierung von Opioiden reduzieren?

Häufige körperliche Entzugssymptome

Bei zu raschem oder gar abruptem Absetzen kann es unter anderem zu folgenden Symptomen kommen:

  • Erregungszustände, teilweise auch mit Angst verbunden
  • Schweißausbrüche
  • starkes Zittern
  • Schlafstörungen
  • Bauchkrämpfe
  • depressive Verstimmung

Mit Unterstützung von Medikamenten

Neben der schrittweisen Dosisreduktion wird der Opiat-Entzug häufig durch die Einnahme weiterer Medikamente unterstützt. Am bekanntesten ist hier sicher das Methadon, übrigens selbst ein Opioid. Aber auch Beruhigungsmittel wie Benzodiazepine (Valium & Co.) werden häufig eingesetzt. Treten Bauchkrämpfe oder ähnliche Magen-Darm-Symptome auf, gibt es auch dagegen Medikamente (wie z.B. Loperamid), die lindernd wirken.

Autor: Dr. med. Jörg Zorn

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Kommentare (151)
Herabsetzung Fentanylpflaster
151 Samstag, den 23. September 2017 um 20:22 Uhr
Gabi
Es gibt leider im ganzen Umkreis keinen Arzt, der Cannabis verschreibt... für die Lebensqualität einer 86jährigen Patientin! Sämtliche Hammermedikamente wären sofort verfügbar.... unfassbar! Erst vor zwei Monaten erfolgte die Heraufsetzung von Fentanyl auf 37, nun einfach mal eben so herunter auf 12,5. Mir fehlen die Worte.
Hilfe bei Reduktion von Opiaten
150 Samstag, den 23. September 2017 um 11:41 Uhr
Harald Zurek
Schon mal was von Cannabis gehört? War auf 27 ml Polamidon. Jetzt 2 ml. Das Aushalten von Schmerzen damit genial. Beruhigt ungemein. Aber ist ja, Vorsicht, Droge.
Nebenwirkung nach Verabreichung von Pethidin
149 Montag, den 18. September 2017 um 10:17 Uhr
Ralph
Aufgrund von mehreren ESWL Behandlung bezüglich eines Harnleitersteins habe ich mehrmals und einmal auch höher dosiert als Schmerzmittel Pethidin erhalten. Der Behandlungszeitraum umfasste nur 4 Tage. Nach der Entlassung am 5. Tag bekam ich plötzlich Angstzustände (Herzrasen und Schweißausbrüche). Ich bemerkte auch Wahrnehmungsstörungen. Diese Symptome sind bis jetzt nach 3 Tagen nur leicht rückläufig. Laut Arzt soll ich noch abwarten.
Frage: Können nach so kurzer Zeit bereits solche Symptome auftreten? Ist damit zu rechnen, dass diese von selbst wieder weg gehen und wie lange würde das dauern? Oder sollte bereits jetzt eine Behandlung erfolgen?
Kommentar zu: 199 Mittwoch, den 09. August 2017 um 11:01 Uhr Malik-2016
148 Donnerstag, den 31. August 2017 um 11:14 Uhr
JJ
"Jetzt habe ich eine Frage: Bis wie viel mg müsste man reduzieren, dass man die höllischen Schmerzen nicht hat, ich bin dankbar auf jede Antwort...."

Das kann man so nicht sagen, da jeder eine individuelle Schmerzgrenze hat. Ich nehme seit 2011 Oxy 60-60-60 (3 Bandscheibenvorfälle + Arthrose im selben Bereich). Möchte gerne ganz davon runter, da ich viel mit Entzugserscheinungen zu tun habe und noch voll arbeite. Obwohl man mir in der Schmerzklinik gesagt hat, dass ich die bis an mein Lebensende schlucken muss. Diagnose 2011 war: max. 1-2 Jahre, dann Rollstuhl!
Dank einer tollen befreundeten Physiotherapeutin, die bei mir schröpft & Faszientherapie macht (wird von der Krankenkasse leider nicht bezahlt), konnte ich im letzten Jahr auf 30-30-30 reduzieren, bei Bedarf mehr. Habe demnächst Urlaub vor mir und werde versuchen (in Abstimmung mit meinem Arzt) noch weiter runter zu kommen. Wenn jemand sagt "das geht nicht", dann erst recht. Er gab mir den Tipp, wochenweise die Dosis zu senken... also 1. Woche: 20-30-30, 2. Woche: 20-20-30, 3. Woche: 20-20-20, usw. Falls starke Schmerzen auftreten, entsprechend den Wert wieder nach oben anpassen. Wichtig ist, in dieser Zeit so wenig Stress und so viel Ruhe wie möglich zu haben, denn Stress verstärkt die Schmerzen. Wo Deine persönliche Grenze liegt, musst Du selber entscheiden.
Auch das Umfeld ist wichtig... für meine Familie z.B. existieren keine Krankheiten, die man nicht sehen kann. Gottseidank ist das in meinem Freundeskreis anders. Ich werde so akzeptiert, wie ich bin, und wenn ich nicht kann, ist keiner böse oder nachtragend. Das ist dann einfach so.
Und zu guter letzt: Du entscheidest, ob Du daran leidest, oder damit lebst! Ich habe mich für letzteres entschieden, auch wenn ich oft leide "wie ein Hund".
Ich hoffe, ich konnte Dir ein wenig helfen. Halt die Ohren steif! Du schaffst das!
Liebe Grüße
JJ
Fentanyl Entzug wegen Wechsel auf Buprenorphin
147 Donnerstag, den 17. August 2017 um 13:23 Uhr
Biggi
Hallo Ihr Lieben ;)
Auch ich schreibe hier momentan sozusagen aus dem Bett unter heftigen Entzugserscheinungen von Fentanyl 75 muh, da eine Umstellung auf Buprenorphin erfolgt...
Ich bin seit 15 Jahren chronischer Schmerz und Fibromyalgiepatient - 49 Jahre alt und seit 8 Jahren auf Btm Medikamente eingestellt, sowie in schmerztherapeutischer Behandlung. Sollte sich zwischendurch ein kleiner Fehler oder Schreibteufel einschleichen, bitte ich dies schon mal vorab zu entschuldigen, da ich momentan außer den schmerzhaften Entzugserscheinungen wie krampfen, ziehen, reißen, Schüttelfrost etc...kaum noch was lesen kann (Handy Display geht gar nicht mehr - zu klein ), sprich also meine Sehschärfe ziemlich beeinträchtigt ist und dazu noch wie beim schlimmsten Heuschnupfen und Schnupfen zusammen unablässig Nase und Augen triefen, was durch erhebliche Niesanfälle unterstrichen wird.
Wobei das wohl erst das Anfangsstadium des berühmten "Affen" ist - ich hoffe, dass das Buprenorphin Pflaster in den nächsten 6-8 Std seine Wirkung ausschüttet.
Mittlerweile habe ich meine Fentanyldosis seit ... Moment ... Kopfrechnen, will auch nicht so ... gestern früh im 8 - das sind jetzt ca. 30 Std? ... weg vom Körper. Heute Vormittag gegen 11 habe ich das Buprenorphin Pflaster geklebt. Sonst durfte ich bei Unterdosierung immer mit Oxycodon 20mg je 3x am Tag aufstocken, bzw wenn die Fibroschübe doch zu heftig wurden, was in letzter Zeit nur noch der Fall ist. Eigentlich ging es mir bei warmer Witterung und beständigem Wetter im Sommer immer recht gut... eigentlich. Wegen der Umstellung darf ich gerade auch absolut kein Oxycodon nehmen, um den aktuellen Entzug wenigstens etwas zu erleichtern - sonst wird das wohl noch schlimmer statt besser. Da ich gegen manische Depressionen zusätzlich noch Citalopram nehme, muss ich ebenfalls mindestens 10 Std damit warten, um ein paar Tropfen Doxepin zu nehmen, da dieses Antidepressivum anders wirkt wie das andere – bi- und trizyklisch.
Was mir ein bisschen hilft, damit wenigstens meine Arme und Beine nicht unkontrolliert zappeln, ist Dopamin, das ich gegen das restless-legs-Syndrom abends nehmen muss. Habe die Dosis jetzt aktuell verdreifacht, nehme also alle 8 Std eine Tablette.
Ibuprofen 800... lache ich drüber, da ich die wie Bonbons schlucken kann und 0 wirken - höchstens als Entzündungshemmer oder dass ich mir meinen eh schon verkorksten Magen noch mehr kaputtmache.
Habe mir auch schon überlegt, ob ich mir nicht nen klitzekleinen Joint drehen soll, um etwas entspannen zu können - Thc wirkt echt gut gegen Schmerzen - aber ich kann mir aktuell nicht mal mit der Stopfmaschine eine normale Zigarette machen. Heute Vormittag habe ich wenigstens noch eine großzügige Runde mit dem Hund geschafft - jetzt wollen die Beine nicht mehr und beim Kaffee machen musste ich schließlich vorhin doch lachen, weil mir beim Schütteln der Milchkapsel das Ding aus der Hand geflutscht und durch die ganze Küche geflogen ist - um anschließend falsch herum eingesetzt zu werden, sodass ich die ganze Sauerei erstmal wegwischen musste.
Je nachdem, mit was ich mich ablenke und auf etwas konzentriere, kann ich den Entzugsschmerzen ein Schnippchen schlagen und sozusagen "ausschalten". Das musste bzw habe ich mir durch die jahrelangen unerträglichen Schmerzen antrainiert - leider schaffe ich das immer nur kurzzeitig. Da "funktioniere" ich nur noch.
Personen ertrage ich im Moment gar nicht um mich herum... Das habe ich aber schon eine ganze Weile und habe das eigentlich auf due Fibro geschoben. Seit ich auf Fenta bin, habe ich ! 50 Kilo ! abgenommen - zähle also zu den wenigen, die davon nicht zunehmen. War auch gut so - ich wog teils 125 Kilo bei 1,73 m Körpergröße - jetzt bin ich auf 75 Kilo runter in knapp 4 Jahren. Heute habe ich noch gar nichts gegessen.
Eigentlich möchte ich schlafen, aber das lässt die Unterdosierung absolut nicht zu, ohne das diese krampfartigen Schmerzen beim Versuch, mich einigermaßen zu entspannen, mir wieder einen Strich durch die Rechnung machen. Mir bleibt wohl im Moment nichts anderes übrig als abzuwarten - vielleicht sollte ich mich in die pralle Sonne legen, damit das Buprenorphin schneller wirkt? Oder gar in die Sauna? Ach ne... Autofahren darf ich ja heute und morgen nicht. Und Gartenarbeit? Zum Ablenken? Dazu ist es wiederum zu heiß und mein Kreislauf zu schlapp und aus den Latschen muss ich nicht auch noch kippen wegen so einer popligen Btm Umstellung.
Erstaunlich, was einem da so alles durch den Kopf geht und man dies auch noch aufschreibt. Ich denke, die nächste Umstellung bzw Entzug mache ich stationär, damit mein Körper mal entgiftet wird... und man dementsprechende Medikamente gegen die Entzugserscheinungen bekommt.
Ich muss sagen, da war mein kalter Alkoholentzug ein Klacks dagegen - trocken bin ich bis heute noch. Das ist 10 Jahre her.
So, jetzt habe ich hier mal einen kleinen Einblick in das Anfangsstadium eines Fentanylentzugs geschrieben - wie gesagt erwarte ich in den nächsten Stunden die Wirkung vom Buprenorphin - viel schlimmer wird es wohl also nicht mehr werden. Im Moment sind meine Schmerzen, also Fibro plus Entzug bei 10 plus angelangt - ohne zusätzliche Entzugsschmerzen schwanke ich dauerhaft zwischen 8 und 9 - also mit Fentanyl. Das war schon mal besser und ich war auf Schmerzstufe 6-7 runter, im Sommer sogar nur noch 4-5 , was für mich als angenehm empfunden wird. Eine Tätowiernadel spüre ich z.B. gar nicht mehr und das Kribbeln auf der Haut wirkt für mich sehr entspannend.
Es ist doch erstaunlich, wieviel körperliche Schmerzen man ertragen kann und diese sogar als angenehm empfindet! Vor 20 Jahren hätte ich z.B. keine 3 Std Sitzung am Stück bei meinem Tätowierer durchgestanden oder hätte mich mit Schmerzstufe 7 schon nimmer gerührt und in ein Loch verkrochen. Ich belächele heutzutage öfters andere Personen, wenn sie mit ihren kleinen Wehwehchen beim Arzt oder Therapeuten klagen - mein Therapeut verzweifelt schon an mir, weil ich ihm nicht sagen kann, ob es wehtut oder ob das von der Fibro kommt. Ich muss lachen, wenn mir jemand erzählt, der Arzt habe ihm Tramadol oder Valoron verschrieben - und denke mir "man du Jammerlappen".
Chronische Dauerschmerzen und Fibromyalgie machen einen anderen Menschen aus einem - einen Menschen, der jahrelang auf Unverständnis stieß und nicht ernst genommen wurde, weil man einem nicht ansieht, das man solche Qualen erleidet. Es ist ja nichts kaputt in dem Sinne ! ...bis auf mein Gehirn ;) - welches die Schmerzen nicht mehr abschalten kann und natürlich die dazugehörigen Nerven, die diese Signale an mein Oberstübchen senden.
Oft ist es die Ignoranz anderer, die uns Schmerzpatienten am schwersten zu schaffen macht. Worte wie "stell dich nicht so an" oder noch besser "Simulant" (musste ich mir auch schon von diversen Gutachtern anhören) machen uns noch kaputter als wir schon sind - der psychische Faktor spielt bei dieser Krankheit eine sehr große Rolle...
Das Ende vom Lied? Dazu muss ich nur mich selber im Spiegel anschauen... ich bin ein drogenabhängiger Opiat-Junkie geworden, der mal sehr sehr viel Spaß am Leben hatte und ein kontaktfreudiger Mensch war. Nun hängt dieser Mensch - gefangen in der Welt des Schmerzes - in einem Loch, aus dem er gerne wieder rausmöchte ...aber es kein Entkommen gibt :(
Ich wünsche allen Schmerz und Btm-Patienten und Lesern hier einen erfolgreichen Kampf gegen euer Leiden und lasst euch nicht unterkriegen ;) Der Entzug geht vorbei - neues Spiel, neues Glück! Ich versuche jetzt nochmal meine Kaffeemaschine in Gang zu bekommen - ohne dass ich danach die Sauerei putzen muss. Wenn ich jetzt nicht aufstehe, kann passieren, dass das Ipad fliegen lernt :))
Oxycodon ohne Hilfe abgesetzt
146 Mittwoch, den 16. August 2017 um 21:50 Uhr
westermann
Es ist einfach grausam, seit zwei Wochen kaum Schlaf, Schmerzen in den Armen und Beinen. Wann hört das auf? Einfach nur schlimm, wann ist das vorbei?
Oxycodon Entzug
145 Mittwoch, den 09. August 2017 um 11:01 Uhr
Malik-2016
Hi Freunde und Mitleidende ...!!!
Ich bin ungewollt in das Oxy reingerutscht, nach schwerer Schulter OP musste ich Zeit lang starke Schmerzmittel nehmen: anfangend wie üblich Ibuprofen 400 mg, dann 600 mg, nachdem dies nichts mehr half, Novaminsulfon 500 Tabs, danach Tropfen. Danach kam das schreckliche Tramadol, Tropfen 20 mg. Zwei Monate ging es mir gut, keine Schmerzen, super, aber nach einer Zeit half auch das nicht mehr, dann bin ich zum Teufelszeug gelangt, das OXYCODON ....
Da habe ich angefangen bei Bedarf mit 20 mg Tabs, am Anfang bis zu drei Stück, dann immer mehr und mehr, bis zu 500 mg am Tag. Dann merkte ich, dass etwas nicht stimmt, zu viel, habe meinem Arzt gesagt, dass ich Entzug machen will (muss). Jetzt seit Freitag letzte Woche, heute ist Mittwoch, bin ich bei 160 mg am Tag.
Ich wünschte, dass ich niemals dieses Zeug genommen hätte. Leute, Freunde, Finger weg von etwas, was körperlich sowie psychisch abhängig macht. Diese Tage, seit ich hier bin, habe ich leiden müssen wie ein letztes Schwein, mit dreckigen, unvorstellbaren Schmerzen. Ich bin wahrscheinlich auch in einer Suchtklinik, aber keine Ahnung, wie man behandeln muss ... auf einmal haben die mir 220 mg reduziert, dann die nächsten Tage jeden Tag 20 mg weniger, es war die Hölle. Hätte ich einen Feind, dem hätte ich auch das nicht gewünscht, heute am 5. Tag geht‘s mir besser ......
Jetzt habe ich eine Frage: Bis wie viel mg müsste man reduzieren, dass man die höllischen Schmerzen nicht hat, ich bin dankbar auf jede Antwort....
M.f.G. Malik
Methadon Entzug
144 Dienstag, den 01. August 2017 um 18:13 Uhr
Locco
Hallo zusammen,
Ich bin seit März 2014 im Programm. Habe mit 10ml meta angefangen und bin momentan bei 4ml. Ich spiele mit dem Gedanken, die restlichen 4ml in einer Entgiftung auszugleichen. Andersherum habe ich keine Ahnung und trotzdem Angst, was an Entzugsschmerzen kommen kann. Ist das nur Verrücktmacherei oder ist da leider was dran?
Abruptes Absetzen von Levomethasan
143 Dienstag, den 01. August 2017 um 09:47 Uhr
Anonymous
Ich bin seit ungefähr 15 Jahren unter Substitution (Methadon, jetzt L-Polamidon), meine jetzige Dosis ist 15mg/Tag. Was könnte passieren, wenn ich es abrupt absetze bzw. von heute auf morgen nicht mehr einnehme...???
Danke im voraus für eine Antwort
Antwort Scala
142 Montag, den 24. Juli 2017 um 20:57 Uhr
Ben
Zu deinen Fragen. Ich war 10 Tage in der Schmerzklinik zum Entzug. Ist aber von Person zu Person unterschiedlich. Kommt immer darauf an, wie heftig die Entzugserscheinungen werden. Die sind bei jedem unterschiedlich.
Antwort Scala
141 Montag, den 24. Juli 2017 um 20:45 Uhr
Ben
Hallo Scala, ich habe auch für ein halbes Jahr Fentanylpflaster 75 benutzt. Mir erging es genau gleich wie dir. Es löste zum Schluss die totale Lustlosigkeit bei mir aus. Andere Menschen nervten mich nur noch, ich hatte keine Lust mehr Gespräche zu führen war immer müde und träge. Als Schmerzmittel ist das Pflaster natürlich super, aber für mich war es das nicht wert.
Ich bin dann auf Palexia umgestiegen, das war für mich sehr gut verträglich und ich bekam davon eher gute Laune. Eine schmerzstillende Wirkung hatte es bei mir zum Schluss nicht. Das war dann der Grund, dass ich die Opiate komplett abgesetzt habe.
Ich weiß, es ist nicht einfach, auf diese Medikamente zu verzichten, wenn man Schmerzen hat, aber vielleicht findest du ja eins mit weniger Nebenwirkungen. Ich wünsche dir auf jeden Fall, dass du bald wieder ganz gesund bist und komplett darauf verzichten kannst.
Antwort auf Petra, up to date zu Beitrag 133
140 Montag, den 24. Juli 2017 um 11:43 Uhr
Jochen
Liebe Petra,
Ich bin Schmerzpatient und nehme Oxycodon. Ich habe im Laufe der Zeit sehr viel über Opiode gelesen, auch in einschlägigen Foren, Abhängigkeit, Entzug etc.
Habe selbst hier schon einen Beitrag geschrieben (Nr. 133, 6. Juli). Aber als Info für Dich. Tramadol ist an sich ein schwaches Opioid. Aber gerade die Tropfen haben wohl bei manchen ein extrem hohes Suchtpotenzial, aber das weißt Du ja leider selber.
Über Methadon habe ich in den letzten Jahren mehr und mehr negatives gelesen. Generell könnte man sagen, da wird wohl mit Kanonen auf Spatzen geschossen, sofern Deine Tochter das Methadon langfristig zur Substitution bekommen sollte. Denn dann würde Deine Tochter sehr schnell abhängig vom Methadon.
Ein Methadonentzug wird von vielen als der härteste Entzug angesehen, härter als zum Beispiel vom Heroin. Warum? Wegen der langen Halbwertzeit (Wirkung) von Methadon. Im allgemeinen dauert ein körperlicher Entzug 5-8 Tage, also die härteste Zeit. Bei Methadon bis zu 3 Monaten. Allerdings ist das Absetzen von Tramadol im Einzelfall auch extrem unangenehm, so dass ein vorübergehender Einsatz von Methadon Sinn machen kann.
Aber ich hoffe für Dich und Deine Tochter, dass es nur vorübergehend war.
Deswegen meine Frage an Dich, bekommt sie es noch immer oder hat man die Medikation verändert? Ich hoffe man hat!
Alles Gute an Euch !

Noch zu meiner persönlichen Fortsetzung, ich bin bei den einmal täglich 40 mg (das 24 Stunden Oxycodon Präparat v. Beta ) geblieben. Habe also nicht auf 80 mg erhöht! Ich fand mit Oxygesic akut 5 mg eine gute Ergänzung für Situationen höherer körperlichen Anstrengungen und damit verbundenen starken Schmerzen.
Ideale Lösung, denn in solche Situationen komme ich vielleicht 1 bis 2 mal die Woche. Oxygesic akut sind Kapseln, gibt es in 5, 10 und 20 mg. Man kann sie nicht brechen! Deshalb am sinnvollsten, sich die 5 mg verschreiben zu lassen, zur Not kann man ja auch 2 auf einmal nehmen.
Fentanyl absetzen
139 Sonntag, den 23. Juli 2017 um 17:57 Uhr
Scala
Hallo,
ich nehme nach Strahlenbehandlungen wegen Knochenmetastasen seit gut 1 1/2 Jahren Fentanyl, 56µg alle 60 Stunden.(War auch schon einmal auf 75µg).
Ich fühle mich immer schlechter damit. Schlafe sehr schlecht, kann morgens nicht aufstehen, bin müde, traurig, antriebslos, habe null Lust auf Sex, fühle mich unruhig bis angstvoll, mir tun die Gelenke sehr weh und ich hab tagsüber wie nachts Schweißausbrüche. So kenne ich mich nicht!
Ich möchte Ende August ein Referendariat beginnen. Ich bin sehr dankbar, dass ich diese Chance in meinem Alter und trotz Krebserkrankung noch bekomme und bin total motiviert und freue mich. Aber nun habe ich Angst, dass ich das wegen der Nebenwirkungen des Fentanyls nicht schaffe und überlege, vorher noch einen Entzug zu machen.
Macht das Sinn? Wie lange dauert so ein Entzug im Krankenhaus und ist man danach wieder fit? Ich hätte bis Arbeitsbeginn jetzt noch ca. 4-5 Wochen Zeit.
Vielen Dank für eure Einschätzung und eure Antwort.
Antwort
138 Mittwoch, den 19. Juli 2017 um 21:56 Uhr
Ben
Kenne mich da leider auch nicht so aus. Unter folgendem Link gibt es Infos zum Thema Methadon.
https://www.suchtmittel.de/info/methadon/
Tramadolentzug mit Hilfe von Methadon
137 Dienstag, den 18. Juli 2017 um 12:07 Uhr
Petra Wagner
Guten Tag,
ich habe eine Frage...
Meine Tochter wurde mit einer schweren Tramadolabhängigkeit in eine Klinik zum Entzug eingeliefert. Nun bekommt sie dort Methadon statt Tramadol. Verschlimmert dies die Sucht nicht noch?
Für Antworten wäre ich dankbar.
Eine besorgte Mutter....
Opiate
136 Sonntag, den 16. Juli 2017 um 20:50 Uhr
Ben
Hi Leute, ich muss noch was ergänzen. Ich denke, wer Schmerzen hat und Opiate dabei helfen die Schmerzen zu lindern, der kann diese auch mit gutem Gewissen konsumieren. Immerhin werden bei normalem Konsum keine Organe geschädigt. Falls Opiate aber nicht mehr helfen oder Nebenwirkungen verursachen oder der Konsum immer höher wird, sollten diese sehr schnell abgesetzt werden.
Wie unten beschrieben, habt keine Angst vor dem Entzug und macht es mit ärztlicher Unterstützung oder wie ich in einer Schmerzklinik. Wer Opiate nicht missbräuchlich eingenommen hat und diese nur zur Schmerzbekämpfung konsumiert, hat meistens auch nur geringe Entzugserscheinungen. Viel Erfolg beim Entzug.
Entzug in Schmerzklinik
135 Sonntag, den 16. Juli 2017 um 17:51 Uhr
Ben
Hallo zusammen,
nach drei Bandscheiben-Operationen und chronischen Rückenschmerzen nahm ich vier Jahre lang täglich Opiate, zuletzt 3x täglich 100mg Palexia. Da ich trotz Opiaten Schmerzen hatte und mir das Medikament nichts mehr gebracht hat, habe ich mich zu einem Entzug entschlossen.
Ich bekam durch meinen Hausarzt sehr schnell einen Termin in einer Klinik, in der Schmerztherapien angeboten werden. Dort wurde zuerst das Palexia runterdosiert, bevor es komplett abgesetzt wurde. Zusätzlich wurden einem neue Möglichkeiten gezeigt, wie man Schmerzen lindern kann, und man bekommt alternative Medikamente, um die Schmerzen zu lindern. Nachdem ich das Palexia komplett abgesetzt habe, erhielt ich das Ersatzmedikament Clonidin. Dieses habe ich nur bei Bedarf selbstständig eingenommen, um die Entzugserscheinungen zu lindern.
Der Entzug war wirklich sehr milde, ich hatte einige Tage einen schlechten Schlaf und Gliederschmerzen. Ich kann einen Entzug in einer Schmerzklinik nur empfehlen. Ich habe mir das ganze viel schlimmer vorgestellt. Ich bin sehr froh, dass ich den Schritt gewagt habe. Die Schmerzen habe ich im Moment mit alternativen Methoden und viel Bewegung und Sport relativ gut im Griff.
Opiatentzug
134 Sonntag, den 09. Juli 2017 um 14:00 Uhr
METHADON
Hallo,
ich nehme jetzt genau wieder 10 Jahre Opiate. Angefangen hat alles vor 20 Jahren mit Tilidin. Ich neige von Haus aus zu Depressionen usw., aber als ich das 1. Mal Opiate nahm, war das ein Schlüsselerlebnis für mich: die Depression war auf einen Schlag weg, ich war plötzlich motiviert, stand morgens gern auf und das Leben brachte Spaß... Natürlich nur, solange ich meine Opiate nahm.
Es folgte eine erste kürzere Sucht-Episode, die ich ohne externe Hilfe überwand. Danach lebte ich substanzfrei und gesund, machte Sport usw., tat Dinge, die mich glücklich machten etc...
Dann kam ich aber in die Schlussphase meines Studiums: Stress, Druck etc., dazu kamen wieder Depressionen. Ich erinnerte mich an die Opiate zurück, die mir damals so gut geholfen hatten. Also ab zum Arzt, erst Tilidin, dann Tramadol. Als der Arzt mir nicht mehr genug verschrieb für meinen stetig steigenden Bedarf, fand ich "Alternativen" zur normalen Beschaffung.
Eine Bekannte half mir einmal durch einen Engpass, als ich nichts mehr hatte mit ihrem Methadon. Ich nahm sehr, sehr wenig, da das Zeug absolut hoch dosiert ist und dazu extrem stark. Nichts für unerfahrene Konsumenten und erst recht nichts zum selbst probieren!! Trotzdem nahm ich ein paar Krümel. Die Wirkung war toll. Fast wie früher beim ersten mal Tilidin...
Irgendwann war ich dann abhängig von Methadon. Ich ging zum Arzt, er riet mir zum Methadonprogramm. Plötzlich war ich mit ganz vielen richtigen Junkies in einem Methadonprogramm!! Na, super gemacht!!!
Das Methadon machte mich phlegmatisch, müde, entscheidungsschwach und träge. Mit der Zeit ließ ich mich gehen. Ich verlor meinen Arbeitsplatz, es ging mir immer schlechter und ich fand einfach keinen Ausweg.
Anfang des Jahres dann der Entschluss: "DU MUSST HIER RAUS!" Seitdem schrittweises abdosieren. Das dauert Monate. Es zermürbt.
Ich möchte inzwischen nur noch clean sein, traue mich aber nicht, von 90 mg Methadon kalt zu entziehen. Die Dosis ist nämlich noch immer recht hoch. Gesundheit ist eingeschränkt. Ich habe seit der Methadoneinnahme vor etwa 8 Jahren extrem zugenommen: ca 50kg!!!
Inzwischen achte ich wieder auf mich und möchte rundum gesund werden. Daher ernähre ich mich gesünder, reduziere mein Gewicht und möchte unbedingt von diesem Dreck weg. Ich habe die letzten 10 Jahre nonstop Opiate konsumiert, oft HOCH DOSIERT! Aber nun kriege ich schon bei geringen Mengen Nebenwirkungen wie Herzrasen usw...
Mein Arzt betreut viele schwerkranke Junkies und ich habe manchmal das Gefühl, er nimmt meine Sorgen und Bedenken nicht wirklich ernst. Klar, der sieht Leute, die trotz Hepatitis C munter Alkohol trinken und Drogen konsumieren. Und die leben immer noch. Und dann kommt so ein 'Normalo' daher, der bis auf die Übergewicht-bedingten Symptome wie Bluthochdruck, Harnsäureüberschuss usw. noch 'relativ gesund' (RELATIV!!!) ist.
Aber ich habe einfach Angst, das Zeug zu nehmen. warum, weiß ich nicht genau. Ich neige IN DER REGEL auch nicht zu Einbildungen (--> "Hypochonder"). Wenn ich nach Plan abdosiere, brauche ich noch ca. 3 Monate. Ich will aber gar nicht mehr.
Mein Arzt lässt mich maximal 10mg pro Woche reduzieren. Ich habe in der Praxis einen anderen Patienten kennengelernt, der hat von 80mg kalt entzogen. Der war nach 2 Wochen wieder halbwegs fit.
Naja, mal schauen, wie es läuft...
ALLES GUTE!
Oxycodon Reduzierung v. 240 auf 40 mg
133 Donnerstag, den 06. Juli 2017 um 19:14 Uhr
Jochen
Möchte mal Vielen, die planen eine Oxycodon-Reduzierung zu machen, etwas Positives auf den Weg geben. Zum einen schreiben sehr oft Leute, die extreme Probleme mit dem Entzug haben, in Foren wie diese. Andere, mit deutlich weniger Problemen, halten es für nicht nötig. Bei der Menge von BTM-Verschreibungen gibt es auch davon sicherlich viele. Würde mich wundern, wenn ich der Einzige wäre.
Zu meiner Geschichte:
Vor 9 Jahren bekam ich, jetzt 57 Jahre, sehr starke Kreuzscherzen. Muss noch sagen, dass ich immer ein sehr körperlich aktiver Mensch war und bin.
Damals betrieb ich mit Begeisterung Walking oder relativ schnelles Wandern. Definitionssache. 35 km an einem Tag war keine Seltenheit, zumindest in relativ ebenem Gelände.
Dann begann das Problem, Rückenschmerzen. Zuerst noch erträglich, 3-5 km wandern, 20 Minuten Rast. Schmerzen weg, also weiter in diesem Takt.
Nahm IBO 800 und es wurde für eine Weile besser. Aber Ende vom Lied. 20 Minuten gehen, 20 Minuten sitzen.
Doc verschrieb mir Tilidin 200/16. Schmerz gut terminiert und die Pillen machten mich zum "Duracell-Männchen". Nahm bis zu 500 mg, aber nur bis zum frühen Nachmittag, sonst hätte ich nicht schlafen können, so wach machten sie mich.
Dann kam es zu einer Veränderung in meinem Leben. 2 Jahre nach der ersten Einnahme vorübergehender Umzug nach USA. Dort gibt es keine Tilidin, also nahm ich auch keine mit. Hatte keinerlei Absetzungserscheinungen. Wusste gar nicht, dass es bei Tilidin sowas gibt.
Naja, nach ca. 4 Wochen Eingewöhnungszeit in USA zum Orthopäden gegangen mit Unterlagen wie MRT und Medikamenten-Verschreibungen. Der rechnete Tilidin einfach in Oxycodon um und ich bekam 2x20mg pro Tag. Bei Oxy derselbe Effekt, unglaublicher Antrieb, zuverlässige Schmerzbeseitigung. Nahm beide am Morgen und Mittag.
Kam nach 2 Jahren nach Deutschland zurück. Über die Jahre Dosissteigerung auf 240 mg bis vor 4 Wochen. Selbst bei der Dosis keine negativen Nebenwirkungen, noch nicht mal Verstopfung.
Nun, gerade mal 57 und bei 240 mg, wohl nicht so gut für die Zukunft. Außerdem steht ab Oktober 6 Monate, teils beruflich, teils zum Spaß Reise nach Australien und Neuseeland an. Sprach mit meinem Doc und der schlug mir vor, die 6 Monate ohne Opiate versuchen zu überstehen. Mit den zwar wesentlich ungesünderen Nicht-Opiaten. 6 Monate sind ja eine überschaubare Zeit und alle 2 Monate Blutwerte kontrollieren etc..
Naja, war neugierig und habe vor 4 Wochen systematisch mit reduzieren angefangen. Alle Medikamente, die bei einem Entzug helfen, sind da. Doxepin, Seroquel, Clonidin, Lyrika und Lorazepam. Bin seit 4 Tagen bei 40 mg einmal täglich von Beta. Wirken 24 Stunden. Neu auf den Markt.
Befinden: Rückenschmerzen kamen natürlich zurück und Antriebsschwäche.
Hatte ich bereits vor der Einnahme der "Wunderpillen" Tilidin und Oxycodon öfters, allerdings nur im Winter. Ja, Wunderpillen, keine Ahnung, wieso manche Leute sie als Teufelszeug bezeichnen. Vor allem ohne wirklich konkrete Hinweise.
Okay, ich weiß aus einschlägigen Foren, dass der "Entzug" von 40 auf Null so schlimm sein kann, als von 240 auf 40. Gut, dann hätte ich gar keine Probleme.
Vielleicht brauche ich ja dann meine 5 oben genannten Helferinnen. Trotzdem stehe ich vor einem Dilemma. Flug ist Ende Oktober. Bis September will ich keine anderen Schmerzmittel als Oxycodon. Wohl Dosis wieder auf 80 erhöhen wegen der Schmerzen und besseren Stimmung. Auf Null gehe ich jetzt mal nicht, da wir für 4 Wochen Besuch bekommen ab Montag. Etliche Aktivitäten stehen auf dem Programm.
Melde mich dann im September/Oktober wieder.
Kalter Entzug von Oxycodon
132 Samstag, den 24. Juni 2017 um 14:54 Uhr
Marion
Heute Tag 23 ohne Oxycodon. Immer wenn ich denke, jetzt habe ich es geschafft, sind wieder die starken Bauchschmerzen, Schwitzen und die zeitweise innere Leere zu empfinden. Das Übelste am Kalten Entzug sind die täglichen Durchfälle. Statt 120mg Morph habe ich es in der Klinik bis auf 50 mg runter in zehn Tagen geschafft. Dafür gab man mir dann Oxycodon. Jetzt war ich soweit, um es zuhause mit meinem Mann zu wagen, das Oxycodon durch teilen und wieder teilen, bis man nichts mehr teilen konnte. Von da an habe ich einfach nichts mehr genommen.
Insgesamt hat das Reduzieren 10 Tage gedauert. 14 Tage nun ganz ohne Oxycodon. Ich fühle mich so schlapp und energielos, habe starke Bauchschmerzen. Aber das Glücksgefühl, das ich ab und an habe, ist einfach genial und ich fühle mich so unendlich wach.
Palexia
131 Samstag, den 24. Juni 2017 um 14:03 Uhr
Trixie
Heute ist der dritte Tag meines Entzugs. Höchstdosis war 150-150-150. Seit einem Jahr runter auf 100-100-100. Die Nebenwirkungen ließen nur gering nach. Vor allem belastete mich der Schüttelfrost, gleichzeitiges Schwitzen. Damit verbunden Vorhofflimmern, das durch das Verkrampfen beim Schüttelfrost ausgelöst wird. Ich habe eine Reizleitungsstörung im Herz.
Der Schüttelfrost tritt schon auf, wenn ich mich umziehe und ein kühles Stück Hose mein Bein berührt. Ich hab bei 34 Grad erst die Heizdecke im Bett angemacht, das ist doch verrückt. Ich will einfach nur weg von dem Zeug.
Habe jetzt reduziert auf 4x50 mg. Bisher Hitzewallungen, morgens etwas Übelkeit und Durchfall. Ich hoffe, ich halte durch. Habe aber auch Angst vor Depressionen, denn dagegen hatte mir Palexia geholfen.
Viel Erfolg euch allen und liebe Grüße
Palexia
130 Dienstag, den 20. Juni 2017 um 12:17 Uhr
Sylvi
Hallo ihr Lieben,
ich habe mich nach langem hin und her entschlossen, die Einnahme vom Medikament Palexia retard 150-50-150-0 abzusetzen. Ich nehme das Medikament seit 10/2015 auf Grund eines erneuten Bandscheibenvorfalles und Narbengewebe im operierten Nerv des LWK 3/4. Ich bin nach Targin, Tilidin und Fentanylpflaster in einer Schmerztherapie auf Palexia umgestellt worden, da ich mit Fentanyl andauernd kurz vorm Darmverschluss stand. Dieses Medikament hat mir bis heute sehr gute Dienste geleistet.
Seit einiger Zeit benutze ich täglich ein Tens-Gerät. Meine Schmerzen sind fast auf Null und ich kann nicht mehr einschätzen, ob ich die Palexia in der Dosis oder überhaupt noch brauche. Ich habe also heute Morgen die 150 mg und Mittag 50 mg weggelassen. Zur Not habe ich aber noch 50 mg Palexia akut, die ich im Notfall nehmen kann, welche aber keine Retard ist und sie wirkt ca. 4 Stunden. Ich habe schon ein bisschen Respekt vor den Entzugserscheinungen, die andere User hier geschrieben haben. Noch habe ich ja ausreichend Wirkstoff in mir.
Ich hoffe, ich bekomme das alles gut in Griff. Ich werde bald erneut operiert und sollte die OP keinen Erfolg bringen, wird ein Schmerzschrittmacher eingesetzt. Ich erziele gute Ergebnisse mit dem Tens und hoffe, dass ich endlich die Tabletten los werde. Ich halte euch auf dem Laufenden. Heute ist Tag 1 vom Rest meines Lebens
Tramadol Entzug
129 Dienstag, den 06. Juni 2017 um 11:25 Uhr
hgwells
Ich habe +/- 7 Jahre Tramadol genommen (2 x 100mg retard am Tag). 4 Monate her habe ich dann abgebaut bis 0. Nun bin ich seit 6 Wochen komplett Tramadol-frei. Ist hart, aber möglich. Habe nie etwas anderes genommen, aber es ist fast so hart wie aufhören zu rauchen... Seit dem Stopp nehme ich manchmal Valium (Diazepam) 1 mg (eine ultrakleine Dosis). Das hilft.
TILIDIN
128 Samstag, den 13. Mai 2017 um 04:05 Uhr
Tina S.
Hallo!!
Ich kann euch sagen, dass Tilidin das schlimmste ist was es gibt...Oder der Entzug davon... Ich lag aufgrund HWS-Vorfall im Krankenhaus, dort setzten die Ärzte mich sofort auf Novalgin um. Das war der aller größte Fehler überhaupt. Wieder zuhause ging es sowas von rapide bergab, schrecklich. Man hätte es langsam absetzen müssen... Ich frag mich was das für Ärzte sind..
Naja, jetzt liege ich seit 3 Tagen in einem anderen Krankenhaus und mache hier einen heftigen Entzug durch. Ich wollte gar nicht glauben, dass es ein Entzug sein soll. Es fing mit Erbrechen und Herzrasen an. Weiter kamen die Panik-Attacken.
Ich bin freiwillig in die Notaufnahme gefahren. Ohne Krankenhaus hätte ich es nicht geschafft. Habe jetzt 3 Tage am Tropf gelegen. Langsam geht es vorwärts. Vomex A hilft gut gegen Erbrechen, Schwindel und Übelkeit.
Ich habe das Dreckszeug wirklich nicht lange genommen, 1.5 Monate je 100 mg morgens und abends... Dieses Medikament sollte verboten werden.!!!
Entzug von Hydromorphon
127 Mittwoch, den 26. April 2017 um 23:12 Uhr
Matthias
Hallo,
nach minutenlangem Lesen vieler Replies auf das Thema fühle ich mich aufgefordert, meinen Senf zu diesem Thema abzugeben.
Zu mir:
Seit meinem 19.Lebensjahr leide ich an einer chronischen Pankreatitis, ich bin mindestens einmal im Jahr aufgrund der unaufhaltbaren Schmerzen auf die Intensivstation gekommen für etliche Tage. Da die Ursache bis vor 6 Jahren nicht geklärt werden konnte oder zumindest nicht wurde bin ich erst sehr spät in eine Schmerztherapie gegangen, tatsächlich habe ich fast 14 Jahre lang den immer stärker werdenden Schmerz ausgehalten oder habe versucht mit leichten Mittel wie Iboprofen / Buscopan entgegen zu wirken.
Dementsprechend war ich unzählige Male in diversen Krankenhäusern, bevor ich an den Schritt zur Schmerztherapie gedacht habe. Tilidin war das Initial-Medikament, 2 Jahre und eine in absurd hochgesteigerte Tagesdosen später habe ich in einem Krankenhaus perfekt entzogen, indem ich quasi 4-5 Tage schlafen geschickt wurde. Ich habe keine Bekanntschaft mit Entzugserscheinungen gemacht und bin nach 12 Tagen relativ easy nach Hause gegangen. Der Grund für diese Aktion, nämlich die danach erfolgte Umstellung auf Buprenorfin Pflaster, war düster. Ich reagiere allergisch auf BTM-Pflaster, bekomme ziemlich heftige und schmerzvolle Ausschläge, und dadurch kommt der Wirkstoff nicht durch die Haut.
Meine andauernden Schmerzen verlangten aber nach einer Alternative. Hydromorphon, nach 2 Jahren war ich auf 24mg morgens, mittags, abends eingestellt. Palladon 2,6mg bei Schmerzspitzen.
Diese Dosis habe ich 2 Jahre täglich bekommen, bis ich die Entscheidung getroffen habe zu entziehen, aus diversen persönlichen Gründen, obwohl ich keine Alternative in Petto hatte.
Diesen Entzug habe ich kalt gemacht, also von dieser Dosis auf 0.
Den ersten Tag habe ich nichts gespürt, der zweite Tag war Anfang des Übels, Schweißausbrüche, Nervosität, Ruhelosigkeit. Ab dem dritten Tag waren die befürchteten Entzugsschmerzen da, vor allem in den Beinen. Wirklich furchtbar. Am 4. Tag habe ich Lyrica genommen, um die Erscheinungen abzumildern, mit Erfolg. Zwar hatte ich Nebenwirkungen von Lyrica, weil ich da von 0 auf 800 bzw 1000mg gegangen bin, ohne das Medikament zu kennen. Zum Schlafen habe ich Doxepin genommen, oder aber Zopiclon, wobei Doxepin eher geholfen hat länger zu schlafen.
Alles in allem hat sich das Blatt am 6.Tag gewendet. Ab dem 7. Tag sind die Entzugserscheinungen von Tag zu Tag verschwunden. Am 10. Tag war ich in der Lage wieder unter Leute zu gehen ohne dass man mir etwas angemerkt hat. Das Lyrica habe ich nur 4 oder 5 Tage genommen.
Das alles habe ich nicht in Absprache mit dem Hausarzt oder Schmerztherapeut getan, von daher möchte ich mich nicht dafür einsetzen, dass ein kalter Entzug von Vorteil ist. Ich habe mich so entschieden, da unterm Strich der Entzug auf wenige, dafür härtere Tage begrenzt ist. Einen Entzug auf Raten durch Reduzierung hätte ich nicht durchgehalten, das weiß ich. Die Versuchung ist mir zu groß gewesen.
Ich wünsche allen Betroffenen alles Gute, ein Entzug ist zu schaffen, so oder so, eine Anleitung wie es perfekt und ohne Schmerzen/Streß/Leid geht gibt es nicht, meiner Meinung nach.
LG Matthias
Fentanyl absetzen
126 Dienstag, den 25. April 2017 um 10:58 Uhr
Ali Alicante
Bin zwar kein Arzt, habe aber mehrjährige pflegerische Erfahrung, auch Erfahrungen mit Opiatentzügen.
@Petra Ziegenhorn: Spontan scheint mir, ohne die genauen Hintergründe zu kennen, ein Fentany-Entzug bei einer 92-jährigen Dame generell als nicht unriskant. Die Aussage, es würde sich ausschließlich um Nachfolgesymptome der OP handeln, halte ich für spekulativ und solch eine Abgrenzung ist aus meiner Sicht auch nicht haltbar. Selbstverständlich kann Ihre Mutter auch längerfristige und erhebliche Nachwirkungen des Fentanyl-Entzuges aufzeigen. Ich halte eine umgehende Konsultation bei einem Schmerztherapeuten für angebracht. In diesem Alter sollte man doppelt und dreifach vorsichtig sein. Schon für einen jungen Menschen ist ein Opiat-Entzug i.d.R. eine erhebliche Belastung.
Absetzen v. Opiaten
125 Dienstag, den 25. April 2017 um 10:49 Uhr
Ali Alicante
Zum Absetzen von Opioiden haben sich verschiedene Medikamente als günstig bewährt. Während der Einsatz von Benzodiazepinen wegen des erheblichen eigenen Suchtpotentials sehr genau kontrolliert werden muss, kommen im Wesentlichen als "off label" Gebrauch auch Medikamente wie Clonidin bzw. Gabapentin oder Lyrica infrage. Diese Medikamente haben schon vielen Betroffenen ganz erhebliche Vorteile beim Opioid-Entzug gebracht.
Fentanyl-Pflaster absetzen
124 Montag, den 24. April 2017 um 20:34 Uhr
petra ziegenhorn
Meine Mutter (92 Jahre alt) hat seit 6 Jahren Fentanyl-Pflaster alle 72 Stunden kleben müssen. Nach einem Sturz und folgender OP am Oberschenkelhals wurde von Ärzten der Unfallklinik Fentanyl von heute auf morgen abgesetzt. Seitdem leidet sie unter Verwirrungen und nächtlichen Angstattakken, die leider nicht besser sondern immer schlimmer werden. Die Ärzte behaupten, das läge nicht an der Wegnahme von Fentanyl sondern sind Nachwirkungen der OP und Narkose. Was ist richtig? Wenn ich den Artikel lese, zweifle ich an der Aussage der Ärzte sehr.
Morphin Höllen-Entzug
123 Samstag, den 22. April 2017 um 19:41 Uhr
Mirjam
Ihr habt alle relativ geringe Dosen Morphin. Ich nehme seit 12 Jahren Opiate, genau genommen bin ich substituiert im ZFS und mittlerweile habe ich eine Dosis von 1000mg Morphin pro Tag. Diese Dosis nehme ich seit zwei Jahren. Alles so weit gut, nur hat sich durch den anhaltenden Morphin-Konsum ein Krebsgeschwür in meinem Magen entwickelt. Das wiederum ließ meine Magenwände reißen (Magenwanddurchbruch) und jetzt kann ich seit gestern gar kein Morphin mehr zu mir nehmen hier im Krankenhaus.
Das Sevre-long (Morphinretard-Medikament) war der Auslöser meiner doch sehr schmerzhaften Magenkrankheit, aber die Hölle, die ich jetzt erleben muss, ist beinahe unerträglich. Das Schreiben ist schwierig, denn die Nase läuft, die Tränen laufen übers Display meines Handys und der Krämpfe in den Beinen wegen schreie ich immer wieder laut auf. Manchmal kommt eine Schwester und bringt mir Säureblocker und durch die Infusion bekomme ich eine Art Schmerzmittel, was aber nicht hilft und auch kein Opioid ist.
Acht Jahre hatte ich eine echt schlimme Beziehung, wurde nur ausgenutzt, der Mann hat mich ruiniert, körperlich, finanziell, seelisch, aber das Gute, ich konnte mich freikämpfen von ihm, und ja, das war wirklich ein Kampf, wie ich ihn noch nie zuvor hatte, und seither geht‘s nur noch bergauf. Deshalb bin ich zuversichtlich, dass ich diese Hölle auch überstehe, denn mir wurde versichert, dass wenn es gar nicht mehr geht, dass man mich dann ins künstliche Koma legt und ich somit den Entzug, obwohl das Wort Hölle es besser trifft, verschlafen wird.
Ach krass, diese Schmerzen, kein Mensch, der sowas nicht kennt, kann je erahnen, was für abartig abgrundtief krasse Schmerzen ein Mensch erleiden/ertragen kann. Ich wundere mich, dass ich noch lebe, ganz ehrlich, und sollte ich das überleben, dann habe ich vor nichts mehr Angst, denn noch schlimmeres kann es meines Erachtens nicht geben, sogar Overdose ist gnädiger.
An alle Entzügigen, Kopf hoch, ihr schafft das und alles kommt gut, aber lasst die Finger davon, sonst fängt der Höllenritt von vorne an und ihr könnt das Schwein satteln und mit ihm durch die Hölle reiten!!!
Morphin Entzug !!!! Qualvoll !!!!
122 Freitag, den 21. April 2017 um 03:20 Uhr
Olli
Hallo Liebe Leute...
Ich bekam, als ich 14 Jahre alt war, immer wieder starke Schmerzen im LWS Bereich. Mit 16 dann der Schock: Bandscheibenvorfall. Ich bekam im Krankenhaus aufgrund meines jungen Alters nur sehr geringe Schmerzmittel, musste viel Wasser und Trocken-Gymnastik machen dann nach etlichem Leiden wegen Rückenproblemen und noch zwei weiteren Bandscheibenvorfällen ein Arzt, der mir heute Tilidin verschreibt. Leider half das nicht auf Dauer und ich sprach mit meinem Arzt, der mir aber nichts höheres verschrieben hat. Das ging etliche mal bei etlichen anderen Ärzten so weiter.
Dann kam ich privat an Morphin 200mg. Ich nehme das Zeug seit zwei Jahren und jetzt wird es mir zu teuer und es ist nicht einfach zu beschaffen. Meine Schmerzen waren wie im Wind weggepustet. Nach 4 Jahren Schmerz also aufatmen. Aber jetzt mache ich den kalten Entzug. Es ist die Hölle. Tag 3, kein Schlaf seit der letzten Dosis, es ist höllisch. Kann ich mir was für das schlafen beschaffen, wenn ja wie und wo? Würde ungern mit meinem Arzt reden, sonst bin ich die Tilidin los. Sie helfen zwar minimal, aber es ist die Hölle.
Oxycodon / Morphin Entzug !
121 Freitag, den 21. April 2017 um 02:49 Uhr
Mr. XT
Ich habe früher viel Oxycodon genommen, jeden Tag 80mg Retardtabletten, dann als ich dies nicht mehr bekam, kam ich wiederum an Morphin 200mg ran. Meine Dosis war schnell bei 400mg pro Tag und gezwungen muss ich jetzt durch den Entzug. Es ist Tag 4 und wie in der Hölle. Meine Gelenke tun weh. ich schlafe max. 3 Stunden und das alles, obwohl ich Tilidin zum Absetzen habe, bringen aber nichts :((
BLEIBT STARK
Qualifizierter Oxycodon Entzug in der Klinik
120 Freitag, den 14. April 2017 um 19:18 Uhr
Sylvia
Hallo,
im November 2013 habe ich wegen postoperativer Wundschmerzen Oxycodon auch nach dem Krankenhausaufenthalt verschrieben bekommen.
Die Schmerzen waren gar nicht mehr da. Ich habe das Gefühl genossen, das das Oxycodon auslöst.
Wie gefährlich die dauerhafte Einnahme sein wird, war mir da nicht klar. Die Warnung meiner Tochter habe ich ignoriert, weil ich mich weiterhin so fühlen wollte. Der psychische Schmerz über die Narbe, die die OP mir beschert hat, war real und durch die andauernde Einnahme von Oxycodon betäubt. Das war sehr verlockend.
Das war dann auch die Abwärtsspirale in die Morphin-Sucht. Meine Ärzte haben mir immer neue Rezepte ausgestellt.
Bis März 2017 war ich dankbar, weil ich die Entzugserscheinungen, die ich hatte, wenn ich z.B. die Abendtablette vergessen hatte, nicht mehr spüren wollte.
Jetzt bin ich zur Entzugsbehandlung in der Klinik, nachdem ich Anfang des Jahres von meiner Ärztin beim Betreten der Praxis vor allen sehr unfreundlich und demütigend behandelt wurde. Ich saß weinend in der Praxis und kam mir so dumm vor, konnte aber auch nicht für mich einstehen, weil ich auf ihr Wohlwollen angewiesen war.
Da habe ich die Entscheidung getroffen, endlich frei werden zu wollen.
Nun bin ich in der Klinik und hatte am zweiten Tag und in der Nacht hier fast unerträgliche Entzugserscheinungen. Ich habe weinend, am ganzen Körper zitternd und vollkommen verkrampft im Schwesternzimmer gestanden. Sie haben mir die vom Arzt verschriebenen Medikamente gegeben, die alle nichts halfen. Die eine Schwester hat beruhigend auf mich eingeredet und mir gesagt, dass ich es aushalten muss und dass es auch wieder besser wird. An dem Abend und in der Nacht wurde es nicht besser. Die Schlaftablette brachte ein wenig Minderung.
Seither geht es mir von Tag zu Tag besser. Heute (fünfter Tag) allerdings geht es mir nicht sehr viel besser als gestern, aber auch nicht schlechter.
Ich werde den qualifizierten Entzug vollständig durchziehen und bin freue mich auf die Freiheit.
Alles Liebe und nur Mut für jeden, dem der Entzug noch bevorsteht.
Sylvia
Oxy Entzug
119 Montag, den 20. März 2017 um 21:51 Uhr
Stefan
Moin,
ich selber bekomme seit Anfang 2015, 30-30-30 Oxycodon, jedoch nehme ich es nur nach Bedarf und Lust ein, kann aber auch nur sagen lieber ohne, aber mit gehts halt besser. Ich kann auch mühelos Pause machen ohne große Entzugserscheinung. Wünsche jedem viel Erfolg bei einem Entzug/Ausschleichen.
Oxygesic-Entzug
118 Donnerstag, den 16. März 2017 um 19:37 Uhr
Pahmina
Hallo,
fast 10 Jahre lang habe ich Oxygesic 20 mg, zuletzt 3 mal täglich, eingenommen. Ich bin Schmerzpatient, habe mehrere Bandscheibenvorfälle, Fibromyalgie, Restless-legs-Syndrom und noch so einige andere Erkrankungen.
Da die Nebenwirkungen von Oxygesic nunmehr stärker waren als der Nutzen habe ich mich, gemeinsam mit meinem Hausarzt, dazu entschlossen Qxygesic abzusetzen. Heute ist Tag 9 des Kalten Entzugs.
Die Entzugserscheinungen sind heftig. Am schlimmsten finde ich diese fürchterliche innere Unruhe und den Schlafentzug. Ich bin nur noch ein Nervenbündel und hoffe auf baldige Besserung. Mein Arzt meinte, es würde Monate dauern, bis der Dreck aus dem Körper wäre.
Allen, die es bereits geschafft haben oder noch dabei sind, wünsche ich ein gutes Gelingen.
Für mich hoffe ich, dass ich es schaffe und nicht rückfällig werde.
Ohne Morphin
117 Mittwoch, den 08. März 2017 um 20:10 Uhr
Petra
Also, ich habe den Entzug im November gemacht, wie schon berichtet, leider hat es doch sehr lange gedauert. Habe gehofft, dass ich das evtl. ohne Schmerzmittel schaffe, ist leider nicht der Fall. Habe zur Zeit Schmerzpflaster, Versatis, leider klappt es nicht so toll, kann nicht richtig laufen, Schmerzen in Händen und Füßen! Werde ab April ins Cannabis Programm gehen, leider, allen anderen drücke ich die Daumen ........
Ich wollte nicht mehr mitspielen
116 Donnerstag, den 02. März 2017 um 23:00 Uhr
TorstenB
Hallo Menschen,
ich habe gerade die letzte Woche es endlich geschafft von den beschissenen Opiaten weg zukommen, welche mich seit Jahren mehr und mehr fertig gemacht hatten, weil ich eine Entscheidung getroffen hatte, mein Leben und das meiner kleinen Familie grundlegend zu ändern und nicht mehr bei dem ganzen beschissenen Spiel mit zumachen, von wegen immer weiter machen, um arbeiten gehen zu können und Geld zu verdienen.
Letztes Jahr wäre ich fast an einer Lungenentzündung drauf gegangen und dies war nur darauf zurückzuführen, dass ich immer meine Schmerzmittel genommen hatte (32mg Hydromorphon täglich), denn ich hatte durch diese abtäubende Wirkung gar nicht mehr mitbekommen, wie mein Körper immer mehr Entzündungssignale sendet und immer schön weiter gemacht, bis ich zusammenbrach, und dies war bis dato leider nicht der erste Fall dieser Art.
Ich bin ein Mensch und wenn dieses beschissene System von mir erwartet, immer wieder Schmerzmittel einzuwerfen, damit meine Arbeits- und Leistungsfähigkeit erhalten wird, nur um schön weiter malochen gehen zu können und Steuern zu zahlen, dann Fuck off!!!
Ich habe nur noch 30% meiner Bandscheiben im Brustwirbelbereich und einen Gleitwirbel im Lendenbereich, so dass jede Arbeit wie auch längeres Sitzen und Heben etc. jedes mal mit unglaublichen Schmerzattacken verbunden sind, so bekommt man dann halt irgendwann harte Mittel, damit es schön weiter geht, doch damit ist jetzt Schluss.
Ich habe eine kleine Tochter und noch eine psychisch kranke Frau und bin nicht bereit, das letzte bisschen Lebensfreude, was mir in Zukunft noch bleibt, durch diesen Dreck kaputt machen zu lassen, besonders die depressiven Phasen und die Stimmungsschwankungen, wenn der Medikamentenspiegel schwankt, haben mich selbst an den Rand der Verzweiflung getrieben.
Meiner Frau konnte ich gar nichts darüber sagen, sie leidet selbst an einer bipolaren Störung und wie kann ich sie dann mit dem Mist noch belasten, sie braucht mich und ich brauche sie, denn sie hat mir durch ihre Stärke im Umgang mit ihrer Krankheit auch gezeigt wie es anders geht.
Wir haben in der BRD alles aufgegeben, unser Haus verkauft und sind jetzt nach Schweden in die Natur gezogen, um einfach von diesem ganzen Wahnsinn weg zukommen, hier hatte ich noch mal Tabletten für 3 Monate mitgenommen, denn so einfach wurde der Start hier auch nicht, jetzt als sich alles eingelebt hatte, habe ich meine Medikamente eine Woche lang reduziert und bin seit 6 Tagen auf Null.
Die Tage waren echt der Horror und in den ersten 5 hatte ich nur 6 Stunden Schlaf, Muskelzucken und Gelenkschmerzen, jetzt ist nur noch Unruhe da und ab und zu Zuckungen in den Muskeln, aber wenigstens kann ich hier den Schmerzen aus dem Weg gehen, denn hier ist keine Arge, die will, dass ich arbeite, und kein Chef, der nervt, keine dummen Nachbarn und Psychotherapeuten, die einem erzählen wollen, dass es korrekt wäre, mit diesem ganzen Wahnsinn als Mensch leben zu müssen.
Wir haben noch Geld für ein Jahr, wie es dann weiter geht, weiß ich nicht, nur eins weiß ich ganz sicher, nie wieder diese Tabletten, lieber falle ich vor Schmerzen wieder um, aber endlich wieder richtig fühlen zu können, dass man lebt, endlich wisder sich so glücklich zu fühlen, wie es die letzten Monate war, das sind auch die Schmerzen wert und hier mache ich halt eine Pause, wenn es mir schlecht geht, und muss nicht so funktionieren, wie es Andere von mir erwarten.
Sicher kann nicht jeder unseren Weg gehen und ich weiß auch noch nicht, wie alles endet, jedoch kann ich nur jedem raten, sich nicht aufzugeben und zu kämpfen und ich wünsche Allen hier viel Erfolg und vielleicht entscheidet ihr euch fürs Leben auch mit Schmerzen, dafür aber mit dem Gefühl, ein Mensch zu sein und nicht ein Arbeitsroboter, der funktionieren muss - Gott liebt euch alle!!!
Torsten
Morphium Entzug
115 Sonntag, den 26. Februar 2017 um 11:43 Uhr
Lilo
Hi,
Ich bin jetzt seit fast 3 Wochen von den Teufelszeug los, es geht mir eigentlich ganz gut, aber die Schweißausbrüche habe ich immer noch... Ich kann nirgends wo hin gehen, innerhalb einiger Minuten bin ich bis auf die Unterhose nass geschwitzt.
Ich nehme auch zur Unterstützung Clonidin und es hilft, das Schwitzen einigermaßen zu Hause im Griff zu haben. Meine Ärztin meint, dass es noch drei bis vier Wochen dauern könnte..
Lg
Hydal Entzug (Morphium)
114 Donnerstag, den 23. Februar 2017 um 19:23 Uhr
Petra
Hallo,
seit mehr als anderthalb Jahren habe ich Hydal 24 mg 2 x täglich zu mir genommen wegen schwerer Nervenbeschädigungen nach einer Krebstherapie. Da ich feststellte, dass die Medikamente nicht ausreichend wirken, habe ich mich entschlossen, damit aufzuhören. Bin von 24 mg zurückgegangen auf 20 mg 2 x täglich. Bin jetzt auf 16 mg.
Muss sagen, einerseits geht es, andererseits habe ich viele Nebenwirkungen wie Angst, Weinen, sehr müde, nicht schlafen können und ganz heftige Schweißausbrüche den ganzen Tag durch. Liege fast den ganzen Tag im Bett und nix interessiert mich. Am meisten machen mir die Schweißausbrüche zu schaffen. Doch muss sagen, bin auf einem guten Weg. Möchte eines eigentlich wissen. Wie lange muss ich noch mit diesen Schweißausbrüchen kämpfen, weil die finde ich am schlimmsten.
Temgesic
113 Donnerstag, den 23. Februar 2017 um 01:56 Uhr
Joachim
Bin seit gut 14 Jahren Schmerzpatient wegen mehrerer HWS OP's mit Versteifung und Psoriasis-Arthritis. Habe daher schon viele Opioide ausprobiert. Zuletzt das Medikament Temgesic. Nun habe ich mich zum Entzug in der Schmerzklinik Krefeld entschlossen, da ich dieses Zeug endlich loswerden möchte. Die Klinik ist super. Man wird rund um die Uhr sehr gut betreut.
Die erste Nacht war erträglich. Nun bin ich in der zweiten Nacht und der Entzug macht sich mit starken Muskel- und Gelenkschmerzen bemerkbar. Bekomme Clonidin. Das hilft einigermaßen. Mal abwarten, was die nächsten Tage bringen.
Morphium Entzug
112 Freitag, den 17. Februar 2017 um 22:21 Uhr
Lilo
Hallo zusammen,
Ich habe seit knapp 8 Jahren 150 mg Morphin zu mir genommen, da ich schon einige Bandscheiben-Vorfälle hatte. Zum Schluss wurde ich versteift und es wurde dadurch immer schlimmer.
Mittlerweile habe ich einen neuen Bandscheiben-Vorfall und am linken Bein einen Nervenschaden. Darum auch das Morphium . Irgendwann habe ich gemerkt, dass trotz der Menge meine Schmerzen immer gleich bleiben und ich mir dachte, wofür nimmst du den Mist eigentlich noch? Die Nebenwirkungen machten mich kaputt.
Somit hatte ich beschlossen, einen Entzug zu machen. Und zwar im Bergmannsheil Krankenhaus in Bochum. Das ganze ging über 10 Tage stationär und ich bin seit Dienstag auf Null. Die erste Nacht war die Hölle, kein Schlaf, ich habe geweint, weil mir alles weh tat, vor allem die Beine... jetzt bin ich seit Donnerstag zu Hause, meine Beine fühlen sich an wie Pudding und mein Körper als wenn ich eine Grippe habe...
Aber ich bin froh, dass ich davon weg bin. Und ich kann das Krankenhaus nur empfehlen.
Lg
Kalter Fentanyl Entzug von 100ug/h am Tag
111 Sonntag, den 05. Februar 2017 um 13:04 Uhr
Robin
Ich habe vor 14 Tagen endlich nach 5 Monaten Fentanyl-Abhängigkeit einen kalten Entzug gemacht. Es wurde jeden Tag ein ganzes 100ug/h Pflaster gelutscht. Aufgrund der hohen Dosis war der Entzug von Fentanyl nicht ohne. Die ersten 8-9 Tage sind die schlimmsten, danach wird es langsam besser.
Die ersten Tage ohne Fentanyl waren so, als ob ich durchgehend auf einem Ameisenhaufen sitzen würde und alles, was ich berührt habe, hat sich wie Schmirgelpapier angefühlt. Trotz 3 Decken und einem Heizlüfter habe ich die ganze Zeit gefroren.
Um die Entzugssymptome zu verringern, habe ich versucht, so viel Cannabis wie möglich zu rauchen, allerdings hat das trotz sehr starkem Konsums gerade mal 5% Besserung gebracht. Vor dem Schlafengehen wurde die erste Woche Doxepin verwendet. Nach 2 Wochen kann ich etwas besser schlafen, aber bin trotzdem noch jede Nacht halb wach.
Morphin Retard Tabletten
110 Samstag, den 04. Februar 2017 um 16:33 Uhr
Pain31
..seit einiger Zeit nun, ca. ein Jahr, nehme ich Morphin Tabletten, den Grund bzw. Auslöser möchte ich hier nicht erwähnen! Ich nehme 100mg Morphin Tabletten und teile sie durch 4, heißt also, ich nehme ca. 25mg, und an manchen Tagen 50mg pro Tag zu mir. An vielen Tagen versuche ich noch weniger davon zu nehmen, damit der Effekt am Folgetag umso höher ist. Im Großen und Ganzen gelingt das auch sehr gut und ich komme mit 10 Tabletten ca. 20-25 Tage aus.
Das Problem ergibt sich dann natürlich, wenn ich keine Tabletten mehr habe, jedesmal, wenn es auf das Ende meines "Morphin-Bestandes" zugeht, versuche ich noch mehr zu reduzieren, um Entzugssymptomen aus dem Weg zu gehen. Leider gelingt mir das nicht immer und dann habe ich mit den Symptomen zu kämpfen. Das sind insbesondere Knieschmerzen, Durchfall und meine Nase hört nicht auf zu laufen. Dazu kommt, dass sich meine Stimme für mich anhört wie eine Krähe beim krächzen, ich bekomme Augenränder und werde nervös und unruhig.
Diese Nervosität ist mit Lorazepam ganz gut in den Griff zu bekommen, hilft allerdings nicht bei diesen unfassbaren Schmerzen in den Knien. Es geht so weit, dass ich vor Schmerzen kaum noch laufen kann, und wenn, dann nur sehr wacklig. Dazu sei gesagt, dass ich meine Beine trotz höllischer Schmerzen nicht ruhig stellen kann, permanentes auf und ab bewegen in unnormaler Geschwindigkeit ohne Pause..
Ich befinde mich jetzt seit 3-4 Tagen auf diesem Entzug. Würde ich zum Einschlafen nicht auf eine halbe Zopiclon 7,5mg zurückgreifen können, wäre es mit dem Schlafen wohl auch kaum möglich. Ich bin morgens sehr früh wieder wach, sobald die Zopiclon ihre Wirkung verliert, dann versuche ich mich abzulenken, phasenweise vergebens..
Das Schlimmste bei dem ganzen ist eigentlich, dass ich all diese Symptome vor meiner Frau verbergen muss. Sie bekommt von dem Entzug nichts mit, sie bekommt auch nicht mit, wenn ich zur Zopiclon oder Lorazepam greife. Die Morphin Tabletten sind stets so gut versteckt, dass es unmöglich ist, sie zu entdecken.
Auf der einen Seite möchte ich wirklich gerne mit diesem Teufelszeug aufhören, allein wegen der undefinierbaren Schmerzen und Symptome (Phantomschmerz)? Andererseits öffnet das Morphin Fenster und Türen, die sonst verschlossen bleiben, bzw. glaube ich das wohl nur, weil ich "süchtig?" bin!?
Ich erlebe diesen Entzug immer wieder, was natürlich motivierend ist, ganz mit dem Morphin aufzuhören, da ich das Gefühl habe, es wird von Mal zu Mal schlimmer. Komischerweise geht es diesmal eigentlich, ich hoffe auf eine Chance, ganz damit aufzuhören. Es ist nicht so, dass ich jede Sekunde darüber nachdenke, Morphin zu nehmen, Es gibt Tage, da finde ich die Wirkung sogar unangenehm, aber es dann nicht zu nehmen, ist mir bisher nicht gelungen.
Soweit geht es mir heute sehr gut, wären da nicht diese unfassbaren Knieschmerzen. Leider wird es wohl dagegen kein Mittel geben, zumindest kein Nicht-Opioides. Ich kann nur hoffen, dass sich das so schnell wie möglich von alleine wieder normalisiert, denn jeder Schritt ist die Hölle und Verdrängen klappt nur, wie o.g. in gewissen Situationen.
Leider muss man sagen, verbinde ich mit Opioiden Analgetika sehr positive Dinge, meine halbe berufliche Karriere habe ich unter Tilidin erlebt und selbst schwierige Prüfungen gemeistert. Seit das mit dem Morphin anfing, bin ich gar in eine höhere Führungsposition aufgestiegen, alles unter dem körperlichen Einfluss von Morphin. Vielleicht ist das auch ein Grund, dass es mir schwer fällt damit aufzuhören. Ich liebe dieses Medikament und gleichzeitig hasse ich es. Und ich hasse mich dafür, dass ich es nicht schaffe bzw. anscheinend nicht stark genug dafür bin, damit aufzuhören!
Ich weiß, der Tag wird kommen, an dem ich damit unwillkürlich aufhören MUSS, aber seinen Zeitpunkt und den dann durchzumachenden Schmerz bleibt wohl in der Zukunft stehen, die jedoch dann der Vergangenheit zuzutragen ist.
Tilidin Abhängig
109 Samstag, den 04. Februar 2017 um 09:40 Uhr
Emi
Hallo liebe Tina! Wie geht es dir? Ich hoffe es geht dir gut? Ich hab es noch nicht geschafft vom Tilidin runter. Bin dabei es zu versuchen. Der Lupus macht mir im Moment sehr zu schaffen. Ich würde mich sehr freuen, von dir zu hören. Ich wünsche allen viel Kraft und ein schönes Wochenende! Liebe Grüße Emi
Tramadol
108 Montag, den 16. Januar 2017 um 14:25 Uhr
Brizi
Ich habe etwa 12 Jahre Tramadol retard Tabletten 2x tgl. 100 mg wegen Arthrose eingenommen. Hatte vorher Celebrex genommen und bin gut damit ausgekommen. Dann hat mein Hausarzt einfach auf Tramadol gestellt, da ja Celebrex verschiedene Nebenwirkungen hervorruft.
Tramadol ist schon auf die Dauer ein Wohlfühlmittel, aber wehe man vergisst mal eine Tablette. Ich habe mich im Oktober 2016 entschlossen, mit dem Mist aufzuhören. Habe mir Tramadoltropfen verschreiben lassen und wöchentlich um 2 Tropfen reduziert. Habe aber die Tropfen nicht so gut vertragen. Magendruck, Völlegefühl, Fressattacken, Schlaflosigkeit, hohen RR, es ging mir nicht gut. Tagsüber immer richtig kaputt.
Ab 2.1.17 habe ich beim Stand von 20 Tropfen täglich Schluss gemacht. Ich hatte noch mal richtig schlimme 2 Wochen, aber jetzt geht es mir ganz gut, ich hoffe den Rest auch noch zu schaffen. Die letzten 2 Wochen habe ich mir Fußreflexzonenmassage machen lassen, was mir auch sehr geholfen hat. Eine Ärztin hat mir gesagt, dass es noch Monate dauern kann, bis alles aus dem Körper raus ist.
Ich wünsche jedem, dass er den Versuch wagt. Meine Schmerzen sind ohne Tramadol auch nicht schlimmer. Sobald es wieder wärmer wird, laufe ich wieder barfuß, das hat meinen Gelenken und vor allem meinen schmerzenden Füßen Schmerzfreiheit gebracht.
Targin
107 Freitag, den 06. Januar 2017 um 13:57 Uhr
Berger
Bin 73 Jahre und habe das 1. Mal Targin 5 mg 2,5mg. Nach 4 Tagen abgesetzt wegen starken Nebenwirkungen, jetzt Entzugserscheinungen, Appetitlosigkeit, Schwitzen und Unruhe, wie lange dauert das?
Gruß aus der Schweiz, Berger
Palexia
106 Mittwoch, den 30. November 2016 um 12:47 Uhr
Petra
So, war jetzt 12 Tage in der Klinik, der Entzug ist so heftig, Schüttelfrost, Krämpfe, Durchfälle und totale Schlaflosigkeit.....bin seit 16 Tagen dabei, ich habe einen Strahlenschaden nach Brustkrebs, es hat unendlich lange gedauert, bis man wusste, dass ich die Nervenenden an Händen und Füßen zerstört habe.
Ich habe zum Schluss 600 mg Palexia am Tag zu mir genommen, bis ich wieder merkte, es reicht nicht mehr. Mein Schmerztherapeut sagte so, jetzt muss das Zeug mal wieder raus....habe es jetzt fast 5 Jahre genommen, mit Wechsel anderer Präparate... Horror..... mittlerweile will ich das Dreckzeug nicht mehr .... aber ich bin Körperlich so krank, manchmal denke ich, ich könnte mir alle Reste reinschütten, dann wäre Ruhe. Ich mache es nicht ........
Allen drücke ich die Daumen, Durchhalten Leute, ob ich ohne Morphin laufen kann?? Abwarten ... also durchhalten , GLG
@Asklepios
105 Dienstag, den 29. November 2016 um 23:14 Uhr
Tosa Token
Jetzt nicht entmutigen lassen. Die Krämpfe, der Schüttelfrost, das geht alles langsam zurück. Mich hat die abendliche Unruhe gestresst. Dagegen hat Doxepin geholfen, dass ich jedoch seit gut einer Woche auch nicht mehr brauche. Ich bin im 48.ten Tag Kaltentzug.
Zieh das durch, es lohnt sich. Ich drücke Dir die Daumen.
Tramal Schmerzmittel absetzen
104 Freitag, den 25. November 2016 um 02:06 Uhr
Karl Hotter
Ich habe über 1 Jahr dieses Schmerzmittel genommen, damit ich noch arbeiten konnte. Jetzt habe ich seit 5 Wochen eine Hüft-OP gehabt und bin eigentlich wegen der Hüfte schmerzfrei. Jetzt bin ich dabei, dieses Schmerzmittel abzusetzen und leide unter fürchterlichem Entzug. Ich mache es aber mit meinem Hausarzt. Habe es radikal probiert und da habe ich keine Chance, dass es mir gelingt. Was für eine Gefahr besteht, wenn ich es radikal probiere? Ich habe es auch beim Rauchen abgewöhnen so gemacht, mit Erfolg. Radikal oder gar nicht, beim Rauchen. So, das wäre meine Frage bzw. mein Kommentar zum Schmerzmittel absetzen.
Oxycodon
103 Montag, den 21. November 2016 um 05:57 Uhr
Asklepios
Hallo zusammen,
Ich habe ca. 6 Monate lang Oxycodon in 2016 wegen OPs eingenommen. Im Durchschnitt 20mg 1-0-1-0. Bin seit knapp einer halben Woche auf Entzug. Junge Junge, das ist hart. Ich habe insbesondere nachts extreme Unruhe und Schüttelanfälle (insbesondere der Beine) wie Parkinson im Hardcore-Modus. Ich hoffe, dass es bald vorbei ist, da ich aufgrund des Entzuges nicht schlafen kann. Da wird man wahnsinnig im Kopf.
Schmerzbekämpfung mit Akupunktur
102 Mittwoch, den 16. November 2016 um 08:29 Uhr
Tosa Token
Mein verstorbener Vater, Schwerkriegsbeschädigter, nahm Unmengen Morphium und Valoron (heutige Tilidin), um die jahrzehntelangen, teilweise täglichen Schmerzattacken auszuhalten. Bis wir eine chinesische Akupunktur-Expertin für Amputationsschmerz fanden. Wir wurden in Düsseldorf fündig.
Nach dem ersten Test ist mein Vater ganze 4 Jahre jede Woche dorthin gefahren (150 km). Sie hat ihn nicht von den Schmerzen komplett befreien können, wohl aber den Schmerz im "nicht vorhandenen Bein" in das Gesunde lenken können. Das führte dazu, dass er den Valoron-Konsum bis zu seinem Tod um die Hälfte reduzieren konnte, denn plötzlich "passte" alles besser zusammen.
Um alles ins rechte Licht zu rücken: Die Schmerzexpertin sagte später, dass Sie schon überrascht gewesen sei, dass nach zwei Sitzungen eine Besserung eingetreten war, zumal TCM für meinen Vater reiner Hokus Pokus gewesen sei. Bis zu diesem Tag.
Targin-Entzug
101 Mittwoch, den 16. November 2016 um 08:12 Uhr
Tosa Token
Fazit nach den ersten 30 Tagen kalter Entzug von Targin: Klappt bisher - Doxepin, wie hier im Forum empfohlen, hilft bei der abendlichen starken Unruhe. Die Muskelkrämpfe/Schüttelfrost-Zeit scheint vorüber zu sein.
Hatte gestern statt einer Doxepin fälschlicherweise zwei Bluthochdruck-Tabletten genommen (war nicht bebrillt). Ergebnis war suboptimal.
Die ersten Veränderungen sind zu spüren. Die Denkvorgänge sind etwas schneller geworden. Ich bin nicht mehr ganz so aufbrausend. Mal sehen, wie es weitergeht. Ach ja, die Schmerzen sind geblieben, wenn nicht anderes möglich, rasiere ich die oberste Spitze mit 20 Tropfen Tilidin max. 1/Woche.
Oxycodon absetzen
100 Samstag, den 05. November 2016 um 01:23 Uhr
Sabrina
Hallo, ich bin 24 Jahre jung und leide chronisch an drei Bandscheibenvorfällen. Anfang Oktober lag ich eine Woche im Krankenhaus, weil ich mich vor Schmerzen keinen Millimeter mehr rühren konnte. Ich wurde mit Tabletten weggeballert! Erst intravenös Piritramid, hat wirklich super high gemacht und wurde dann auf Oxycodon 10 mg/3-5 mal täglich gesetzt.
Zwei Wochen ungefähr habe ich also die Tabletten dreimal täglich weitergenommen und die letzte Woche dann nur noch einmal am Tag. Seitdem friere und schwitze ich heftig im Wechsel. Ich habe täglich Bauchschmerzen und jetzt heftigen Durchfall. Täglich Kopf und Nackenschmerzen. Mein Puls ist seit der Einnahme zwischen 80-110 im Ruhezustand, wo er normalerweise bei 50-60 liegt. Ich hatte vor drei Jahren akut unter einer Angst und Panikstörung gelitten, ganz ist die noch nicht weg. Ich bin ein Hypochonder. Das alles wurde während meines Aufenthalts in der Akte notiert. Ich finde es eine Sauerei, dass ich trotzdem diese Hammer Medikamente bekommen und weiternehmen sollte. Ich meine, ich merke ja jetzt nach so kurzer Zeit, wie die Tabletten meinen Körper beeinflussen. Schmerzlinderung hatte ich dadurch ja noch nicht einmal wirklich, das einzige was Linderung schafft ist die Physiotherapie.
Anfang des Jahres hatte ich schon mal einen Entzug von dem Antidepressivum Paroxetin durchgemacht, man ist einfach froh, wenn man nicht wieder rückfällig wird und sagen kann, ich lebe ohne Tabletten. Also bleibt stark!
Starke Grüße Sabrina
Absetzen von Oxycodon und Co
99 Freitag, den 04. November 2016 um 13:49 Uhr
Conni
Ich nehme nach inzwischen 8 Operationen am Fuß seit Dezember 2015 täglich Oxycodon, Gabapentin und Amineurin ein (zwischenzeitlich auch Novaminsulfon, Ibuprofen, Lyrika, Pregabalin). Die Dosen wurden mehrfach angepasst und beim Oxycodon befinde ich mich zurzeit in einem Ausschleich-Plan. Hilfe finde ich dabei bei meiner Hausärztin, die auch Schmerztherapeutin ist.
Durch das Herunterfahren des Oxycodon (die anderen Mittel werden später abgesetzt) habe ich seit ein paar Tagen alle bereits beschriebenen Unannehmlichkeiten eines Entzuges.
Ich will aber unbedingt weg von dem Zeug, bevor ich im Dezember zur 9. und hoffentlich letzten OP muss. Dabei wird "nur" der Lappen auf meinem Fuß das zweite mal ausgedünnt.
Im Juli hat eine Assistenzärztin nach meiner 7. OP die Oxycodon von heute auf morgen abgesetzt. So etwas möchte ich nicht noch einmal durchmachen müssen.
Meine Hausärztin ist dagegen vorgegangen und es gab viel Ärger. Ich hoffe, die KH-Ärztin hat daraus etwas gelernt.
Ich finde es unverantwortlich, wie in Krankenhäusern mit Oxycodon bzw. Oxygesic-Kapseln umgegangen wird. Man konnte nach Bedarf abfordern, ohne dass man über eventuelle Risiken aufgeklärt wurde. Auch über die Nebenwirkungen wurde geschwiegen, obwohl wir alle an totaler Verstopfung litten. Und das im Krankenhaus bei fester Bettlägerigkeit!!
Ich wünsche allen Leidensgefährten maximale Erfolge beim Absetzen der Medikamente. Mir hat es gut getan, die vielen Beiträge zu lesen und zu wissen, dass es Anderen ähnlich geht. Wie heißt es doch so schön: geteiltes Leid ist halbes Leid!
Dr. jörn
98 Donnerstag, den 20. Oktober 2016 um 22:46 Uhr
Jenny weiss
Ihre Kommentare sind sehr wichtig. Aber ich war schon in einer Schmerz-Therapie und habe sie abgebrochen. Konnte die Schmerzen nicht aushalten, da ich auch noch sehr schwer krank bin, schaffte ich es einfach nicht, obwohl ich es gerne wollte. Bei mir haben die Ärzte einen kalten Entzug gemacht. Da ich Fentanyl-Pflaster 125ug genommen habe und Lyrica 450mg. Und Trama600mg, das nehme ich nur nicht so ein, weil es mir danach ist sondern weil ich sehr sehr krank bin.
Meine Frage an Sie wäre, ob Sie mir vielleicht helfen können, um nicht einen kalten Entzug zu machen, das wäre super, ich danke Ihnen im voraus. Vielen vielen Dank. lg weiss Jenny
Buprenorphin Entzug
97 Donnerstag, den 20. Oktober 2016 um 13:57 Uhr
Ilona
Hallo zusammen.
Seit Mitte Juni klebe ich wegen einem Bandscheibenvorfall Buprenorphin Pflaster. Zuerst 35 ug/h und seit 2 Monaten 52,5 ug/h.
Auf Anraten des Neurochirurgen soll ich weg von dem Dreck. Seit heute wird ausgeschlichen. Erst mal auf eigene Faust, aber am 27 . habe ich schon einen Termin beim Hausarzt, der mich dabei begleitet. Ich habe bei Google gelesen, dass 20-30% weniger bei jedem kleben ok ist. Ich habe heute angefangen, 20% weniger zu kleben und in 3 Tagen, wenn gewechselt wird, wieder 20% weniger. Ich merke schon heute ganz doll die Nebenwirkungen und hoffe, es wird nicht noch schlimmer. Habe 5mg Valium zur Beruhigung genommen. Was denkt ihr, ist das ok so?
Schöne Grüße
Targinentzug
96 Mittwoch, den 19. Oktober 2016 um 17:49 Uhr
Tosa Token
Nach 15 Jahren Schmerzpatient auf dem BTM-Karussell, habe ich die letzten 1,5 Jahre täglich Targin genommen. ( min 20. bis zu 70 mg + Tili)). Mein Turbo-Stoffwechsel hatte dazu beigetragen, dass "das Zeug" so, wie es in den Körper eingeläutet wurde, mir nur kurz Linderung verschaffte. Die Nebenwirkungen (psychischer wie physischer Natur) konnte ich irgendwann nicht mehr überspielen. Zweimal habe ich einen schleichenden Entzug probiert, zweimal bin ich gescheitert. Vor 7 Tagen wurden die Ergebnisse einer Langzeitstudie über die Spätfolgen von Morphineinnahmen über mehrere Jahre veröffentlicht. Am gleichen Tag habe ich den kalten Entzug begonnen, flankiert von den hier im Forum beschriebenen, teilweise schweren Nebeneffekten. Arbeiten, Familienvater oder Partner sein, nicht dran zu denken. Als Selbstständiger ist das nicht ohne. Meine Frau und meine Kinder(8 & 11) unterstützen mich. Sie freuen sich darauf, dass ich irgendwann „ohne“ klarkommen werde. Sie wissen, dass ich nicht den Entzug „versuche“, sondern ihn mache.
Ich möchte Euch erklären, wie ich mich selbstmotiviere. Vor einer Woche legte ich mich in heißes Badewasser und fror dennoch. Vor drei Tagen musste ich etwas kaltes Wasser dazu mischen, heute noch ein bisschen mehr. Die Schüttelkrämpfe habe ich nach Länge und Häufigkeit kontrolliert. Nehme für die Nacht Zopiclon. Alles geht leise und unendlich langsam zurück, in winzigen Schritten. Aber es geht. Beobachtet Eure Körperreaktionen. Ehe ich’s vergesse: Die Schmerzen sind da, ich schwimme zweimal die Woche und versuche, wieder zu meditieren. Es gibt kein Zurück.
Absetzen von Hydromorphon
95 Mittwoch, den 19. Oktober 2016 um 16:11 Uhr
Bonney
Also ich habe nach einer schweren Operation vor einem Jahr Hydromorphon 8mg 2 mal am Tag eingenommen. Das ganze 1 Jahr lang. Ich wollte das jetzt nicht mehr und habe es langsam reduziert. Von 2 mal 1 auf 2mal 4mg. ..dann 1 mal 4 mg dann auf 2 dann 1 mg. Das ganze Wochenweise reduziert. Ich hatte keinerlei Beschwerden oder Entzugserscheinungen. Das ganze ist jetzt 2 Monate her. Bin froh, dass ich das Morphium nicht mehr nehmen muss. Und an alle. ....lasst die negativen Gedanken weg..
.bei mir lief alles Komplikationslos. Mut für alle !!!!
Entzug von Opiaten Targin
94 Mittwoch, den 19. Oktober 2016 um 11:17 Uhr
Sam2006
Hallo, nach 10 Wochen bin ich durch mit meinem Entzug. Ich hatte 2002 meine letzte Bandscheiben Op und galt danach als chronisch krank. Angefangen mit Tramadol über Valuron und Tillidin, landete ich dann vor ca 10 Jahren bei Targin. Bis zu 5 Tabletten am Tag. Da ich nur die Entzugserscheinungen merkte, wenn ich eine Tablette weg ließ, sich aber nichts an meinem Schmerzen änderte, beschloss ich jetzt ist Schluss.
Es war nicht mein erster Entzug, aber diesmal bat ich um Hilfe vom Arzt. Ich bekam Doxepin Tropfen. Da mich diese sehr müde machen, nehme ich sie nur zum Schlafen. Ich habe jetzt 10 Wochen gebraucht und nehme seit 5 Tagen keine Tablette mehr. Die Unruhe ist besser, doch jetzt wo es gar nichts mehr gibt, entgiftet mein Körper scheinbar. Durchfall und leichte Depressionen, aber ich weiß, ich halte durch. Nie mehr möchte ich so ein Gift nehmen.....Ich hoffe auch, dass die angesammelten Kilos verschwinden.
Viel Kraft und haltet durch, man schafft es, ich habe kein Verlangen mehr nach den Tabletten.
Buprenorphin entzug
93 Sonntag, den 09. Oktober 2016 um 20:52 Uhr
Emi
Hey Tina! Finde ich wirklich bewundernswert wie du das durchziehst. Ich hoffe irgendwann auch von den Opiaten runter zukommen. Das ist auch ein Dreckszeug. Ich wünsche dir auch weiterhin alles Gute und viel Kraft. Liebe Grüße Emi
Buprenorphin
92 Sonntag, den 09. Oktober 2016 um 10:33 Uhr
Tina
Hallo Emi, es freut mich sehr, dass es dir jetzt besser geht. Bei mir wird es auch ständig etwas besser. Bin nun fast 4 Wochen auf 0, die Unruhe wird langsam besser. Durchfälle stressen noch und auch die Schlafstörungen. Die Muskelverkrampfungen werden durch Krankengymnastik und Massagen auch ständig besser. Ich nehme nun im Augenblick nur ab und zu mal eine IBU und wundere mich, dass die helfen. Da frag ich mich doch echt, warum ich jahrelang das ganze Dreckszeug " gefressen " habe, wenn es mir jetzt ohne schon fast besser geht.
Ich wünsche dir weiterhin alles Gute. Liebe Grüße Tina
Buprenorphin entzug
91 Freitag, den 07. Oktober 2016 um 14:29 Uhr
Emi
Hallo Tina! Wie geht es dir! Ich war jetzt bis gestern 2 Wochen in Minden im Krankenhaus. Lupus wurde bestätigt. Bin vom Buprenorphin weg. Nehme jetzt Tilidin. Die Ärzte haben mir sehr geholfen. Die Klinik ist super. Kann ich jedem empfehlen. Ich hoffe es geht dir etwas besser. Ich wünsche euch allen viel Kraft. Liebe Grüße Emi
Nachtrag Kalter Oxycodon-Entzug
90 Dienstag, den 04. Oktober 2016 um 21:12 Uhr
Jörg D.
Um jene zu ermutigen, die sich aus Angst vor eventuellen Entzugserscheinungen nicht trauen, ihr Morphin abzusetzen. Mit Doxepin 50mg 4x täglich 2 Stück klappt es auch bei einer Dosis von 720mg Oxycodon täglich. Außer Schlafstörungen und einer nunmehr Gewichtsabnahme in Höhe von 13,8 kg in gut 5 Tagen geht es richtig gut. Und da es ja ein anonymes Forum ist, wage ich es sogar zu erwähnen, dass meine Frau und ich heute nach ca. 4 Jahren zum ersten Mal wieder intim wurden und dies für beide Seiten einfach nur schön war.
Also...Nicht drüber nachdenken, machen! Denn da keine psychische Abhängigkeit besteht, ist der Entzug auch kalt wirklich erträglich. Und ich kenne den Unterschied. Vor 23 Jahren habe ich nach dem Ende meiner militärischen Laufbahn einen Drogenentzug gemacht. Und das schlimmste waren die psychischen Abstürze. Viel Glück...
Gerade kalten Entzug von Oxycodon 7 Jahre mittlerweile 720 mg/ täglich.
89 Montag, den 03. Oktober 2016 um 15:03 Uhr
Jörg D.
Hallo, ich habe am Donnerstag nach nunmehr 7 Jahren Morphin (Oxycodon seit Februar 2013) nach einer Auseinandersetzung mit dem Arzt alle Reste weggeschafft und bin auf kalten Entzug gegangen. Ich habe Multiple Sklerose und habe mir bei einem krampfanfallbedingten Sturz 2 Brustwirbel zertrümmert. Also Schmerzen satt.
Die erste Nacht ohne Oxycodon war heftig! Dann aber wurde es wirklich erträglich und heute bin ich stolz wie Harry auf mich. Oxycodon hat ja nun eine ähnliche Strukturformel wie Heroin...und das es nicht einfach würde, war klar. Aber? In 4 Tagen weg von 720mg Oxycodon, 9,8 kg abgenommen durch unglaubliche Durchfälle. Würde es aber sofort wieder machen. Nur meine Kondition ist dahin...Nach 3 Metern pumpt mein Herz...Aber lieber das, als wie ein Zombie durch das Land rennen.
Ob er aufhört mit Oxycodon oder anderen Morphinen muss jeder selbst entscheiden - mich hat die dadurch bedingte geistige Lethargie wahnsinnig gemacht. Bin 51 Jahre und hab 2 Teenies zu erziehen. Mir hat Doxepin 50 mg geholfen und ich werde Morphin erst wieder in ein paar Jahren als palliative Maßnahme akzeptieren.
VG, Jörg, 51 Jahre (MS, Brustwirbelfrakturen, etc...etc...)
Morphin-Entzug
88 Sonntag, den 02. Oktober 2016 um 22:02 Uhr
Ruffi
Habe ca. 12 Jahre lang Morphin 400mg am Tag genommen, wegen starken Rückenschmerzen (Bandscheibe). Habe es dann von heute auf morgen abgesetzt. Die ersten 3 Tage habe ich dann 3 mal täglich Doxepin 50mg genommen, dann auch die abgesetzt, hatte noch ein wenig Schwitzen und etwas Müdigkeit, danach heute geht es mir wieder prima.
Der Entzug viel mir nicht so schwer, wie es hier manche schreiben, aber es lohnt sich.
Benzo-Entzug
87 Montag, den 26. September 2016 um 16:28 Uhr
Andy
Hallo Tanja, würde sagen, es ist ein Entzug. Würde langsam ausschleichen und lass dir vom Arzt keinen erzählen. Kopf hoch
Durogesic 12
86 Montag, den 26. September 2016 um 15:47 Uhr
Tanja
Hallo, ich hoffe es kann mir jemand helfen. Ich habe seit 5 Monaten durogesic 12 Pflaster bekommen wegen Schmerzen bei meiner MS Erkrankung. Gestern sollte ich es absetzen und der Arzt meinte, das macht keinen Entzug, aber seit heute geht es mir nicht gut. Schwitzen, Erbrechen, Durchfall. Sind das Entzugssymptome, obwohl es eine niedrige Dosierung war?
Benzo-Entzug
85 Montag, den 26. September 2016 um 11:51 Uhr
Andy
Habe 20 Jahre vorwiegend Diazepam genommen (missbraucht). Seit 6 Monaten bin ich davon weg. Der Entzug war die Hölle. Nach 7 Monaten immer noch Entzugserscheinungen, aber es wird besser. Für alle, die auch Benzos absetzen möchten, rate ich: Auf keinen Fall abrupt aufhören, langsam runterdosieren und mit einem Arzt sprechen. Auf alle Fälle "durchhalten".
Buprenorphin entzug
84 Mittwoch, den 21. September 2016 um 11:38 Uhr
Emi
Liebe Tina! Kein Problem. Es tut schon sehr gut, dass es Menschen gibt, die einen Verstehen. Ich bin sehr froh das wir uns hier austauschen können und uns gegenseitig Kraft geben. Vielen lieben Dank!
Buprenorphin auf 0
83 Mittwoch, den 21. September 2016 um 11:10 Uhr
Tina
Liebe Emi, da ich auch ziemlich starke Konzentrationsschwierigkeiten habe ich überlesen, dass du auch schon zwei Tage vom Buprenorphin los bist. Unbedingt durchhalten, habe die ersten 3 Tage am schlimmsten empfunden, seitdem wird es stetig etwas besser
Emi
82 Mittwoch, den 21. September 2016 um 10:53 Uhr
Tina
Liebe Emi, das kann ich sehr gut nachvollziehen. Ich war jetzt über 10 Jahre opiatabhängig und erst jetzt wo meine Jüngste in der Ausbildung ist, hatte ich die Kraft zu dem Entzug. Außerdem kam dazu, dass die Nebenwirkungen immer stärker als der Nutzen vom Oxygesic wurden. Ich war Alleinerziehende Mutter von drei Kindern und musste immer weiter funktionieren , so wird es bei dir sicherlich auch sein. Irgendetwas war immer, weshalb der Entzug noch nicht möglich war. Nun bin ich erstmal ziemlich froh und hoffe, dass es bald gut weiter geht. Ich wünsche dir nur das Beste und auch die Kraft davon irgendwann loszukommen. Ich habe im Augenblick das Gefühl, dass selbst die Entzugsprobleme tausendmal leichter zu ertragen sind als all das Elend vorher. Aber die Frage ist natürlich, ob ich das nach 8 Tagen schon alles so beurteilen kann oder ob es die erste Euphorie ist. Einfach versuchen positiv zu denken! Liebe Grüße an dich
Buprenorphin entzug
81 Mittwoch, den 21. September 2016 um 10:26 Uhr
Emi
Liebe Tina! Ich finde es wirklich super klasse dass du das so durchziehst. Ich hab einfach nicht die Kraft ohne Tramal und meinen Antidepressiva einen Entzug durchzustehen. Schon allein weil meine Kinder (2 Jahre und 8 Jahre alt) sind und ich mich um sie kümmern muss und den Haushalt machen muss. Nochmal einen kalten Entzug zu Hause schaffe ich nicht. Aber ich wünsche dir von ganzem Herzen weiterhin viel, viel Kraft und Durchhaltevermögen! Liebe Grüße Emi
Oxygesic/Buprenorphin
80 Mittwoch, den 21. September 2016 um 09:05 Uhr
Tina
Hallo, ich will hier auch mal meinen Senf zugeben. Ich bin Schmerz- und Krebspatientin. Ich bin seit 8 Tagen komplett auf 0!!!!!!!
Ich habe seit 2003 erst Tramal, dann Durogesicpflaster und seit 2005 Oxygesic 3*40mg plus diverse Schmerzmittel genommen. Im Herbst 2015 bin ich dann von Oxygesic auf Buprenorphin gewechselt. Es war eine harte Zeit und ich habe immer wieder viele Wochen gebraucht um runter dosieren zu können. Im Nachhinein habe ich bis auf wenige Wochen einen durchgehenden Entzug gemacht und denke, dass es schneller vielleicht nicht so belastbar gewesen wäre. Aber irgendwie habe ich von der Psyche her die Kraft gebraucht. Ich habe mich in einem Jahr von 8mg auf 0,2 mg runter dosiert, wobei ich nicht das Gefühl hatte gut vom Hausarzt unterstützt zu werden. Aber wie gesagt, seit letztem Dienstag bin ich auf 0!!!
Die ersten drei Nächte waren der absolute Horror wegen der Unruhe auch in Armen und Beinen und ich habe nur wenig vor absoluter Erschöpfung geschlafen. Auch die Muskelkrämpfe haben mir sehr zu schaffen gemacht. Aber es war irgendwie auszuhalten. Nach drei Tagen trat dann eine deutliche Besserung ein. Die Krämpfe, Durchfall, Schwitzen, Zittern wurden deutlich besser. Nur die Unruhe quält mich noch sehr. Ich nehme dagegen auf pflanzlicher Basis Calmavera und entweder es hilft oder es wird von selbst besser, egal, Hauptsache es wird besser und ich hole mir nicht das nächste Problem durch Psychopharmaka. Das ist nämlich im Augenblick meine größte Angst irgendetwas verschrieben zu bekommen, was eine erneute Abhängigkeit auslöst. Nachts ist es noch nicht so toll, ich wache regelmäßig nach zwei/ drei Stunden mit Unruhe, Herzrasen, Panik auf und brauche ewig um wieder einzuschlafen. Morgens bin ich wie gerädert und stehe trotzdem auf in der nächsten Nacht dann vielleicht etwas Erholung zu finden und auf einen besseren Tag.
An Tag 2 habe ich alle Vorräte an Oxygesic, Buprenorphin, Lyrica, Gabapenthin etc in die Apotheke gebracht, es war eine ziemlich große Menge, aber ich wusste ja nicht , was evt noch auf mich zukommt und hatte Angst, dass ich dann nochmal auf das ganze Dreckszeug zurück greifen würde. Und dadurch habe ich mich einfach ein kleines Stückchen sicherer gefühlt. Ich versuche ganz viel über den Entzug zu lesen und einen einigermaßen " normalen " Tagesablauf zu haben. Ich gehe trotzdem etwas unter Leute, obwohl ich manchmal Angst habe etwas schräg rüber zu kommen und denke, dass mir jemand etwas anmerkt. Alle Freunde, Verwandte und Bekannte wissen Bescheid und das tut mir gut.
Was mich ängstlich macht, ist die Frage, wie kann ich in Zukunft mit Schmerzmitteln umgehen, da ich ja keine plötzliche Wunderheilung erfahren habe und wie gehen die Ärzte damit dann um? Wie kann ich erneute Schmerzen aushalten? ( ich glaube, ich bin etwas wehleidig geworden) und dazu kommen nun viele Ängste und Probleme wieder an die Oberfläche, die all die Jahre vor sich hin geschlummert haben und immer wieder mit irgendeinem Medikament schön unterdrückt wurden. Ich denke, es wird noch ein langer Weg zurück in die Normalität werden. Aber ich habe schon jetzt weit aus mehr Lebensqualität als noch vor zwei Monaten.
Ich könnte noch ewig weiterschreiben, aber ich denke, dies sind auch alles Sachen , die euch bewegen oder ängstigen. Vielleicht kann es dem Einen oder Anderen etwas helfen so wie mir es in den letzten Tagen geholfen hat eure Kommentare zu lesen. Ich bin davon überzeugt, dass die " kurze" Quälerei sich lohnt im Vergleich zu den vielen Jahren der Abhängigkeit.
Liebe Grüße Tina
Buprenorphin entzug
79 Dienstag, den 20. September 2016 um 22:13 Uhr
Emi
Sorry! Mit dem Haarausfall warst du Lilly! Hat dein Hausarzt jetzt reagiert wegen deinen Problemen? Mich lassen eure Briefe einfach nicht los. Schreib du doch bitte auch mal wieder wie es dir jetzt so geht. Nimmst du noch Tramal? Ich wie gesagt seit heute wieder.
Buprenorphin entzug
78 Dienstag, den 20. September 2016 um 22:04 Uhr
Emi
Liebe Bella! Ich Emi nochmal. Dein Brief hat mich sehr sehr traurig gemacht. Auch ich habe zwei Kinder. Auch ich wünsche mir irgendwann mal frei von diesen Opiaten zu sein. Das mit deinen Haaren kann ich sehr gut nachvollziehen. Mir sind die Haare auch ausgefallen. Habe durch Pregabalin (Lyrika) 14 Kilo zugenommen und wie schon geschrieben ging es mir durch Buprenorphin sehr schlecht. Die Schwäche die du Beschreibst hab ich auch. Auf meinen Beinen zu stehen ist jeden ein Kampf. Und dann versuche ich es vor meinen Kindern zu überspielen. Bitte schreib doch wie es dir heute so geht. Würde mich sehr interessieren. Liebe Grüße
Buprenorphin entzug
77 Dienstag, den 20. September 2016 um 21:02 Uhr
emi
Hallo an alle! Heute ist mein 2. Tag ohne Buprenorphin. Nehme zur Not Tramadol. Bekam das Pflaster im Mai,weil ich eine Mischkollagenose hab, Skoliose habe und wahrscheinlich Fibromyalgie. Aber noch ist es nicht bestätigt. Bin jetzt auf einer Warteliste in Minden. Hoffe das die mich richtig einstellen in der Klinik. Bin schon seit Jahren Opiatabhänging. Aber Tramal ist mir lieber als Diese Pflaster. Dadurch ging es mir schlechter und gegen meine Steifigkeit und Schmerzen hat es nicht geholfen. Mit 36 bin ich auch noch zu Jung dafür. Es tut mir für euch alle Leid, dass ihr diesen Entzug mitmacht. Habe schon Tramal Entzug zu Hause hinter mir vor ein paar Jahren. Rutsche immer wieder rein. Aber ohne geht es auch nicht wegen den Schmerzen. Es ist wirklich ein Teufelskreis. Ich bin mal gespannt ab wann es mit dem Entzug richtig los geht. Noch ist wohl genug Buprenorphin im Körper. Ich drück euch allen von ganzem Herzen die Daumen, dass ihr den Entzug schafft. Haltet mich auf dem Laufenden.
Entzug von Targin
76 Freitag, den 16. September 2016 um 21:44 Uhr
OLga
Mein Mann nahm 6 Jahre lang Targin 20/10. Es hat mit einer Tablette angefangen und endete bei 8 bis 10 Stück täglich. Im Februar dieses Jahres hat er einen Entzug gemacht in der Klinik und das war die Hölle.
Nun sind inzwischen 6 Monate vergangen und er hat immer noch ganz oft diese Entzugserscheinungen. Zum größten Teil ist das die totale Kraftlosigkeit, Schmerzen im ganzen Körper, vor allem nach der körperlichen Tätigkeit, Krämpfe, trockenes Gefühl im Mund, Kribbeln unter der Haut im ganzen Körper, oft Kopfschmerzen. Er kann sich am Tag nicht mehr als 4-5 Stunden bewegen, dann verlassen ihn seine Kräfte. Dadurch kann er keine Arbeit aufnehmen wird total depressiv.
Er war davor immer ein sehr aktiver Mensch und jetzt ist sein Leben ein Horror, so beschreibt er das. Kann jemand vielleicht sagen, wie lange das noch dauert, bis ein Mensch wieder ganz normal wird, oder ob man überhaupt jemals wieder ein normales Leben führen kann. Vielleich hat ja jemand auch Erfahrung damit.
Entzug von Subutex
75 Donnerstag, den 15. September 2016 um 14:27 Uhr
eva müller
Hallo, ich bin 60 Jahre alt und bin opioidsüchtig seit 20 Jahren. Habe seit 2 Jahren Subutex genommen. Bin seit einer Woche auf Entzug und am Ende meiner Nerven.
Wem ging es mal auch so? Eva
Absetzen von Morphium
74 Donnerstag, den 15. September 2016 um 10:18 Uhr
Gitte
Liebe Bella,
Habe deinen Beitrag gelesen. Ich nehme seit 2 Jahren Morphium, da ich sehr starke Rückenschmerzen habe. Da das Morphium gegen die Schmerzen nicht mehr hilft, habe ich beschlossen es abzusetzen. Ich mache nun eine langsame Reduzierung. Habe trotzdem teilweise starke Nebenwirkungen. Ich möchte aber wieder mein altes Leben zurück. Ich bin 58 Jahre und ich möchte noch leben. Auch bin ich seelisch angeschlagen. Habe mir aber in den Kopf gesetzt, dieses Teufelszeug nicht mehr zu nehmen. Ich möchte wieder lachen und am Leben teilnehmen.
Mache einfach den ersten Schritt und sage dir, ich werde es für mich und meine Kinder tun. Es lohnt sich.
Lg. Gitte
Morphin
73 Sonntag, den 11. September 2016 um 11:06 Uhr
Bella with
Hallo meine Lieben,
ich sitze hier und lese all eure Briefe, ich bin entsetzt und traurig zugleich! Es ist wirklich schlimm, dass man das Leben so leben muss, ohne Schmerztherapie geht es nicht und mit ist man in diesem Teufelskreis.
Seit genau sechs Jahren muss ich Morphin nehmen, auch dann wenn meine Schmerzen erträglich sind, es ist die Hölle, wenn das Wochenende kommt und mein Arzt ist nicht erreichbar. Ich habe zwei wunderbare Kinder, und zu wissen, dass ich nur mit meinem Morphin funktioniere, ist wirklich ganz schlimm für mich! Ohne diese Medikamente bin ich wahnsinnig depressiv, antriebslos usw.
Ich möchte wieder ein normales Leben leben, ich möchte glücklich sein ohne diese Pulver, möchte aktiv sein, doch obwohl ich versuche meine Psyche zu beeinflussen, funktioniert es nicht!
Ihr alle habt wirklich großen Respekt verdient, viele von euch waren so mutig all die Entzugserscheinungen auf sich zu nehmen, um wieder ein normales Leben zu leben! Bitte helft mir, wie macht ihr das, wie schafft ihr es, ohne diesen Dreck morgens aufzustehen wieder Glücksgefühle zu haben, ruhig zu sein, keine Ängste, wie schaffe ich das, ohne völlig am Boden zu sein? Ich bin über jede Antwort und Hilfe dankbar. Bitte, bitte helft mir, dass in Kürze durchzustehen! Ich sag jetzt schon mal ein großes Dankeschön an euch alle. Alles liebe Bella
Von Tramadol auf Norspan (Morphium Pflaster )
72 Donnerstag, den 08. September 2016 um 19:36 Uhr
Helena aus Braunschweig
Kurzer Sachverhalt:
Meine Mutter (59 Jahre) wird von Tramadol Tropfen, auf Norspan 5 mg Pflaster (1 x pro Woche) umgestellt. Nimmt jemand dieses Norspan oder hatte mal es mal genommen und kann mir diesbezüglich ein paar Informationen mitteilen? ??
Fentanyl-Entzug
71 Dienstag, den 16. August 2016 um 14:45 Uhr
Sarah
Guten Tag,
Ich hatte vor ca 1 1/2 Jahren einen schweren Verkehrsunfall und wurde 11mal operiert. Ich hab direkt Fentanyl-Pflaster verschrieben bekommen, da ich Probleme mit dem Magen habe. Ich hatte von Anfang an fast alle Nebenwirkungen von dem Zeug. Ich war wirklich kaum auszuhalten, noch nicht mal ich selber wollte mit mir allein sein.
Nun habe ich das Fentanyl langsam runterdosiert von 100-75-50-25-12 und jetzt bin ich seit einer Woche von dem Teufelszeug runter. Die letzten drei Tage/Nächte waren die Hölle...an Schlaf war nicht zu denken. Ich hoffe, das gibt sich in den nächsten paar Tagen. Da ich trotz Opiaten nicht zum schlafen komme. Ich hab Hitzewallungen, Niesanfälle und extreme Magenkrämpfe.
Tramadol, Nebenwirkungen, Entzug
70 Montag, den 25. Juli 2016 um 15:12 Uhr
Lilly
Die vielen Beiträge sind sehr interessant. Ich denke, es wird offensichtlich, dass sowohl die Wirkung als auch die Nebenwirkungen - und nicht zuletzt der Entzug individuell sehr unterschiedlich sind.
Ich habe chronische Schmerzen an verschiedenen Orten und in eigentlich allen Positionen. Längeres Sitzen führt zu absolut unerträglichen Schmerzen. Ich kann dann nicht mal mehr aufstehen. Mich wundern Beiträge, in denen starke Schmerzen beschrieben werden, aber dann anscheinend ein Leben mit den Schmerzen - und ohne Schmerzmittel - plötzlich möglich ist. Vielleicht sind deren Schmerzen dann doch erträglich.
Ich nahm ca. 6 Monate 2 x 150mg Tramadol Retard gegen diese Schmerzen, weil ich täglich 6h sitzen musste...
Die Wirkung auf die Psyche war wunderbar. Ich hatte den Eindruck, endlich so zu sein, wie andere wohl ohne Tramadol sind. Ich hatte endlich etwas Energie und verspürte Freude. Leider konnte ich nachts nicht schlafen. Schlief meist gegen 4 Uhr morgens ein und musste um 7 wieder aufstehen... Nach 3 Monaten war ich nervlich am Ende. Meinen Hausarzt interessierte meine Schlaflosigkeit wenig. Er bot mir Amitriptylin an. Da ich sehr gesundheitsbewusst bin, ich Tabletten nur im Notfall nehme, lehnte ich das ab...
Sehr ungewöhnlich ist wohl, dass mir die Haare in extremer Weise ausfielen. Von meiner langen, dichten Mähne war nach 6 Monaten nur noch die Hälfte übrig. Ich war entsetzt! Auch dies interessierte meinen Hausarzt nicht. Er meinte, es sei doch nicht so schlimm, keine Haare mehr zu haben... Und das, obwohl ich eine Frau bin.
Ich informierte ihn darüber, dass die die Einnahme stoppen werde. Er schrieb mich endlich krank...
Und vergaß, mir Tabletten zum Abdosieren zu geben...
Mein erster - und letzter - kalte Entzug.
Es war grausam. Zusammengefasst, ähnlich einer sehr schweren Grippe kombiniert mit Schlaflosigkeit und schweren Depris. 2 Wochen dauerte es. Die starken Depris hielten länger an. Diese Antriebslosigkeit ist natürlich auch ein schwierigeres Element - in einer Leistungsgesellschaft.
Nun, mein Hausarzt verweigert mir teurere andere Opioide. Ich kann mit den Schmerzen definitiv nicht leben. Ich jongliere mit Tramadol. Zerteile die Tabletten und passe die Dosis der erwarteten körperlichen Belastung an... Dadurch habe ich natürlich immer mal kleinere Entzüge. Auch kann man die Tabs ja nicht in gleiche Teile zerteilen...
Ich hoffe, zu smart zu sein, um zu Pulversisieren... Mein Hausarzt ist zu aufgeklärt, als das er Tropfen verschreiben würde.
Ich nehme oft auch einige Tage gar nichts.
Nun, die NW haben sich verändert. Ich bekomme schon bei 50mg Verstopfung. Und diese Energie, die Stimmungsaufhellung spüre ich nicht mehr. Oftmals schlafe ich sofort nach der Einnahme. Anfangs konnte ich doch nicht mal schlafen. Es ist sehr merkwürdig!
Vor wenigen Tagen war eine ausführliche Doku über Drogen in den USA im TV... Viele dort endeten nach Oxycodon bei Heroin - und nicht nur bei dessen Konsum. Das ist schon krass! Das würde mir definitiv nie passieren.
Dadurch, dass ich die Dosis ständig anpasse, kann ich wohl die Toleranz-Bildung vermeiden. Nach wie vor können 200mg Schmerzspitzen abdecken. Allerdings habe ich Tramadol noch nicht bei allen Schmerzen eingesetzt. So vermute ich manchmal, dass sie bei meinen starken Fußschmerzen (habe nur harmlose Spreizfüße - aber vlt. auch schon Morton Neuralgie) wirkungslos sein könnten. Jedenfalls werden auch diese Schmerzen unerträglich, wenn ich stehen bleiben muss. An der Ampel hebe ich ungeduldig abwechselnd die Füße.
Wie dem auch sei - ich nehme Tramadol manchmal auch nur wg. seiner psych. Wirkung. Auch wenn ich diese anfängliche Stimmungsaufhellung nicht mehr verspüre, so macht die Einnahme von nur 50mg aus extremes Depris, mittlere Depris. Niemals ist die psych. Wirkung negativ.
Leider werden die Depris nach nur einmaliger Einnahme dieser geringen Dosis nach Wirkungsabfall (der bei zerteilten Tabs schneller eintritt) sehr stark. Es kann zu nächtlichen Albträumen kommen, extreme Antriebslosigkeit. Ein schwer zu ertragender Zustand.
Wegen des Einflusses auf den Serotoninspiegel ist die Kombi. mit SSRI problematisch...
Heute ist der ca. 4. Tag ohne nach 50mg... Ich bin absolut antriebslos. Möchte immer liegen... Wache morgens auf und denke: Oh je, wie kann man nur soooo müde sein... Zu müde, um einzukaufen, zum Arzt zu gehen... Mit letzter Kraft klappt der Haushalt und das Einkaufen jedoch - und die Körperpflege...
Ich muss zur Zeit zwar nicht funktionieren. Aber es belastet mich, zu wissen, dass das nicht normal ist, nicht optimal ist - und das Leben so nicht lebenswert ist.
Vielleicht versuche ich nochmal, den Arzt zu einem anderen Opioid zu überzeugen und probiere ein paar SSRI aus... Immerhin, durch das Jonglieren und nur punktuelle Aufdosieren auf höhere Dosen (max. 200mg) konnte ich verhindern, alle Haare zu verlieren. Der Verlust ist dosisabhängig. Leider sind nie wieder Haare nachgewachsen... Das hätte ich nach 3 Jahren ja nun bemerken müssen...
Mir fällt noch ein, vielleicht spielt bei den NW auch der Hersteller eine Rolle. Es kann sich lohnen. verschiedene auszuprobieren...
Jemand schrieb irgendwo, er habe in einer Klinik einen kalten Entzug gemacht. Das erschüttert mich! Das ist unverantwortlich. Langsames Abdosieren ist der einzig richtige Weg. Die Geschwindigkeit bestimmt man am besten selbst. Man bekommt zu spüren, was richtig und falsch ist.
Palladon-Entzug
69 Sonntag, den 17. Juli 2016 um 13:13 Uhr
hannilein66
8 Jahre war ich insgesamt unter Palladon; u.a. 4 Jahre 2x täglich 4mg und zuletzt 2x täglich 8 mg. Jetzt freiwilliger Entzug innerhalb 1 Woche mit jeweils 4 Einnahmen a 6,6 gefolgt von 4 und dann 2,6 mg und dann auf 0. Der Entzug war die ersten 4 Tage tierisch. Jetzt gehts mir von Tag zu Tag etwas besser. Unterstützung hatte ich dabei so gut wie keine. Der Darm hat sich noch immer nicht beruhigt.
Meine Internistin ist mit der Geschwindigkeit nicht wirklich zufrieden für ambulanten kalten Entzug. Ich ziehe es jetzt endgültig durch und lasse mir nie wieder sowas antun. Es kann nur noch besser werden. Internistin hat mir ein homöopathisches Mittel an die Hand gegeben, das gut unterstützt.
Morphin Entwöhnung
68 Mittwoch, den 06. Juli 2016 um 09:05 Uhr
NANi
Moin Moin ihr Lieben,
es ist ja fast ermutigend für mich, wie Viele dies durchmachen müssen. Ich bin jetzt bei Tag 3. Langsam fühle ich mich menschlicher. Konnte letzte Nacht 5 Std. schlafen - perfekt! Aber meine körperliche Kraft ist gleich null. GOTTSEIDANK sind die Magenkrampfe und Beinschmerzen deutlich weniger bis fast weg. Puhh! Essen kann ich nicht, und Wasser quäle ich mir rein. Tut aber gut. Ablenken ist das A&O. Kleine Spaziergänge bei Sonne. Bloß nicht so weit vom Haus weg. Brauche noch Pausen, wie ein Senior. Dabei bin so jung und fühle mich eher wie 20.
Ich wünsche euch allen, dass ihr das schnell und gut schafft. Weg vom Teufelszeug und seinen Dämon! Ich wünsche euch und mir, bald wieder ein funktionstüchtiger normaler Mensch zu sein!
Opiatabhängigkeit, Entzug, was kann helfen?
67 Dienstag, den 05. Juli 2016 um 22:15 Uhr
Schönfeld
Ich könnte den vorhandenen Kommentaren zum Entzug von Oxycodon, Tramadol, Benzodiazepinen, Barbituraten, das gleiche hinzufügen, wie die Vorschreiber_innen. Mein Mitgefühl an alle! Es wird noch viel zu wenig über Cannabis als Medizin gesprochen. Eine Arznei (den Begriff wähle ich bewußt), die auch bei einem Opiat-Entzug hervorragend hilft. Wer mehr darüber wissen möchte, sollte sich mit Dr. med. Franjo Grotenhermens Arbeiten auseinandersetzen oder sich beim Hanfverband informieren. Gerade chronische Schmerzpatienten profitieren ungemein von diesem Mittel.
Die allergrößte Schwierigkeit besteht darin, das passende Cannabis zu finden, da man ja alles zunächst mal auf nicht legalem Weg ausprobieren muss. Die nächste Schwierigkeit liegt darin, eine Ärztin/einen Arzt zu finden, die/der Erfahrung in der bürokratischen Vorgehensweise hat, eine Ausnahmeregelung von der "Bundesopiumstelle" zu erhalten, um einerseits aus der Illegalität herauszukommen und andererseits, das passende Cannabis zu finden, z.B. mit nicht zu hohem THC-Gehalt (das berauscht, was man als Schmerzpatient nicht will) und hohem CBD(A)-Gehalt.
Cannabis kann man zu sich nehmen in Form von Backwaren (hier hilft es sehr gut und verzögert, man kann es verdampfen, z.B. mit kleinen transportablen Geräten, man kann Tinkturen herstellen, solche gab es bin die 70iger Jahre hinein, ohne großes Gedöns in Apotheken zu kaufen, wo es z.B. ungemein wirksam war bei der Glaukom-Behandlung). Tja, die Pharmalobby hat ganze Arbeit geleistet. Erst hatten wir die Zeit, wo man selbst bei stärksten Schmerzen um eine ausreichende Schmerzmedikation betteln musste, jetzt haben wir eine Zeit, in der es extrem leicht ist an Betäubungsmittel zu kommen. Menschen, die sich damit nicht auskennen und ihrem Arzt vertrauen, befinden sich dann in einer grauenvollen Abhängigkeit. Ich habe selber mehrere Entzüge hinter mir, infolge einer sehr schweren chronischen Erkrankung und Behinderung. Was ich hier lese, zeigt mir, wie mutig Menschen den Entzug in die Hand nehmen und sich ihr Leben zurückerobern.
Fibromyalgie / Opiate
66 Dienstag, den 28. Juni 2016 um 19:21 Uhr
heidi wagler
Hallo!
Seit 17 Jahren leide ich an Fibromyalgie. Vor drei Jahren hatte ich einen Entzug von Valoron, daß ich viele Jahre genommen hatte mit einer stetigen Dosissteigerung in einer Klinik. Seitdem war ich clean. Bin dann in die Nähe meiner Tochter gezogen. Es hat sehr lange gedauert, bis ich einen Schmerztherapeuten gefunden hatte. Die erste Sitzung war vielversprechend. Da ich auch Probleme mit der Wirbelsäule habe, waren die Spritzen, die ich bekommen habe, sehr wirkungsvoll. Bei der 2. Sitzung wurde mir dann mitgeteilt, daß ich diese Medikation selbst bezahlen müßte. Ich bin seit vielen Jahren in Erwerbsminderungsrente und seit Januar in Altersrente. Da kann man sich so was nicht leisten.
Mir wurden dann wieder Opiate verschrieben. Innerhalb von acht Wochen habe ich 3 verschiedene Opiate ausprobiert. Ich muß dazu sagen, daß ich seit der 2. Sitzung beim Schmerztherapeuten nur noch telefonisch über eine Mitarbeiterin abgefertigt wurde. Jetzt habe ich beschlossen, nicht mehr zu diesem Arzt zu gehen. Bin aber bei Hydromorphon gelandet.
Seit Samstag bin ich jetzt auf Entzug. Seit ich diese Medis genommen hatte, war ich nicht mehr ich selbst. Ich war so teilnahmslos, hatte Wasser in den Beinen, dadurch auch zugenommen, eine sehr empfindliche Haut usw. Dabei hatten sich die Schmerzen nicht wirklich gebessert.
Jetzt, da ich im kalten Entzug bin, geht es mir auch nicht gut. Schweißausbrüche, Frieren und gleichzeitig Schwitzen, nicht schlafen können und Schmerzen Schmerzen....aber ich weiß, dass dies ein Ende hat und ich bin wieder Mensch. Die Fibromyalgie werde ich nicht los. Aber ich will wieder am Leben teilnehmen. Meine Tochter bekommt bald ihr erstes Kind und ich will dabei sein und mich so richtig freuen können. Ich schaffe das und allen, die dasselbe durchmachen, wünsche ich viel Kraft.
Schmerzmittel
65 Sonntag, den 26. Juni 2016 um 14:39 Uhr
Ute
Hallo ihr Leidensgenossen,
habe die Seite gefunden, weil ich wissen wollte, ob es Anderen auch so geht und was man tun kann. Habe Rheuma mit entzündeter Wirbelsäule, seit ca. 15 Jahren Schmerzen in Beiden. Nehme unter vielem anderen 3 mal 24mg Palladon.
Vor 14 Tagen bekam ich einen Schmerzschrittmacher in der Neurochirurgie Heidelberg eingepflanzt (Ähnlich TENS). Jetzt setze ich pro Woche 4mg Palladon ab. Leider sind die Entzugserscheinungen – Frieren, Schwitzen, Kraftlosigkeit, etwas depri - nicht so toll. Hoffe, mein Schmerzschrittmacher, der sehr gut hilft, wirkt weiter so gut, denn mit jedem Absenken der Medis fühle ich mich klarer und wieder mehr ich selbst. Hoffe, stark zu bleiben und noch weiter runter zu kommen, denn nach ca. 3 Tagen ist der Entzug besser bis zum nächsten Verringern. Kann nur jedem diesen Schmerzschrittmacher empfehlen.
Liebe Grüße und stark bleiben, es kann nur besser werden
Ute
Targin
64 Sonntag, den 19. Juni 2016 um 12:40 Uhr
Sandra S.
Hallo liebe Mitleidende.
Ich nehme "nur" 2 mal am Tag Targin 20/10. Ich merke den Entzug schon, wenn ich meine Morgendosis nur 1 Stunde zu spät nehme. Ich leide an einem Bandscheibenvorfall, der angeblich nicht so schlimm ist. Nebenbei leide ich noch an Depressionen und Angst- und Panikattacken.
Ich hatte schon selbstständig versucht, die Tabletten wegzulassen, aber der Entzug war zu schlimm. Ich habe nächsten Montag einen Termin im Krankenhaus zur Schmerztherapie. Ich werde mal ansprechen, dass ich da vielleicht den Entzug mitmachen kann.
Bitte drückt mir die Daumen.
suche persönlichen Rat
63 Samstag, den 18. Juni 2016 um 02:12 Uhr
Helpless
Hi,
ich lese aufmerksam die Erfahrungen von Leuten, die viel Erfahrung mit Opiat-Schmerzmitteln haben. Ich nehme auch seit 1 Jahr Morphin gegen meinen Bandscheibenvorfall und schaffe es nicht von 240mg Morphinsulfat runterzudosieren. Es ist einfach schrecklich. Ich hatte zuvor nie mit Opiat-Schmerzmitteln was am Hut und befinde mich jetzt in einem Teufelskreis. Sobald ich die Dosis halbieren will, suchen mich diverse Entzugssymptome heim, die ich kaum aushalte. Besonders schlimm ist für mich der Schlafmangel, den ich nach 3 Tagen einfach nicht mehr aushalte.
Nun hoffe ich zu tiefst, dass einer von euch, die hier bereits einen Kommentar hinterlassen haben, mir vielleicht persönlich mit Rat helfen könnten.
Ich wäre überaus dankbar, wenn ihr mich über meine E-Mail Adresse chriz1000@web.de erreichen könntet, ich habe einige Fragen, wie ich am besten die Medikamente möglichst mild ausschleichen kann.
Ich schaue jeden Tag in einem eMail postfach nach. Bitte bitte helft mir, ich weiß einfach nicht weiter, ich wäre überaus um guten Rat dankbar.
MfG
Oxycodon, Gabapentin
62 Donnerstag, den 16. Juni 2016 um 18:53 Uhr
Dieter
Wie ich schon im Beitrag Nr. 60 geschildert habe, fahre ich seit Pfingsten meine Dosis 2x täglich 60 mg Oxycodon und 3x täglich 800 mg Gabapentin runter. In Therapie befinde ich mich seit Ende 2014. Die Dosierungsempfehlungen meiner Schmerztherapeutin habe ich nicht eingehalten (ich wollte schneller runter von den Dosierungen). Das Gabapentin hab ich seit Pfingsten gar nicht mehr eingenommen und die Oxycodon nur noch ca. 2 Std. vor dem schlafen gehen. Anfänglich 20 mg, 2 Tage dann 10 mg, dann 5 mg. Seit dem 09.06. nehme ich keinerlei Opiate mehr.
Bin glücklich, nur noch ein Blutdruck-senkendes Medikament einnehmen zu müssen. Eine Schmerztherapie mit Opiaten oder ähnlichen Substanzen kommt für mich nicht mehr in Betracht. Mit Schmerzen zu leben bin ich seit vielen Jahren gewöhnt. Ich empfand meine Wesensveränderung und vor allem den Entzug von den Opiaten als erheblich schlimmer als das Ertragen der Schmerzen. Darüber hinaus hielten mich die Mittel auch bei weitem nicht schmerzfrei. Ich suche jetzt nach alternativen Methoden, die Schmerzen in den Griff zu bekommen und bin mir sicher, auch etwas für mich zu finden.
Was den Entzug angeht, hat mir viel Aufenthalt und Bewegung an der frischen Luft gut getan. Auch bei Nacht im Garten auf und ab laufen, auf einen Gartenstuhl setzen .... irgendwann überkommt dich dann eine solche Müdigkeit und du findest noch 2-3 Std. Schlaf. Das Glücksgefühl am Morgen, wenn du weißt, keine Tablette genommen zu haben, ist so intensiv, das hat mir dann den Willen gegeben, durchzuhalten.
Insgesamt dauerte der Entzug bei mir 24 Tage. Während dieser Zeit habe ich an 4 Tagen keine Medikamente genommen, wenn ich den nächsten Tag dienstfrei hatte. Seit 8 Tagen habe ich die Tabletten nun nicht mehr angerührt und ich fühle mich wie ein Sieger!! Für jeden von Euch wünsche ich mir auch so einen Sieg über die Abhängigkeit!!
Hydromorphin
61 Montag, den 13. Juni 2016 um 12:32 Uhr
schmerzpatient
lese die Kommentare hier wirklich sehr gewissenhaft, weil jeder seine eigene Hölle mitmacht.
Ich versuche verzweifelt von 8mg x 4täglich wegzukommen, es ist schlimm! Die nächst niedrigere Dosis ist 4mg Hydro plus 2,6mg Pallladon, also 6,6mg. Durch den langjährigen Gebrauch gelingt mir keine Reduzierung. Nach jeweils ca. 8 Tagen holt mich der Entzug ein, mit Depressionen, Zittern, unruhige Beine, Brennen in den Beinen usw.
Als Hilfsmittel gibt es ja leider nur Clonidin und Gabapentin. Aber wenn es nach 3-4 Tagen nicht besser wird, nimmt man gerne wieder die alte Dosis und kommt sich gleichzeitig wie ein Versager vor. Probiere es jetzt einmal mit Hypnose, man klammert sich wirklich an alles.
Warum tut sich der Körper nur so schwer, mit etwas weniger Mittel klarzukommen? Der Pegel muss doch irgendwann absinken?
Oxycodon absetzen
60 Freitag, den 10. Juni 2016 um 15:33 Uhr
Dieter 59 Jahre
In 08.2014 unterzog ich mich einer Fuß-Op. Ende 2014 bekam ich die Diagnose CRPS (chronisches Schmerzsyndrom). Die Nervenschmerzen waren/sind nur sehr schwer zu ertragen. Es folgte eine Schmerztherapie mit verschiedenen Antiepileptika in Verbindung mit Schmerzmitteln (Opiaten). Seit Anfang 2016 Garbapentin bis zu 2400 mg in Verbindung mit Oxycodon bis zuletzt 120 mg am Tag.
Ich stellte an mir fest, dass es zu einer Wesensveränderung gekommen ist. Ob Familie oder im Beruf, nichts ging mir mehr so von der Hand wie ich es gewöhnt war und wie meine Mitmenschen mich kannten. Ich bin in leitender Position mit Personalverantwortung tätig, da steht man unter ständiger Beobachtung. Diese Stimmungsschwankungen bereiteten mir mehr und mehr Probleme, meinen Job zu stemmen. Pfingsten hatte ich genug von den Medikamenten und habe alles ohne ärztlichen Rat einzuholen abgesetzt. Die Nacht glaubte ich oft nicht überstehen zu können. War nur froh, dass ich meine Frau vorgewarnt hatte und gebeten mich mit mir und dem ggf.auftretenden Entzug allein zu lassen. Die ganze Nacht bin ich immer wieder aufgestanden und im Garten auf und ab gelaufen (innere Unruhe, Muskelzuckungen, Schweißausbrüche, Schüttelfrost...) es war in dieser Nacht die Hölle.
Habe durchgehalten. Der Stress löste eine Magenschleimhaut-Entzündung aus. Über Tag war alles erträglicher. Bin viel spazieren gegangen und habe versucht, mich mit leichter Gartenarbeit abzulenken.
Nach den Feiertagen zur Ärztin. Die hat sich mächtig erschrocken, mit mir geschimpft und mir einen Plan gemacht, die Medikamente schrittweise runter zu fahren bis auf 2x 10 mg täglich. Die Tabletten über Tag habe ich wieder eigenständig weggelassen und nur noch 10 mg ca. 2 Std vor dem zu Bett gehen genommen. Für den Magen morgens und abends einen Säureblocker. Bekam das alles in 14 Tagen in den Griff. Seit dem 04.06. nehme ich nur noch 5 mg 2 Std vor dem zu Bett gehen und auch nur, wenn ich am nächsten Tag Frühdienst habe. Vor Spätdiensten verzichte ich ganz auf die Drogen. Irgendwann bekomme ich so zwischen 2-3 Stunden Schlaf. Das reicht, den Spätdienst durchzuhalten. Habe jetzt noch 6 Schichten bis zum Urlaub.
Hoffe, dass ich bis zum ersten Urlaubstag von den Tabletten los gekommen bin. Wenn nicht, bin ich überzeugt, dass ich nach meinem Urlaub auf jeden Fall clean bin. Auch wenn es schwer fällt und weh tut, ihr und ich kommen von dem Zeug runter. Man muss es wirklich wollen und etwas hart gegen sich selber sein. Aber wir schaffen alles, wenn wir es nur wirklich wollen. Ich drücke Euch allen von Herzen die Daumen.
Targin/Oxygesic
59 Montag, den 06. Juni 2016 um 05:40 Uhr
Rebekka
Nehme seit 2 Jahren Targin. Von anfangs 5 mg auf zum Schluss 240mg pro Tag. Bei Op 8 am linken Handgelenk (bin jetzt Prothesenträger mit 37) hat das KH einfach mal auf 120 reduziert. Wie alle hier schreiben war das schlimmer als meinen vier Kindern das Leben zu schenken. Am schlimmsten empfinde ich das nicht schlafen können.
Meine Ärzte meinten dann jede Woche um 10 mg reduzieren zu müssen. In 4 Wochen habe ich jetzt 11 kg verloren und bin ein Wrack. Habe daher am Freitag (03.06.2016) alles abgesetzt, lieber einmal schlimm als ständig schlimm, nur hätte ich nicht gedacht, dass es noch schlimmer gehen kann.
Kann mir jemand sagen, wann ich durch bin? Klar, jeder Körper ist anders, aber ich stehe ständig vor den Medis und will nur eine Tablette nehmen, um endlich einzuschlafen, nicht zu schwitzen/frieren (bei 27 Grad gestern).
Ich will mein Leben wieder, auch wenn ich nie wieder schmerzfrei sein werde, alles ist besser als die Watte im Kopf, auch wenn es anfänglich klasse war... mit dem Wissen, was ich jetzt habe, sage ich nie wieder! Haltet durch
Morphin 10 mg
58 Sonntag, den 05. Juni 2016 um 10:45 Uhr
baggi
Ich nahm Jahre lang Morphin, so merkte ich die Ernsthaftigkeit meiner Gallen-Entzündung nicht. Auch verharmlosten die Ärzte die Gallensteine. So kam ich ins Krankenhaus unter akuter Lebensgefahr. Man konnte auf Grund des Morphins nicht gleich operieren und machte erst ein Entzug bei mir. Es war die Hölle.
Nach Entlassung war ich von diesem Morphin entwöhnt. Nun wollte ich von meiner Hausärztin ein anderes Medikament, was nicht abhängig macht. Sie meinte, das könne sie nicht, über ein stärkeres oder ein anderes Opiat könnte man sich unterhalten. Kurz, ich musste Morphin weiter nehmen.
Jetzt ein halbes Jahr später habe ich das selbst abgesetzt, schleichend, das heißt, erst frühmorgens, abends noch die ganze, die Pille halbiert eine Woche lang. Dann diese halbe jeden zweiten Tag. Dann nur noch mittwochs. Je eine Woche. Jetzt ganz weggelassen. Das gleiche mit der Abend-Pille.
Entzugserscheinungen hielten sich im Rahmen. Muskelzucken trat eine Nacht auf, die ich mit Novaminsulfon 500mg weg bekam. Müdigkeit und Abgespanntheit traten 3-4Tage noch auf, kann man aber mit leben. Abschließend muss ich sagen, die Hausärzte waren keine Hilfe, aber ich würde es wieder machen.
Fentanyl 50
57 Donnerstag, den 02. Juni 2016 um 12:40 Uhr
Speednini
Hallo zusammen
Respekt an alle, die das durchmachen.
Ich hatte im 2005 einen schweren Motorradunfall. Nach 2 Ops an der LWS (Versteifung) habe ich Fentanyl 50 und Palladon 2x16 und 3x2.6.
Bin seit 4 Tagen auf Entzug vom Fentanyl. Musste es absetzen, da ich innerhalb von 2 Monaten 8 kg zugenommen habe.
Es gibt ein altes Medikament, Catapresan, dieses Medi hilft sehr beim Entzug, kann ich euch nur empfehlen. Nebst diesen Medis nehme ich zum schlafen 2xCatepresan, 1 Stilnox, und 50 Tropfen Trimiparine... So klappt es nicht schlecht mit dem schlafen.
Mein Schmerzarzt meinte, den Entzug spürt man deutlich am 5. und 6. Tag. Bin gespannt, was mich noch alles erwartet. Schüttelfrost, Angstzustände, Depressionen, Unruhe,... Völlig normal beim Entzug.
Ich wünsche allen viel Glück!
ACHTUNG !!! STARKES SUCHTPOTENZIAL !!! TRAMADOL AUS DER SICHT VON MENSCHEN MIT SUCHTMITTEL-ERFAHRUNG !!!
56 Samstag, den 28. Mai 2016 um 08:04 Uhr
Isabelle (Mariella) Keller
Ganz kurz zu mir: Ich hatte eine normale Kindheit, war sogar sehr glücklich und lebensfroh, mein IQ ist über dem Durchschnitt (jetzt kann die Ausrede , ach das passiert mir nicht ! Da war sicher etwas mit dieser Frau falsch, hoffentlich keinen Sinn mehr für Sie ergeben). Ich habe trotzdem durch eine langjährige Beziehung mit einem Konsumenten/Verkäufer in meinen Leben sehr viele Drogen konsumiert , darunter Extasy (unzählige Male , jedoch immer verteilt, am Wochenende), Speed (3 Monate an Stück), Kokain (immer mal wieder), Crack (2 Wochen lang) für einen kurzen Zeitraum (einen Monat), Crystal Meth , Tilidin , Tramadol (mittlerweile seit 3 Monaten) und Benzodiazepine genauer: Alprazolam und Etizolam (3 Wochen und immer mal wieder).
Meine Erfahrung - und wenn man sich in allen möglichen Foren zum Thema Tramadol-Abhängigkeit ein bisschen umschaut, erkennt man auch, dass fast alle anderen Abhängigen genauso denken - ist, dass Tramadol wirklich auf gar keinen Fall zu unterschätzen ist !!!! IM VERGLEICH ZU TRAMADOL WAR DER ENTZUG VON EXTASY, SPEED UND SOGAR METH EIN KLACKS. Ich habe bei allen früheren Substanzen immer gut eigenhändig entziehen können, aber bei Tramadol gelingt es mir bis jetzt nicht. Ich versuche es, aber dieses Medikament macht mich SÜCHTIGER ALS BISHER JEDE DROGE.
Warum ich das gerade hier so dramatisch aufschreibe ??? Weil ich seit 2 Tagen nicht schlafen kann durch die IMMENSEN SCHMERZEN und die KRÄMPFE des Entzugs. Ich bin müde und total depressiv, genau weil es mir so schlecht wie kaum zuvor geht, bin ich viel mehr getriggert, einfach wieder die schönen Pillen zu nehmen und mich wieder wie in Watte gepackt, glücklich und aktiv zu fühlen.
Und ich kann mich einfach vor Aggression kaum zurückhalten wenn mir wieder mal vor Augen geführt wird, dass die meisten Ärzte diese Pillen verschreiben wie als wären sie Smarties. Ich habe auch schon andere Medikamente in der Kategorie Opiate/Opioide probiert, Tilidin zum Beispiel. Tilidin empfand ich auch als viel angenehmer im Entzug als Tramadol. Tramadol hebt sich in der Struktur und Wirkung tatsächlich auch sehr von anderen Opiaten/Opioiden ab. natürlich war die Beschaffung des Mittels bei mir nicht auf dem legalen Wege, aber die Suchtentwicklung ist bei Menschen, die diese Medikamente verschrieben bekommen nicht anders, FAST JEDER ABHÄNGIGE IN FOREN ODER DIEJENIGEN, DIE ICH IN THERAPIEGRUPPEN / STATIONÄREN ENTZUG KENNENLERNTE, BEKAMEN TRAMADOL LEGAL VERSCHRIEBEN. Bitte nehmt dieses Medikament nicht auf die leichte Schulter, so wie es die meisten Ärzte tuen.
So. Und jetzt, das was mich am meisten aufregt. Im Text wird geschrieben, dass man Tramadol mit Benzodiazepinen ausschleichen kann und das auch gerne macht, bzw. dass sich das als erfolgreiche Methode erwiesen hat. Benzodiazepine können ZU EINER EXTREMEN SUCHT FÜHREN. DENN DER BENZO-ENTZUG IST NACHGEWIESEN GEFÄHRLICHER ALS DER ENTZUG VON HEROIN. ER KANN TÖDLICH VERLAUFEN. Zum ausschleichen von Tramadol braucht man mindestens 3 Wochen (meistens mehr, wenn korrekt ausgeführt), wenn man nun Benzodiazepine von seinem Arzt bekommt, zum ausschleichen, wird man nach diesen 3 Wochen bereits eine Toleranz gegenüber den Benzo aufgebaut haben, das heißt: abhängig sein.
Der Entzug nach drei Wochen ist vielleicht noch nicht tödlich, aber so unangenehm, dass viele Patienten strikt NICHT AUFHÖREN KÖNNEN, ZU KONSUMIEREN. Sie müssen immer höhere Dosen einnehmen (wegen der im Vergleich zu anderen Medikamenten oder Drogen sehr schnell wachsenden Toleranz).
Darauf wird man von Ärzten oft nicht hingewiesen. Man steht am Ende alleine mit seiner Abhängigkeit da. Das Leben völlig auf den Kopf gestellt. Ein guter Freund von mir starb fast an einem Versuch des kalten Entzugs bei Benzos. Er wurde praktisch im letzten Moment ins Krankenhaus gebracht, wo er substituiert wurde. In der Zeit seiner Abhängigkeit zerfiel sein Charakter fast völlig. Teilweise war er aggressiv und teilweise wie ein Zombie, kaum ansprechbar und immer knapp an der Bewusstlosigkeit. So etwas wird bei einer anfänglich normalen Dosis nicht vorkommen, aber es entwickelt sich sehr schnell dazu.
Bitte denken Sie drei Mal oder am besten 4 mal darüber nach, ob Sie wirklich Tramadol oder Benzodiazepine einnehmen wollen. 58.000 Todesfälle sind jährlich alleine in Deutschland durch diese Medikamente vermerkt.
Hier sind Links zu Foren:

http://www.med1.de/Forum/Sucht/631102/

http://www.drogen-info-berlin.de/htm/benzo.htm

http://www.forum.opioidforum.com/lofiversion/index.php/t148.html

http://www.forum.opioidforum.com/lofiversion/index.php/t2751.html

Ich persönlich habe eben übrigens wieder mal zum Tramadol gegriffen. Der Wunsch nach der Linderung des wirklich heftigen Entzugs vernebelt einem so die Sinne, wie bei kaum einer anderen Droge. Man fühlt sich, sobald man wieder konsumiert hat und es einem besser geht, zwar erleichtert, aber auch unglaublich verzweifelt, weil man um die körperlichen, psychischen und finanziellen Schäden weiß und trotzdem nicht aufhören kann.

Dies ist kein erfundener Abschreckungstext. Ich würde alleine nie im Leben SO VIEL MÜHE in einen Text stecken, wenn ich nicht unglaublich betroffen von den Auswirkungen von Tramadol und Benzos wäre, und vor allem schockiert darüber, wie viele Menschen fahrlässig in eine Abhängigkeit geführt werden. Und zwar von Ärzten, die ihre Patienten nicht über die Gefahr dieses Dreckszeugs informieren!!!
Nachtrag
55 Dienstag, den 24. Mai 2016 um 10:09 Uhr
Arsinoe
Den Entzug des Valiums habe ich nicht geschafft, es fiel mir gerade ein, als ich gewohnheitsmäßig meine Tablette nahm. Nach dem Aufenthalt in der Klinik hatte ich zuhause wieder so große Angst, dass ich das Medikament wieder genommen habe bis heute..... der "Mood Stimulator", der mit verschrieben wurde als Alternative (ein Antiepilepsie-Medikament) machte mich so zitterig, dass ich keine Tasse Café von einer Ecke zur anderen tragen konnte, zuhause ging es nicht ohne Valium, ich hatte Kinder zu versorgen .......
Abhängigkeit von Rohypnol , Valium, Oxycodon
54 Dienstag, den 24. Mai 2016 um 09:45 Uhr
Arsinoe
Habe diese Seite durch einen Zufall gefunden und die Kommentare meiner "mitleidenden" gelesen. Ich kenne das Gefühl des Entzuges, habe vor einigen Jahren den Versuch gemacht, das Valium 20-20-20 zu entziehen, das Rohypnol noch nicht (nehme diese Medikamente schon seit 2000). Das war die Hölle, die Klinik, in der ich war, versuchte es mit Distraneurin, ich habe ernsthaft in der Zeit gedacht, dass ich das nicht überleben werde und diese Klinik nur tot verlassen werde. Nur das Valium wurde abgesetzt und hat mich völlig fertig gemacht, ich wusste nicht, welche Uhrzeit, welcher Tag, ob Nacht ob Tag, ob ich gegessen, getrunken hatte, ich wusste nichts mehr.
Das Valium hatte ich gegen starke Panikattacken bekommen und das Rohypnol folgte dann auf dem Fuße wegen Schlafstörungen. Diese Dosierung halte ich seit Jahren ohne zu erhöhen, es hilft nicht mehr so gut wie am Anfang, aber es ist Gewohnheit geworden, besser schlafe ich dadurch mittlerweile auch nicht mehr.
2014 wurde ich bei einer Operation zum Krüppel operiert und seitdem bekomme ich gegen die Schmerzen Oxycodon, 10 mg, mittags konnte ich schon zu Hause absetzen, morgens werde ich auch mit Schmerzen wach
Ich kann mir nichts mehr richtig merken, stehe immer irgendwie neben mir, nachts bin ich schweißgebadet, meine Stimmungen sind unberechenbar, ich bin mit mir selber nicht mehr zufrieden, Depressionen und Antriebslosigkeit sind meine Begleiter.
Letztes Jahr bin ich noch einige Male in einem anderen Krankenhaus operiert worden und wegen der Medikamente wie ein " Junkie " behandelt worden, eine Schwester hat mir das Rohypnol nicht gegeben. (normalerweise versuche ich bei kurzen Aufenthalten meine Medis selber mitzubringen, damit keiner etwas mitbekommt, aber da es btm sind, reichen 10 Stück nur 10 Tage und wenn ich drei Wochen im Krankenhaus bin, muss ich es erklären). Diese Schwester gab es mir nicht mit den Worten: wir wollen mal sehen, was passiert, wenn sie das nicht nehmen!!!!
Tja, da wurde mir klar, dass ich ein Junkie bin, wenn der Pfleger abends kommt und an einer Flasche Parfüm riecht und es sprühen möchte mit der Begründung, dass manche da Alkohol einfüllen, (Ich trinke übrigens keinen Tropfen Alkohol und rauche auch nicht ), das sind schon Demütigungen, die nicht alltäglich sind, (bin privat versichert aber ein Junkie ist ein Junkie, dann eben ein privater Junkie).
Ich weiß auch nicht weiter, die Schmerzen habe ich, werden nie wieder weg gehen, ich versuche schon das Oxycodon zu reduzieren, das Valium und das Rohypnol, das weiß ich nicht. Man sagt wohl, pro Jahr, dass man es genommen hat = 1 Monat Entzug ... Das wäre sehr lange .. So jung bin ich nicht mehr, dass das lohnen würde...
Es tut aber gut zu lesen, dass andere auch Probleme haben, so zu leben ....
Targin Entzug und trotzdem arbeiten
53 Montag, den 23. Mai 2016 um 06:46 Uhr
Sonja
Hallo ihr Lieben,
ich bin 23. und nehme seit einem Jahr Targin durchgängig. 20/10mg 8x täglich.
Seit meinem 15 Lebensjahr habe ich Tilidin missbraucht. War dann im Entzug auf Wunsch meines Arbeitgebers (keinerlei Entzugserscheinungen, ich war 20 im Entzug). Seit einem Jahr nehme ich Targin, weil Tilidin es nicht mehr gebracht hat.
All die Entzugserscheinungen die ihr auflistet, habe ich auch. Das Problem ist, dass ich jeden Monat aufs neue von selbst einen Entzug mache, weil ich aufhören will, aber auf meiner neuen Arbeit nicht fehlen darf. Was kann ich tun?
Fentanyl
52 Mittwoch, den 18. Mai 2016 um 12:22 Uhr
Thomas
Hallo,
vor 3 Monaten habe ich wegen starker, diffuser Muskelschmerzen Fentanyl-Pflaster 50mg verschrieben bekommen. Da nun die Wirksamkeit nachläßt, stehe ich vor der Option, entweder die Wirkstoffmenge zu erhöhen oder das Pflaster abzusetzen.
Nachdem, was ich hier lesen durfte, werde ich sie wohl absetzen. Wegen den Feiertagen hatte ich vergessen, mir rechtzeitig ein neues Rezept zu holen und habe deshalb 2 Tage ohne Pflaster auskommen müssen. Es war die Hölle! Extreme innere Unruhe, an Schlaf war nicht zu denken und Muskelkrämpfe vom Feinsten. Also nichts wie runter von dem Zeug.
Da ich physischen Schmerz gewohnt bin, habe ich davor keine Angst, jedoch vor der Schlaflosigkeit und inneren Unruhe. Ich hoffe, mein Arzt verschreibt mir hier etwas für den lauwarmen Entzug, einen Kalten möchte ich auch wegen der depressiven Zustände nicht durchmachen, ich habe gerade erst eine schmerzhafte Trennung von meiner Frau hinter mir. Dazu passt weder die Schlaflosigkeit noch die innere Unruhe. Also wahrscheinlich langsam runterdosieren 50 -> 25 ->12,5 mg und dann sehen. wie es weiter geht.
Nach erfolgreichem Entzug werde ich hier meine Erfahrungen posten.
Oxicodon abhängig
51 Sonntag, den 13. März 2016 um 17:17 Uhr
Anja
Hallo zusammen,
ich war OXICODON abhängig. Es hat mit 10 mg am Tag angefangen und nach einem Jahr war ich auf 120 mg-150 mg. Ohne Tabletten ging gar nichts mehr.
Kurz vor Weihnachten hatte ich keine Tabletten mehr. Habe dann über Weihnachten und Silvester einen kalten Entzug zu hause gemacht. Es war die Hölle und ohne meinen Mann und meinen kleinen Hund hätte ich es nicht geschafft . Die Entzugserscheinungen wurden hier schon oft beschrieben und genau so war es. Einfach die Hölle.
Aber ich habe es geschafft bin seit dem komplett Tabletten frei, nehme nichts mehr und es geht mir gut, klar ab und zu hab ich auch Schmerzen, aber das geht wieder vorbei. Viel schöner ist, dass ich wieder Freude am Leben habe. Ich freue mich aufs Wochenende oder wenn die Sonne scheint oder einfach wenn ich mit meinem Mann und Hund spazieren gehen kann. Und das alles ohne Tabletten. Ich bin seit langem wieder richtig klar im Kopf.
Ich kann allen nur raten, Finger weg von Tabletten. Und wenn ihr schon drauf seid, macht einen Entzug, auch wenn es schwer ist. Man kann es schaffen und es lohnt sich .Ich habe auch oft gedacht, ich schaffe es nicht. Aber geht und es lohnt sich.
IHR SCHAFFT ES !!!
Kalter Entzug von Morhin-Retard Tabletten
50 Samstag, den 27. Februar 2016 um 23:57 Uhr
Brigitte
Hallo !
Ich war seit 2007 Schmerzpatient, wegen chronischen Schmerzen und Bandscheibenvorfällen! In dieser Zeit hatte ich trotz Morphin unerträgliche Schmerzen, litt an chronischer Verstopfung und hatte das Gefühl von Muskelsteifigkeit! Ich war deswegen fast zu nichts mehr in der Lage und konnte nicht mal meinen Haushalt erledigen!
Ich habe meine Probleme meiner neuen Schmerztherapeutin geschildert und sie kam auf die Idee, ein anderes Schmerzmittel zu versuchen (Targin), leider habe ich das Medikament nicht vertragen! Ich hatte Hautausschläge und Hitzewallungen. Kurzum, ich sollte dann das Morphin langsam ausschleichen! Dazu hatte sie mir Morphintabletten mit geringerem Wirkstoff aufgeschrieben! Nach ein paar Tagen waren die Tabletten alle und meine Ärztin im Urlaub! So beschloss ich, nichts mehr zu nehmen und kam prompt in den kalten Entzug!!
Es war die Hölle! Keine Nacht mehr schlafen, im liegen schlecht Luft bekommen, Schweißausbrüche, Herzrasen, Übelkeit, Erbrechen, Magenkrämpfe, Durchfälle, Panikattacken, Angstzustände und und und!!
Das schlimmste war nicht schlafen zu können und die starke innere Unruhe!
Mein Hausarzt hatte, nachdem ich heulend bei ihm war, mir Schlaftabletten verschrieben!
Danach konnte ich nach fast 3 Wochen das erste mal richtig schlafen und damit der geschundene Körper endlich mal zur Ruhe kommen! Langsam, ganz langsam ging es wieder bergauf, aber ich habe Monate gebraucht, ehe ich wieder hergestellt war und ich ohne Abführmittel wieder zur Toilette konnte!
Und was das Beste war, ich war die Muskelsteife los und kann seither wieder meine Hausarbeit fast selbstständig verrichten!
Dank gebührt meinem Mann, der mich in dieser Situation unterstützt und aufgefangen hat! Ohne seine Hilfe hätte ich es nicht geschafft!
@Steffi (Post45)
49 Samstag, den 23. Januar 2016 um 09:43 Uhr
Horch Reinar
Da es ja aktuell ist und ich auch gerade Entzug mache von 400 Morphin und Ärzte oftmals nicht helfen oder Plan haben: Das Hydromorphon im Palladon ist nur extrem kurz wirksam mit einer Halbwertszeit von soviel ich weiß 2+ Std (Die Retardtabletten geben nur alle 2 Std. etwas Hydromorphon an den Körper, die Halbwertszeit bleibt dabei gleich!), weshalb der Entzug bei einer Dosisverringerung sehr kurz, dafür aber heftig ist. Hättest du es lieber kurz und hart oder lang und weich? Bei Polamidon dauert es bei einer Dosisverringerung sicher eine Woche bis zu einem Monat mit den Entzugssymptomen, dafür wesentlich weniger heftig.
Ich kenne das Hydromorphon, du bist auch auf einer kleineren Dosis als ich im Äquivalent, glaube ich und denke, dass das schon ok ist.
Das Ding ist, dass bei einem kurzen und heftigen Entzug Benzodiazepine zum Einsatz kommen können für ein paar Tage, ohne dass du davon dann körperlich abhängig wärst. Was bei einer Dauer von 2 Wochen z.b. an Entzugssymptomen nicht der Fall ist. Mit dem Hydromorphon bist du nach 3 Tagen Entzugssymptome (bei einer schrittweisen Verringerung von z.b. einmal 3x24 auf 3x16 mg z.B) schon hinterm Berg....
Benzos sind ein echter Segen bei Entzugssymptomen, solange man von denen körperlich nicht drauf ist. Und um nichts anderes geht es hier, um Drogenentzüge. Ob man Drogen nimmt, um Symptome (Schmerzen/Angst/Unruhe/Leere) zu überdecken oder nicht, macht keinen Unterschied, nur im Status der Legalität, die einem zugesprochen wird. Dass man bei der Schmerztherapie weniger Entzugssymptome hat bei Opioiden, ist eine Lüge der Industrie und hängt nur mit anderen Relationen in der Dosis zusammen (Höhere Dosen, mehr Entzug).
Zurück zu Benzos, für die Dauer so einer Dosisverringerung kannst du z.b. Diazepam oder sonstwas nehmen, für 3 Tage auch mit einer etwas höheren Dosis. Das ist wirklich ein Segen.
Will dir der Arzt nichts verschreiben, geh zu einem anderen und sage, du hast Flugangst und möchtest verreisen und du bekommst welche verschrieben. Das natürlich nur, wenn dir dein Arzt eine humane Ausschleichung im gleichen Zuge mit den Benzos verweigert und scheinbar nicht mal Hilfestellung gibt.
Für diese Zeit kannst du dann sehr gut überbrücken. Solltest aber zwischen den Phasen eine Pause einhalten, sonst ist man auf Benzos ziemlich schnell.
Ein anderes Medikament, das gut hilft und nicht mal "abhängig" macht, ist Tizanidin (Sirdalud) und hilft beim Schlafen, und auch gegen Muskelkrämpfe, wie ich finde.
Seroquel z.b. könntest du auch beim Schlafen nehmen, musst aber aufpassen, da bei mir das mal unheimlich die Muskelkrämpfe verstärkt hat.
Oder Doxepin, und ähnliche sedierende Antidepressiva, die kann man auch (gut?) für so etwas benutzen.
Wirkliche angenehme Abhilfe schafft aber nur ein Benzo, meiner Meinung nach.
Pass auf, auf so eine hohe Dosis Ibuprofen, oder?!
Durogesic 100 kalter Entzug
48 Freitag, den 22. Januar 2016 um 08:52 Uhr
Jörg L
Hallo,
jetzt sind es fast vier Wochen, als ich mit meinem kalten Entzug begonnenen habe.
Jetzt geht's langsam aber sicher bergauf. Meine Kraft kommt langsam wieder und es geht mir besser.
Ich habe es auf keinen Fall bereut, auch wenn die Wochen sehr schlimm waren. Am längsten hatte ich Schüttelfrost. Ich wünsche allen, die das auch durchmachen, nur das Beste.
Haltet durch.
Ganz liebe Grüße.
Jörg L
Gerade im kalten Entzug mit Buprenorphin
47 Dienstag, den 19. Januar 2016 um 11:05 Uhr
Aka
Ich nehme schon seit vier Jahren Buprenorphin, ich bin so gesehen auf einer niedrigen Dosis. 0,8 mg täglich. Leider hat die Dosis am Ende jedoch nicht mehr ausgereicht und da hatte ich beschlossen, bevor ich in die so genannte Spirale zu drohen falle, sollte ich lieber das Medikament absetzen.
Leider weiß ich nur zu gut, dass man schneller die Dosis erhöht als einem lieb ist. Vor ein paar Jahren habe ich schon mal sowas mitgemacht. 120mg Targin mit 40mg Oxi täglich, es gab kein Ende nach oben. Und da habe ich dann auch die Reißleine gezogen.
Leider sind meine Rheuma Schmerzen jedoch so stark zurückgekommen, dass mich der Doc nach 2 Monaten clean sein wieder drauf gesetzt hat. Bin jedoch mit geringer Menge Targin dann klar gekommen und als ich schwanger wurde, stellte man mich auf Buprenorphin um.
Lange Rede kurzer Sinn.... Ich hatte beschlossen, jetzt ist Schluss... Habe am 10.1 abgesetzt und stecke seit dem im kalten Entzug. Und mir geht es wie allen anderen.... starkes Schwitzen, kalte Haut, Hitzewallung und Schüttelfrost im Wechsel, keine Nacht mehr durchgeschlafen, Durchfall, Übelkeit, kleine Nervenzusammenbrüche mit Heulen,.. und teils Lachen vor Elend, Niesen, starke innere Unruhe, starke Gelenkschmerzen bis hin zu starker Unbeweglichkeit, körperlich sehr schwach und das Gefühl, unter Reizüberflutung zu leiden.
Ich hatte aber gestern ein Tag ohne jegliche Symptome, doch das hielt nur bis zum späten Abend an und dann begann alles wieder von vorne. Ich gehe mal davon aus, dass der Körper mir einen Tag Ruhe geben wollte, um Kraft für den nächsten Ansturm zu sammeln. So weit zu mir. Ich wünsche allen, die im Entzug stecken, viel Kraft und Durchhaltevermögen.
Durogesic 100
46 Dienstag, den 12. Januar 2016 um 16:13 Uhr
Jörg L
Jörg L
Die Tage waren schrecklich.
Schon am zweiten Tag haben die Schlafstörungen begonnen.
Jörg L
Die Tage waren schrecklich.
Schon am zweiten Tag haben die Schlafstörungen begonnen. Habe in 7 Tagen vielleicht 5 Stunden geruht, von schlafen keine Spur.
Am 5. Tag ging endlich mein Durchfall (Wasser ) weg. Ich habe noch heute Kopfschmerzen und keine Kraft.
Es geht mir aber schon etwas besser. Ich kann besser sehen und ich glaube, mein Geruchssinn kehrt langsam wieder zurück. Konnte nach fast 6 Jahren das erste Mal wieder etwas riechen. Erst war ich erschrocken, dann aber kamen Glücks Tränen.
Ich habe gelesen, dass es ungefähr einen Monat bis zur Besserung Dauer soll. Stimmt das etwa?
LG Jörg
Palladon Entzug
45 Sonntag, den 10. Januar 2016 um 10:43 Uhr
Steffi
Hallo an alle Mitleidenden,
was man hier liest, ist schlimm. Ich bin 47 und nehme Palladon seit fast 8 Jahren. 3x 16 mg und 2x2,6 mg zur Nacht. Zusätzlich noch 2x 100 Gabapentin und 2x Pantoprazol 40 mg, 1x Domperidon 16mg und meine Telfast 180 mg 1x. Ich habe nach wie vor so starke Schmerzen, bin oftmals an den Großgrundzehengelenken operiert, künstliche Gelenke, Einsteifung links usw usw. Absoluter OP Marathon. Schultern usw. Nervenschmerzen. Keiner weiß wo meine Arthrose und der Rest herkommt. War bei vielen Spezialisten.
Egal. Jetzt bin ich dabei das Palladon abzusetzen. Mein Schmerztherapeut wollte mich gleich auf 3x12 mg setzen. Ging gar nicht. Jetzt reduziere ich wöchentlich immer 4mg. Erst abends, dann mittags, dann morgens und immer weiter 4mg weniger. Nur zur Nacht die 2x2,6 mg bleiben. Ach ja, nehme ebenfalls seit Jahren Halcion 0,25 mg, starke Schlaftabletten. Alles hilft nichts. Kann selten schlafen. Jetzt mit dem Entzug fast gar nicht mehr. Am Schlimmsten ist es morgens. Bis das Palladon wirkt, kann ich nicht aufstehen. Der Körper kann einfach nicht. Ich habe Angst, dass das jetzt noch schlimmer wird. Ist es ja schon. Kaum Schlaf, Bauchschmerzen, Depressionen noch stärker als sonst, aggressiv, weinerlich, lustlos, keine Kraft, Hitzewallungen abends und nachts im Bett, frieren, Kopfschmerzen. ...
Leider bekomme ich weder Unterstützung, noch Verständnis von meinem Partner, Eltern etc. Keine Hilfe. Weiß jemand zum Einen, ob es einem, abgesehen von den Schmerzen, die ich mit Palladon ja trotzdem habe, besser geht, wenn der Entzug vorbei ist? Denn so ist das Leben kein Leben. Konzentrationsschwäche, Lustlosigkeit, Depressionen usw. Geht es einem dann wieder gut? Ist man wieder Mensch? Weiß zum Anderen denn jemand harmlosere Medikamente, die man unterstützend beim Entzug nehmen kann? Mein Schmerztherapeut hilft mir nicht. Einfach absetzen, fertig! Es gibt leider keinen anderen, der nicht gleich alles absetzt und auf Globulis umstellt. Frechheit.
Das Gabapentin werde ich danach auch noch versuchen loszuwerden. Eins nach dem anderen. Da bin ich auch schon von 900 auf 200 mg runter. Ich habe bis vor 1,5 Jahren täglich 28 Tabletten genommen. Hatte zu allem noch 2400 mg Ibuprofen uvm. Das habe ich alles schon weg. Kann mir die beiden gestellten Fragen jemand beantworten? Für die Ursachen meiner Schmerzen und was jetzt mit meinen Zehgelenken gemacht werden kann, damit die wahnsinnigen Schmerzen aufhören, weiß ich auch noch nicht. Wichtig: Palladon muss weg.
Wenn halt jemand antworten könnte, wäre schön. Ach die ganzen Hammer hat mir vor Jahren auch ein Schmerztherapeut verschrieben. Erst Tramal, dann Fentanyl und seit Jahren Palladon, aber gleich die genannte Dosis. Von alldem und dem vielen sitzen und liegen hatte ich fast 40 kg zugenommen, dich ich in den letzten 1,5 Jahren wieder abgenommen habe. Als diesem Grund war m. E. die Dosis dann eh viel zu hoch.
Also allen alles Gute und ich freue mich auf eure Tipps und Antworten. LG Steffi
Entzug von Targin
44 Samstag, den 09. Januar 2016 um 19:45 Uhr
Melanie
Hallo, ich bin Melanie
Es ist interessant zu lesen, was ihr alles durch macht. Ich habe seit 20 Jahren Colitis ulcerosa, seit 6 Jahren rheumatoide Arthritis und 3 Vorfälle in der LWS und jetzt noch ein Prolaps im Halswirbel. Die Nerven liegen da echt blank. Ich nehme seit 2 Jahren Targin und meine Lebensqualität ist auf 0 gesunken. Ich leide mittlerweile an einem Erschöpfungssyndrom und würde am liebsten nur im Bett bleiben. Ich habe vor einer Woche angefangen, die Targin abzusetzen von 2 Tabletten auf erstmal eine. Und ich bin trotzdem ordentlich auf Entzug
Zickig, müde, Übelkeit, nur am frieren, und meine Colitis ist dadurch aktiv geworden. Hat jemand ein paar Tips, um das leichter zu überwinden?
Mein Lebensgefährte tut mir schon leid, weil ich so unzufrieden bin und er nur leiden muss, er mich tapfer erträgt. nur das beste für mich möchte, und ich es nicht zulassen kann aber so gern möchte :-(
Ich muss aus dieser " Hölle " raus
Ich bin 43 und hätte gern mein Leben wieder. Ich wäre für jeden Rat dankbar.
LG Melanie
41. Eintrag vom 22. Dez.
43 Samstag, den 09. Januar 2016 um 19:17 Uhr
Sabine
Hallo Mandarin,
habe die gleiche Problematik wie du.
Habe gestern mit dem Entzug angefangen. Vielleicht können wir uns Mut machen!! Letzte Nacht war das Kribbeln in der linken Hand am stärksten, heute Angst, Unruhe und starke Schwäche. Aber ich denke: wir schaffen das !!! Versuche jetzt Stärkung mit Bio-Ginseng, Magnesium. Und Bier soll auch kräftigen. Trink jetzt ein Glas alkoholfreies. Prost auf uns ! Schreibe mir doch !!! Liebe Grüße S
kalter Entzug Durogesic 100
42 Samstag, den 09. Januar 2016 um 15:41 Uhr
Jörg L
Hallo mein Name ist Jörg,
Ich hatte vor 2010 eine HWS Operation. Der Dr. hat bei der Op einen Fehler gemacht und mein Rückenmark verletzt. Ins Krankenhaus ging ich mit einem kribbeln im der rechten Hand. Rausgefahren wurde ich im Rollstuhl. Direkt nach der OP war ich vom Kopf bis zu den Füßen komplett gelähmt. Ich konnte nur meine Augen bewegen und etwas sprechen. Nach 21 Tagen ging es mir schon etwas besser und ich konnte mit Unterstützung laufen und meine Arme etwas heben.
Aber genug gejammert. :-)
Ich habe durch diese OP meine Familie verloren. Ich war ein cooler Typ, sagten jedenfalls meine Freunde. War. War. War. :-(
Meine Frau, 10 Jahre jünger als ich.
Ich 52
sagte, sie möchte noch etwas erleben und ließ sich scheiden.
Am schlimmsten ist der Verlust meiner kleinen Tochter.
Ich habe vor 6 Tagen mit dem Durogesic 100 kleben aufgehört.
Bei mir ging es erst am 4. Tag so richtig los. Schlaf = 0, Schmerzen ohne Ende, Schüttelfrost, Durchfall usw.
Heute sind es 6 Tage und immer noch keine Besserung. Ich habe Angst, dass ich es nicht schaffe, denn auch ich bin alleine. Mit den Freunden ist es auch immer gleich. Bist du erst krank, na ja.
Kann mir vielleicht jemand sagen, wie lange dieser Mist mit dem Entzug noch geht? Ich werde nicht aufhören, weiß aber nicht, ob ich es schaffen werde.
das war's.
Ich werde nicht sagen haltet die Ohren steif, sondern macht einfach das, was für Euch das Beste ist.
Vom Gericht bekam ich 100000 € zugesprochen. Klagen lohnt sich. Aber nur in gewisser Form.
Ich wäre viel lieber gesund.
Ich drücke euch alle ganz lieb.
Jörg
Fentanyl-Entzug
41 Dienstag, den 22. Dezember 2015 um 19:50 Uhr
Mandarin
Hallo
Ich bin 53 Jahre alt, palliativ Brustkrebs mit Knochenmetastasen. Mein Arzt verschrieb mir Oxycontin 10mg und 5mg, so nahm ich morgens 15mg und abends 15mg, da ich sehr vorsichtig mit Medis bin... war bis 19 Jahren auf Heroin...
da meine Schmerzen extrem waren, Schulter, Brustbein und Schlüsselbein frakturiert, verschrieb mir mein Arzt Fentanyl 50...da ich dabei völlig dement und apathisch wurde, und über 4 Liter Wasser in der Lunge entwickelte, hörte ich spontan letzten Montag damit auf...der Entzug war heftig, Schüttelfröste, Panikzustände, Erbrechen, Niesanfälle, Schmerzen, ect...
bin nun am 5.Tag und es geht langsam aufwärts...weiß jemand, wie lange das noch dauern könnte? Ich bin ohne ärztliche Hilfe alleine zuhause...seit Samstag bin ich in einem staatlichen Programm für Cannabistropfen, die gegen die Schmerzen helfen sollten... kenne einige Menschen, denen Cannabis besser gegen die Schmerzen half als Morphium...
mein Arzt ist völlig gegen meinen Wunsch und äußert sich nur noch zynisch und untersucht mich kaum noch, meinte das letzte Mal am Freitag, es könnte sich schon wieder Wasser in der Lunge angesammelt haben, aber das könne bis nach den Feiertagen warten...das Wasser entdeckte er letztes Mal nicht, obwohl ich 3 Tage vor der Notfallaufnahme bei ihm war...
ich werde wohl den Arzt wechseln müssen, was in der Onkologie nicht einfach ist... ich wäre dankbar, wenn mir jemand Rat geben könnte, ob ich beim Fentanyl-Entzug schon über dem Berg bin?
Ganz herzlichen Dank und entspannte Feiertage!
Respekt an euch!
40 Donnerstag, den 17. Dezember 2015 um 11:19 Uhr
Jana
Hallo zusammen,

was ich hier lese, ist teilweise erschütternd. Das Leid, das bei diversen Absetzversuchen entsteht, ist schon enorm und ihr verdient alle meinen größten Respekt, das so tapfer und selbstdiszipliniert durchzuhalten. Ich selbst bin auch Schmerzpatientin und bekomme Tramadol.
Es wurde langsam eingeschlichen und soll, wenn es irgendwann machbar ist, genauso langsam ausgeschlichen werden.
Im Moment nehme ich 4 x täglich 20 Tropfen, an besseren Tagen 3 x 20 Tropfen. Die Schmerzen schauen häufig vorbei, aber ich kann sie einigermaßen im Zaum halten. Zwischendurch war meine Dosis auch schon einmal höher und zwar längerfristig. Das habe ich mir abgewöhnt und sie auf das ertragbare Minimum für meine Schmerzen reduziert. Ziel ist es, dass ich einen Weg finde, womit ich erst einmal nur noch 3 x 20 Tropfen täglich nehme und auch an schlechten Tagen, nicht mehr 4 x - im Vorfeld hatte ich ergänzend noch Novalgin genommen, aber das haben wir abgesetzt, da bei mir eine Histaminunverträglichkeit vorliegt.
Komplett auf schmerzlindernde Medikamente zu verzichten, ist für mich zur Zeit nicht denkbar, denn ich möchte mir meine Lebensqualität erhalten, so gut es geht, und die ewige Schmerzspirale ist einfach sehr belastend. Normalerweise bräuchte ich noch ein zweites Medikament, so wie ursprünglich in der Schmerztherapie geplant, aber da es bei mir so viele Verträglichkeitsprobleme gibt, wegen der Histamin-Sache, haben wir aktuell kein zweites Medi dazu getan. Habt ihr Tipps, was noch unterstützend wirken kann? Irgendwelche Erfahrungen mit Medikamenten, die keine Abhängigkeiten auslösen?
Sachen wie autogenes Training, progressive Muskelentspannung, Krankengymnastik, Massagen, Wärme, TENS und Akkupunktur, haben bei mir allesamt versagt und waren ein langjähriger Weg, bevor ich Tramadol bekam.
Mein Problem ist, dass ich mit Sonderleistungen u. Therapien nicht leisten kann. Durch meine Schmerzerkrankung bin ich zur Zeit nicht arbeitsfähig, dementsprechend sind meine Finanzen begrenzt.

Liebe Grüße an alle Mitleidenden und an Jene, die es bereits geschafft haben, ohne Medikamente zu leben!
Entzug im KH
39 Montag, den 07. Dezember 2015 um 10:37 Uhr
Horst
Hallo, habe wegen akuter Bandscheibenprobleme über 8 Jahre Fentanyl bis 75 mg genommen. Habe 3 Anläufe zur Entgiftung in stationärer Schmerztherapie unternommen, ohne das von mir erhoffte Ergebnis. Im Gegenteil, zum Fentanyl kamen noch Medikamente hinzu.
Da ich wegen der bekannten, z.T. sehr unangenehmen Nebenwirkungen von diesem Schmerz-Pflaster weg wollte, ging ich zur stationären Entgiftung in eine Klinik. Die ersten 3 Tage waren echt hart, trockener Entzug. Kaum schlafen, frieren u.ä. Ab dem 4.Tag wurde es durch ein Ersatzmedikament Tag für Tag angenehmer. Der Aufenthalt dauerte 3 Wochen. Die KK hat die Kosten in voller Höhe übernommen. Es war eine schwierige, sehr unangenehme Zeit.
Heute, 2 Jahre nach diesem Entzug, bin ich froh darüber, diesen Weg des kontrollierten Entzuges gegangen zu sein. Nach dieser Opiat-Entgiftung stellte ich ein ständiges Kribbeln in den Füßen fest. Durchblutung i.O, es ist ein Restless-Syndrom. Damit muß ich leben.
Ohne Fentanyl ist auch eine Schmerzlinderung eingetreten. Komme ohne Medikamente aus. Die Ärzte und Schwestern gaben sich große Mühe. Kann allen diese kontrollierte stationäre Entgiftung nur empfehlen. Ein schwieriger, unangenehmer Schritt. Das Ergebnis rechtfertigt ihn.
Entzug
38 Donnerstag, den 26. November 2015 um 00:09 Uhr
Nicola
Hallo Cindy,

Ich dachte erst ich spinne, aber das mit der Selbstbefriedigung ging mir auch lange so! Das war die Hölle, ich lag zum Teil die ganze Nacht wach und es hörte nicht mehr auf. Das hat mich sehr belastet! Allerdings hatte ich es nicht im Entzug, sondern beim Wechsel von Targin zu reinem Oxycodon.
Aktuell reduziere ich das Oxycodon und bin bei 20 mg morgens und abends angelangt. Mir tut speziell morgens der ganze Körper weh! Ich fühle mich wie ein Zementklotz. Das ist richtig schlimm. Schwitzen tue ich schon seit Beginn der Einnahme wie ne Sau! Das nervt mich auch richtig. Schwitzen vom nichts tun.
Mein Ischiasnerv ist trotz OP nicht besser geworden, sondern noch stärker! Alles eine Riesenscheiße und gefühlt frisst man den ganzen Tag nur jede Menge Tabletten :-(
Es ist die Hölle....aber man kann es schaffen!!
37 Montag, den 09. November 2015 um 05:52 Uhr
Kristen
Ich war bis vor 4 Wochen stark abhängig von Tramal. Ich weiß nicht mal, wieviel ich täglich in Tabletten oder Tropfenform eingenommen habe. So eine 100ml Flasche hielt max. 1 Woche. Ich habe Unmengen an Geld in dieser Zeit für dieses Teufelszeug ausgegeben, da ich es mir in Internetapotheken bestellt habe. Selbst da hatte ich die maximale Bestellmenge pro Monat ständig überschritten. Ich bestellte 3x monatlich unter 3 Namen (Familienmitglieder), allerdings weiß bis heute niemand meiner Familie oder Freunde, was ich mitgemacht habe....
Doch dann kam der Tag, an dem ich mich nicht mehr im Spiegel sehen konnte, wollte meine Tochter aufwachsen sehen ohne Schleier vor den Augen!!! Ich habe alles, was ich noch hatte, zu Ende genommen und dann war Schluss. Ja ich weiß, es ist unverantwortlich wegen Krampfanfällen u.ä. Aber in eine Fachklinik kann ich mich nicht 3 Wochen legen - wir sind selbstständig... Egal, jedenfalls ging ich eine Woche durch die körperliche und psychische Hölle!!!!!
Wirklich - das alleine lässt mich nie wieder in die Nähe dieses Medikamentes kommen. Die Nächte lag ich schweißnass wach - mein Körper hat gegen sich gekämpft an allen Fronten. Ich hatte schlimme Magenschmerzen mit Erbrechen und allem. Als Hilfsmittel habe ich hochdosiert Magnesium und ibu genommen, um den Körper etwas zu entlasten.
Nach 6/7 Tagen ging es endlich besser!!!! Die Nächte wurden wieder länger und der Körper erholt sich. Die Psyche ist eine andere Geschichte....ich hoffe, ich halte weiter durch, und möchte jeden hier, der das noch vor sich hat, Mut machen!!! Ihr schafft das - auf welchen Weg auch immer - ihr müsst es nur wollen!!!
Entzug
36 Donnerstag, den 05. November 2015 um 12:38 Uhr
Sindy
Hallo. Ich habe wegen einer Bandscheiben Op 4 Monate Tramadol bekommen. Nun versuche ich davon wegzukommen. Erst habe ich es ausschleichen lassen, und als ich auf 25 mg war, habe ich es abgesetzt.
Nun habe ich Schweißausbrüche, zittere vor Kälte, Hautübersensibilität, Krämpfe, Schlafstörungen und totale Unruhe im Körper. Was mich aber sehr belastet, ist, dass ich mich sehr oft (auch hintereinander) selbstbefriedigen muss. Das ist so beschämend und lästig. Kann mir das mal jemand erklären? Habe mir voller Verzweiflung heute Kalma aus der Apotheke geholt. Habt ihr evtl. Erfahrungen damit oder könnt mir was anderes empfehlen.
Vielen Dank fürs lesen
Entzug
35 Mittwoch, den 28. Oktober 2015 um 13:05 Uhr
Peter
Hallo
ich habe ja schon was geschrieben über meine Einnahme vom Morphium.
ich nehme auch noch Elontril 300 und Valproat 500.
Ich habe es vor 2 Tagen komplett abgesetzt, ich habe jetzt die ersten Entzugserscheinungen. Unwohl, Schweißausbrüche, Zittern, und mir ist kalt. ich hoffe, es geht bald vorbei.
ich mache das, weil ich seit 2 Monaten unerklärliche Schweißausbrüche habe, so schlimm, dass ich mein Unterhemd ausdrücken kann. ich bin klitschenass.
Ich hoffe, wenn ich mit meinen Entzug fertig bin, hören auch die Schweißausbrüche auf. Dann steht mit noch der warme Entzug vom Morphium bevor, das wird wohl wieder sehr schlimm werden.
Kalter Entzug Nachtrag
34 Samstag, den 24. Oktober 2015 um 18:34 Uhr
Mike
Hallo ich bin‘s nochmal,
Ich wollte nur mal sagen, jetzt sind wir alle schlauer mit Morphin und Co.
Doch ich habe seit 15 Jahren einen kaputten Rücken. LWS, jetzt noch HWS Blockwirbel, und habe immer mit ibu 800 gelebt, doch irgendwann sind das nur noch Smarties. Dann nach einer Infektion vor 3 Jahren unerklärliche Gelenkschmerzen, zwar in allen Großgelenken Arthrose, die aber die Schmerzen nicht erklärt. Dann ging es los mit 10mg oxy morgens und abends. Eine kurze Zeit war der Schmerzpegel auch recht erträglich und ich war froh.
Mein Doc wollte mir wirklich helfen, das darf man nicht vergessen. Denn vorher bin ich teils aus dem Auto gekrabbelt und keine 2 Stunden mehr mit der Familie einkaufen und lief nur noch gekrümmt.
Was später auch wieder kam und so höher dosiert wurde, 30/30, und manchmal eine dritte und IBU und 30mg waren bald witzlos, wenn es losgeht, bringt bei mir eh nichts mehr. Schmerztherapie, viele Vermutungen, viele Ideen, und nichts passiert. Fachärzte bis zu ein Jahr Wartezeit, und wenn die Maschine nichts ansagt, dann ist auch nichts. Beschissene Vermutungen und die Schmerzen bleiben.
Dadurch leidet die Seele und die Familie und die Spirale dreht immer weiter nach innen.
Dazu: meine Maus krebskrank/Polyneuropathie usw., bis 5x40mg Oxygesic.
So, nun hatte ich die Faxen dicke und habe einfach abgesetzt. Stur wie ich bin ohne Diagnose, diese ganzen Nebenwirkungen ertragen, nein nicht mehr, irgendwie wird es weitergehen, wie, wird die Zeit zeigen. Doch mein Doc ist für mich da und der wollte nur helfen. Klar, heute mit dem Wissen ist es die letzte Maßnahme, wenn nichts mehr geht.
Mein Rat für die, die hochdosiert oder lange Zeit diese Medikamente nehmen, ist der Kalte Entzug nicht unbedingt empfehlenswert. Lauwarmer Entzug mit Rücksprache des Arztes seines Vertrauens ist wichtig
Gerade um evt. Durchfall vorzubeugen, Magenkrämpfe, Schlafmangel usw., jeder durchlebt diese Phase anders. Das wichtigste aber sind Selbstdisziplin und Verständnis von Angehörigen.
Denn man selbst ist gereizt, erschöpft und die Seele kann sehr verletzlich sein, da bei uns Langzeit-Schmerzpatienten diese sowieso angeknackst sein kann.
Also nicht nur die Ärzte verfluchen, denn vereinzelt hat es ja auch eine Zeit geholfen, nur jetzt sind wir schlauer. Vielleicht verschreiben einige zu schnell BTM und man sollte vorher ausführlicher über Alternativen beraten und aufklären, aber das bezahlt keine Kasse.
Bin jetzt im 10. Tag Kalten Entzug, nach Verstopfung wieder mal Durchfall, Unruhe, gereizt, mal sehen, wie die Nacht wird, vielleicht mal 4 Stunden Schlaf, wäre toll. Dennoch bereue ich meine Entscheidung nicht, und erst in einigen Tagen werde ich wohl erst wissen, mit welchem Schmerzpegel ich wieder leben muß.
Aber es muß auch andere Hilfen als nur Btm geben. Das ist vielleicht die einfachste und billigere Variante, mit der ich mich aber nicht mehr abfinden will. Und zum Abschluß ein Spruch:
Aus dem Chaos sprach eine Stimme zu mir, sei froh und lächle, es hätte schlimmer kommen können, ich war froh und lächelte und es kam schlimmer.
HAHA
Kalter Entzug
33 Samstag, den 24. Oktober 2015 um 16:50 Uhr
Mike
Hallo an alle,
Ich bin 49 Jahre, nahm 2,5 Jahre Oxycodon wegen unerklärlichen Gelenkschmerzen.
Mehrmals aus Kostengründen andere Hersteller von Oxycodon. Dazu nur: Oxycodon ist nicht gleich Oxycodon. Meine Erfahrung.
Dann Umstellung auf Morphin, außer ständige Alpträume nichts gebracht.
Am 15.10.2015 hab ich den Hals dick gehabt und den Mist abgesetzt. Schwitzen, frieren ist noch erträglich, aber der absolute Schlafmangel ist die Krönung, die ersten drei Tage fast gar nicht und dann nur 2 oder 3 Stunden, selbst Schlaftabletten haben nichts gebracht. Wird jetzt etwas besser.
Dazu Durchfall, Gereiztheit und andere Wehwehchen.
Abgesetzt habe ich, da ich keine Diagnose bekomme, also muss ich erst mal wieder wissen, wer, wo, was Schmerzen macht und ob ich ein Schmerzpegel von 5-9 habe oder 7-9,5, ist mir mittlerweile auch egal.
Ich halte mich lieber mit Ibu 800 über Wasser als nochmal die Nebenwirkungen von Oxycodon und Co.
Müdigkeit, Appetitlosigkeit, antriebslos, erschöpft, unkonzentriert usw.
Zur Zeit sehe ich mich nach Alternativen um, wie ich eventuell meinen individuellen Schmerzpegel runterdrücken kann. Aber Morphin und Co. nur noch, wenn ich kein Einfluss mehr darauf habe.
Kalter Entzug, eine Erfahrung, auf die ich hätte verzichten können, aber das war mein Dickschädel.
Wenn ich wieder einigermaßen gut drauf bin muss ich das erst mal meinen Doc Beichten (HAHA).
Und für die Angehörigen und Freunde derer, die sich dem Entzug stellen, bitte habt Verständnis. Manchmal links rein, rechts raus, denn der Entzug ist ein kleiner Höllentrip, wer das nicht selber erlebt, kann das Elend nicht nachempfinden.
Alle, die angefangen sind mit dem Entzug oder anfangen wollen, Durchhalten, Kämpfen. Einfach ist es nicht und jeder empfindet anders.
Entzug
32 Samstag, den 24. Oktober 2015 um 04:19 Uhr
Karin
Mir scheint, ich bin in eine Entzugsfalle geraden. Lag im KH, habe Targin bekommen, mir war ständig übel. Zu Hause dann habe ich noch einmal die Klinik angerufen und gefragt, ob ich Targin in Tilidin umwandeln kann, die Ärztin meinte ja. Habe es gemacht. Am Montag zur Hausärztin, weil es mir nicht Chat gut ging und meine Beine fast nicht mehr wollten, sie hatte keine wirkliche Meinung. Den nächsten Tag wieder hin, weil es mir immer schlechter wurde, da meinte sie dann, dass Tilidin weglassen und 3x2 Ortron nehmen. Nachts darauf bekam ich so einen selten Husten, der mich hochschrecken ließ, weil ich das Gefühl hatte/habe, als wenn mir die Luft weg bleibt und der ganze Körper unter Strom steht.
Nun ist aber keiner da, der mir helfen kann, weil Wochenende ist und keine Sprechstunde. Weiß keinen Rat, was ich nun machen soll, habe panische Angst. Dazu kommt noch, dass die HÄ gleichzeitig meine Blutdruckmedikamente reduziert hat und mein Blutdruck auf 170/102/61 ansteigt. Habe jetzt für mich entschieden, die Blutdrucktabletten wie bisher einzunehmen. Nur was mache ich mit den anderen Tabletten?
kalter Entzug
31 Dienstag, den 20. Oktober 2015 um 11:37 Uhr
Ursula
Ich habe Palexia nur 2 Wochen genommen, dann hat sich meine Leber gemeldet. Habe mir nicht mehr getraut, das Medikament zu nehmen. Schon die kurze Zeit bringt bei mir schon Entzugserscheinungen.
Steche gerade den 3. Tag im Entzug. Genau das gleiche Programm. Erst Schwitzen und dann vor Kälte Zitter. An schlafen ist nicht zu denken, die Zahnpasta macht mir mein Mann auf die Zahnbürste.
Habe mir den Arzt kommen lassen, da mir so schrecklich übel war. Habe ein Beruhigungsmittel bekommen. Jetzt kann ich wenigstens mal schlafen.
Nehme dieses Mittel nie mehr. Versuche meine Schmerzen mit autogenem Training in den Griff zu bekommen, so dass es wenigstens erträglich ist.
Holt euch Hilfe, das erleichtert unheimlich.
Kalter Entzug
30 Dienstag, den 20. Oktober 2015 um 10:54 Uhr
Natalie
Hallo, ich heiße Natalie und bin 22 Jahre alt.
Ich habe jetzt Schmerz bedingt 4 Monate lang täglich 20 mg Oxycodon genommen. Bin seit 4 Monaten auch arbeitsunfähig. Da mein Chef mich nun auch noch gekündigt hat, habe ich für mich selbst entschieden, dass es voran gehen muss.
Aber wie sind die Schmerzen ohne Oxycodon? Das kann ich nicht sagen.
Vor 5 Tagen habe ich einfach aufgehört, das Oxycodon zu nehmen. 3 Tage lang war alles gut, keine Probleme, ich fühlte mich fit. Seit Tag 4 bereue ich meine Entscheidung einfach nur noch, aber aufgeben möchte ich nun auch nicht.
Mir ist in der Wohnung unter 2 Decken kalt, aber ich schwitze, als käme ich grad aus der Dusche, und bin noch nicht abgetrocknet draußen, ist mir warm und ich schwitze ebenfalls (wir haben den 20.10.15, warm ist es draußen nicht mehr)!
Ich träume schlecht, habe Migräne-artige Kopfschmerzen und zittere den ganzen Tag. Kann mir einer sagen, ob ich es bald geschafft habe?
P.S.: ich werde nie wieder einen kalten Entzug machen.
LG.
Entzug
29 Freitag, den 16. Oktober 2015 um 12:36 Uhr
Peter Fröhlich
Ich habe noch was vergessen. Dieser Entzug war das Härteste, was ich in meinem Leben kennengelernt habe.
Ich würde gerne einen neuen Versuch starten, aber ich habe eine Heiden Angst vor den Entzugserscheinungen. Dann kann mir ja auch keiner sagen, ob ich es ohne MST aushalte. Man macht dann den schrecklichen Entzug und man merkt dann, dass die Schmerzen wieder so stark zurückkommen, dass man wieder zum MST greifen muss, weil man es sonst nicht aushält vor Schmerzen.

Hat jemand die gleichen Erfahrungen?
Entzug
28 Freitag, den 16. Oktober 2015 um 12:19 Uhr
Peter Fröhlich
Hallo, ich heiße Peter,
ich lebe seit über 15 Jahren mit Morphium, zuerst war es eine Tagesdosis von 2500 mg, nach ein paar Jahren bin ich alleine und schrittweise runter gegangen auf morgens 200 mg, mittags 200 mg und am Abend 200 mg und in der Nacht bei Bedarf 200 mg.
Ich habe mal einen Entzug gemacht, habe es aber wegen meiner Rückenschmerzen nicht lange ausgehalten, so dass ich es wieder nehmen musste.
Meine Symptome bei dem Entzug waren grausam.
Am Anfang kam das Zittern, Scheißausbrüche kalt, starker Durchfall, konnte nichts mehr bei mir halten. Dann fing es richtig an, alles was ihr hier auch schon geschrieben habt, hatte ich auch, aber bei mir war noch so ein Brennen, als wenn ich im Feuer stehen würde. Ich dachte, dass meine Hoden abbrennen würden. Ich habe mich auf der Erde gewälzt, und das alles im Krankenhaus.
Jetzt bin ich wieder am überlegen, ob ich nicht mal runterkommen soll, vielleicht halte ich ja diesmal die Schmerzen ohne Morphium aus. Aber ich habe eine Scheißangst vor dem Entzug.
Tramadol Entzug
27 Freitag, den 09. Oktober 2015 um 14:38 Uhr
Dominik Rawe
Die körperliche Komponente nach dem Absetzen von Tramadol ist heftig. Ich bin jetzt 9 Tage aus der Entgiftung und habe Gliederschmerzen ohne Ende. Dazu kommt eine Antriebslosigkeit und Schlaflosigkeit. Ich nehme im Moment keine Medikamente und wäre froh über einen Medikamenten-Tip.
Targin und Oxycodon
26 Montag, den 05. Oktober 2015 um 11:10 Uhr
Peter
Hallo, ich nehme jetzt seit 6 Jahren Targin 40/20 und Oxycodon 20/10 wegen starker Schmerzen nach 5 OP's an den Bandscheiben und Einsetzen von Implantaten.
Trotzdem Schmerzen, also erst hochdosiert Morphium, nach einigen Monaten bekam ich davon aber einen Verschluss, da mein Darm nicht mitgemacht hat. Seitdem Oxycodon und Targin und jetzt ohne es zu wollen auf einem kaltem Entzug.
Und es ist die Hölle. Am ersten Tag geht noch, man wird langsam nervös. Schlafen ist eh schon schlecht wegen der Schmerzen. Plötzlich ein Geruch in der Nase, wo ich nicht weiß, wo es her kommt.
2. Tag: nervös, antriebslos, Schweißausbrüche, kalte Füße nachts. Am 3. Tag kein Schlafen mehr, Beine zittern und sind unruhig, liegen keine Chance. Es ist kalt, obwohl ich nassgeschwitzt bin. Der Körper fängt an, sich ohne es zu wollen einfach zu schütteln, Beine machen, was sie wollen, und ich warte nur noch, dass es besser wird, wenn ich meine Medikamente heute wieder bekomme.
Ach so, kalter Entzug, den ich nicht wollte. Schuld war die Apotheke, die mir meine Tabletten nicht gebracht hat. Aber ich glaube, ich werde es wirklich versuchen, aber nur in einer Klinik.
Tramal
25 Montag, den 21. September 2015 um 13:15 Uhr
Jule
Ich bin mit Hilfe von Doxepin durch meinen Hausarzt 4 Tage Tramal frei, es ist jedoch trotzdem ein harter Weg, schlaflose Nächte, kribbeln in Armen und Beinen, depressive Stimmung, Antriebslosigkeit…
es ist der Horror, ich hoffe es wird bald besser, ich kann jedem empfehlen, die Finger von Opiaten zu lassen!!! Das ist einfach ein Teufelszeug.
Palexia absetzen
24 Donnerstag, den 17. September 2015 um 08:53 Uhr
Ally
Habe seit 2011 Palexia 150 ret. 2mal täglich wegen chronischer Schmerzen genommen, dazu Amytriptilin wegen Depris, Spannungskopfschmerz und Migräne. Kaltentzug war hart. Hab's überlebt, habe keine Kopfschmerzen und Migräne mehr, wesentlich weniger Panik-Attacken und die Hauptsache, ich bin wieder klar im Kopf und kann mit meinen Schmerzen leben.
Habe noch Tabletten übrig, falls sich jemand ruinieren will.
Nebenwirkungen von starken Schmerzmitteln
23 Montag, den 14. September 2015 um 11:49 Uhr
Beate
Hallo,
ich habe seit ca. 2 Jahren starke Scherzmittel eingenommen, jetzt mache ich kalten Entzug. Mit welchen Entzugserscheinungen muss ich rechnen (Acoxia 90 mg Tilidin ibo 600 3xtäglich Novalgin)
im Voraus Danke
Beate
Fentanyl
22 Mittwoch, den 09. September 2015 um 14:39 Uhr
Monika Döring
Das spontane Absetzen von 200 Microgramm Fentanyl, das ich durchgehend bekam von 2011 bis zum heutigen Tag 9.9.2015. Ich habe nur noch zwei Pflaster a 100 Microgramm, die für die nächsten 3 Tage sind. Aus reiner Angst lasse ich die Pflaster schon länger drauf.
Oxycodon Entzug
21 Sonntag, den 06. September 2015 um 09:35 Uhr
Mikel
Hy Leute, ich bin jetzt im zweiten Tag auf meinem kalten Entzug, und muss sagen, es ist schon der Hammer, aber ich hoffe, ich schaffe das. Und wenn das alles vorbei ist, fahre ich ins Krankenhaus, wo das alles angefangen hat, und stampfe den doc dort ein.
Kalter Entzug von Palexia 100 mg
20 Mittwoch, den 05. August 2015 um 07:19 Uhr
Anna Maria
Ich habe über 1 Jahr Palexia 100mg drei mal täglich eingenommen nach einem Bandscheibenvorfall. Da ich zu der Zeit noch selbstständig war, hatte ich keine andere Wahl.
Seit 3 Monaten bin ich nun zuhause und habe einen Tag vergessen mittags die Palexia zu nehmen. Da ich immer schwere Beine hatte und mich beim Aufstehen abstützen musste, habe ich abends gedacht "was ist jetzt los“. Ich konnte ohne Mühe vom Stuhl aufstehen. Nachdem ich dann gemerkt habe, dass ich die Tablette vergessen hatte, habe ich den Beipackzettel gelesen und gedacht, das die Schwäche wahrscheinlich eine Nebenwirkung ist.
Ich habe mich dann entschieden, die Tabletten abzusetzen. Vier Tage habe ich Schlaflosigkeit, starkes Schwitzen oder Frösteln sowie Kopfschmerzen und sowas wie Schnupfen gehabt. Danach war alles gut. Und das beste: ich habe auch keine Schmerzen mehr!!!!! Also Mut, es geht, man kommt davon weg.
absetzen Durogesic 50 Pflaster
19 Dienstag, den 04. August 2015 um 20:02 Uhr
Keller
habe es einmal vergessen zu wechseln, hatte Übelkeit, Kälte, Durchfall
Fentanyl 50mg oral Einnahme möchte aufhören
18 Montag, den 27. Juli 2015 um 13:10 Uhr
Neukölln
Hallo, ich bin seit 2 Jahren Fentanyl-abhängig. Ich schneide kleine Stücke und nehme es in meinen Mund. Ich nehme 1 Pflaster 50 mg am Tag. Ich habe einmal einen kalten Entzug gemacht, es war die Hölle. Leider bin ich 4 Monate nach dem Entzug wieder rückfällig geworden.
Ich bitte euch mir Tipps zu geben und mir paar Ärzte aus Berlin zu empfehlen. Würde mich sehr freuen. Liebe Grüße
Ärztlich kontrollierter Medikamentenentzug
17 Freitag, den 03. Juli 2015 um 17:24 Uhr
Hans-Jürgen Scholz
Hallo zusammen,

als erstes muss ich jedem, der solch einen ärztlich kontrollierten Entzug vor sich hat, den Zahn ziehen, er hätte keine Nebenwirkungen. Ich durfte auf Grund von Kommunikationsversäumnissen zwischen Patient und Arzt einen 4 Tage andauernden kalten Entzug durchmachen. Ich kann Euch sagen, noch einen Tag länger und ich hätte mir das Leben genommen.
Ich weiß aus eigener Erfahrung, dass die Ärzte für eine kontrollierte Medikamentensensibilisierung gar keine Zeit haben. Das passiert innerhalb von 2 Wochen. Dabei wird versucht, mittels anderer Medikamente aus der "obersten Schublade" evtl. Nebenwirkungen aufzufangen, die allerdings wie in meinem Fall massive physische und psychische Probleme mit sich brachten.
Egal wie rum man es dreht, es ist eine Tortur. Es wird praktisch ein BTM -Medikament gegen ein anderes ausgetauscht. Ich möchte jedem, der so etwas vor hat, raten, sich genauestens sachkundig zu machen.

Viel Erfolg und eine schmerzfreie Zeit!!

Hans-Jürgen Scholz
Berlin
Tramal
16 Dienstag, den 23. Juni 2015 um 12:42 Uhr
Layla
Ich bin 31 Jahre alt und habe nach meinem Bandscheibenvorfall vor 5 Jahren Tramal verschrieben bekommen. Erst ein kleines Fläschchen. Da es meine Schmerzen komplett weg gemacht hat und es mich so schön entspannt und gleichgültig gemacht hat, habe ich es mir von meinem Arzt immer wieder verschreiben lassen! Leider war ich ziemlich schnell abhängig!
Ich kann nur jedem raten, einen SCHMERZTHERAPEUTIN aufzusuchen. Es war kein leichter Weg, aber mit Katadolon (einem Schmerzmittel, welches ohne Opiode ist) und Akupunktur war ich in 2 Wochen runter und schmerzfrei! Ich musste noch nicht mal mehr eine Ibuprofen oder ähnliches nehmen.
Nebenwirkungen wie Schlafmangel, Schweißausbrüche, Unruhe und komische körperliche Entzugserscheinungen waren leider auch dabei! Aber diese zwei Wochen haben sich gelohnt!
Leider bin ich durch einen erneuten Bandscheibenvorfall rückfällig geworden und muss bald wieder dadurch!
Entzug
15 Dienstag, den 23. Juni 2015 um 10:16 Uhr
Schwarzer Engel
Hi ...
ich stecke auch grade mitten drin aber ich muss weiter ausholen ...
ich bin seit 1 Jahr Canabis und Speed süchtig und Mitte März kam ein Bandscheibenvorfall sowie finanzielle Sorgen (der so genannte Kreislauf) dazu. Als ich voller Zuversicht in eine 3wöchige Reha ging, kam dort am 3. Tag der nächste Nackenklatscher. durch meinen festen Willen, diese Reha wieder arbeitsfähig (Kranken und Altenpfleger) zu verlassen, hatte ich nun auch noch starke Schmerzen in der Schulter und eine Woche später lag ich schreiend und weinend in der Notaufnahme.
Dort konnte mir auch geholfen werden, so dass ich von der Klinik nach 4 Tagen wieder in die Reha konnte. Ok, dachte ich, da noch alles wird gut. Von wegen, falsch gedacht :( zum Nachmittag hin wurden die Schmerzen wieder schlimmer, so dass ab Montag die Schmerzen mit Cortison behandelt wurden bis zum Donnerstag in der dritten Woche, da war der OA wie vom Erdboden verschluckt worden, weg! (Medikamentenmissbrauch bekannt).
Da dachte sich dann der AA, ok spritzen darf ich nicht (der gute hat Rheuma u. Arthrose in den Händen), also gebe ich ihnen btm (Panik in meinem Kopf), aber die Schmerzen waren so doll, dass es mir egal war, und ich nahm die Tabletten.
Als ich dann gelesen habe, was und wieviel mg ich mir da eingeworfen habe, dachte ich super das wird ein schöner Abend mit viel Freude (High bis zum abwinken). 20/10 mg Anfangsdosis ist doch super, abheben inbegriffen.
Wieder zu hause beim Hausarzt das angesprochen und erzählt, schüttelte er auch nur den Kopf darüber, unterschrieb mir (auf eigenen Wunsch) Oxycodon 10/5mg auf und gab mir eine Überweisung zum MRT mit (Termin am 10.7).
Momentan stehe ich mit der Reduzierung auf 5mg (2. Tag), aber mit weiterem Konsum von Canabis und Speed :( ich versuche gerade mit hängen und würgen von allen weg zu kommen, aber selbst in so einem kurzen Zeitraum hab ich dadurch den Boden unter den Füßen verloren.
Leider ist es für alle einfacher, in so eine Lage hinein zu geraten, um so schwerer, da den Absprung zu schaffen, aber ich habe einen guten Grund, wofür es sich lohnt zu kämpfen, um meinen Mann, (der seit 15 Jahren Missbrauch von Canabis/Partydrogen, nach einem schlimmen Vorfall zwischen uns, sich aus freien Stücken in klinische Behandlung begeben hat, damit wir noch eine Chance haben), das ist der beste Grund dafür zu kämpfen ... und Finger weg von btm !!!
Entzug (kalt) von Targin
14 Samstag, den 25. April 2015 um 09:42 Uhr
Melanie
Trifft alles zu. Außerdem Herzrasen, Schwäche Anfälle, Krämpfe, Kopfschmerzen, Schmerzen überall. Ist nicht einfach.
Oxycodonentzug
13 Sonntag, den 12. April 2015 um 16:55 Uhr
Schnupsistern
Ich bin gerade in einer Klinik im Entzug von Oxycodon. Ich habe seit einem Jahr 40-0-40 mg Oxycodon genommen wegen unerklärlicher ununterbrochener Schmerzen in den Beinen.
Ich kann nur vor dem Zeug warnen. Meine Schmerzen waren zwar nach der Einnahme nach einiger Zeit verschwunden, aber nach und nach stellten sich immer mehr Nebenwirkungen ein. Zum Schluß standen die Nebenwirkungen in keinem Verhältnis mehr zu der Hilfe, die sie mal darstellen sollten. Verdauung komplett lahmgelegt, zeitweise tiefste Depressionen, so trockener Mund, dass ich ständig trinken mußte und meine Lippen cremen mußte, sonst rissen sie sofort auf. Mein Mund war teils so wund, dass ich kaum essen konnte.
Es war einfach nicht mehr erträglich, aber ich hatte auch Bammel vor dem Entzug. Erst ging ich in eine normale Klinik hier am Ort, aber die nahmen mir einfach alle Tabletten weg, die sie meinten, die ich zu viel nahm. Es waren schon einige, auch Benzos und Antidepressiva usw.
Nach 24 Std. war ich nur noch ein Häufchen Elend und niemand tat etwas, um mir das Leiden auch nur irgendwie zu erleichtern. Also ging ich völlig am Ende nach Hause und nahm wieder alles, was ich so hatte. Es hat 2 Wochen gedauert, bis ich mich wieder halbwegs normal fühlte.
Also nächster Versuch in einer psychiatrischen Klinik, in der ich schon mal vor Jahren war. Nachgefragt, ob sie so einen Entzug auch machten und siehe da, ja, sie machen es, als Zugabe so zu sagen. Die Einweisung lautete dann aber auf Depressionen, anders ging es nicht. Ich bin nun froh, dass ich nach 10 Tagen nun auf 30-0-30 bin und es geht mir heute gut. Die letzten Tage waren aber teils sehr hart, denn man hat meine komplette Tablettenliste total umgestellt, das geht natürlich auch nicht spurlos an einem vorüber.
Aber der Entzug von Oxycodon ist schon der heftigste und war die letzten 3 Tage jeden Tag anders. Aber ich habe es zumindest schon geschafft, ohne Benzos zu schlafen, und ich habe schon die 10 mg pro Tag morgens und abends weniger. Juchuhhhhh, aber es kommt noch einiges. Aber so ist es halbwegs erträglich, aber natürlich nicht so schnell. Mittel zum dämpfen einiger Erscheinungen bekomme ich zur Zeit nicht, vielleicht da ich ja schon so viele Medis eingenommen habe, die ich absetzen muß, da kann ich natürlich nicht schon wieder andere Medis einnehmen. Ich habe zum Schluß 18 Tabletten pro Tag eingenommen, das ist in meinem Alter (51) definitiv zu viel.
Ich will einfach ein Leben ohne solche Abhängigkeiten. Denn man merkt nicht wirklich, wie abhängig man wirklich ist, wenn man so etwas immer parat hat und auch keine Probleme hat, an das Zeug dran zu kommen und kein Arzt den Eindruck macht, als ob das irgendwie schlimm wäre.
Freiwillig nehme ich so ein Zeug nie wieder!!!
Oxycodon
12 Freitag, den 20. März 2015 um 15:10 Uhr
Tobias
Endstation Entzugsklinik
Nehme wegen starker Bandscheibenschmerzen seit 2 Jahren das Zeug, anfangs nach Anweisung vom Arzt. Am Ende war meine Dosierung bis zu 17 zerkaute Tabletten a 20mg, da ich schnell dahinter kam, dass sie zerkleinert Euphorie auslösten ... Morgens 6 und Nachmittags 6 und weitere 6, wenn ich unter Leute gehen wollte ..
ich leide unter einer Angsterkrankung . Und dass ich die Tabletten mißbrauchte, war mir schnell klar, aber sie verschafften mir ein normales Leben ..
Aber ich war süchtig und abhängig und das mußte ich ändern .. Ich habe 2 Kinder, und die sollen keinen drogenabhängigen Vater haben.
Seit 10 Tagen mache ich einen klinischen Entzug langsam auf null und ich will bei null bleiben ..
Dieses Zeug ist einfach nur gefährlich, wenn man es missbraucht, ich kann nur jeden mahnend warnen, dies zu tun .. Ich bin bereits bei null und mittlerweile geht es mir wieder besser, aber die Schmerzen sind natürlich wieder da .. Dieses Problem gehe ich mit einer Schmerzklinik an, aber nie wieder mit Opiaten
Morphin intravenös
11 Freitag, den 13. März 2015 um 18:39 Uhr
neva evaa
Wenn man mal so ein Problem hat, muss man ein Selbstzerstörer sein, um den Entzug kalt zu bewältigen. Ich habe das mit 600mg nach 3,5 Jahren im Urlaub das letzte mal geschafft und wäre dabei knapp ums Leben gekommen. Nach 5 Jahren auf 800mg gab es nicht mal mehr eine klitze kleine Chance, das zu bewältigen.
Die Symptome wie von den Ärzten beschrieben sind untertrieben mal 1000. Du stehst in der Früh auf und wenn du binnen 2 Stunden nichts hast, übergibst du dich schon so stark, dass man froh ist, noch Luft zu bekommen, was jede Stunde schlimmer wird, ganz zu schweigen von den starken Schmerzen am ganzen Körper.
Unerklärbar, wie schlimm es ist.. wenn ihr wegkommen wollt, führt das alles nur über Reduktion und viel Diazepam beim Absatz dann.
lg
Entzug von Palexia . Opioide
10 Sonntag, den 15. Februar 2015 um 22:56 Uhr
kamann
Nehme seit Juni 2014 Palexia ..Dosis: 50--50ml. Nach Jahren der Verzweifelung, der ständigen Arztbesuche, Tabletten hier, Tabletten da, und ich war ein Wrack und lebensmüde. 2014 dann endlich Schmerzklinik. Diagnose chronische Schmerzen des Gaumens und Zahnkamms.
Als die Ärzte mir dann Opioide anboten, bekam ich Panik, ehe ich die erste Tablette nahm, vergingen Stunden. Nach 3, 4 Tagen wurde der Schmerz erträglich.
Die Nebenwirkungen waren nicht ohne. Die Freude der etwas weniger Schmerzen uberzeugte aber. Nach 14 Tagen bin ich als neuer Mensch nach Hause. Und möchte das auch bleiben.
Entzug hin oder her, ich weiß über Risiken, ich weiß aber auch, dass ich diese Schmerzen nie wieder ertragen kann und will. Ich hätte mehr Angst vor diesen Schmerzen als vor dem Entzug.
Da ich aber auch keine Toleranz entwickeln möchte, so habe ich seit 8 TAGEN auf die Hälfte reduziert. Entzug ab und zu traurig. Kälte-Schübe, Hitze, hin und wieder Schwindel, etwas übel, aber alles erträglich. Leider kommen aber die Schmezen zurück. Das heißt fur mich: wieder auf 50-50 ml. Das ist für mich die beste Wahl, um zu uberleben....Blutwerte und EKG werden engmaschig kontrolliert.
Euch allen wünsche ich ein weg aus den Schmerzen und viel viel Mut beim Entzug.
Entzugsdauer nach 15 Jahren 150er Fentanyl
9 Donnerstag, den 05. Februar 2015 um 05:30 Uhr
Rialora
Nehme seit 15 Jahren Fentanylpflaster, teils oral und würde das Zeug gern absetzen. Habe aber sehr große Angst vor dem Entzug und den Entzugsschmerzen. Wie kann man die Entzugsschmerzen ausschließen? Geht das überhaupt, dass man vollkommen ohne Entzugsschmerzen entziehen kann ? Wie lange würde solch ein Entzug dauern ?
Targin seit 2009
8 Samstag, den 31. Januar 2015 um 08:42 Uhr
Kati M.
Auf Grund einer fehlerhaften OP nehme ich seit vielen Jahren Targin. Mittlerweile bis zu 3 x vgl. 40/20mg. Jetzt habe ich eine Fernreise nach Dubai und Mauritius gebucht. Wie bekomme ich die Medikamente durch den Zoll, ohne Probleme zu bekommen? Ich habe schon überlegt, ob ein Entzug nicht sinnvoller ist. Allerdings werde ich nicht ohne Medikamente auskommen, da die Schmerzursache ja nicht verschwunden ist. Gibt es "Ersatz Medikamente" um den Entzug zu kompensieren?
Vielen Dank schon mal!
Entzug - Oxicontin / Oxinorm / Fentanyl
7 Freitag, den 16. Januar 2015 um 10:23 Uhr
Frank
Habe diese Medis nach Rücken Op 4 Jahre lang genommen, brauchte mehr und mehr und noch mehr.
Die Ärzte bemerkten die Opioidabhängigkeit nicht.
Körperlich schwer Angeschlagen. Durch Eigeninitiative wollte ich alle Medis (Opioide) absetzen. Um meinen Körper wieder zu spüren. Es stellte sich heraus, dass ich schwer Opioid abhängig war. Entschied mich für kalten Entzug. Ärztlich überwacht händelte ich den Entzug selbst. Nur mit eisernem Willen war der Entzug zu ertragen. Ich kam an die Grenzen des Ertragbaren, Physisch und Psychisch. 1 Monat dauerte der Alptraum, danach war ich weg von Opioiden.
Habe trotz chronischen Schmerzen viel Lebensqualität zurück gewonnen. Der Wille kann Berge versetzen, brauchte aber auch sehr viel Kraft.
(12 Monate Rückblick)
hausfrau
6 Dienstag, den 13. Januar 2015 um 18:02 Uhr
vija
ich habe es drei mal versucht, Targin abzusetzen, ohne erfolg
Oxycodon
5 Mittwoch, den 07. Januar 2015 um 23:50 Uhr
Astharot
Da ich seit rund zwei Jahren Oxycodon (120 mg) Targin (100 mg) plus Sevredol nehme kommt wohl noch einiges auf mich zu. Bisher hab ich aber keine Klinik gefunden die den Entzug durch führt.
Oxycodon
4 Mittwoch, den 31. Dezember 2014 um 21:59 Uhr
felix
Hallo, habe aufgrund vom Nervenschmerzen das letzte Jahr Oxycodon genommen. Die Dosis hat sich von 10mg täglich auf 80mg (20/20/20/20) gesteigert. Letzte Woche habe ich beschlossen, dass ich trotz Schmerzen versuchen werde das Oxycodon abzusetzen. So nehme ich es jetzt noch (20/0/20) das ganze allerdings mit den Nebenwirkungen extremer Erschöpfung, Lustlosigkeit, und eben Schmerzen. Wie lange werden die Entzugserscheinungen andauern bzw wie lange brauche ich um das ganze hoffentlich auf 0mg/tgl zu reduzieren?
MfG danke
absetzen von Oxycodon-HCI AL20mg
3 Dienstag, den 30. Dezember 2014 um 00:03 Uhr
Monika
Ich bekomme seit Oktober 2013 Oxycodon, erst musste ich Morgens 10mg und Abends 5mg nehmen, doch dies reichte nicht lange und ich hatte Schmerzen in den Beinen, Zittern, Herzrasen und konnte nicht ruhig atmen.
Ich sagte dies meinem Arzt, der mir die Dosis höher stellte. Doch jetzt habe ich starke schmerzen auf der linken Seite und es fühlt sich an als würde mein Herz einen Takt überspringen. Auch habe ich keinen Hunger mehr, nur Süßes geht. Die Lust auf Sex ist komplett weg, auch gehe ich nicht mehr raus und habe oft die Gedanken mir einfach das Leben zu nehmen. Denn ich war lebenslustig und jetzt ist davon nichts mehr da.
Ich erzählte dies auch meinen Hausarzt, dass ich diese Tabletten nicht mehr möchte, denn ich kann und möchte so nicht mehr weiter machen. Er sagte immer nur ja ähm okay, und erhöhte wieder die Dosis, ich sagte ich möchte nicht mehr sondern aufhören. Er meinte, dass man erst eine bestimmte Höhe braucht, um sich runter zu dosieren.
Ich versuchte es zuhause alleine, und habe es auf 10mg für den ganzen Tag geschafft, auch wenn dies nicht grade so angenehm war. Ich ging dann zu meinem Arzt und sagte ihm das. Er meinte ja gut dann könnten sie jetzt komplett alles weg lassen. Ich meinte so Nein, denn ich komme hier her und möchte ihre Hilfe denn ich packe es nicht, die 10mg geringer zu dosieren, ohne starken Entzug zu bekommen. Er meinte, ja dies ist bei einen Opiat nicht einfach und sagte, ich muss wieder höher. So ist es nun und ich nehme 40mg am Tag.
Da aber mein ganzer Körper spinnt und mein Leben dadurch total kaputt ist, habe ich in einer psychiatrichen Klinik angerufen und ihnen mein Problem geschildert, auch dass mein Arzt mir nicht hilft, sondern mich immer höher einstellt. So habe ich jetzt einen Termin für Januar bekommen und bleibe für 2 Wochen dort, um von dem skarken Oxycodon weg zu kommen. Danach werde ich mir auch einen neuen Hausarzt suchen, denn leider fühle ich kein Vertrauen mehr.
@ Johanna
2 Samstag, den 13. Dezember 2014 um 16:51 Uhr
Norbert
Hallo Johanna,
ich hatte 8 Wochen lang Targin 20mg (1x morgens 1x abends) wegen starker Schulterschmerzen einnehmen müssen. Habe das Medikament Donnerstags abgesetzt, mit dem Erfolg, daß ich am Wochenende wirklich massive Suizidgedanken bekommen habe und "mies drauf" war.
Bin dann zu meinem Orthopäden und habe ihm die Situation geschildert, worauf er einen "Ausschleichplan" erstellt hat. D.h. über 3 Wochen das Targin immer mehr reduzieren. Trotz des kontrollierten Absetzens leide ich unter Nachtschweiß, depressiven Verstimmungen, Weinanfällen, innerer Unruhe und Angst - aber ich habe den Eindruck, es wird von Tag zu Tag weniger.
FAZIT: Immer kontrolliert ausschleichen und NIE abrupt absetzen !!! Falls sich Dein Arzt darauf nicht einläßt: Hab keine Angst, den Arzt zu wechseln. Ein guter Arzt wird Deine Situation verstehen und dementsprechend handeln.
Ich wünsche Dir alles Gute,
Norbert.
Hydromorphon
1 Montag, den 08. Dezember 2014 um 17:18 Uhr
Johanna
Hallo, ich nehme seit dem 23.8.14 Hydromorphon, jetzt bin ich auf 4mg. letzte Woche wollte ich reduzieren von 1 morgens 1 abends auf 1 am Tag, da mein Freund den Medikamenten Schrank aufräumte, hatte er ausversehen ein volles Blättchen Tabletten weggeworfen und ich habe es leider Freitag spät Abend erst gemerkt und habe Samstag meine letzte Tablette nehmen können.
Es fing dann an mit Hitze Ausbrüche und schwitzen sowie extreme Kälte Ausbrüche, Nervosität und Schlaflosigkeit. Habe jetzt gerade (18:14) erst mein neues Rezept bekommen und die Apotheke hat schon zu. Soll ich mir das Rezept holen, weil meine Schmerzen sind extrem stark und heftig, aber war ja eh schon dabei abzusetzen.
Wie lange dauert so ein Entzug eigentlich, weil nochmal will ich das nicht durchmachen...wäre über eine Antwort echt dankbar, weil mein Arzt mich in der Hinsicht nicht versteht.
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