Machen Opioide (Morphin, Fentanyl etc.) abhängig?

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Nein. Zumindest nicht in dem Sinne, wie das z.B. bei Heroin der Fall ist, das ja chemisch auch zu den Opiaten gehört. Suchterscheinungen, also das unstillbare Verlangen nach "dem nächsten Kick", sobald die Wirkung der letzten Einnahme nachlässt, gibt es unter der Einnahme von Opioiden in der Schmerzbehandlung nicht.

Allerdings kann eine körperliche Abhängigkeit in dem Sinne entstehen, dass eine Behandlung mit Opioiden nicht einfach von heute auf morgen abgesetzt werden kann. Eine Verringerung der Dosis und auch ein komplettes Absetzen der Behandlung sind zwar immer möglich, allerdings muss dieser Prozess langsam erfolgen. Man nennt das auch "Ausschleichen".

Werden Opioide wie Morphin oder verwandte Wirkstoffe zu plötzlich abgesetzt, kann es tatsächlich zu schweren Entzugssymptomen kommen. Allerdings hat dies nichts mit einer "Sucht" zu tun, sondern nur mit einer Gewöhnung des Körpers an die regelmäßige Zufuhr der Opiate. Auch viele andere Medikamente können ja nicht einfach abgesetzt werden, ohne dass es nicht zu schweren Nebenwirkungen käme (z.B. Insulin bei Diabetes).

Fazit: Letztlich ist die Frage "abhängig oder nicht" auch eine nach der Auslegung: "Was bedeutet Abhängigkeit". Fest steht: Nach Ansicht fast aller Experten ist die Angst vor einer Abhängigkeit kein Argument gegen den Einsatz von Opioiden bei schweren Schmerzzuständen.

 

 

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