Warum lohnt sich mitunter der Wechsel von einem Opioid (Morphin, Fentanyl, Tramadol etc.) zu einem anderen?
Bei einigen Menschen kann sich nach längerer Behandlungszeit mit einem Opioid (Morphin, Tramadol, Fentanyl etc.) eine Art Resistenz gegen den Wirkstoff entwickeln. Die Zellrezeptoren, die die schmerzlindernden Effekte der Opioide übermitteln, "ermüden" und können die Wirkung nicht mehr so gut umsetzen.
Erstaunlicherweise gilt das dann aber meist nur für den gerade eingesetzten Wirkstoff und nicht für verwandte, andere Opioide. Deshalb raten Schmerztherapeuten in solchen Fällen zur "Opioid-Rotation". Das heißt: Wenn die zur Zeit eingesetzten Opioide in ihrer Wirkung nachlassen, wird auf ein anderes Opioid gewechselt.
