Auf welche Weise können Medikamente gegen Depressionen eine Schmerzbehandlung positiv beeinflussen?
Antidepressiva (Medikamente gegen Depressionen) zählen in der Schmerzbehandlung zu den sogenannten Koanalgetika. Koanalgetika werden Wirkstoffe genannt, die die Schmerzbehandlung unterstützen, obwohl sie selbst keine Schmerzmittel sind.
Antidepressiva entfalten ihre Wirkung auf die Stimmung über eine Veränderung der Botenstoffe im Gehirn. Dieser Wirkmechanismus kann zusätzlich auch einen schmerzlindernden Effekt haben, insbesondere bei Schmerzen, die einen brennenden Charakter haben. Darüber hinaus scheinen sie nach jüngsten Erkenntnissen auch die Wirkung von Opioiden (Morphin, Tramadol, Fentanyl etc.) zu verstärken.
Dabei sind geringere Mengen an Antidepressiva erforderlich als das in der Behandlung von Depressionen erforderlich wäre. Es ist sogar wichtig, dass die unterstützende Behandlung mit Antidepressiva mit geringen Dosierungen begonnen wird.
