Schmerz: Unzulänglich behandelt

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Experten sagen, dass Schmerzen oft nur unzulänglich behandelt werden. Dabei sind die sich im Grunde einig, dass die Medizin durchaus in der Lage ist, Abhilfe zu schaffen. Erklärungen, warum die Qualität der Schmerztherapie trotzdem mangelhaft ist, gibt es einige.

 

Zu wenig Beachtung für den "Schmerztyp"

Eine Analyse der Daten der Krankenkasse DAK zeigt, wo am häufigsten Schmerzen entstehen: 32% haben unspezifischen Rückenschmerzen, 14% Arthrose- und Arthritis-bedingte Schmerzen, knapp 10% Kopfschmerzen, 8% Schmerzen bei Krebs sowie 6% bei Bandscheibenerkrankungen. Doch all dieses Wissen nützt nach Ansicht der Kritiker nichts, wenn Schmerzen vom Arzt nur in Bezug auf das Organ und nicht auf den Schmerztyp diagnostiziert werden. Der Schmerztyp wird im übrigen nach verschiedenen Kriterien wie beispielsweise Entstehungsort, Dauer, Ursache und Pathophysiologie (krankhafte Veränderungen) ermittelt.

Doch gerade in dieser Hinsicht gibt es Defizite. In der Qualität der Schmerztherapie gibt es in deutschen Krankenhäusern erheblichen Verbessergungsbedarf, kritisiert Prof. Wolfgang Koppert, Präsident der Deutschen Gesellschaft zum Studium des Schmerzes. Aber nicht nur da. Insgesamt gehen Experten von einer erheblichen Fehl- und Unterversorgung bei der Behandlung von Schmerzen aus.

 

Auch die Betroffenen machen Fehler

Allerdings würden auch die Patienten zu der Situation beitragen, meinen Ärzte. Denn viele würden erst einmal rezeptfreie Medikamente kaufen und lange an sich selbst herumdoktern, bis sie zum Arzt gehen. Und sei dieser Schritt endlich erfolgt und der Arzt würde eine Therapie veordnen, dann würden die Patienten die Empfehlungen nicht befolgen. Doch Arzneimittel könnten nur dann helfen, wenn sie richtig eingesetzt würden.

WANC 23.01.2012
Quelle: 7. Workshop „Zukunft der Schmerztherapie“, Versorgungsatlas Schmerz

 

 

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