Ursachen
Gängig aber umstritten ist die Differenzierung nach TOAST (Lit.: Adams 1993), Zahlen für Deutschland:
- kardiale Embolie: Im Herzen bilden sich Blutgerinnsel, die in die hirnversorgenden Gefäße gespült werden und diese verstopfen (Inzidenz: 30,2/100.000)
- Verschluss kleiner Arterien (25,8/100.000)
- Arteriosklerose großer Arterien (15,3/100.000)
- andere Ursache (2,1/1.000.000)
- unbestimmte Ursache (39,3/100.000) (Lit.: Kolominsky-Rabas 2001)
Risikofaktoren des Hirninfarktes
Die wichtigsten, in großen Studien gesicherten Risikofaktoren für den ischämischen Schlaganfall sind:
- Hohes Alter: Verdopplung der Schlaganfallsrate pro Dekade nach dem 55. Lebensjahr
- Geschlecht: 24-30 % höher bei Männern als bei Frauen
- Ethnische Zugehörigkeit: 2,4-fach höher bei Afroamerikanern, 2-fach höher bei Hispanics, Blutungsrate höher bei Chinesen und Japanern
- Genetische Veranlagung: 1,9-fach höher bei Verwandten ersten Grades
- Bluthochdruck: 3–5 Odds Ratio (OR) betroffen sind 25–40 % der Bevölkerung
- Herzrhythmusstörungen (Vorhofflimmern): 5–18 OR (1–2 % der Bevölkerung)
- Diabetes mellitus: 1,5–3,0 OR (4–20 % der Bevölkerung)
- Fettstoffwechselstörungen: 1–2 OR (6–40 % der Bevölkerung)
- Rauchen: 1,5–2,5 OR (20–40 % der Bevölkerung)
- Alkoholkrankheit: 1–3 OR (5–30 % der Bevölkerung)
- Mangelnde Bewegung: 2,7 OR (20–40 % der Bevölkerung) (Lit.: Leitlinien 2003)
Weitere Fragen und Antworten zu Herz- und Kreislauferkrankungen finden Sie unter Navigator-Medizin.de/Herz_Gefaesse
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