Ischämischer Schlaganfall

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Der Ischämische Schlaganfall oder Hirninfarkt ist eine Form des Schlaganfalls. Auslöser ist eine plötzliche Minderdurchblutung (Ischämie) des Gehirns auf Grund von einengenden oder verschließenden Prozessen der arteriellen Hirngefäße. Selten können Infarkte auch durch venöse Abflussbehinderungen verursacht werden. Die Durchblutungsstörung hat zur Folge, dass das Gehirn nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff und Glucose versorgt wird.

Dadurch sterben Nerven- und andere Hirnzellen in den betroffenen Hirnregionen ab (Infarkt). Ursache sind meist Embolien aus dem Herz oder von arteriosklerotischen Wandveränderungen der Gefäße oder thrombotische Verschlüsse der extra- und intrakraniellen Hirnarterien. Abzugrenzen ist der Hirninfarkt von der vorübergehenden transitorischen ischämischen Attacke (TIA).

Die einzelnen Regionen des Gehirns erfüllen verschiedene Funktionen. Diese Regionen werden von Blutgefäßen versorgt, die nur in engen Grenzen interindividuell variieren. Dies führt dazu, dass eine Durchblutungsstörung in einem bestimmten Blutgefäß normalerweise mit einer bestimmten Symptomatik in Verbindung gebracht werden kann, die durch den Ausfall des vom Blutgefäß abhängigen Gehirnareals zu erklären ist.

Der Hirninfarkt ist ein medizinischer Notfall und gehört in den Industriestaaten zu den führenden Invaliditäts- und Todesursachen. Die Therapie hat nur in einem engen zeitlichen Fenster Aussicht auf Erfolg und wird vorzugsweise in spezialisierten Abteilungen durchgeführt. In der Nachsorge haben Physiotherapie und Logopädie einen hohen Stellenwert.

Vorkommen und Häufigkeit

Der Schlaganfall ist in Deutschland nach Herzinfarkt und bösartigen Neubildungen (Krebs) mit 15 Prozent aller Todesfälle die dritthäufigste Todesursache. Unter den Schlaganfällen bilden die ischämischen Schlaganfälle die größte Gruppe, etwa 85 %.

Zudem stellt der Schlaganfall die häufigste Ursache für erworbene Behinderungen im Erwachsenenalter dar. Untersuchungen zur Epidemiologie des Schlaganfalls geben für Deutschland eine Inzidenz von 182/100.000 (Lit.: Kolominsky-Rabas 2004).

Absolut sind dies 150.000 neu aufgetretene Schlaganfälle und rund 15.000 Rezidivfälle pro Jahr. Die Prävalenz liegt bei etwa 600/100.000 Einwohnern. Der Schlaganfall ist auch die häufigste Ursache für eine Pflegebedürftigkeit im Alter.

 

 

 

 

 


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