Kann die Operation einer verengten Halsschlagader vor einem Schlaganfall schützen?
Hier muss man differenzieren. Liegt eine nachgewiesene über 60%ige Verengung der Arteria Carotis interna (auch kurz Karotis oder Halsschlagader genannt) vor und verursacht diese Verengung (Stenose) keine Symptome, führt ein operativer Eingriff nachweislich zu einer relevanten Risikoreduktion.
Das gilt für Männer erstaunlicherweise noch mehr als für Frauen.
Zwei Einschränkungen müssen aber genannt werden. Die statistische Lebenserwartung muss laut den Experten-Richtlinien über fünf Jahre betragen, um den Eingriff zu rechtfertigen. Und der Operateur bzw. das Krankenhaus sollte bei diesen Eingriffen eine dokumentierte Komplikationsrate unterhalb von 3% haben.
Autor: Dr. med. Jörg Zorn
Quelle: Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Neurologie und der Deutschen Schlaganfallgesellschaft
