Was versteht man unter einer TIA?

Bei einer TIA ("transitorisch-ischämische Attacke") kommt es – ähnlich wie bei einem Schlaganfall – zu einer Durchblutungsstörung im Gehirn und zu neurologischen Ausfällen (Sehstörungen, Schwindel, Lähmungen etc.). Im Gegensatz zum Schlaganfall gehen diese Beschwerden aber nach kurzer Zeit von allein wieder weg. Kurze Zeit bedeutet hier: nach wenigen Stunden, maximal nach 1 Tag.

Die TIA ist also eine Art Mini-Schlaganfall, bei dem die Auswirkungen der Durchblutungsstörung vom Körper noch selbst wieder behoben werden können. "Transitorisch" bedeutet vorübergehend, "Ischämie" heißt Durchblutungsstörung, daher der Name. Eine transitorisch-ischämische Attacke gilt als deutlicher Warnhinweis, dass ein Schlaganfall droht, und muss unbedingt gründlich abgeklärt werden.

Wenn Sie derartige Symptome erlebt haben und nicht sicher sind, was das war, sollten Sie das zur Sicherheit immer von einem Arzt abklären lassen. Denn auch wenn die TIA-Attacke schon längst wieder abgeklungen ist, droht ohne Behandlung große Gefahr.

Autor: Dr. med. Jörg Zorn

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