Sollte man wegen der Nebenwirkungen auf eine Behandlung mit Acetylsalicylsäure nicht lieber verzichten?

Nein. Wurde vom Arzt vorsorglich aufgrund der Gefahr eines Herzinfarktes oder Schlaganfalles Acetylsalicylsäure (ASS) verordnet, um die Fließeigenschaften des Blutes zu verbessern, sollte man die Behandlung in jedem Fall fortführen.

Das gilt sogar dann, wenn man bereits ein Geschwür im Magen oder Darm entwickelt hat. Wägt man nämlich die Risiken einer ASS-Einnahme – im schlimmsten Fall eine Magenblutung oder Darmblutung– mit der möglichen Folge eines Herzinfarkts oder Schlaganfalls ab, fällt die Entscheidung zugunsten der ASS-Behandlung aus. So zumindest lautet die Empfehlung der Experten.

Allerdings sollten Sie im Falle erheblicher Nebenwirkungen mit Ihrem Arzt besprechen, ob man die Blutverdünnung ggf. auf ein anderes Präparat umstellen kann.

Autorin: Dr. med. Julia Hofmann

Weitere Fragen und Antworten zu Herz- und Kreislauferkrankungen finden Sie unter Navigator-Medizin.de/Herz_Gefaesse

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