Welche Maßnahmen zur Behandlung des akuten ischämischen Schlaganfalls werden nicht empfohlen?

In der offiziellen Leitlinie der neurologischen Fachgesellschaft und der Schlaganfall-Gesellschaft führen die Experten auch therapeutische Maßnahmen auf, die sie für die Behandlung des akuten ischämischen Schlaganfalls (entstanden durch Gefäßverschluss) als unwirksam bzw. nicht geeignet betrachten:

  • Infusion von Streptokinase (ein Blutgerinnsel-Löser, erhöht hier aber Blutungsrate und Sterblichkeit);
  • das Medikament Ancrod;
  • routinemäßige Hämodilutions-Behandlung (dabei wird das Blut wie bei der Dialyse nach außen geleitet und über Filtersysteme und osmotische Prozesse verdünnt);
  • Behandlung mit Kortison-Präparaten;
  • Behandlung mit einem Glykoprotein-2b/3a-Hemmer (nur im Rahmen von Studien erlaubt).


Autor: Dr. Hubertus Glaser
Quelle: Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Neurologie und der Deutschen Schlaganfall-Gesellschaft (2008, aktualisiert im Mai 2009)

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