Schlaganfall: Ultraschall für eine schnelle Diagnose

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Weil bei einem Schlaganfall jede Minute zählt, müssen sich die behandelnden Ärzte ganz schnell für die richtige Therapie entscheiden. Dafür ist es entscheidend, dass sie die Ursache des Schlaganfalles kennen: Ist es eine Hirnblutung oder ein Gefäßverschluss? Die Deutsche Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin betont nun, wie entscheidend der Einsatz von Ultraschall ist, um die Durchblutung des Gehirns zu beurteilen.

Eine Hirnblutung lässt sich meist allein durch einen operativen Eingriff behandeln, bei dem der Bluterguss im Gehirn entleert wird. Bei dem sehr viel häufigeren Gefäßverschluss hingegen – dem ischämischen Schlaganfall – lassen sich die Gefäße mittels Medikamenten oder Katheter wieder öffnen. Um den Ort des Verschlusses genau bestimmen zu können, spritzen Ärzte ein Kontrastmittel und versuchen so den Verlauf der Blutgefäße im Gehirn zu verfolgen. Dazu dienen Verfahren wie Computer- oder Kernspintomografie.

 

Manchmal gelingt die Beurteilung nur mit Spezialverfahren

Trotzdem gelingt es nicht immer, das Ausmaß des Gefäßverschlusses richtig einzuschätzen und zu erkennen, ob die dahinter liegenden Gefäße und Hirnareale tatsächlich nicht mehr ausreichend durchblutet sind, wie Prof. Michael Görtler von der Universitätsklinik Magdeburg betont. Dazu müsse dann die "farbkodierte Duplex-Sonografie" eingesetzt werden (eine Spezialform der Ultraschalluntersuchung), die eine verminderte Strömungsgeschwindigkeit des Blutes und eine herabgesetzte Pulsaktivität der Gefäße aufdeckt.

WANC 12.01.2012
Quelle: Ultraschall in der Medizin 2011; 32: 274-280

 

 

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